Geschichtliche Nachrichten über die Familie v, Lnckevort, n> m Zusaminengestellt auf Grund der vorarbeiten von Eduard v. Enckevort VON Rudolf v. Enckevort, Rgl. preuß. Oberstleutnant a. D., kferz. S.-Meiningischen Rammerherrn. / Als lNanuskript gedruckt. Görlitz Druck und Rommissionsvcrlag von G. A. Starke, Rgl. Hoflieferant 1908. Geschichtliche Nachrichten über die Familie r>. Enekevort. m >n Geschichtliche Nachrichten über die Familie r>. Enekevort. m cu Ausaininengeftellt auf Grund der Oorarbeiteu von Eduard v, Euckevort von Rudolf v. Lnckevort, Rgl. preuß. Oberstleutnant a. D., Lserz. S.ckUeiniugischen Rammerherrn. Als Manuskript gedruckt. Görlitz Druck und Kommissionsverlag von G. A. Starke, Rgl. Hoflieferant Inhalt. Motto: „Mir finden os in der Drdnung, daß der Mann von Ade! mit Befriedigung auf eine lange Aeche tüchtiger vorfahren zurückschaut", G, Freytag, der Kronprinz und die deutsche Kaiserkrone, issz S, ZZ, Z-t- Inhaltsverzeichnis. Einleitung: t—2^ t) Bedeutung der Familiengeschichte, insbesondere der des Geschlechts von Gnckevort I—6. 2) Geschichte der familiengeschichtlichen Forschung über das Geschlecht von Gnckevort 7—sO, Z) Zusammenhang des brabantischen, österreichischen und brandenbnrgisch-pommerschen Geschlechts von Gnct'evort ss — s7. CZuellen und Literatur I. Teil. dillgenteines über die Hamilien- geschichte des Geschlechts von Tnckevort 25—5^. II. Teil Die bedeutsamen Familienmitglieder, die der Geschichte angehören, und ihre t) Name 2) töcrknnft und Zlusbrcitung I) Linien H) tvappen 5) Standcserhähungen Wirksamkeit für die Geschichte s) Kardinal Wilhelm 2) Feldinar schall Adrian 55—svH. 59—82. 85— — VI — III. Teil. Eigentliche Familiengeschichte in kurze« üiiebensabrissen 105-2^2. 1) Das alte Geschlecht in den Niederlanden 107 11 Adelsdiplom für Daniel von Tnckevoert ((663) 33 s—338. 7) Ad e ls best ä ti g u n g für denselben (1665) 339 3st2. VIII 3) F ideicom m i s s arisch e pri mögeni- tursdisposition der Herrschaft Gra- vencgg ((696) 2H3—367. 9) Stiftungs - Urkunde des von Encke- vortschen FamiIien - Fideicominisses Vogelfang (I87s) 369—276. (O) Satzungen für die Vereinigung der Familie von Enckevort (19^^) 277—335. ss) Line deutsche Flotte, Flugblatt v. Z. (8^3 von Eduard von Enckcvort 387 — 391- (2) Satzungen für die Verwaltung des v. En cke v o r ts ch en Familienvermögens (19^2) 393^^00. Anhang: 1) Nachtrage und Berichtigungen —^0^. 2) Xcglster. /V Die von Enckevort (Haupt- und Nebenlinien) ^05 — ^(6. H. Personen-, Orts- und Sachregister Hg6— 5) K»r handschriftliche Notizen ^2—^3. 4) Srannn ni,d ?lhnentafcln. Tafel I. Niederländisches Geschlecht. „ II Oesterreichische Linie. „ III. Nrandenburgische Linie bis zur Teilung. „ IV. Vogelsanger Zweig. „ V. Garzer, Nerndshofer und Hohen-Ziethener Zweig. „ VI. Georg Heinrichs Nachkommen auf Garz. „ VII. Victor Helmuths Nachkommen. „VIII. Gotthilf Christians Nachkonunen. „ IX Abstainmung von Philipp Alelanchthon. „ X. s 6 > Ahnentafel der Söhne Heinrichs v. Enckevort-Sassenburg. IX Tafel XI, f6-Ahnentafel der Kinder Kudolfs v. Tncke- vort-2llmersunnd. „ XII, Ahnentafel Gustav Heinrichs v, Tnct'evort auf bsahenzicthen fp f3L>7) und seiner Gattin Anna Sophia geb. Kretzsehmer. L. Verzeichnis der Bilder. s. Das 1665 dein Daniel v. Tnekevort verliehene IDappe», nach einer Zeichnung van Prof. 2ld. Al. lchldebrandt-Derlin . . als Titelblatt 2. Das 1556 den> Gottfried v. T n ek e f o r t verliehene A2 a p pen, nach einer Zeichnung von Prof. Ad. Al. lhildebrandt-2?erlin . , Seite ^6/^s. 3. n) lDappen des Freiherri: sspäteren Grafen) Adrian v. Tnekevoert von 1655 „ ^8/^9- b) Siegel des Grafen Udenzel Zldrian v. Gnekevoert „ ^8/^9. Ansi^A des Schlosses Alierl 00 in Nord- brabant „ 62/63. 3. Tintragnng in das Fremdenbuch von Santa Alaria dell'Anima in 2lom s^98 ... „ 6^/63. 6. Desgleichen von s323 „ 76/7f. 7. Desgleichen von s33H » 73/79- 8. Grabdenkinal des Aardinals IDilhelm v. T n ek ev 0 irt in Santa Alaria dell'Anima in 2lom, gefertigt von Dnguesnoy gen. Zl fiannningo „ 86/8H 9- Stich des Feldmarschalls Adri a n Freiherrn v. Gnekefort, von Aloneornet ... „ 9^/9?- s(1. Grabdenkinal Gottfrieds l. v. Tnckc- voort (F )3^9) und seiner Gattin Agnes XII geb. v. Halmale in der 'Kathedrale Notre Dame zu Antwerpen 11- Grabdenkmal des Gottfried Shooters v. Enekevoirt (ff 1603) in der Kirche St. Zean zu Herzogenbusch (2. Grabdenkmal Hendriks vloeyman (ff (58-1) und seiner Gattin Elisabeth geb. L o ni baerts v. Enckevort (ff 1600) in der Kirche St. Zean zu Herzogenbusch 13. Porträts s) Kardiual Ivilhelin von Eneke- voirt (1-16-1—H33-1), Geinälde von Hans Holbein d. Z. b) H el cn e Ä b ti s s i n zu Lüttich geborene Johann a v. Enckevo e r t (1399 nach (632.) (S. Seite (37.) c) Gcneralproviantmeister Daniel v. Enckevort (1618—1677), Stifter der vrandenburgischen Linie. (S. Seite (51 ff.) et) Dessen 2. Gattin Magdalena v. Enckevort, verw. v. Kracht, geb. Marschall v. Herrengosscrstedt (ff (663.) (-1- Porträts a) verndt Friedrich (I) v. Encke- vort (168-1—1733), Erwerber von Vogelfang. (S. Seite 167 ff.) b) Gustav Heinrich v. Enckevort 11726—1807), Erwerber von Höhen- Ziethen, Gartz :c. >S. Seite 203 ff.) c) Dorothea Friedrike v. Encke- vort geb. v. Arnim (1723—1309) Gattin von 6) (S. Seite 203 ff.) 6) K a r l G o t t l o b v. E n ck e v o r t ((723 ^ 1806), Stifter der Vogelsanger Linie. (S. Seite 131/2.) Seite 112/3. „ 12-1/3. „ 123/9- 1-1-1/5. 176/7 I XIII H5. Porträts !>) A a r l Friedrich Heinrich v. Enekevort P762—1325), ans Vogelsang, Erwerber von Albrcchtsdorf. (S. Seite 132/2.) d) Eduard Friedrich v. Enekevort ((303—(333), Stifter des Fideikommisses Vogelsang. (S. Seite (32/2.) c) Albert Gustav Heinrich v. Enekc- vort ((32V — (339), Erwerber von Sassenburg und 2^ossow. (S. Seite 220/s.) (6. Ansichten von n) Schloß Vogel sang — b) Schloß 2l l b re ch tsd o rs (7. Ansicht des Erbbegräbnisses inVogelsang (8. Ansichten von a) Herrenhans Gartz a/pl. — b) Schloß bVarsin (9- Einsichten von n) Herrenhaus Sassen b n r g. - b) Schloß Almerswind 2O. Zlnsichten von a) Herrenhaus SiIberbcrg. — b) Schloß Grafencgg Seite 203 9- 256/7. 264/5. 272/2. 230/1- 233/9- Einleitung. 