Druckschrift 
1 (1830)
Entstehung
Seite
169
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IW

müssen, die mit höheren ebenfalls mit Wasser gefüllten Höhlungenin Verbindung stehend, einen unerschöpflichen Wasservorrath Her-vordringen lassen, sobald man die Steinschichte durchbricht, welchedas Wasser in der Tiefe hinderte, sich bis zu dem Niveau der hö-heren Behälter zu erheben.

Ausfließende Wassermcnge.

Ich kehre zu dem Ausfließen des Wassers aus Gefäßen zurück,und muß, che ich zu einer hierbei vorkommenden Schwierigkeitübergehe, doch noch ein zweites Mittel anführen, wodurch wir ünsvon der Richtigkeit der vorhin angegebenen Geschwindigkeit über-zeugen können. Statt den Strahl nach vcrticaler Richtung her-vorspringen zu lassen, wollen wir ihm durch eine Oeffnung in dervertikalen Wand LL (IllA. 98.) die horizontale Richtung 6 Vgeben, und nun die Sprungweite Lk bis dahin, wo er den Boden

erreicht, abmcsscn. Da hier die anfängliche Geschwindigkeitvöllig horizontal ist, so gelangt das Wasser, wie ein andrer ge-worfener Körper, bloß wegen der Kraft der Schwere von 6 biszur Tiefe 66, cs wird also zu seinem Fallen eine Secundebrauchen, wenn 66 15 Fuß beträgt, und da die Entfernung 66den in eben der Zeit durchlaufenen Weg nach horizontalerRichtung zeigt, so ist, wenn man 66 15 Fuß genommenhat, 66 das Maaß der Ausflußgeschwindigkcit. Man findet diesemit einem geringen Verluste, welchen der Widerstand der Luftbewirkt, gleich derjenigen Geschwindigkeit, die ein von der Höhe6 6 frei fallender Körper erreichen würde, wenn nämlich in 6 dieOberfläche des Wassers ist.

Aber obgleich wir so die Geschwindigkeit des hcrvorströmcndcnWassers kennen, so ist damit doch die ausfließcnde Wassermcngenoch nicht bestimmt, ja diese findet sich verschieden, je nachdemdie Oeffnung 6 in einer sehr dünnen Platte angebracht ist, oderein kurzes Röhrchen bildet, obgleich in beiden Fällen die Geschwin-digkeit einerlei bleibt. Eine genaue Aufmerksamkeit auf den her-vordringenden Strahl zeigt nämlich, daß, indem die Wasser-theilchen gegen die Oeffnung L. (6!^. 99.) zu gehen, die seit-wärts herandrängcndcn Theilchcn die Form des Strahls ungefchrso bestimmen, wie die Figur zeigt, so daß er in a einen kleinern