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1 (1830)
Entstehung
Seite
182
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wird; hat hier die mit Gewalt gegen das Ufer gepreßte, undvon dem stets andringcndcn Wasser doppelt hoch aufgethücmteWelle eine Hohe von 8 oder 10 Fuß erreicht, und stürzt nun aufdie vorliegende Flache des Dammes herab, so laßt steh begreifen,wie sic Ecntner schwere Steine wegführcn, die stärksten Dämmedurch ihre immer auf denselben Punct wiederholte Einwirkung zer-stören, und die großen Verheerungen anrichtcn kann, von welchendie Bewohner der See-Ufer, wenn auch ihre Dämme den Ueber-schwcmmungcn wohl Widerstand zu leisten pflegen, dennoch so oftverderbliche Proben zu sehen Gelegenheit haben.

Wie hoch die Wellen im Meere steigen können, darüber ssinddie Nachrichten sehr verschieden. Wenn mehrere Wellen einanderdurchkceutzend fortgehcn, so thürmen sic sich im Durchschnittspuncteso auf einander auf, daß der Wcllcnkopf ungeschr die Höhe erreicht,welche der Summe beider Wellen gleich ist. Sie bilden dann dienach allen Seiten abhängigen, schäumenden Wellcnköpfc, welcheman in großen Strömen oder am Ufer des Meeres so oft wahrzu-nehmen Gelegenheit hat. Ein solches Aufeinanderthürmcn derWellen kann aber im Meere gewiß noch vielfacher statt finden undgrößere Wellen Hervorbringen, als wir vom Ufer aus je zu sehen ge-wohnt sind; nach Brcmontier's Behauptung, womit auchandre Angaben überein stimmen, kann diese Wcllenhöhe bis auf60 Fuß gehen. Wenn die Welle sich an einem steilen j tief indas Wasser hinabgehenden Gegenstände bricht, so kann sic, hochaufbrausend und in Tropfen zerschlagen bis zu einer, die Höhe derWelle vielfach übertrcffcnden Höhe hinaufsprützen und Smcatonerzählt von dem Edystone-Felsen an der englischen Küste, daß mandie Höhe, bis zu welcher das tobende Wasser hier zuweilen Hinaufge-trieben wird, auf 200 Fuß, 100 Fuß höher als der Leuchtthurmist, rechne; die an diesen Felsen mit ungewöhnlicher Wuth tobendenWellen zertrümmerten im Jahre 1703 am 26. November den da-maligen, sehr fest gebauten Leuchtthucm in einer Nacht so, daßkeine Spur davon übrig blieb.

Die schon alte Behauptung, daß Del in das stürmende Meergegossen, dieses beruhige, ist durch neuere Beobachtungen bestätigetworden. Das Del, welches sich in einer sehr dünnen Schichte aufder Oberfläche verbreitet, scheint die Einwirkung des Windes zu hin-