1. Bedeutung der Familiengeschichte insbesondere der des Geschlechtes von Enebevort. Die Familiengeschichte ist die erste historische Überlieferung, Zn Geschlechtsregistern wurde bei den ältesten Kulturvölkern und wird noch heute bei de» primitivsten Naturvölkern der Zusammenhang von Gegenwart und Vergangenheit darzustellen gesucht, Man geht aus einen Urvater zurück, um von diesen, aus die verwickeltsteu Genealogien abzuleiten. Der gleiche Drang findet sich in der Bibel, indem von Noah, beziehentlich Adam die Stammväter der großen Völkerrassen ihren Ursprung nehmen, und indem das neue Testament mit einen, Verzeichnis der Ahnen") Zesu beginnt. Aus dieser samiliengeschichtlichen Grundlage erwuchs dann mit den, Fortschritte der Kultur die dynastische, nationale und schließlich universale Geschichte, Als Ivurzel aller historischeu Forschung ist daher die Familiengeschichte von nicht zu unterschätzender Bedeutung für die Geschichtswissenschaft überhaupt! sie gibt ein, wenn auch ganz individuelles Bild der geschichtlichen Tntwicklung und vermag wohl bei umfangreicherer Forschung einen wesentlichen Beitrag zur Zeit- und Sittengeschichte zu liesern, von der Personen- und Familiengeschichte aus ist der Iveg gegeben zur Landes- und Namengeschichte, die ihrerseits wieder ihre Trgebnifie in den Dienst der allgemeinen Geschichte der Völker, Nassen und der Menschheit überhaupt stellt. Doch neben diesen, Ziele verfolgt die Familiengeschichte noch einen zweiten, ihr ureigentümlichen Zweck, Sie will das Bewußtsein der Zusammengehörigkeit der ") Matthäus verschiedenen Glieder eines Geschlechtes stärken durch Darstellung der gemeinsamen Abstammung, der Gemeinschaft des Llutes, des Standes und der Lhre. Zn diesem Sinne vermag die Familiengeschichte ethisch zu wirken, indem sie der Gegenwart Licht und Schalten der Vergangenheit zeigt, damit die Rinder die Vorzüge der Väter sich zu eigen machen, doch ihre Fehler erkennen und in sich zu ersticken suchen. Die Geschichte der Familie von Gnckevort hat nun außerdem noch eine weitere vedeutung, weil sie gleichsam auf Z verschiedenen Schauplätzen spielt. — Sie gibt uns erstens ein buntes Lild von dein Arabant des s6. Jahrhunderts mit seinen kirchenpolitischen kvirren; zweitens führt sie uns ein in die letzte Ljälfte des dreißigjährigen Krieges und das Lebeil in dem feudaleil Alt-Ästerreich; drittens schließlich schildert sie uns die Zustände in Pommern und der Mark Brandenburg von der ^Zefestigung der Macht der Lsohen- zollern durch den großeil Kurfürsten an. — vtebcn dieser kulturgeschichtlichen vedeutung hat die Geschichte der Familie von Gnckevort auch noch für die politische Geschichte gewissen allgemeinen kvert dadurch, daß zwei Mitglieder des Geschlechtes, der Kardinal kvilhelm und der Feldmarschall Adrian durch ihre Stellung am päpstlicheil bczw. kaiserlichen ksofe nicht ohne Ginfluß aus die Zeitereignisse geweseil sind. . Geschichte der samiliengeschicht- liehen Forschung über das Ge- schlecht von Gnekebort. Der erste, welcher aus den Ouellen schöpfte und ein für die Familie von Tnekevort hochwichtiges Familienbuch schrieb, war der auch in weiteren Kreisen bekannte, langjährige Abgeordnete und Kittergutsbesitzer Tdnard v, Gneke- vort (gest. (2- 5. (833). Gr, ein eifriger Sammler von Kunstgegenständen, brachte alle ihm erreichbaren Nachrichten über sein Geschlecht zusammen und erwarb sich besondere Verdienste um seine Familie dadurch, daß er die Tagebücher seiner vorfahren ans »icht zog und kritisch verwertete. Sein besonderes Interesse scheinen die umfangreichen Studien über den Kardinal lvilhelm und den Feldmarschall Adrian erregt zu haben. Zhnen beiden sind daher wohl auch grössere Partien in seiner Familiengeschichte gewidmet, welche wegen ihrer genauen Untersuchungen auch dieser Arbeit zu Grunde gelegt sind. Das kleine kverk Tdnard von Tnekevorts war nur für seine Familie geschrieben und befindet sich setzt im Original im Archiv zu vogelsang bei Ueekermünde aufbewahrt, wo es wegen seiner Zugehörigkeit zum Fideikommiß nur schwer für die außerhalb Vogelsangs wohnenden Familienmitglieder zu erlangen ist. Um diesem Ubelstand bei der immer größer werdenden Ausbreitung des von Gnekevortschen Geschlechtes zu beseitigen, entschloß sich vor fast 3L> Zahren der Verfasser auf Grund der vorarbeiten Gdnard v. Tnekevorts eine Familiengeschichte des Geschlechtes von G n ek evort zu schreiben. Doch stieß er hierbei auf ungeahnte Schwierigkeiten, die den 50 - Abschluß seiner Arbeiten fortwährend verzögerten, Zu Gduard von Tnckevorts Handschrift fehlte nämlich die Geschichte des Geschlechtes in den Niederlanden gänzlich, während die Zeit in Brandenburg - Pommern nur bis zum Grwerb von vogelsang geführt war. Die sich in vogelsang vorfindenden Stammbäume wußten nur ganz wenig von den Mitgliedern in den Niederlanden zu sagen und gingen über das sZ. und fk. Zahrhundert flüchtig hinweg. Hier galt es also größere Nachforschungen anzustellen zur Ausfüllung der Lücken. Daß Letzteres dem Verfasser gelang, hat er vor allem der liebenswürdigen Hilfe und Mitwirkung einiger befreundeter Herren zu danken. Ts sind dies in erster Linie die Herren: Staatsarchivar Or. Doebner in Berlin, setzt in Hannover, der 's Neichsgraf B r e u n e r - G n ck e v o r t h auf Graffenegg :c., p Baron von Geusau ans Maastricht und Staatsarchivar Or. Merr, setzt in Münster. Außerdem ist der Verfasser noch zahlreichen anderen Herren für kleinere Mitteilungen und Berichtigungen zu großem Danke verpflichtet. — bveniger Schwierigkeit, aber nmsomehr Arbeit machte die Beschaffung des Materials für die Teile, welche der Geschichte des Geschlechtes von Gnckevort im sss. Jahrhundert gewidmet sind. Die Ursache hierfür ist in dem Umstände zu suchen, daß die jetzigen kvohnsitze der Familienmitglieder allzusehr räumlich getrennt sind. Schließlich hat das gesammelte Material seine druckfertige Bearbeitung durch Herrn Archivassistenten Or. Gritzner in Metz mit Unterstützung des Herrn Or. plnl. A. Philipp in Leipzig gefunden und sei auch diesen Herren in der Einleitung des Iverkes für ihre große Mühe und Arbeit ein besonderer Dank gewidmet. ') Königsberg—Teras. 3. Zusammenhang des öraöantischen, österreichischen und örandenlmrg-pnmmerschen Ge- schlechtes von Emden ort. Der Zusammenhang des gräflich österreichischen Geschlechtes von Lnekevoert mit dem Brandenburg-pommer- schen Geschlechte von Lnekevort ist in der genealogischen Literatur bis jetzt immer bestritten oder für mehr oder minder unaufgeklärt hingestellt »vordem Aus der Verschiedenheit der Ivappen glaubte man schließen zu dürfen, es handele sich um 2 verschiedene Geschlechter von verschiedenen Vätern. Dieser Glaube ward noch verstärkt durch die räumliche Getrenntheit der beiden Geschlechter, man fand nicht das gemeinsame Bindeglied zwischen den» Geschlechte in Osterreich und den» ii» Brandenburg und Pommern. Zu demselben Sinne wirkte die Verschiedenheit der Konfessionen bei beiden Geschlechter»». Auf Grund dieser Grwägungen ließ man sich verleiten, in die Adelslexika folgenden Satz, in mehr oder »»linder veränderter Fori»», aber sachlich dasselbe besagend, aufzunehmen fl) „Der Zusammenhang der von Snck'evort ii» Vrandenburg-Ponimern mit der gräflichen Familie desselben Namens (erlösche»» (738) wird bei der wesentlichen Verschiedenheit des Ivaxpens mindestens für unaufgeklärt gehalten." Demgegenüber muß betont »verde»», daß die Verschiedenheit der Ivappen zweier gleichnamiger Geschlechter keineswegs deren genealogische»» Zusammenhang ausseifließt, Ivillkür und Iiiode führte»» oft zu Ivappenänderungen, ebenso schlechte Zeichnungen und IZeschreibungcn, sowie die Laune des Ivappen- ') v. Zedlitz II, Kneschke