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bei der Ackerbesteiking verkommenden Verrichtungen gebraucht. Es wird ernährt, so lange es sei-nen Unterhalt durch seine Arbeit bezahlt: nach seinem Tode wird die Haut, das Schweif- und Kamm-Haar ganz allgemein benutzt; andere Theile, wie Knochen znr Drechslerarbeit und zur Düngung,Fleisch zur Salmiak-Bereitung, Fett u. s. w., meist nur zufällig. Das Pferd bedarf, wenn es erheb-liche Dienste verrichten soll, Futter von Getreide, und wird dadurch sehr kostbar: das Gewicht desGetreides, welches ein wohlunterhaltenes Pferd täglich empfängt, ist reichlich das Fünffache dessen,was ein starker Mann zu seiner vollständigen Sättigung mit Brod bedarf. Den dicht bewohnten Län-dern wird es daher schwer, einen zahlreichen Pferdestand zu unterhalten, der so viel verbraucht, wasMenschen ernähren kann, und so gar nichts unmittelbar zur Ernährung der Menschen beiträgt. Dem-ohnffeachtet hat sich in den letzten ein und zwanzig- Jahren neben der starken Zunahme der Bcvöl-kerung doch auch der Pferdestand nicht nur beträchtlich verbessert, sondern auch selbst der Zahlnach vermehrt. Es wurden nämlich überhaupt Pferde gezählt zu Ende der Jahre
1816 1,243,261
1822 1,363,249
1828 1,374,594
1834 1,415,389
1837 1,472,901
Die Zahl der Pferde wuchs demnach in diesem Zeiträume beinahe um 18,1 auf 100 oder nahein dem Verhältnisse wie 11 zu 13.
Durchschnittlich kommt im preufsischen Staate ein Pferd auf neun Menschen: aber in den ein-zelnen Gegenden desselben ist das Verhältnifs zwischen der Zahl der Menschen und der Pferde soverschieden, dafs in den Kreisen Düsseldorf, Elberfeld, Lennep und Solingen zusammengenommenerst auf vierzig, dagegen aber in den Kreisen Bagnit, Pillkallen und Stallupönen, Regierungs-Be-zirks Gumbinnen, schon auf drei Menschen ein Pferd kommt. Selbst in einem und demselben Re-gierungs-Bezirke besteht ein grofser Unterschied hierin zwischen den einzelnen Kreisen: im Regie-rungs-Bezirke Arnsberg haben die Kreise Soest, Hamm und Dortmund schon auf weniger als sie-ben, die Kreise Altena, Olpe und Wittgenstein dagegen erst auf zwei und dreifsig Menschenein Pferd.
In Beziehung auf die Bodenfläche hat im Allgemeinen der RegieruDgs-Bezirk Gumbinnen diemeisten, der Regierungs-Bezirk Koblenz die wenigsten Pferde: nämlich jener 501, dieser 137 durch-schnittlich auf der geographischen Quadratmeile. Aber in den einzelnen Landestheilen stellt sich dasVerhältnifs noch viel mannigfaltiger. Die weiterhin vorkommende Tabelle ergiebt dieses für die da-selbst besonders betrachteten Abtheilungen: übersichtlich wird daraus Folgendes hier zusammengestellt.
Am dichtesten ist allerdings mit Pferden besetztdie Gegend an der Nogat, nämlich die Kreise Elbing, Marienburg, Danzig Stadt und Land,
welche zusammengenommen auf der Quadratmeile durchschnittlich haben Pferde . . 704
nächst dieser, unter ganz anderen Verhältnissen und weit davon entfernt, der nördlicheTheil der Grafschaft Mark zwischen der Lippe und Ruhr, nämlich die Kreise Soest,
Hamm und Dortmund, welche gleichmäfsig haben.699
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