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so sind wir doch (I'iA. 66.) in am Acquatoc der Erde weiter, alsin 1i, vom Mittclprincte 6 der Erde entfernt, und schon deshalbwürde die Wirkung der Schwere in ^ schwächer, als in L, sein.Aber hiezu kömmt noch die am Aequator größere Schwungkraft, dienämlich mit dem Abstande von der Axe 1)6 zunimmt, und amAequator der Richtung der Schwere grade entgegen wirkt. BeideUrsachen vereinigt bringen die Wirkung hervor, daß der Fallraumin unfern Mittlern geographischen Breiten ungefähr um größerals am Aequator ist. Dieser Unterschied ließe sich genau berechnen,wenn wir die Figur der Erde, das ist, der Oberfläche aller Meere,ganz genau kennten; ergiebt die Beobachtung sie also anders alswir bei Voraussetzung einer gewissen Gestalt der Erde erwarteten,so dient uns dies zur Berichtigung unsrer über die Figur der Erdegemachten Voraussetzungen. Diese Methode, die Figur der Erde zubestimmen, gestattet eine große Genauigkeit, da wir wohl dahinkommen können, die Länge des Sccundenpendels an vielen Ortenbis auf kleinere Theile als ein Hunderttcl Linie, also die Kraft derSchwere so genau zu bestimmen, daß unsre Angaben um wenigerals ^rr der Wahrheit abwcichen.
Versuche über die Länge des Secundcnpendcls.
Aber wie gelangen wir zu dieser Genauigkeit? — Das ist eineFrage, deren Beantwortung um so mehr hieher gehört, da die Be-stimmung der Pendellängc eines der schönsten Beispiele von dergroßen Genauigkeit giebt, welche die Künstler unsrer Zeit in ihrenInstrumenten und die Beobachter in ihren Bestimmungen zu er-reichen wissen. Die Beantwortung der Frage fordert zweierlei, erst-lich daß wir die Mittel angeben, die sehr strenge bestimmte Schwin-gungszeit eines Pendels zu beobachten, zweitens, daß wir die Längedieses Pendels mit großer Schärfe abmessen. Das Letztere ist am schwie-rigsten und ich will daher damit anfangen. Eigentlich sollten wirein Pendel haben, welches nur einen einzigen schweren Punct in 6(b'ÜA. 65.) hätte; dann würde die Abmessung vom Aufhängepuncte-V bis zu diesem Puncte 6 uns die Länge des Pendels geben; abersolche Pendel besitzen wir nicht, und wenn zum Beispiel das Pendelaus einer dünnen Stange und einer unten daran befestigten Kugelbesteht, so ist nicht der Mittelpunkt der Kugel, sondern ein andrer