24 —
dies, in den Ratlilosigkeiten des Lebens, des Heil-weges sein prophetisches Amt besonders theuer.Das eine mal erhebt mich der Glanz seiner all-mächtigen Grösse , die Allgegenwart seines Schutzes,die Vollgültigkeit seines Verdienstes, die Wahr-haftigkeit seiner Verheissungen, die ewige Unwan-delbarkeit seines Bundes, dann wieder, dass derGrosse und Erhabene so klein und niedrig seynkann, sich auch um das kleinste Anliegen seinerKinder zu bekümmern nnd ihnen der treuste Freund,der sorglichste Helfer in allen Bekümmernissenist. Aber, Geliebte, was mir, was gewiss jedemGläubigen den Herrn am köstlichsten macht, wasdas Herz bricht und schmilzt vor Beugung undGegenliebe, so oft wir daran gedenken, das istseine Liebe, seine unendliche, seine unglaubliche ,seine unaussprechliche Liebe, die freye Gnade, wo-mit er uns je und je geliebt und zu sich gezogenhat, womit er uns jetzt trägt, duldet, hält und liebtbey aller unserer Unliebenswürdigkeit! — 0 Herr,Herr wie herrlich und köstlich bist du uns in demGewände deiner erniedrigenden Barmherzigkeit!
Darum, darum ist er uns bo köstlich! Ein Pe-trus, ja und jeder Jünger mit ihm muss, wie arm-selig es auch mit seiner Liebe aussieht, doch aufdie Frage : hast du mich lieb ? dem Herrn antwor-ten : Du weisst alle Dinge , du weisst auch , dass
ich dich lieb habe; freylich wird er hinzufügenmüssen, das ist mein Schmerz , das kränket mich ,dass ich nicht genug kann lieben dich , wie ich dichlieben wollte. Einem Paulus und jedem Gläubi-