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Wißen überhaupt einen Grund habe, dafs überhauptein Syftern im menschlichen Geilte fey; oder er-widerspricht lieh felbft. Durchgeführter Dogma-tism ift ein Scepticism, welcher bezweifelt, dafs erzweifelt; denn er mufs die Einheit des Bewufst-feyns und mit ihr die ganze Logik aufheben: erift mithin kein Dogmatism, und widerspricht sichfelbft, indem er einer zu feyn vorgiebt *).
(So fezt Spinoza den Grund der Einheit desBewufstfeyns in eine Subftanzj in welcher es so-wohl der Materie (der bestimmten Reihe der Vor-stellung) nach, als auch der Form der Einheitnach nothwendig bestimmt ift. Aber ich frageihn, was denn dasjenige fey, was wiederum denGrund der Nothwendigkeit dieser Substanz ent-halte,
*) Es giebt nur zwei Syfteme, das kritifche und das dogmatifcheDer Scepticism, fo wie er oben beftimmtwird, würde gar keinSyftern feyn: denn er läugnet ja die Möglichkeit eines Syftemsüberhaupt. Aber diese kann er doch nur fyftcmatifch läugnen,mithin widerspricht er sich felbft und ift ganz vernunftwidrig.Es ift durch die Natur des menschlichen Geiftes schon dafürgesorgt, dafs er auch unmöglich ift. Noch nie war lernendim Ernfte ein solcher Sceptiker. Etwas ander? ift der kritifcheScepticism, der des Haine , des Maimen , des Aeneßdenns,der die Unzulänglichkeit der bisherigen Gründe aufdeckt, undeben dadurch andeutet, wo haltbarere zu finden find. Durch ihngewinnt die Willenfchaft allemal, wenn auch nicht immer anGehalte, doch ficher in der Form — und man kennt die Vor-theile der Wissenschaft schlecht, wenn man dem scharfsinnigenSceptiker die gebührende Achtung versagt.