er sie aus dem Nichts hcrvorgcrnfcn zu haben scheint,müßten wir nicht mit größerer Dcmuth bedenken, daßnur die Anwendung einer vorhandenen Naturkraft auf-gefnndcn ward, deren Entbehrung in der langen Reihevergangener Jahrhunderte vielmehr von der Schwächedes menschlichen Geistes Zcugniß gicbt.
Auch jetzt mögen wir erleben, daß Zufall, Glückoder Geschick heute eine Entdeckung hcrbciführcn, vonder uns gestern selbst die Ahnung mangelte; auch jetztmögen wir unter unfern Augen ein Gebäude erweiternund verschönern sehen, zu dem der Grundstein in einerlängstvcrflvssencn Zeit gelegt wurde. Der stets er-neuerte Prozeß des Ursprungs und der stnfcnwciscnVervollkommnung wird aber Eines als ganz unzweifel-haft Herausstellen, und dies ist die Verpflichtungfür alle Völker und alle Zeiten, jeder neuenBereicherung unserer Erkcnntniß den Ein-gang in das gesellschaftliche Leben zu erleich-tern. Die Hoffnung auf das Kommende ist unfrucht-bar für den, der das Vorhandene nicht ergreift. Sie,die die Stunden nach dem rinnenden Sande, nach fal-lenden Tropfen maßen, konnten des schwachen Hülfs-mittels um deswillen nicht entbehren, weil uns, inkleiner Schaalc, pnlsircndcs Metall die Sekunden vor-zählt. Und jene, die mit beiden Händen einen Fadenvon der Spindel zogen, durften den Stoff nicht unbe-nutzt lassen, weil nun eine Hand hundert Spindeln dreht.Sie verlangten, in der Gegenwart zu genießen, wasdie Gegenwart bot, und so ist für jede Generation der