Pendel AL in die Lage Atl, (I'i^. <i^.) so treibt die Schwere denKörper den wir, als die Hauptmasse enthaltend, vorzüglich insAuge fassen, herab, und nöthigct ihn, den Kreisbogen 6L zu durch-laufen; dabei erlangt er eine, bei tieferem Falle immer schnellereBewegung und kömmt mit einer gewissen Geschwindigkeit im un-tersten Puncte k an. Hier hört die Schwere auf, beschleunigendauf ihn zu wirken, aber seine erlangte Geschwindigkeit führt ihn,nach dem Gesetze der Trägheit, weiter fort, so daß er steigend denBogen LI) durchlauft. Es ist leicht zu übersehen, daß die Schwer-kraft hier den aufstcigcnden Körper genau ebenso seiner Geschwindig-keit beraubt, wie sie dem sinkenden Körper, da er auf einem genauähnlichen und gleichen Bogen herabsank, seine Geschwindigkeit er-theilte. Der schwere Körper wird daher in <1 eben die Geschwindig-keit, wie in dem gleich hoch liegenden Puncte o haben, und in l)seine Geschwindigkeit ganz vcrlohren haben, wenn er in 6 ohne alleanfängliche Geschwindigkeit seine Bewegung ansing. Daß der sobis I) gestiegene Körper nun wieder zu sinken ansängt, daß er einegleiche Schwingung bis nach 6 zurück vollenden, und so eine Reihevon Schwingungen machen wird, läßt sich leicht übersehen. Ließesich die Aufhängung des Pendels so einrichten, daß es gar keineReibung litte, wäre nicht der Widerstand der Luft und überhauptkein Hindcrniß der Bewegung vorhanden, so müßte diese Bewegungdes Pendels ohne Ende fortdauern, und wirklich dauert die Be-wegung eines Pendels, an dessen Aufhängepuncte alle Reibung undandre Hindernisse sorgfältig vermieden worden, durch mehrere tau-send Schwingungen, wenn sie gleich endlich, wegen des nie ganzfehlenden Widerstandes, aushört.
Die Gesetze dieser Bewegung sind so einfach, daß es Ihnennicht schwer werden wird, sic genau zu übersehen. Was zuerst dieFrage betrifft, welche Geschwindigkeit das Pendel erlangt, so ist dieseswenigstens in dem Falle leicht zu beantworten, wenn die schwereMaterie des Pendels fast ganz in der Gegend L, beinahe in einemPuncte vereiniget ist. Dieser Punct durchläuft den Bogen OL,und indem ec so vom Anfänge seines Falles die Tiefe kl L erreicht,erlangt er auch die dieser Falltiefe entsprechende Geschwindigkeit.Der Grund dieser Uebcreinstimmung läßt sich an dem einfacherenFalle, wo eine Kugel auf einer schiefen Ebne hecabläuft, noch besser