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Die Bevölkerung des preussischen Staats : nach dem Ergebnisse der zu Ende des Jahres 1837 amtlich aufgenommenen Nachrichten in staatswirtschaftlicher, gewerblicher und sittlicher Erziehung
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erscheinen, dafs die Rheinprovinz bei der dichtesten Bevölkerung und dem lebhaftesten Verkehr dochim Verhältnisse ihrer Einwohnerzahl die wenigsten dieser Anstalten enthält. Sie hat jedoch verhält-nifsmäfsig mehr Gasthöfe für die gebildeten Stände, und mehr Speisewirthe, als irgend eine andereProvinz des prcufsischen Staats; und es ist nur die geringere Anzahl der Ausspannungen, was dieDurchschnittszahl im Ganzen so niedrig stellt. Aber eben die dichte Bevölkerung vermindert dieAnzahl der Ausspannungen: die ländlichen Erzeugnisse dürfen hier nicht Tagereisen weit zu Marktegeführt werden; sie finden Absatz grofsentheils in solcher Nähe, dafs der Landwirth für seine Markt-fuhren keiner Ausspannung bedarf. Wie gering eben dieses minderen Fuhrbedürfnisses wegen derPferdestand in der Rheinprovinz ist, wird sich weiterhin ergeben.

Die Mittel zur Fortschaffung der Kaufmannsgüter stehen keinesweges im gleichen Verhältnissezu dem Betrage des Umsatzes. Fabrikwaaren, wovon der Centner einige hundert Thaler werth ist,können selbst bei hundertfach gröfserein Umsätze nicht so viel Frachtfuhrwerk in Bewegung setzen,als Getreide, wovon der Centner im Durchschnitte noch nicht zwei Thaler gilt. Sehr verschiedensind auch die Verhältnisse der einzelnen Landestheile in Bezug auf die Aushülfe, welche die Schiff-fahrt auf den Binnengewässern in dieser Beziehung gewährt. Der Regierungs-Bezirk Erfurt hat garkeinen schiffbaren Strom: und im Reg. Bez. Aachen tritt beinahe derselbe Fall ein; es befinden sichdaselbst nur zwei Fahrzeuge, die zusammengenommen 25 Lasten, oder 100000 Pfund tragen, imKreise Heinsberg zur Beschiffung der Roer. Auch der Regierungs-Bezirk Köslin hat keine andereStromschifffahrt, als in der Nähe der Mündungen seiner kleinen Flüsse. Dagegen ist die ProvinzBrandenburg nicht nur von zwei Hauptströmen, der Elbe und Oder, durchschnitten: sondern zwischendiesen beiden Flüssen liegt auch ein Boden, welcher so wenig Unebenheiten und Gefälle hat, dafssehr kleine Flüsse weit hinauf darin schiffbar bleiben, wie namentlich die Havel bis an die mecklen-burgische Gränze, und die Spree bis in den Schwielungssee; und dafs vielfache künstliche Wasser-wege möglich wurden, welche nicht nur wie der Müllroser und Finow-Kanal die Hauptflüsse miteinander verbinden, sondern auch eine Binnen-Fahrt zu den Kalksteinbrüchen von Rüdersdorf, denGipsbrüchen von Sperenbcrg, den Torfgräbereien im Havellandc, und weiterhin bis Neu-Ruppinund Neustadt a. d. Dosse eröffnen. Hierzu kommt noch ostwärts der Oder die Warthe mit ihremNebenflüsse, der Netze, welcher durch seine Verbindung mit der Weichsel eine weitreichende Bin-nen-Fahrt eröffnet. Westwärts besteht aufser der natürlichen Verbindung Berlins mit der Elbe durchdie Havel auch noch eine künstliche durch den Plauenschen Kanal zur Abkürzung der Verbindungmit Magdeburg. Im Allgemeinen können die schiffbaren Verbindungen der einzelnen Landestheilefür bekannt angenommen werden: es folgt daher hier nur übersichtlich eine Angabe der Anzahl derStromfahrzeuge in den einzelnen Regierungs-Bezirken, und des Gewichtes, welches sie zu tragenvermögen, nach Lasten zu 4000 Pfunden oder 36^- preufsischen Centnern. Beigefügt ist noch eineAngabe der Anzahl von Pferden, welche diejenigen unterhalten, die-das Fuhrwesen als Gewerbe be-treiben: zu übersehen ist jedoch nicht, dafs auch vieles Frachtfuhrwerk als Nebenbeschäftigung vonLandwirthen geleistet wird, wenn die Feldarbeiten ruhen; ganz besonders ist es der Fall in denentlegneren Theilen der beiden östlichen Provinzen, und bei dem Bergwerksbetriebe in SchlesienNach der Gewerbetabelle für 1837 hatten

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