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Die Bevölkerung des preussischen Staats : nach dem Ergebnisse der zu Ende des Jahres 1837 amtlich aufgenommenen Nachrichten in staatswirtschaftlicher, gewerblicher und sittlicher Erziehung
Entstehung
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177
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Theil dieser Handlungen gehört den Regierungs-Bezirken Koblenz und Köln; die Stadt Köln alleinhatte 55 Weinhandlungen, und in dem Regierungs-Bezirke Koblenz befanden sich deren 45 aufserden Städten in Flecken und Dörfern. Auffallend bleibt die grofse Anzahl von Weinbändlern in derProvinz Posen, welche nur daraus entstehen kann, dafs dieses Gewerbe dort unter viele kleine Händ-ler zersplittert ist; denn wie grofs auch der Verbrauch, besonders von Ungar-Weinen in einigen ge-sellschaftlichen Kreisen sein möchte: so kann der Weinverbrauch im Ganzen in einer Provinz dochnicht bedeutend sein, worin die wohlhabende und gebildete Mittelklasse der Einwohner noch so we-nig zahlreich ist.

Der Getreidehandel ist wohl hier nur in der Beziehung aufgefafst, worin er zwischen den in-ländischen Erzeuger einerseits, und entweder den inländischen Bäcker, Brauer und Branntweinbren-ner, oder den Versender in’s Ausland andererseits tritt. Die Handelshäuser, welche sich in den preu-fsischen Seestädten mit Getreideversendungen beschäftigen, gehören in das Gebiet des Grofshandels;und nur diejenigen Handelsleute, welche die Vermittelung zwischen ihnen und den Landwirthen über-nehmen, stehen hier als Getrcidehändler. Die grofse Anzahl der Getreidehändler in Schlesien führtdas Erzeugnifs des getreidereichen Mittelschlesiens dem dicht bewohnten Gebirge zu, auf dessen Märk-ten sich auch ein Theil des benachbarten Böhmens mit Getreide versieht. Das Gew r erbc ist hier sehrgetlieilt, und mehr als fünf Sechstheile aller Getrcidehändler wohnen auf dem Lande. Nament-lich befanden sich Getreidehändler

in den Regierungs-Bezirken in den Städten auf dem Lande überhaupt

Breslau. 97 302 399

Oppeln. 37 294 331

Liegnitz ..... 38 284 322

in der ganzen Provinz 172 880 1052

In der Rheinprovinz wohnen zwar auch über fünf Siebentheile der Getreidehändler auf dem Lande:aber das Gewerbe ist hei weitem nicht unter so viele vertheilt, wie in Schlesien. Es hatten nämlichGetreidehändler

die Regierungs-Bezirke

in den Städten

auf dem Lande

überhaupt

Köln ....

... 28

107

135

Düsseldorf . .

... 52

106

158

Koblenz . . .

... 25

31

56

Trier ....

... 13

34

47

Aachen . . .

... 29

94

123

in der ganzen

Provinz 147

372

519

Den gröfsten Theil an dem Getreidehandel der Rheinprovinz haben die drei nördlichen Regierungs-Bezirke derselben, welche das Erzeugnifs der fruchtbaren Ebenen einerseits den gebirgigen Landes-theilen, und andererseits den Niederlanden zuführen.

In der Provinz Westfalen ist die Zahl der Getreidehändler nur beträchtlich im Reg. Bez. Arns-berg, welcher allein deren 178 hatte, wovon beinahe drei Fünftheile, nämlich 108, auf dem Landewohnten.

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