Tag und immer wieder seine Arme auszustreckennach einem ungehorsamen Volk , das seinem Ge-danken nachfolgt auf einem Wege, der nicht gutist. Seine Barmherzigkeit thut sich zu den Leid-tragenden und Elenden, zu den Miihseeligen undBeladenen und wo ein Auge um Gnade weint umErlösung seufzt, da bricht ihm das Herz, dass ersich erbarmen muss. Da kommt dann seine Ge-rechtigkeit den Ungerechten und Sündern zu gut.Sein vollgültiges Verdienst, sein vollkommner Ge-horsam , sein Leiden und Sterben bedeckt, vergibt,bezahlt alle unsere Unterlassungs- und Begehungs-Sünden auch die blutigrothen Missethaten, jaselbst die ganze sündliche Art, mit der auch derGläubige sein Leben lang noch zu streiten hat.Seine Heiligkeit kann keine Sünden leiden, er ruhtdaher nicht bis er die Sehnsucht seiner Gliedergestillt und sie ganz rein, heilig , unsträflich, ohneFlecken oder Runzel, oder des etwas vor Gottdarstellt.
Seine Gottheit strömt allerley seiner göttlichenKraft, was zum Leben und göttlichen Wandeldient in die schwachen Gefässe seiner Kinder ausund dass dieser Brunnen nie leer wird , wie viele,auch aus dieser Fülle Gnade um Gnade nehmenmögen , dafür bürgt eine andere Eigenschaft seinesWesens , die Unendlichkeit. Bei dem mühsamenGeschäfte seine unfolgsamen Kinder zur Seeligkeitzu erziehen, kommt ihm seine unermüdliche undunerschöpfliche Geduld zu gut; seine Allgenugsam-keit ersetzt seinen Gläubigen alles was sie um sei-