zu einem Tabor machen, wo wir gerne Hütten baue-Len; wie kann er uns schon in der Noth und Trübsaldes zeitlichen Lebens so viel von seiner himmlischenFreude empfinden lassen, dass wir es nicht mehrglauben, sondern erfahren dass denen , die Gott lie-ben , alle Dinge zum Besten dienen. Mittendurchdie Thränen, die das leidende Fleisch uns auspresst,triumphirt der Geist: Er aber ist uns köstlich!
Das ist aber vor allem wahr in der letzten Noth,in dem Todesstimdlein. Wenn da alles entweichtund verlischt, wenn das gebrochene Auge die lieb-sten Freunde um das Bette nicht mehr sehen, diestarre Hand den Händedruk dieser Lieben nicht mehrerwiedern kann — das Glaubensauge sieht klar undhell auf ihn , der dem Tode den Stachel genom-men hat, die Glaubenshand klammert sich festan ihn, dessen Stecken und Stab ihn grade indem finstern Tliale des Todes trösten. Mir ist erköstlich, er , dessen Blut und Gerechtigkeit meinSchmuck und Ehrenkleid ist — das wird — könntenwir es vernehmen — sein letztes Wort diesseitsseyn; mir ist er köstlich! sein erstes, sein ewigesdort oben, das er dort mit neuer Zunge und mitneuem Liede singt vor dem Throne dieses Lammes,in dessen Blute er seine Kleider helle gewaschen hat.
Euch aber ist er köstlich! Aber welche Eigen-schaft erkennt der Gläubige als besonders köstlich?Ich weiss würklich nicht, meine Lieben, was ichda antworten soll. Im Gefühl meiner täglich neuenSündensclmld ist mir sein hohepriesterliclies Amt,in geistlicher oder leiblicher Noth sein königli-