Druckschrift 
Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre : als Handschrift fuer seine Zuhoerer
Entstehung
Seite
234
Einzelbild herunterladen
 

zen Wiffenfehaftslchre deutlicher darftellen können,als wir es tis jezt irgendwo konnten.

Im zweiten Grundfatze ift nur einiges abfolut;einiges aber fezt ein Faktum voraus, dafs lieh a prio-ri gar nicht aufzeigen lässt, sondern lediglich in einesIeden eigner Erfahrung.

AufTer dem Setzen des Ich durch lieh felbft solles noch ein Setzen geben. Dies Hl a priori eine blosseHypothese; dafs es ein solches Setzen gebe, läfst fichdurch nichts darthun, als durch ein Faktum des Be-wuTstfeyns, und jeder muss es lieh leihst durch diesesFaktum darthun; keiner kann es dem andern durchVernunfrgründe beweifen. (Er könnte wohl irgendein zugeliandnes Faktum durch Vernunftgründe auf je-nes höchfte Faktum zurükfü.liren; aber ein solcher Bo-wel fs leiflete nichts weiter, als dafs er den andernüberfiihrte , er habe vermitteln des Zugefteliens irgendeines Faktum auch jenes höchfte Faktum zugeßan-den.) Abfolut aber, und schlechthin im Wefen desIch gegründet ift es, dafs, wenn es ein solches Setzengiebt, diefes Setzen ein Entgegenfetzen , und das Ge-fezte ein Nicht-Ich feyn miilfe. Wie das Ich irgendetwas von sich felbft unterscheiden könne, dafür läfstkein höherer Grund der Möglichkeit irgend woher sichableiten, sondern dieser Unterfchied liegt aller Ablei-tung, und aller Begründung felbft zum Grunde. Dafsjedes Setzen, welches nicht ein Setzen des Ich ift,ein Gegenfetzen feyn muffe, ift schlechthin gewifs:dafs es ein solches Setzen gebe, kann jeder nur durchfeine eigene Erfahrung fich darthun. Daher gilt die Ar-gumentation der Wiffenfchaftslehrs schlechthin a prio-ri,