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1 (1830)
Entstehung
Seite
168
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schon nahe daran zu behaupten, daß jeder Wasser armen Gegenddurch dieses Mittel Brunnen verschafft werden könnten', und daßdieses Hervorhcbcn des Wassers auf andern Gesetzen, als denendes bloß durch Druck bewirkten Ausffießens beruhen müsse.

Sorgfältigere Vergleichung der Umstande scheint indcß jeneHoffnungen, daß man endlich die Afcicanischen Wüsten bewässernund so diese unbewohnbaren Gegenden fruchtbar machen, ja dasClima ganzer Länder ändern könne, sehr herabgesetzt und die wah-ren Ursachen jener immer auffallend bleibenden Erscheinungen ent-hüllt zu haben. Garnier besonders *) hat aus zahlreichen Bei-spielen nachgewicsen, daß doch auch hier die Brunnen nur in derNachbarschaft eines höhcrn Terrains die Eigenschaft, sich bis obenund bis über die Höhe des Bodens zu füllen, besitzen, ferner daßnur da das Brunnenbohren den gewünschten Erfolg zeigt, woeine von Klüften und offenen Höhlungen unterbrochene Gebirgs -Art zu weit verbreiteten unterirdischen WasservcrbindungcnsVeran-lassung giebt, und wo das aus der Atmosphäre herabfallende Was-ser Spalten findet, um sich dort hinab zu senken, zugleich aberdurch sehr dichte höher liegende Schichten gehindert wird, an denniedrigeren Stellen des Bodens aus diesem hcrvorzubrcchcn. Insolchen Gegenden braucht man also nur an Orten, die etwas nie-driger als die höchsten Stellen jener unterirdischen Wasserbehälterliegen, die dem Wasser undurchdringliche Stcinschichte zu durch-brechen und fortzubohrcn, bis man in größerer oder geringererTiefe jene Wasserbehälter erreicht, und wird dann, wenn diesebis zu höhcrn Gegenden hinauf mit Wasser gefüllt sind, ein schnellund mit Gewalt herauf dringendes Wasser Hervorbrechen sehen.Da man die Lage jener Wasserbehälter, die ganz unter der Erdeverborgen sind, nicht kennt, so bleibt cs immer einem glücklichenZufalle unterworfen, ob und in welchem Grade man seinen Zweckerreicht; aber aus dem in solchen Gegenden so häufigen Gelingendieses Unternehmens muß man schließen, daß in Kalksteinlagerun-gen sich sehr weit verbreitete unterirdische Wasservorrathe finden

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1826. und Poggcndorf's Annalen XVI. 592 ., wo höchst merkwürdigeeinzelne Fälle erzählt werden.