Druckschrift 
1 (1830)
Entstehung
Seite
174
Einzelbild herunterladen
 

174

ihren wahren Verhältnissen dargestellt werden konnten. Der ganzeStoßhebcr besteht aus dem weiten Gefäße AU, der Leitröhre U6,die bedeutend lang sein muß, und der Steigeröhrc »12. Bei derletztem will ich sogleich noch erwähnen, daß man sie in dem festverschlossenen Gefäße v 6 bis nahe an den Boden gehen läßt,damit die über der Wasserfläche 10 vorhandene Luft das Aufstei-ger: des Wassers während der Zeit unterhalte, wo die Hauptkraftihre Wirkung unterbricht.

Die wesentlichsten Stücke des Stoßhcbers sind aber die zweiVentile kl, I, auf welche ich vorzüglich Ihre Aufmerksamkeit len-ken muß. Das letztere I ist ein ganz gewöhnliches Ventil, dasbloß die Bestimmung hat, das Wasser in das Gefäß 11)0 cin-zulasscn, und ihm dagegen den Rückweg zu versperren. Das VentilU schließt die an der obcrn Seite der Leitröhre, nahe an ihremEnde befindliche Oeffnung von unten; eine gut eingeschliffene ke-gelförmige Platte hat in der unten etwas weiteren Röhre bei Hnur einen kleinen Spielraum und schließt die Oeffnung, wenn sievon unten hinaufwärts gedrückt wird; hört dieser Druck auf, sosenkt sie sich vermöge ihres eignen Gewichtes hinab, wobei aber,durch ein sich auf den Rand der Oeffnung stützendes Ouecstückchen,gesorgt ist, daß das Sinken nur wenig betragen könne. Den vonunten hinaufwärts strebenden Druck bewirkt das Wasser, wem:Gefäß und Röhre bis an A und bis an 1?0 gefüllt find, indemdas Gewicht der Ventilplatte so geringe sein muß, daß der Druckdes Wassers auf die Ventilplatte H größer als das Gewicht derletztem ist; in diesem Zustande ist alles geschlossen, und das Wassernimmt die Stellung des Gleichgewichtes ein.

Um das Instrument in Thätigkeit zu setzen, drückt man füreinen Augenblick von außen das Ventil II nieder, laßt cs abersogleich wieder frei. Dadurch wird bewirkt, daß das Wasser beiU auszuflicßcn anfängt, und also ein Zuströmen des Wassers vonAU her cintritk; aber sobald das Ventil wieder lösgelassen ist,wird es durch den Druck des nndrängcnden Wassers sogleich ge-schlossen , das gegen 6 drängende Wasser sucht sich bei l einen Aus-weg und steigt in der Steigeröhre hinauf. Offenbar kann diesevon U nach L gerichtete Oscillation nur einen Augenblick dauern,und nun fängt die rückwärts gehende Schwankung an. Da sich,