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Anspruch begründet, Theil zu nehmen an Vervollkomm-nungen in Anwendung der Naturkrästc. Niemals abertrat dieser Anspruch lebhafter hervor, als eben jetzt.
Die Geschichte schreitet selten lange fort, ohne durchein vorwaltcndcs Interesse in den Beziehungen derVölker bezeichnet zu seyn, das gleichsam die Achse bildet,um die sich alle Strebungen der Zeit bewegen. DreiJahrhunderte hindurch war diese Achse der erbitterteKampf der europäischen Völker um Glaubens-Meinun-gen, und kaum war die Religion aus dem Mittelpunkteverdrängt, als sich der Kampf um Reformen des poli-tischen und bürgerlichen Ncchtsznstandcs erhob. Nachdem furchtbaren Brande, der sich zu Ende des vorigenJahrhunderts entzündete, loderte in unfern Tagen nocheine letzte Flamme glühend empor. Sie ist erloschen,und wenn nicht alle Anzeichen trügen, so endete mit ihreine Periode, worin Ncchtsbegriffc den Anlaß zu welt-erschütternden Ereignissen zu geben vermochten. Wirbefinden uns in der Zeit des Ucbcrgangs zu einem neuenAbschnitte. Keine religiöse, keine politische Lehre wirdan die Spitze des neuen Zeitalters treten, und wenn manüberhaupt wagen darf, anzudeutcn, wem bestimmt seinmag, die leere Stelle cinzunehmcn, so wäre es dasStreben aller Völker nach materiellem Wohl.
Der Versuch einer nähern Begründung dieser Ansichtwürde zu weit führen; ohnedies wird man nicht inAbrede stellen, daß auch Motive, welche außerhalb desKreises innerer Bedingungen liegen, die Begünstigung