fezteti man Realität, und welchem man Negation zurschreiben wolle- Es hängt davon ab, von welchemder beiden Objekte die Reflexion ausgeht. So ift eswirklich in der Mathematik, die von aller Qualitätvöllig abftrahirt, und lediglich auf die Quantität lieht.Ob ich Schritte Rükwärts oder Schritte Vorwärts po-fltive Gröfsen nennen wolle, ift an fleh völlig gleich-gültig; und es hängt lediglich davon ab, ob ich di«Summe der erftern, oder die der leztern als endlichesResultat aufstellen will. So in der Wiffenfchaftslehre.Was im Ich Negation ift, ift im Nicht-Ich Realität,und umgekehrt; fo viel, weiter aber auch nichts, wirddurch den Begriff der Wechfelbeftiinmung vorgefchrie-ben. Ob ich nun das im Ich Realität oder Negationnennen wolle, bleibt ganz meiner Willkühr überladen:es ist blos von relativer *) Realität die Rede.
Es zeigt fleh demnach eine Zweideutigkeit in denBegriffe der Realität felbft, welche oben durch den Be-griff der Wechfelbeftiminung herbeigeführt wird. Läfstdiefe Zweideutigkeit fleh nicht heben, fo ift die Einheitdes Bewufstfeyns aufgehoben: das Ich ift Realität, unddas Niclit-Ich ift gleichfalls Realität; und beide find nichtmehr entgegengefezt, und das Ich ift nicht ~ Ich*sondern ~ Nicht-Ich,
L) Soll
*) Es ift merkwürdig, dafs im gemeinen Sprachgebrauchs dasWort relativ ftets richtig, ftets von dem gebraucht worden,was blofs durch die Quantität unterschieden ift, und durchweiter nichts unterschieden werden kann; und dafs man den-noch gar keinen beftimiiiten Begriff mit den Worte Relation, Vonwelchem jenes ablkmmt, verbunden.