noch die Not in dein kaiserlichen Lager immer größer, bisman sich am 2. Oktober zum Abzug gezwungen sah. So-bald Torstenson dies erfahren hatte, eilte er mit gewohnterSchnelligkeit dem Feinde nach und stieß bei dem FleckenNiembke, zwischen Magdeburg und Mittenberg aus die vonAdrian befehligte, ans 5 Negimentern gebildete Nachhut,nachdem er diese vorher durch einen Angriff auf den GeneralNruoy von der bsauptarinee getrennt hatte. Macker kämpfteAdrian gegen die Übermacht. Als er sah, daß sich die beidensächsischen Regimenter in wilde Flucht begeben hatten, stürzteer verzweifelt an der Spitze seines Leibregünentes mit demNest seiner Truppen gegen den übermächtigen Feind, dein ersich schließlich nach langem Ringen mit schweren Verlustenauf kaiserlicher Seite') (f8 Standarten und Z50O Pferde,)ergeben mußte. Doch der Ruhm war auf der Seite desNesiegten, berichtete Torstenson nach Schweden: „Der Generalvon Tnkefort habe mit seinen Völkern sich ehrlich gehalten."
In seiner Gesangenschast mußte nun Adrian von Tnke-fort untätig mit ansehen, wie die Lage seines kaiserlichenkserrn sich täglich verschlimmerte und die Güter seinesSchwiegervaters, des Grafen von Merthenberg, vom Feindeüberschwemmt wurden. Zwar hatte er in seiner Gefangen-schaft sich bei den: General Torstenson eine Salva-Guardiafür das Schloß seines Schwiegervaters, Grafeneck, ausgewirkt.Doch wollte der darin liegende General-OuartiermeisterRunraden, so wenig von dieser, als von einer späteren Rück-gabe desselben hören; ja er verhöhnte die Schweden mitcitelcn Drohungen. So mußte denn am 2V. März diesesSchloß beschossen werden, bis sich die Nesatzung auf Gnadeoder Ungnade ergab. Tunraden ward erschossen, der Rom-mandant der Feste am Tore aufgehängt.
Nicht so lange indessen wie das erste Mal hatte Adrianv. Tnkefort in seiner zweiten Gefangenschaft zu schmachten.
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