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Strahles sehen, so bietet sich 0 oder 8 Zoll tiefer seine breiteSeite, abermals 0 bis 8 Zoll tiefer wieder seine schmale Seitedar. Man kann eben das beim Ausgicßen aus kleinern Gefäßenbeobachten, aber da erhält sich der Strahl nicht so gut lange Zeitin immer gleicher Form.
Wie wichtig die Bestimmung der aus Gefäßen ausfließcndenWasscrmenge ist, erhellt leicht, da zum Beispiel da, wo eine ganzeStadt mit Wasser aus dem Vorrathe einer Wasserkunst versorgtwerden soll, die Größe der Ocffnungen, durch welche dem einenTheilc der Stadt viel, dem andern Theile weniger zugcsührt werdensoll, von diesen Uebcrlegungen abhängt. Dabei kömmt noch eineandere Betrachtung vor, nämlich wie in langen Röhrcnleitungendie Geschwindigkeit des Wassers bestimmt, wie sie da durch denWiderstand an den Nöhrenwanden und durch den Widerstand,den die Krümmungen der Röhren hervorbcingen, vermindertwird, u. s. w.; aber diese ganze auf Erfahrung beruhende Be-stimmung bietet wenig wissenschaftlich Merkwürdiges dar.
AufderKcnntniß der Gesetze, Lenen der Ausfluß des Wassers auskleinen Oeffnungen unterworfen ist, beruhete die Einrichtung derWasser-Uhren bei den Alten. Ein Schwimmer auf der allmähligsinkenden Oberfläche des im Gefäße noch übrigen Wassers zeigte aufeiner an der Wand des Gefäßes angebrachten Scale die Stundenan, und die Geschicklichkeit des Ctesibius, Hero und andererwußte schon damals künstlichere Einrichtungen hiemit in Verbindungzu setzen.
Oscillationen des Wassers in Röhren.
Die oscillircnde Bewegung des Wassers in einer zweischenk-lichen Röhre AL6V sb'i^. 100.) scheint zwar beim ersten An-blicke nur zu einer angenehmen Unterhaltung oder allenfalls zueiner nutzlosen theoretischen Spekulation Anlaß zu geben; aberSic werden bald sehen, daß nützliche Anwendungen für die Be-dürfnisse der Gesellschaft und Erklärungen merkwürdiger Natur-Erscheinungen sich auch an diese anscheinend unbedeutende Be-trachtung anknüpfen.
Wenn das Wasser, in den verbundenen vertikalen Röhren(kiF. 100.) L6, 6V ruhend, sich bis an L und k erstreckt,