Bey dem Anfangs geringen Vichstande war dasStroh hinreichend genug zum Einstreuen, oder Lagerdes Viehes: allein der Viehstand vermehrte sich, undaus Mangel an Futter mußte man selbst zum Stroh,um es als Häckerling (Gesott) zu füttern, seine Zu-flucht nehmen; endlich konnte man es gar für Lurus-Bedürfniße und in die Pferdstalle, die Gemächlichkeitund Prachtliebe übermäßig vermehrte», lheuer genugverkaufen; das Wenige also, was noch übrig blieb,reichte nun nicht mehr zu, und man höhlte in denWäldern den Baumabfall, obwohl dieser dem Vieh einweit schlechteres Lager macht, und auf keine Art denStrohdünger ersetzt. Da man aber mit der Zeit diesesEtrcusammeln der Jagd und den Bäumen schädlichfand, verbothen es die Jäger, und man mußte sichmit ihnen absurden; auf diese Art hängt noch heutzu Tage beynahe in alle» Wäldern das Streuhohlenbloß von den Jägern oder Förstern ab, und man er-hält diese Befugniß nur gegen gewisse Zahlungen,die als wahre Kaufs- oder Pachtschillinge anzusehensind, worüber jährlich die Kontrakte in Hinsicht derZeit und Zahl der Fuder Streu erneuert werden.
Wo der Feldbau nur einige Grade von Ausbil-dung erreicht hat, würde man es lächerlich finden,noch von Walostreu zu reden: so ein Kulturfreund undkluger Oekonom hat zu gut berechnet, daß es ein Haupt«
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*) Nur sehr selten sind schon in den Erbrechtsbriefen ge-wisse Abgaben vom Luder Streu oder Dünger bestimmt.