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Gesellschaft dem Geiste täglich ihr Gastmahl insolcher Mauuichfaltigkcit, daß Sättigung unmög-lich war, und neue Gegenstände des Interesseund des Ehrgeizes erweckten ohne Unterlaß dieAufmerksamkeit für Gegenstände der Politik, derschönen Literatur oder der Wissenschaften.
Nun betrat ich diese große Stadt in einerganz andern Gemüthsstimmung, in einer ausge-bildcteu Melancholie, die nicht blvs durch de»traurigen Fall, welcher mich in mein Vaterlandznrückgcrufen hatte, veranlaßt worden, sondernin einer gänzlichen Acndernng meines physischen,moralischen und intellcctuellen Zustandes begrün-det war. Meine Gesundheit war dahin, meinEhrgeiz befriedigt, das Verlangen nach Auszeich-nung erregte mich nicht mehr, was ich mit derzärtlichsten Liebe umfaßt hatte, war im Grabe,und, um in einer Metapher zu rede», die vonden Veränderungen hergenommen ist, welchen derTranbensaft im Verlauf der Zeit unterliegt, derBecher meines Lebens war nicht mehr frischschäu-mend, süß und brausend; er hatte seine Süs-sigkeit, wenn auch nicht seine Kraft, verloren,und war bitter geworden.
Nachdem ich einige Monate in England zu-