III, >os. Ledebur I, 20Z. Bagmihl I, sc». Sieb »»»acher (Genaue Anführung der vücher- tüel siehe im folgenden Abschnitt ) und Siegelschnciders. Diese Wappenäuderungssucht wurde noch gefördert durch die briefmäßige Verleihung, welche technisch viel kompliziertere Wappen zuließ. So kam es, daß sich eine gewisse Vorliebe für zusammengesetzte oder redende Wappen ausbildete; au Stelle der schönen alten einfachen Wappen traten durch Teilungen und velcgen des Vildcs, durch mehrfache Verwertung desselben Motives usw. neue komplizierte Wappen, in denen man nur mit Mühe das alte ursprüngliche Wappen erkennen kann.') Diese allgemeine kvandlung machte auch das von Tnckevortsche Wappen durch, doch kamen außerdem noch andere Gründe hinzu, welche zu einer Wappenänderung nötigten, die aber erst im ersten Abschnitte nach dieser Tinleitung genauer erörtert werden. Nachdem so der einzige literarisch-firicrte Grund gegen die Annahme eines Zusammenhangs der beiden v. Tncke- vortschen Familien beseitigt ist, werden im Folgenden die Gründe angeführt werden, welche einen Zusammenhang beider Geschlechter augenscheinlich inachen. f. Die F a m i l i cn tr a d i ti o n. Zn der pommerschcn Linie erbten sich von Generation zu Generation Trzählungen über den Kardinal, die Äbtissin, den Feldmarschall und den Proviantmeister fort, woraus sich entnehmen läßt, daß irgend ein Familicnzusammcnhang zwischen den genannten ^ Personen bestehen muß. 2. Die Fa m i l ien b c si tz tü m e r. Zu Vogelsang befinden sich 2 Ölgemälde. Das eine, von bsolbeins bsand, stellt den Kardinal Wilhelm dar, das andere die Äbtissin, die Schwester des Feldmarschalls Adrian, gemalt von Grünwald, einem Schüler. Außerdem liegt daselbst noch eine Wappenzeichnung im Original, von Adrian persönlich entworfen und ausgeführt nach der in seinem Freiherren-Diplom gegebenen Beschreibung. Auch dadurch wird wiederum bestätigt, daß die beiden Geschlechter irgendwie zusammcn- ') Scpler, Geschichte der Heraldik. gehören. Für das österreichische Geschlecht ist der Zusammenhang mit dem Kardinal bvilhelm und der Äbtissin nie bezweifelt worden, hierdurch aber werden wir darauf hingewiesen, daß zwischen demselben Kardinal kvilhelm und derselben Äbtissin eine Beziehung zu der brandenburg-pommer- schen Liuie des von Gnckcv ortscheu Geschlechtes vorhanden gewesen sein muß. I. Die österreichische Fidei kommissarische Primoge nitur d isp o s i ti o n der Herrschaft Grave n egg schließt Lab 3 ich. Anhang) „sowohl (Uber- als unterstämmige bc- freundte von der Fidei-Gominiß-chuccession" aus und spricht ihnen das munuL tutelse über Kinder des Inhabers des Fideikommißes, „dero pvLteiituet und Rachköhmlinge auß gewissen Ursachen" ab, soweit sie nicht »eibesnachkommen des Stifters sind, lvir erfahren hierdurch, daß zur Zeit der Ausstellung des Fideikommißes, s. Dezember s70Z ober- und untcrstänimigc verwandte vorhanden waren. Der Znhaber des Fideikommißes will aber anscheinend nichts von ihnen wissen, deshalb schließt er sie vom Fideikommiß aus als Grben und spricht ihnen das vormundschaftsrecht über seine Kinder und Nachkommen ab. Diesen merkwürdigen, „aus gewissen Ursachen" getroffenen Nestimmungen muß jedoch ein tieferer Kern zu Grunde liegen, der nach Ansicht des Grafen B reuner - G n ckev oe rt, und das sicher mit Recht, wie aus zahlreichen anderen Bestimmungen des Fideikommißes hervorgeht, in denen die Buccession an die Zugehörigkeit zum katholischen Glauben gebunden wird, in der konfessionellen Verschiedenheit der österreichischen v. Gnckevoerts mit den sogenannten „ober- und unterstämmigen Befrenndten" zu suchen ist. Unter dem Drucke der auskliugeuden Gegenreformation war es für den österreichischen Adel sozusagen eine Ehrenpflicht auf die Bande des Geschlechtszusammenhanges zu verzichten zu Gunsten einer streng katholischen Rechtgläubigkeit. Daß vou dieser Zeitströmung sogar fideikommissarische Bestimmungen ergriffen wurden, zeigt nur, wie tief der kon- - 56 - fessionelle Gegensatz auch noch unter Leopold I. nach dein ZOsährigen Kriege in Österreich war, ohne damit dein Urheber des Fideikommißes Vorwürfe machen zu wollen, der wie gesagt als Kind seiner Zeit nicht anders handeln konnte und wollte. Line Stammtafel im Gravenegger Archiv, eigenhändig von: Feldmarschall Adrian aufgestellt, zeigt folgenden Zusammenhang: Godefridus l Illaria clomina ab Enckevocrth rls Loinbaerts. egues. Godefridus II ab Agnes cloinina Lnekevoerth, clo halniale. Zvilhclin ab Elisabeth ^ean U. U. Enckevoerth. van den Hove. Adrian Daniel, v. lVI. Diese Stanuntafel stiiiunt überein mit allen übrigen Resultaten der Forschung bis auf die Verwechselung der beiden Frauen Maria de Lombaerts und Agnes de halmale; Adrian hat sicherlich ans einem verzeihlichen Gedächtnisfehler seine Großmutter und Urgroßmutter väterlicherseits verwechselt, eine Tatsache, die sich wohl leicht aus dem mangelirden Znteresse für die weiblichen Ahnen bei der Anfertigung von Stammbäumen erklären läßt. Ts wäre also nach dem Antwerpener Schöffcnbuch, in dem es heißt: „lUcssirs docls- lrc»)' cl'LnLlvLvoirt cbsvalier LeiZueur cle Kaust espousa Vamo ^Aves cls Ualmals mort 1Z4Y", obiger Stanunbarmr dahirr zu berichtigen, daß Agnes de Ifalmale als die Gattin Gottfrieds I. und Maria de Lombacrts als die Gottfrieds II, zu beachten ist. Daß Adrian nicht den Namen der Frau seines Onkels wußte, darf uus nicht verwundern, da er doch wahrscheinlich erst nach Beendigung seiner Rriegs- fahre daran denken konnte, Auszeichnungen über sein Leben und seine Familie zu machen und es leicht möglich ist, daß er seinen Onkel Jean überhaupt uicht gekannt hat. Mit diesem Jean ist nun das Bindeglied zwischen den niederländischen, österreichischen und brandenburgischen von G n ck e v o r t' gefunden, Gr wanderte aus den Niederlanden, wo er in Iferzogenbusch eine amtliche Gtellnng innehatte, aus und ging nach Brandenburg a. Lst, wo er f6f3 zun, ersten Male urkundlich erwähnt wird bei der Ganse seines Gohncs Daniel, der seinerseits mit Adrian in Briefverkehr gestanden hat, wahrscheinlich gelegentlich der Grneuerung seines Adels, dessen Prädikat „von" Jean in der neuen bseimat nicht geführt hat. 4. Duellen und Literatur. Die (Huellen zu der Familiengeschichte sind der weit- ausgedehnten Verbreitung des Geschlechts entsprechend sehr zerstreut. Die handschristlichen wie bildlichen (Quellen für die niederländische und österreichische Linie sind naturgemäß nach lange nicht ausgeschöpft, es muß diese Arbeit nachzuholen späteren Generationen vorbehalten bleiben. Gs ergibt sich aber schon ans den verarbeiteten eine immerhin klare Vichtlinie zu weiterer Forschung, besonders zahlreich sind die über den Kardinal Ivilhelm vorhandenen Unterlagen zu dessen Lebensgeschichte, die unten speziell angeführt sind. Für die brandenburgisel? preußische Linie stießt das (lZuelleiunaterial überraschend reich, besonders boten die Staatsarchive zu verlin und Stettin mannigfaltige Akten sowohl für die jüersonal- als für die Gütergeschichte. Die Unterlagen für die Genealogie der drei bis vier letzten Generationen bilden handschriftliche votizen, die im Familienarchiv zu vogelsaug aufbewahrt sind, resp. solche von jetzt lebenden Ulitgliedern. Die über die Familie resp. einzelne Ulitglieder vorhandene Literatur läßt sich nach den Z Ländern ihres Aufenthalts am besten gruppieren. Die Niederländische Zeit, von clei ch, UioAruptnscb ^Voorclsnbosb clor Xsclsr- lunclsu, cloor IL. D. vun Hurclsrwijlc. L ! o^rupbie nuti onuls, publice pur l'ucuclemie rassle cies sciences etc. cts UsIZicpis Dome V. Uruxslles 1876. öutuviu sucru ok IcerlcsI^Ice lnstoris vun Dutuviu etc., cloor vsn Heus-isn, II clsel, Antwerpen 171b. Ulz-Icsns IZutlcsns, Dropbsss cle Lrubunt. Doms II, D>b. XI. Lurrnunn, d., Oudrisnus VI. sivs unslsctu bistoricu de Oudriuno ssxto. — Iltreckt 1727. de duntili on, Oeiices du Lrubunt. 