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fluthen eintretenden Wasserhöhe lehrt uns die komparative Starkeder Anziehung des Mondes, also seine Masse, kennen.
Die Menge der Gegenstände, die sich uns hier darbietcn, er-laubt mir nicht, langer bei diesem einzelnen Phänomene zu verwei-len, und ich darf hier um so eher eine umständliche Erzählung allereinzelnen Umstände weglassen, da man auch diesen Gegenstand inder Astronomie abzuhandeln pflegt *).
Siebente Vorlesung.
Schwungkraft.
Bei der Bewegung eines Körpers im Kreise nehmen wirallemal ein Bestreben fortzufliegcn, eine Schwungkraft, wahr,die den Faden, woran der Körper fcstgehalten wird, ausdehnt, jaihn wohl gar zerreißt. Es wird Ihnen, m. h. H., wohl nicht uner-wartet sein, wenn ich Ihnen diese Schwungkraft als eine bloßeFolge der Trägheit darstclle. Indem ich den an dem Faden ^,6in K festgchaltencn Körper ^ nach der Richtung fortstoßeund ihm (kiA. 52.) eine Geschwindigkeit nach dieser Richtung er-theile, erlangt der Körper das Bestreben auf der Linie ^8 fort-zugchen und sich also vom Mittelpunkte V zu entfernen. DerFaden hindert ihn, diesem Antriebe Folge zu leisten und er-hält ihn auf dem Kreise H.VL, aber wenn der Faden sehr schwachwäre, so würde er zerreißen, und der bewegte Körper ginge aufH.L fort. In dieser Betrachtung bietet sich uns sogleich ein Mitteldar, die Starke der Schwungkraft abzumessen. Wir wollen einen Fa-den wählen, der so stark ist, daß er grade ein Pfund tragen kann,und nun durch Versuche bestimmen, bei welcher Geschwindigkeitder Faden reißt, und hier würde sich finden, daß ein schwerer her-umgeschwungener Körper den Faden bei geringerer Geschwindig-keit zerreißt, statt daß ein leichterer eine größere Schnelligkeit for-
1 Borlesungen über die Astronomie. 1 LH. S. 22Z. und eine nochausgeführtere Erklärung der Erscheinungen der Ebbe und Fluth inGehlers phys, Wörterb. Art. Ebbe.