ten Zwingherren der Landleute. Dieß erbffnete dannbald ein neues Streitfeld, es wurde eine allgemeineProzeßsucht über Jagdgränzen» Jagdausdehnung undVerletzung rege, und die ständischen Privilegien ver-schafften der Jagdlust des Adels immer grbßern Spiel-raum. — Die Jagd war nun bey dem Herzoge undLen Adelichen allein an der Tagesordnung, und dießwirkte auf die Kultur des Landes und den Druck derUnterthanen immer nachtheiliger zurück. —
Der Landbewohner klagte laut und allgemein überLiese drückende Lage, bis endlich im Jahre 1525 inganz Süddcutschland Unruhen ausbrachen, und derbekannte Bauernkrieg auf der politischen Schaubühneaufrrat. Ich kenne keine Urkunde, die den damahligcnZeitgeist und das eben Gesagte treffender an's Lichtsetzte — kein Kriegsmanifest, das lebhafter aus demHerzen eines Volkes spricht, als diese zwölf Artikeloder Beschwerden des Bauernknegsheeres. *)
Das
-) Dem Christlichen leser srid vnd gnad Göttis durch Christum.
Es sind vil widdcr Christen die itzund von wegen derversammeleten Bawerschafft das Evangelium zu schmehcnvrtach nehmen, Sagend, das sein die frucht, des ncwcnEvangeliums, Niemand gehorsam scyn, an alle» ortenentdorung. Sich heben, vnd auffbcwmen, Mit grossemgewalt zu Hausse lausten vnd sich rotten, geystlicke undweltliche obirkeyt zu refvrMircn, auszureuten, Ja vicl-lcychte gar zu erschlagen, Allen diesen gotlosen sreffiichenvrtcylen antworten Life nachdeschriebene Artickel. Am er-sten