4 Lände. I7b7- Oiercicssn, ch d., Trntverpiu dbristo nuscens et crescens IV, 177z. Soppen, Libiiotbscu Leivicu. — Lruxeliss 17ZY. Vom. I. deneuIvAiss des tunniles nobles et unciennes des dix-sept provinces des ?u)'s-Lus. — 1781. von Oeusssn, Historiu episcoporum I. Ileuscb, Triton. Xominu reverendorum perillustrium utc^us vensrosorum dominorum cunonicorum rsA-rlis ecclesiue beut-re Rurigs vir^inis ^cpiisgrunensis. — Lerolini, löy2. de Ko^, X, Is vrund tbeutre protune du ducke de Lrubunt 4 Lände. 17Z0. rVIirueus, dodex donutionum piurum. — Lruxel>e8 1624. Xobiliuire des Lu^s-b-rs et du comte de LourAogne, pur IVI. de Ve^iuno, L. d'Hovel st nsuk de 8S8 suppls- ment8 . . . pur le baron L. 8. L. s. d. d e Herchenrode. dund 186Z. z Lände, d'dude dbrvnzrcbe ende Historien vun Oollund. door ^V. von doutbosven. — L'druvenbu^s i6z6. Loquards, Herrn. Jobunn, dsvensberi^t van den Kurdinul Willem von Lnlrevoirt frhrcbisf voor Kork Zesciried. IX. Ossi, obns Jubr). Lcbutsss, d. O. db., descbiedenes vun Iret bisdom »'Oer- toAsnboscb. — L'Uerto^enboseb, 187Ü. L. Die ^.inie in lDsterrcid). Allgemeine Deutsche Diographie, Land VI. Leipzig f877. Darth 0 ld, Fr. ID., Geschichte des großdeutschen Krieges, f 8H3. ZZ arthold, Fr. ID., s)ohanir vorr IDerth. — ZZerlin f82b. lheilnrann, I., Kriegsgeschichte von Layerrr, Frarrkerr, Pfalz und Schwaben von s586—sßos. II. Dand. 2. Abt. pirtenfels, Österreichisches Atilitärlerikon, Dand I und II — f35f. Gelting er, Nonitsur äes äatss. — Leipzig, Land I ((869)^ Land II ((873). pufendorf, Samuel, Schwedisch-Deutsche Kriegsgeschichte XIX. Frankfurt (688. 2Iothenburg, Uder Ivaffenthaten des 30jährigen Kriegs, Th. II pag. 3^2, 332, 3L>9, 376, III 695. Seifert, Zoh., (Genealogie hochadliger Litern und Kinder, f. Teil (72H. Stramberg, Th. v., 2Iheinischer Zlntiguarius III. Abt. Land Koblenz (857. Klienten in europasum, von Ulath. Ulerian. — Frankfurt a. U1. (662. III, IV, V, VII. Lehse, Geschichte des österreichischen bsofes und Adels. IV. IL e st e n ried e r, Abriß der Bayrischen Geschichte. 2 Lände. Kempten (858. U2iszgrill, Schauplatz des Niederösterreichischen Adels. Land 2. UAen (794- Zschokke, Bayrische Geschichte, 3. Luch, Ld. III. Aaran (3(6. L. Die brandenburgisch preußische ^iuie. König, Leschreibung der ^Residenzstadt Berlin. Iöcher, Tompend. Gelehrten-Lexikon. j72^, S. 869- Siebina ch ersches ILappenbuch. IV. (2. S i eb ina ch ersches ILappenbuch. Supplement, XII. (9- 72enes S i e b m a ch e r sches ILappenbuch. (Großes und allgemeines). 3. Land, (.—3. Abt. Der Adel des Königreichs Preußen von G. T. v. Isefner. pag. (23. Taf. (66. Gau he, Z. Fr., Genealogisch-Historisches Lexikon. Leipzig. 2. Auflage. (7HL>. Land I, Seite 379- v. Ijellbach, poh. Thristian, Adelslexikon. Zlmenau (823. Land I, S. 330 und 332/3. Frh. v. Zedlitz, Fr. Neues preußisches Adelslexikon. (6 Lände. Leipzig, (836—(8^3). Ld. I (836. v. Ledebur, Leopold Frhr. Adelslexikon der preußischen Ulonarchie I. — (333. - 24 - Rneschke, Lrnst Heinrich, Serres Allgemeines deutsches Zldelslerikon. sggs. III. Lagini HI, H. T. Hommersches IVappenbuch, Land I. Stettin s8H2. S. 2(1—2 s. Lrügge in a n n, V. IL., Ausführliche Leschreillung des Rgl. Hreuß. Herzogtums Vor- und Hinterpommern (2 Lände, Stettin sgov—I8O6.) s. Teil, 2. Hauptstüek. Alempin-Kratz, Alatrikeln und Verzeichnisse der pommer- schen Ritterschaft vom XIV.—XIX. Hahrhundert. I. Tril. Allgemeines über die Familiengeschichte des Geschlechtes von Enckevnrt. Die Zeiten wandeln sich, mit ihnen die Menschen, ihre Sprache — und die Schreibweise ihrer Namen. Wir dürfen uns daher nicht wundern, wenn der Name von Gnekevort in den verschiedensten Variationen in Nezug auf seine äussere Forin vorkommt. Ze weiter wir zurückgehen, um so seltener finden wir eine konstante Namensform. Während wir im ss). Jahrhundert im Allgemeinen nur 2 Schreibweise», von Gnekevort für die brandenburgisch - pommersche und (v. Nreuner-) Gnekevoerth für die Nachkommen der ausgestorbenen österreichischen Linie haben, begegnen uns im s 7. Jahrhundert bereits Lnkenfort, LnkenHofen neben Gnkevort usw. Zu seinem Anerkennungsdiplom vom s3. s. s66Z wird Daniel von Gnekevört genannt, in den: vorhergehenden Gesuche um Anerkennung vom ss). s s. schreibt er sich selbst von Gnkevört, während in seinem Diplom vom s b. ?. s66Z von Gngkevört steht. Z» zahlreichen anderen Akten finden sich noch für denselben folgende Schreibweisen! Znkefort, Z n ek e f o r t, Znkeforth, Zu ek e- forth, Znkefurth, Znekefurth, Znekefohrt, Gneke- fort, Gnekevörd, Gnekeforth usw. Noch größer war die Fülle der Schreibformen im s 6. Jahrhundert, wo sich bei den Forschungen über den Kardinal Wilhelm allein Dutzende von verschiedenen Namensschreibungen feststellen, von denen hier nur einige Gruppen hervorgehoben werden sollen mit ihren Varianten. 1. G neke v o i r t, Gn k e v o i r t, Gnehenvoirt, Gnekevoört. 2. Gnkevoort, Gnekevoort, Gnkefort. - 30 - kommen nur vereinzelt vor. 3. Gnchavordius, Lnckevortius, L n ek ev or d i u s, G n ch e n w e r t i u s, Lnckevortanus . Likenwort^) 3. Lncourt-) 6. Ihincfort") 7. Lvicavort^) Die ersten beiden Gruppen geben ethymologisch richtige Bildungen, die in Gruppe drei sind latinisiert, is, 6, 7 sind willkürliche Verstümmelungen, die zum größeren Teil wohl auf Unkenntnis der Schreibweise zurückzuführen sind. Lncourt ist der Versuch einer Übersetzung des Namens ins Französische. Außerdem begegnet uns in der niederländischen Zeit überaus häufig die Schreibart Znckefort, Zngkefort, Znekevoirt rc., die durchaus gleichberechtigt neben Lnckc- voirt rc. steht, sodaß bisweilen beide Grundtypen der Schrcib- sorm in einem Satze miteinander wechseln, wie das folgende Beispiel 5) zeigt: iVIsssirs doclekray cl'Lnclcsvoirt cbevalier Lsi^nsur eis Rnnst espousa Dame t^gnss cte Nalmale mort I Z4Y, Isar sspulturs cts cuivrs en Xavers. lUsWire jsan eis Lercbem espousu ct-une ^ sugueline Inebevoirt, bersclitisrs clu personal sslon 8vn teswment. IZ8Z. Lnckcvoirt rc. enthält wie bselvoirt in seiner zweiten Silbe den alten Namen vörcls, vort m. kurtk vactum, ein voräe, 6ar me over Feit, IVeg oder Steg über ein IVasser, dann jeder Paß, Durchgang, IVeg überhaupt, oft geschrieben voräe, vörcte, voercts, vortF) h G. Illoring, Vita Iladriani VI bei Burmann, ^nal. bist. U-uZ. VI eap. XVI, 43. 