so versteht cs sich von selbst, daß bei der Störung des Gleichge-wichts die eine Oberfläche sinken muß, wenn die andre steigt, unddaß diese Abweichung vom Gleichgewichtszustände bei gleicher Weitebeider Röhren gleich viel betragen,, die Oberfläche Li so tief unterL, als die Oberfläche O über L liegen wird. Ebenso einleuchtendist es, daß die höhere Oberfläche im Sinken, die tiefere im Steigengrade dann, wenn beide in L, L ankommcn, die größte Ge-schwindigkeit erreichen, daß sie über den Gleichgewichtszustandhinausgehcn und daß eine lange Reihe von Oscillationen, die wegendes Widerstandes an den Wänden allmählig abnehmen, die Folgedieser Störung des Gleichgewichts sein wird.
Diese Oscillationen werden desto langsamer vollendet, jelänger die in der überall gleich weiten Röhre enthaltene Wasser-masse ist, und zwar ist genau die Zeit einer Oscillation doppelt sogroß bei einer viermal so langen Wassermasse, wenn sonst allesgleich ist. Es sei Lv 6L (LiZ. I0V.) die eine, obok die andreWassermasse, jene viermal so lang als diese; man bringe beidegleich weit aus der Stellung des Gleichgewichts, so daß LH — kl>,LO —eg ist; dann ist offenbar die bewegende Kraft, der Druck,welcher das Gleichgewicht hcrzustcllcn strebt, in beiden Fällen gleich,aber die in Bewegung zu setzende Masse ist viermal so groß imeinen, als im andern Falle, und deshalb ist cs ganz so, als obim einen Falle eine ein Viertel scsgroße Schwerkraft als im andernFalle wirkte. Wir wissen aber daß die einfache Schwerkraft in1 Sec. den fallenden Körper so weit treibt, als die ein Viertelso große Kraft in 2 Sec. und da hier in Beziehung auf die be-schleunigenden Kräfte, welche eben das Verhältniß haben, die-selben Folgerungen gelten, so erhellt die Richtigkeit der Behauptung,daß die viermal so lange Masse ihre Oscillationen halb so schnellvollendet, und daß ebenso die neunmal so lange Masse dreimal soviel Zeit, die 16 mal so lange Masse 4 mal so viel Zeit gebraucht,u. s. w. Für ein zweites merkwürdiges Gesetz glaube ich hier umso eher den Beweis mittheilen zu dürfen, da dieser zugleich mehrLicht über die Gleichzeitigkeit der großem und kleinern Oscillationeneines Pendels verbreitet. Es sei (Lig. IOI.) in LNblO einegenau eben solche Wassermasse wie in L(jk.8, jene aber werdeso ins Schwanken gesetzt, daß die größte Hebung der einen Ober-