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Nur die IVintermonate zu s6flG verbrauchte er iu der
Ulitte seiner Leinde; denn schon Anfang April s6^5 langteder General-Anditenr Große als kaiserlicher Deputierter beidem General Torstcnson an und schloß mit diesem den Ver-trag, daß der General v, Enkevort, sowie mehrere anderehöhere und niedere Offiziere gegen ein Lösegeld von slZvttvtlNeichstalern entlassen werden sollten. Torstenson entließ jedochschon vor Zahlung des Lösegeldes Adrian r>. Enkefort ausLeipzig auf seine Guter in Nähmen, gegen sein verpfändetesEhrenwort, sich bis zur gänzlichen Erledigung der An-gelegenheit daselbst ruhig aufhalten zu wollen. Die Artdieser Freilassung war ein rühmliches Zeugnis für die Achtung,die Enkefort auch bei seiner zweiten Gefangenschaft seinenFeinden einzuflößen wußte; denn es wurde ihn» nicht nur einehrenvolles Geleit von Leipzig gegeben, sondern seine Feindeehrten ihn beim Abschied durch Abfeuern zweier Geschütze.
Adrian v. Enkefort brachte nun den Nest des Jahresauf seinen Gütern zu, bis er Anfang süflch wieder in dieArmee an Stelle des gefallenen Grafen Nruoy trat. Erversorgte sich mit den nötigen IVcrbungspatenten und nahmden Obersten von Schock, der mit Zoh. v. IVerth von dem Kur-fürsten von Nayern abgefallen war, mit seinem Negi-inente anfS)
Zm folgenden Zahre süflE sehen wir Enkefort nachlängerer pause wieder auf dem süddeutschen Kriegsschauplatzim Kampf gegen den schwedischen General IVrangel, denNachfolger Torstensons, wo er an der Nelagerung und Ein-nahme der Stadt IVeißcnburg bei Nürnberg mit teilnahm.Auch sonst gewann die kaiserliche Partei einige Vorteile,so mußten die Schweden die Nelagerung von Lindau ausUlangel an Fouragc ausgeben, IVrangel sich zurückziehen.Unterdessen kam zu Lregcnz der Feldmarschall-Lieutnant v.Enkefort an, um die vom Feinde verlassene Ortschaft zu
h Larthold, Gesch. II, ssz.