2) Palonus, Vib. I. Uist. eono. Vricient. p. 27. Blasius Brtisius, Itinerarium Uaclriaui VI. bei Burmann p. 21b. eap. 34. Sandcrus, bllogia p. 113 bei Burmann. ^'1 Abschrift aus der Bibliothek zu Antwerpen. Vol. Il pag. zs>,. b) Schiller und Lübbe», Illittelniederdeutschcs lvörterbuch. ... . ^ »Mi-» ' - 31 - Gncke mit seinen Variationen ist eine Abform des althochdeutschen unzi. enAS, auAustus (Zotb. NAAvus, unAsls, auAe, norcl. unAr.) Bei Tatian s sZ koinmt vor tlüa engun pborts, die enge Pforte, der schmale Durchgang, was ungefähr mit unserem Guckevoirt identisch sein könnte. kveil nun sprachlich „anlautendes Lug sich nicht sauber von jug scheiden läßt" 2), wird wohl jngkefort :c. die gleiche Grundbedeutung haben. Gnckevoirt wäre demnach ein schmaler Durchgang, es kann dies ein Paß in gebirgiger Gegend, eine Furt im Flachland sein. !Nehr läßt sich aus der sprachlichen Erklärung nicht entnehmen. — jedenfalls wird aber die Gut- wickelung ungefähr folgende gewesen sein: der an sich überall untrennbare Ausdruek sncks vosrt wurde auf einen bestimmten Punkt lokalisiert und schließlich zu dessen Namen, von dem Ort ging nachher der Name auf seineu Besitzer über und ward zu dessen Familiennamen. — Ivo dies alte Guckevoirt, das wahrscheinlich ein Nittersitz war, gelegen hat, läßt sich ebenfalls nicht feststellen; Schutzes verlegt es einmal in die Nähe von Limburg, ein andermal in die Umgebung von Uuerlo. — Überreste des alten Gneke- voirt mit lokaler Bedeutung dürften wohl kaum noch zur Zeit des Auftretens der ersten uns genauer bekannten von Gucke voirts vorhanden gewesen sein, denn in keiner der zahlreichen Ghrouiken seit dein HS. jahrhuudert findet sich auch nur eine leise Andeutung auf einen Ort Guckevoirt; während sich andrerseits das aus gleicher kvurzel hervorgegangene Lselvoirt als Ortsnamen wohl, aber nicht als Familienname erhalten hat, wenn es jemals zu einen: solchen geworden sein sollte. ') Graff, Althochdeutscher Sprachschatz. Berlin t^H. j Förstemann, Altdeutsches Namenbuch. Bonn t^oo. Kcipitel 2. Oki'klmtt lllld Mtmbnritlilln. Das Geschlecht von Lnckevort tritt zuerst in der Grafschaft Nrabant in den Niederlanden im sZ. Jahrhundert auf. Ls verbreitete sich seit dem s7. Jahrhundert in zwei Linien nach Österreich und Aurbrandenburg, während eine dritte Linie bis zum Lude des s7. Jahrhunderts in den Niederlanden bestand, von allen diesen blüht heute nur noch die brand enburgisch-pommcrschc. An Mitgliederzahl sind die Lnckevorts nie besonders hervorgetreten. Lrst in neuerer Zeit scheint sich ein stärkeres Nlühen der Familie in weiterer Verzweigung anzubahnen. Kapitel 2. Nitliru. Nach dein Aussterben des Alannesstainines in dein brabanter Geschlechte von Enekevoert ging der Name von Enekevoert auch aus die weibliche »inie des Geschlechtes über. Elisabeth Alichiels von Enckevort, die Schwester des Aardinals, ward so die Alutter des neuen Geschlechtes von Enkevort durch ihren Sohn Gottfrieds sowie der Familien Shooters voii Enekevoert und »oinbaerts von Enekevoert durch ihre Töchter Agnes und Elisabeth, welche Peter Alathias Shooters und s)ean trombaerts heirateten. Die beiden letzteren Nebenlinien blieben in den Niederlanden, wo sie am Ende des f?. Jahrhunderts ausstarben. phre Nesitzungen und Papiere kamen durch die letzte Tochter, Alaria Philiberta aii die Familie ihres Gatten Alatthys Aorneliß von Nerheyer. Die neue bsauptlinie des von Enckevortschcn Geschlechtes, begründet durch Gottfried I,, spaltete sich durch die Nachkommen seines Sohnes Gottfried II. in die öfter- reichische und brandenbnrgische trinie, indem Gottfrieds II. Sohn NAIHelm die österreichische, s)ean die noch blühende brandenbnrgisch - preußische fortpflanzte. Die österreichische trinie starb f?Z8 mit IDenzel 2ldrian im Alannesftamm aus; ihre Nesitzungen gingen auf die weiblichen Nachkommen des Fideiconunißstifters über, die seitdem an zweiter stelle den Namen Enekevoert mitsühren. — 40 — Die brandenburgische Linie blute jedoch weiter und erwarb im s8. Jahrhundert zahlreiche ZZesitzungcn in Pommern. Sie ihrerseits teilte sich wiederum im s8. Jahrhundert in 2 sekundäre Linien nach den beiden wichtigsten Besitzungen Vogelfang und Garz in vor- und bsinterpommern. Diese wiederum zerfielen bisweilen in meist nur wenige Generationen währende Nebenzweige, deren im speziellen Teile der Familiengeschichte erst gedacht werden soll. ^^ Das Enckevoirtsche Mappen bestand in: s5. Jahrhundert ans drei ^ s ^ nach rechts gekehrten Adlern mit offenem Schnabel, roter Zunge und von sich spreizenden Massen in goldenem Felde; ans dein Schilde befand sich ein Stechhelm mit gold-schwarzen Decken und auf dem Helm ein Bund in denselben Farben, aus dein der schwarze Schildadler hervorwuchs. Zean von Enckevoort, Herr von Letzelaer und Gor- donck °) führte urkundlich dieses Mappen, das in späterer Zeit von Kaiser Maximilian dem Kardinal Milhelm bestätigt wurde.-) Dessen Neffe Gottfried erhielt bei seiner Erhebung in den Adelstand seines bekannten Gnkels Mappen, das an einigen Stellen noch gebessert wurde; so trat an Stelle des Mnlstes die Helmkrone, ,,Aalen corcinn sit ornata."^) An seinem Diplom vom 2^. Z. HöZN wird das Mappen folgen- derinatzen beschrieben: „Lcntum orocsi sivs aursi coloris, in c^uo tres iuxuilas colori» niZri, rostris apertis, linAuis exortis, all» tnmgunm ncl volencluin extsnsis, in moclum trinnAuli positns et in clextrnm scuti pnrtsm vsrsse seu conspicisntss, cluae ff Nach Angabe des Herrn von den Neiden. -> Nitterstand und Halatinat rc. für Gottfried Gn kcfort. d. d. Bologna 2-5. z. ZZZo. — guas antignitns clekerrs eonkiuevlstis et prae- älota Ksvorenäisslmo patri Darälmrli Domino Duilielino a Daesnrs Maximiliane» avo et eloinino uostro xloriosissimas moinoriae von- ürmata. 'h Unter Karl V. war es nicht üblich, die adeligen Helme mit Kronen zu erteilen: wenn er nun an Stelle des gelb und schwarzen Hansches die Krone setzte, so wollte er dadurch den damit Leliehenen noch besonders auszeichnen. — — scillcet scgualiter in supsriori st uns in inkeriori parte 6icti scuti smaneant. Lupra vsro scutum Aalea communis, tecta pbalsris et tsniis vel lacinüs aursi et ni^ri colorum constan- tibus rsclimita, ac clssupsr kascia sorunclem colorum contorta, st una aczuila nizri coloris, alls similitsr act volanclum expansis, caucla tamen st psclibus carons posita sit." In gleicher Weise findet sich das Wappen aufgezeichnet in dem Wappcnbuch der Illustre la'svs Vrouvs broeclsrsbsp H und auf den Ölbildern des Kardinals Wilhelm und der Äbtissin i auf letzteren beiden allerdings ohne Helmzier.