eiieuchteLe uns das Licht des Heiligen Geistes undwir sahen unter dem Gebrauche oder Gehöre desWortes zum erstenmal unser Herz in seiner elendensündhaften Gestalt, unser Lehen mit Schulden undSünden beladen, wir fühlten uns als Sünder vordem heiligen Gott und von ihm und der Seeligkeitdurch die Sünde, wie durch eine Wolke, geschieden ;wir wollten sie selbst weg tliun, aber das ging nicht,der Berg unserer Sünde wurde nur höher, dieWolke nur dichter und unser Elend grösser. Datrieb die Noth und die Angst uns zu der Frage :ich elender Mensch wer will mich erlösen? unddie Schrift wies uns als Antwort auf Christus hin,und sagte, wie dieser uns erlösen könne undwolle. Da , da , meine Brüder und Schwestern!nicht wahr? da ward Er uns köstlich. 0 die erstenFreudenthränen, die sich in die bitteren der Angstmischten, die ersten Freudenthränen , als wir vonJesu hörten, von seinem Verdienst, von seiner all-genngsamen freyen Gnade , von seiner Liehe zu denSündern, von seiner Willigkeit sie an zu nehmenund seelig zu machen, — diese Tliränen, sie waren dererste, aber auch lautredende Beweis von dem Worte:euch die ihr glaubet, ist er köstlich. Die Noth hatteihn uns köstlich gemacht, wir hatten gefunden, dassalles eitel sey und nirgend Heil und nirgend einNamen auf Erden durch den wir seelig werdenkönnten. 0 wie war da dem Herzen der eineName , das eine Heil, Christus so theuer und werth!0 dieser ersten seeligen Zeit gedenket, meine liebenBrüder! Aber ist es jetzt anders? ist diese Köstlich-
2 ^