Mir ist nicht bekannt, ob irgend jemand über dieseMaterie bereits etwas geschrieben habe; um so vielmehr aber werde ich mich bemühen, dieselbe so zu be-arbeiten, daß nach meiner Absicht die Visier-Kunst vonderselben einen wesentlichen Vortheil erlangen möchte,wenn ich auch nicht so glücklich scyn sollte, jene Lückeganzlich auszufüllen, welche bisher ihrer gänzlichen Ver-vollkommnung im Wege war. Ich werde mich übri-gens hiebey ganz, auf die Erfahrung berufen, die ichmir, was die Construction der Fäßer anbelangt, durchvicljährigen Umgang mit geschickten Küfer - Meisternerworben und die Schlüsse anzeigen, welche ich miraus derselben sowohl in Absicht auf die allgemeinen undbesondern Merkmale, durch welche Faßer von einan-der unterschieden werden mögen, als auch auf die Fi-gur jedes einzelnen nach diesen Regeln construirtenFaßeö, abgenommen habe.
Ich fange mit den allgemeinen Merkmalen anund verstehe unter denselben diejenigen, welche wir ausder bloscn° Anschauung an Fäßcrn durch die Verglci-chung entdecken können, ohne noch der Handwcrks-Regcln kundig zu scyn, nach welchen die Fäßer ver-fertiget werden. Hierunter zähle ich folgende:
§. i.
A. Unterscheidungszeichen der Fäßer.
i. Ein jedes Faß ist aus Dauben (man findet öftersauch geschrieben Tauben, Dauben, Dauseln, Tau-fcln) zusammengesetzt, deren Breite in ihrer Mitteanders als an ihren Enden ist, die aber alle durchhölzerne oder metallene Reife zusammen gehalten,den Faßkörpcr bilden.
A 2 2) Ist