-) Seit dem s6. Jahrhundert wurde nun das alte von Gnckevo irische Wappen von Gottfried I, und seinen Nachkommen geführt. Die Lombaerts von «Lnckevoirt jedoch nahmen dasselbe auch mit in ihr Wappen auf und führten die I schwarzen Adler in Gold in Feld 2 und Z, ihr altes Familienwappen, den schwarzen Gchsenkopf in Gold, in Feld l und ^ eines gevierten Schildes. Gbenso die Shooters von Luckevoirt, deren Wappen sich daraufhin folgendermaßen gestaltete: Schild, in der Nlitte gespalten, rechts halbiert, oben o Nosen, unten in der Alitte ein Herz, begleitet von o ^ s ^ Hörner, links Z Zldler. Im Frciherrndiplom für Zldrian von Lnckefort d. d. Wien, so. März sßoZ erhielt die österreichische Linie eine Oermehrung des Wappens, sodaß dessen Beschreibung nunmehr lautete: „Lcutum viclslicet oblongum ltavei sivs aurei coloris in tres partes linsis rubris clivisum, ut linea s lati- ') Nr. SU und SU?. -> Die Bilder befinden sich im Schloß Vogelfang. uasi inüxi conspicui visantur. — Neu hinzugetreten ist also als IVappenbcsserung die Teilung des Schildes durch eiire rote Linie in der Alitte, die Spaltung in der flutte der so gewonnenen öderen Hälfte des Schildes ebenfalls durch eine rote Linie, und der blatte Hcrzschild der schwebenden goldenen Krone, durch die zwei gekreuzte Palmen gesteckt sind. Ferner befindet sich über dem Schilde an Stelle des üblichen Helmes eine einfache Krone aus Gold, mit Edelsteinen und Kugeln geschmückt. Im Grascndiplom, ebenfalls für Adrian d. d. IVien fZ. Kovember föizg ist das IKappen iticht beschriebett, in- folgedessen hat die Linie auch weiterhin das fS33 erneuerte utid vermehrte Knappen geführt, von den« eilte eigenhändige Zeichnung Adrians im Kogelsattger Archiv vorhanden ist, die tisch den IKappenspruch „vincit post tunera virtus" aufweist. Tasselbe IKappen findet sich ebenfalls richtig dargestellt im alten Siebmacher IV, sS währeitd das von Tnckevoirtsche Ustappen im Supplenteirt XII, fHH desselbeit H Schild: Geviert itiit Herzschild. t und gekreuzte silberne Marschallstäbe in Rot. 2 und z: von gold und schwarz, i» der lllilte gespalten, mit einer to armigen Arabeske s?s in verivechseltcr Tinktur. Herzschild, rot mit Schildhaupt von Hermelin. Decken: s. u. rot. und g. u. schwarz. Z Helme: Der erste gekrönt, mit rotem halben Flug, belegt mit gekreuzten Illarschallstäben, welche durch r. Rand verbunden sind. Der zweite trägt eine weitzgcstülptc rote Mütze mit z schwarzen — - Iverkcs auf völlig willkürlicher Kombiuatiou beruht. Tbeu- falls ein mehr oder iiiüider frei erfundenes Ivappen H findet sich auf einen? Stich des Feidinarschalls Adrian nnt der Auterschrift: ,ch'Ionsieur, inansieur Is Lnron O'enczusntort General .^lnior eis IZusvillo en I'nrmee Imperiale eto. ltloncornetsx (cuclit)," IDie bekannt ist, besteht zwischen dein IDappen der österreichischen und braudenburgischeu von Tücke voirt ein gewisser Unterschied, dessen Erklärung im Folgenden versucht wird. Hierzu aber ist es erst nötig, das brandcnburgische Ivappen genau kennen zu lernen, Zu dein Diplom Daniels d. d. Ivieu fg. Febr. s663 heißt es bei der Beschreibung des IDappens: Daniel solle führen: „ einen Schildt, so in der Ulitte überzwercl? iiiit einer breitten rothen straßeu, dariniien nach einander drei eiserne Kanonen Kugeln also abgetheilt, daß der untere Theil weiß oder silberfarb, ii> welche im grundt auf eineiil grünen Derglein ein hoekender aufrechts ziiin (Krümmen geschickter gelber (Few auf beeden seitheu nrit seinen prankhen einen grünen fdalmbaum haltendt, Obere Theil gelb oder goldtfarb, darinnen zwee gegeii einander einwerts gestellte schwarze ausgebreitete einfache Adler mit offenem Schnabel roth ausschlagender Zungen und von sich spreitzenden IDaffen, auf dem Schildt ein frey offener Straußenfedern, belegt mit dem Herzschild. Der dritte, gekrönt, mit 2 Hörnern, schwarz und gold, besteckt mit z goldenen rcsp. schwarzen Kleeblättern. — Die Decken sind rechts rot-weiß, links schwarz-gelb. - Verfasser hält die Arabeske für einen verzerrten Adler und glaubt in den lllarschallsstäbcn die gekreuzten Halmzweige zu erkennen. Ts lag vielleicht eine schlechte Vorlage vor, sodaß der Herausgeber die palmen- zweigc nicht als solche erkannt hat und im Hinblick auf den Feldmarschall Adrian dazu gekommen ist, in ihnen 2 gekreuzte Mar- schallstäbc zu erblicken. ') Schild geviert. t und in der Dutte g. Ouerbalken, oben 2 grüne .-.blättrige Kleeblätter in tveiß, unten Halbmond in tveiß. 2 und z: z rote Schrägrcchtsbalken auf weißem Feld. Decken schwarzsilbern. Ghne Hcliilschmuck. - 47 - Adolicher Ghurniors bjolmb, zur linkhon mit weiß und rothor, rechten feiten aber schwartz und gelber Ljolmdockhon und darob mit einer goldfarben alt Haidnische Krön geziert, ans welcher ein roth oder.Rnbinfarbcn ansgcbreiter einfacher und gekrönter Adler mit offenem Nachen, roth ausschlagender Zungen und von sich sprechenden Waffen erscheint, wie denn solch Adelich Wappen und Kleynodt sambt seiner Zier in mitte dieß Unsers Kayscrlichweiß geschriebenen Briests gemahlet und mit färben auf negst folgendem Blatt erster Seithen eigentlich und mehrers entworffen ist." Die Krone über dem Ljelm, als „alt heidnische Krone" bezeichnet, besteht aus Kronreif mit 6 Zinken, deren jede eine perle trägt. Bio ist an sich ein Unikum, da es für gewöhnlich nicht vorkommt, auf dem bfelm selbst eine andere als die gebräuchliche Z blättrige Lselmkroue zu verwendeu. Line Nang- krone, wie die viel später erst gebrauchten adligen, freihcrr- licheu und gräflichen Nangkronen mit iZ, resp. 7 und s) perlen, ist unter dieser 6 perligen Ljeiduischen Krone sicher nicht zu verstehen. Genau so ist das Wappen im Neuen Liebmachcr (f. o.) beschrieben.') Um das Verhältnis der Wappen beider Linien des v. Lnckevortschen Geschlechtes feststellen zu können, ist nochmals zu betonen, daß der Proviantmeister Daniel das Wappen seines Vetters Adrian gekannt, ja von dessen eigner Ijand gezeichnet, besessen hat. Verfasser vermutet, daß Daniel gelegentlich der Verhandlungen betreffs seiner Lrhebung in den Adelstand an seinen bekannteren Vetter Adrian geschrieben und ihn um eine Lkizze seines Wappens gebeten hat. Auf diese Weise kam Daniel in den Besitz des Wappens der Grafen von Lnckevoert und hatte so einen Anhalt für sein ') lVappen. Geteilt durch eine» r. mit Z f. Kugeln belegten Balken. Gben in (it zwei cht Adler neben einander; unten in L. auf gr. Lrde ein sitzender g. Linne zwischen 2 gr. palmenbäunicn, die derselbe in den Pranken hält. Auf dem gekr. kjelnr ein gekr. r. Adler. Decken cht g- und r. g. — 48 — neuzugestaltendes Wappein - Um nun nicht in Konflikt mit den am Wiener Hofe mächtigen Grafen von Lnckevoert, denen sicherlich wenig an der Übertragung ihres Wappens, wenn auch in variierter Form, auf die vom katholischen Glauben abgefallenen verwandten im Norden lag, zu geraten, hat man sich in Wien aber entschlossen, einen Kompromiß zu schließen. Man nahm die Grnndmotive