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trauen cmzuschen. Ein Beispiel hiezu giebt des (Köpern icusHypothese, daß die Erde um die Sonne lause. Aus ihr ließen sichalle rcchtlaufige und rückläufige Bewegungen der Planeten, alsaus bloßem Scheine entspringend, als ganz entsprechend der rela-tiven Bewegung gegen die bewegte Erde, erklären, statt daß dieältere Hypothese, daß die Erde ruhe, zu der Voraussetzung, daßdie Planeten in sehr verschlungenen Bahnen lausen müßten,führte. Diese Hypothesen sind nicht selten von der Art, daß sichan sie strenge rechnende Bestimmungen knüpfen lassen, und indem Falle läßt sich zu einer vollkommenen Entscheidung über ihreNichtigkeit gelangen; denn wenn die Erfolge nicht bloß obenhinso sind, wie die Hypothese sie erwarten laßt, sondern die Erschei-nungen genau in dem Maaßc, zu der richtigen Zeit, cintreffcn,wie sie cintreffcn sollten, so kann man, je scharfer dies der Fallist, desto sicherer, die Wahrheit der Hypothese als entschieden an-sehcn. Das glänzendste Beispiel einer solchen durch die mathema-tische Berechnung bewahrten Hypothese stellt uns NewtonsAttractionslehre dar, indem die nach ihr berechneten Bewegungender Planeten jeder Beobachtung derselben so genau entsprechen,daß die Vorherbestimmung aller Erscheinungen mit der grüßtenGenauigkeit zutrifft, und dieses Zutreffcn statt findet, ohne daßes einer Hülfshypothese oder irgend einer für einen Planeten so,für den andern Planeten anders bestimmten Correction bedarf.Und so wie hier sich eine Hypothese, als ein großes Ganzes vonErscheinungen umfassend, bewahrt hat, so haben auch mancheandre Hypothesen sich, mehr oder minder fruchtbar in dem Um-fange. ihrer Anwendungen, als wahr und als zu Erklärung ganzerNeihen von Erscheinungen zureichend, gezeigt. Die Gefahr, durchfalsche Hypothesen irre geführt zu werden, laßt sich durch aufrich-tige Wahrheitsliebe und durch aufmerksames Beachten aller Um-stände zwar nicht unbedingt vermeiden, aber doch in hohem Gradevermindern. Wenn man mit möglichster Strenge die Folgerungenentwickelt, zu denen die Hypothese führt, und mit unbefangenerAchtsamkeit die Erscheinungen, die sich wirklich zeigen, damit ver-gleicht, so darf man hoffen, daß der Jrrthum, zu dem eine falscheHypothese verleiten könnte, nicht lange unentdcckt bleiben kann,und es versteht sich, daß man sich nicht durch Vorliebe für eine