des alten voil Gnckevortsch en Familienwappens, die I schwarzen Adler auf goldenem Feld und verschleierte durch Wcglassungen und neue Zutateu den Zusammenhang der Wappen der österreichischen und brandenbnrgischen Linie derart, daß man tatsächlich lange Zeit glaubte, 2 vollständig von einander unabhängige Wappen und Familien vor sich zu haben. Als Gemeinsames ließ man nur die beideu schwarzen Adler auf goldenem Grunde in der oberen Hälfte des Schildes bestehen, gab aber dem auch sollst gemeinsamen Adler auf dem Helm die rote Farbe (wie dem Kurbrandenburgischen) und eine Krone, um gewissermaßen daran zu erinneru, daß der Diplomempfänger setzt Nrandenburgischer Untertan war. Die rote Teilungslinie des gräflichen Wappens erweiterte man iil Daniels Wappen zu einem breiten Nalken und belegte diesen, uili den Zusammenhang beider Wappen möglichst zu vertuschen, noch obendrein mit Z silbernen Kanonenkugeln. Ferner machte »lall die beiden Palmzweige in Adrians Wappen zu 2 Palmbäumcn, die, da man in Daniels Wappen den Herzschild weggelassen hatte, in die noch unbesetzte untere Hälfte des Schildes ans grüne Grde pflanzte und zum Uberfluß noch einem goldenen „hockenden, aufrecht zum Grimme» geschickten" Löwen (d. h. kampfbereiten) in die Pranken gab. ^ Mehr konnte allerdings seile Zeit der schwülstigen Prunksucht nicht tun, um das Wappenwcseu von seiller einstigen Nlüte einer abgeschmackten Verfluchung zuzuführen. Für die Wahl der Z Kanonenkugeln und des uuteren Wappenbildes lag vielleicht auch das Wappen zugrunde (wenn es auch stark umgestaltet wurde), welches Daniels l>) Siegel des Grasen Menzel Adrian r>, Enckeroert, .. ^9 - Vater Johann (623 als Bürger und Maffenhändlcr zu Brandenburg a. Lj. zur Besicgelung eines Kontraktes benutzte.') Der leider nicht ganz scharfe Abdruck") läßt allerdings der Deutung weiten Spielraum. Soweit sich erkennen läßt, besteht das IVappcnbild aus 2 nebeneinander stehenden Kugeln, welche darüber ein Kreuz mit kleinerer Kugel als Bekrönung tragen. Uber diesen Figuren schwebt je ein scchs- strahliger Stern und oben als Verbindung zwischen diesen eine nach unten geöffnete Mondsichel. Auf dem Stechhelm befindet sich zwischen 2 björnern eine Kugel oder Sonne im Strahlenkranz. — Daß aus den Lrdkugeln mit Stern darüber bei schlechtem Abdruck leicht ein j?almbaum gedeutet werden konnte, ist nicht von der bjand zu weisen. Und die Kugeln wurden in Anspielung auf den Stand von Vater und Sohn in ihren Beziehungen zum kurfürstlichen bjecr aus diesem Mappen höchst wahrscheinlich in das neuerteilte übernommen. — Au sich dürfte es ja Munder nehmen, warum Johann j)nckefort nach seiner Ubersiedlung aus bjolland nach der Mark Brandenburg sein altererbtes Mappen aufgab zu Gunsten eines (an sich sehr wenig schönen) neuen. Aber wir kennen nicht die vielleicht schwerwiegenden Gründe, die Johann bei seinem Eintritt in immerhin kleinbürgerliche Verhältnisse zu diesem Mappen- wechsel bewogen haben, und dürfen jedenfalls kaum Schlüsse daraus ziehen, daß etwa demnach die bjcrleitung von dein holländischen Geschlecht abzustreiten wäre. Denn sonst wären die nachweislichen Beziehlingen seines Sohnes Daniel zu Adrian in Österreich unverständlich.") 9 Geh. Staatsarchiv zu Berlin: Rep. 24, V. -5. ") mit den Uaniensinitialen ä, ,t. (Johann Inckcfort). ") S. oben Seite Das Geschlecht von Enkevort ist seit altersher den Iveg loyaler Pflichterfüllung gegangen. Der Kardinal lDilhelm war von Kaiser Karl V, zn seinem Geschäftsträger in Rom ernannt worden und erwarb sich derartige Verdienste um seinen Herrscher, daß dieser sich entschloß, seinem treuen Diener, der der letzte seines Geschlechtes in männlicher Linie war, dadurch zu belohnen, daß er dessen Neffen Gottfried zum Nittcr schlug und ihm Adel und IDappen seiner Alntter Elisabeth, der Echwester des Kardinals lDilhelm, verlieh samt Palatinat, dem Titel eines kaiserlichen Hofdieners, kaiserlichen Echntz, voller lDachsfreiheit und dem Freisitzrecht für ihn und seine sämtliche Nachkommenschaft, Ausgefertigt wurde das kaiserliche Diplom d, d, Nologna, 2fl>. Febr. fZIVA) Gottfrieds Enkel lDilhelm zeichnete sich in verschiedenen kriegerischen Erpeditionen durch Anhänglichkeit an das habs- bnrgische Kaiserhans ans. Dessen Eohn Adrian wiederum erhielt bereits mit I2 Iahren den österreichischen Freiherrnstand. d. d. so. I. Am sv. ss. wurde er in den Grafenstand erhoben, nachdem er eine flDjährige Aulitärlaufbahn hinter sich hatte. Kaiser Leopold verlieh ihm die Geheimratswürde und machte ihn in dem Feldzng gegen Italien zum Feldmarschall, auch durfte er sich „Hoch- und lDohlgeboren" schreiben. Der protestantische Detter des Adrian, Daniel, welcher als Ealzfaetor und Generalproviantmeister dem großen Kurfürsten Friedrich lvilhelm von Brandenburg wichtige Dienste h Abgedruckt unten bei den Anlagen, — vgl, auch S, 77, - 54 leistete, erhielt d. d. lvien (6. Febr. (663 den Reichsadol- stand.>) In dein Diplom wurde besonders betont „Sie mit Unserer liederlichen solider Gnaden nnd Freyheiteir zu versehen ltud zu begeben, deren Voreltern und Sie alten erbehren Staudt nnd lvesen, auch in Unserer löblichen vorfahren Röm. Kaisern und Königen, auch Unsere und des Reichs Diensten herkommen" rc. — Auf das Immediatgesuch Daniels d. d. verlin s<). Dezember (664"), in ivelchem er unter Gin- reichung der revidierten Kopie obigen Diploms bittet, daß er nunmehr „als Glied des Ritterstandes ans den chnrfürstlicheu Kanzeleien mit Titeln nnd sonsten tractiert werden" möge, bestätigte I der große Kurfürst d. d. Köln a. Spree (8. Ia- nuar (665I den Reichsadel Daniels für sein Land und erkannte in dem entsprechenden Diplome die Verdienste seines Proviantmeisters in vollstem Utaße an. h Geh. Staatsarchiv zu Berlin kep. 22 Ur. yzl Fol. z—tb Abgedruckt unten bei den Anlagen. 2) ebenda Fol. t—2. ebenda Fol. tZ—U- I Griginaldiplom in vogelsang. Abgedruckt unten bei den Anlagen. — vcrgl. auch M. Gritzner, Chronologische Akatrikel der brandenburgisch-preußischen Standeserhöhungen und Gnadenakte. (Berlin, t8-5.) Seite s. > II. Teil. Die bedeutsamen Familien- Mitglieder, die der Geschichte an- gehören, und ihre Wirksamkeit snr die Geschichte. Die ständischen Unterschiede mit ihren befreienden und bindenden Kräften geben dem deutschen Mittelalter seinen feudalen Charakter. Jeder hat das Necht und die Pflicht, sich nur innerhalb der schranken seines Standes zu betätigen. Diese verengen sich aber immer mehr, je weiter wir nach oben gehen und lassen schliesslich den höchsten Schichten nur zwei Gebiete, auf denen sie ihre individuellen Kräfte entfalten können — Staat und Kirche. Diese beiden unerschöpflichen Domänen, die Unzähligen Gelegenheit zu ehrenvoller und segensreicher Betätigung geben, stehen nun ihrerseits wiederum im ZZanne der ständischen Gliederung. Nur den vornehmen ist es möglich, die höchste Staffel staatlicher und kirchlicher kvürden und Amter zu erklimmen, zu denen „Tür und Tor" dem gewöhnlichen Utanne, mag er auch noch so grosse Fähigkeiten besitzen, verschlossen sind. Spuren dieser echt mittelalterlichen Trscheinung zeigt noch, wenn auch ver- blasst und ans die modernen Verhältnisse mehr oder minder zugeschnitten, die Gegenwart in vielen ihrer Trscheinnngs- formen. Daher dürfte wohl das Uiass der Dienste, geleistet für den Staat und die Kirche, geeignet sein, die Vergangenheit eines edlen Geschlechtes in das rechte Licht zu setzen. Das von Lnekevortsche Geschlecht ist nun in der glücklichen Lage, auf 2 vorfahren mit Stolz seine Nlieke zu richten, welche die höchsten kirchlichen und staatlichen Ivürden sich errungen, die durch ihre persönlichen Fähigkeiten sich und ihrem ganzen Geschlecht eine Stellung in der Geschichte verschafft haben, - auf den Kardinal Ivilhelm und den Feldmarschall Adrian, sshnen beiden gebührt außerhalb des Nahmens der eigentlichen Familiengeschichte wegen ihrer allgemein - historischen Nedeutung eine besondere Betrachtung, während ihre Stellung innerhalb des Geschlechtes derer von Tnekevort erst im folgenden Abschnitt näher erörtert wird. Der Kardinal IVilhelm ist der erste und letzte Vertreter des alten van Gnekevortschen Geschlechtes, über den die Forschung zuverlässiges Alaterial besitzt, Dies verdankt er vor allein seiner langjährigen Stellung als öffentlicher Bc- amter der römischen Kurie. Keichcn Aufschluß über seine glänzende Laufbahn am päpstlichen Lsas geben in erster Linie die Kegesten von Inlins II,, Leo X,, Adrian VI, und Klemens VII , abgesehen von einigen kleineren urkundlichen Aufzeichnungen im vatikanischen Archiv, deren an geeignetem Orte gedacht wird. Ohne Kenntnis dieser Ouellen im Vatikan hat Ij. I, Koyaards') IVilhclms Leben zu erforschen gesucht; er fußt in seinen Untersuchungen hauptsächlich auf älteren IVerken belgischer Forscher, die im weiteren Verlans der Darstellung gewürdigt werden. Erschwerend und verlangsamend für die Forschungen über IVilhelm war besonders die äußerst schwierige Beschaffung der fast ausschließlich in niederländischer oder lateinischer Sprache abgefaßten Literatur. IVilhelm ward am 22. Januar geboren zu Alierloo, einem Dorfe in Kord-Brabant, eine Stunde von bfelmond gelegen, wo sein Vater nach der VolksüberliescrnngI) h VsvevsbsriAt van clsn tvaräinsal IVillsin van Kneksvoirt. lXreinsk voor Kerle. (Zssolneä. IX. Oeel) ohne Angabe des Erscheinungsjahres. Bonner Archiv. INonatsschrift für die Geschichte Bonns. H. Jahrgang Ar. y. (z8g2.) S. ss ff: F. ljauplniann, lvilhelin von Encke- vort, Propst von St. Eassius. Ivißgrill p. zgs. — S. auch unten S. ss, Bote I V, H. L!. Leüutjes, desolrieäenss ete. Deel ö. bl. 199. - 62 - im Gehöft Beercnbrock gewohnt haben soll. So weit es sich nach dem heutigen Stand der Forschung feststellen läßt, war er der einzige Sohn. Um so merkwürdiger erscheint es, daß er dem geistlichen Stande gewidmet wurde. Vielleicht gaben frühe Beignng oder hohe geistige Begabung bei körperlicher Schwäche hierzu die Veranlassung, jedenfalls müssen es aber schwerwiegende Gründe gewesen sein, die IVilhclm zum Gintritt in den geistlichen Stand nötigten. IVic weit hierbei elterlicher lVunsch zur Geltung kam, ist ebenfalls unaufgeklärt, da über IVilhelms Mutter garnichts und über seinen gleichnamigen Vater nur soviel bekannt ist, daß er zu Maastricht und Mierloo lebte. Seine Bildung erhielt Ivilhelm aus der theologischen Fakultät zu Löwen/) wo er einen Freundschaftsbund mit dem späteren Papst Adrian VI. schloß, der ihm später in seiner geistlichen Laufbahn sehr zustatten kam. Sonst wissen wir nur noch aus seiner Studienzeit, daß er eine Bede an die theologische Fakultät zu Löwen j schrieb. Doch scheint er sich mit Grnst und Liebe seinem zukünftigen Berufe hingegeben zu haben; denn über ihn berichtet eine ältere Aufzeichnung^), daß er „schon in jungen jähren, nachdem er sich dem priesterstand gewidmet, sowohl wegen seiner besonderen Tugenden, als wegen Frömmigkeit und Gelehrsamkeit in seinein Vaterlande hochgeschätzt" war, „daß er seine jngend nach der Lehre Pauli geführet, in Anschuld, Be- scheideuheit und Aufrichtigkeit gegen jedermann zugenommen und dein Altar mit gottesfürchtigem Gifer gedienet" habe.') h V.-uiln« äovius, Vit-i Anclrisui VI. bei O. llurmann, ^.iml- eetii äs Aaärliuio VI. Iltrsebt 1727 p. 96 „ex esäem inkeriori Vernumia vstus ejus kmuilläris." ') Aomenelator 8. Rom. Llsräinalniin, lolosas 1614 p. 126: „seripsit Orationem aä Vaeultatem VbeoloAieam Vovaiiieiissm." 3) O'Vucls (Au'vvz-eks sto. h .lovius iii viw Il-iäii-inj von IZurrmmin. - 63 Seine kirchliche Laufbahn begann NAlhelm an dem Uirch- lein seines Geburtsortes Mierloo, bald darauf tritt er uns als Stiftsherr der Kollegiatkirche zu Tongern') am f. Mai (((93 aus, in späteren Zeiten war er einer der Protektoren des Hospitals zu Tongern. Dann erlangte er am 6. Zanuar (((9^ durch päpstliche Übertragung ein Tanonicat am Aachener Münster-) (ecclssiu beute Vluris virzinis), später erhielt er das Nikariat an der Kirche zu Asche,^) (in der Nähe von Nrüsscl gelegen). Nachdem er dann eine Stelle als Kanonikus in Antwerpen H empfangen, (genauere Zeitangaben fehlen), taucht er plötzlich in Nom am päpstlichen Hofe auf. Uber die Gründe, welche UAlhelm bewogen, die Heimat zu verlassen, geben die (Miellen keinen Aufschluß. Soviel steht aber nach ZoviusH fest, daß UAlhelm in noch verhältnismäßig jugendlichen Jahren in Beziehung zum päpstlichen Hofe trat. Urkundlich bezeugt jedoch ist UAIHelms Anwesenheit in Nom erst im Zahre MsjZ, ^ bereits 3^ Jahre alt war, durch folgende Eintragung im Nrudcrschaftsbuche des deutschen Hospizes in Nom, St. Maria dell'Anima^): „Hg» VVilbelmus cle Knobenvoirt, cuuonieus ecelssius beute Nuris ^cpiensis Ueoäiensis clioceseos, receptus lui in conkruternitutsm clicti bospitulis ciis XXII msnsis Null 1498." Eine spätere h Drsvots äu elnrpitrs äs Xotrs O-rins u lonAres, pur db. KI. I. Xr. 36. Ilsuseb a. u. O. 8. t3 ,,3ViIbsIinus äs Uneksvort sx eolln.- tions upostolieu nämissus 6. .lanuur 1464 aä eanouioatum 33reoäsriei äs Uanstis. Iii snceessit .Inbannss IZrsebt 16. .luli 1535. Uoppsns Ilibl. IIslA. Ulruxslles 1736) 31 I. p. 398 u. u. a. 0. '> Soppens u. I. d. Oierolessns, ^ntrverpiu 3?. IV. p. 65. ^) .lovius bel Lurmann p. 66 ,,5(5. UaAistro (Zmllerma IZudcsrnvort vlsrioo Usoclisnsi seriptori apostolieo. Über so. °) Gerard kltoriug bei Bnrmanu p. die Präpositur der Kirche zu lviseden in der prager Diözese übertragen.i) Noch in demselben Jahre bestätigte man ihm seine Ansprüche auf Kauonikat und präbeude der Kirche des heiligen Dionysius zu Lüttich.-) sösfl erwählte ihn das Kapitel Johannis des Evangelisten zn Lscrzogenbusch zum Dekan. Ivilhelin blieb scdoch in Nom und ließ das Dekanat durch den Vikar Gerard Naelsius verwaltend) „Im folgenden Jahre wurde er zuin Propste von St. Tassius zu Nonn erwählt. Tinen Stellvertreter zu ernennen war nicht nötig, weil wohl in Nonn wie in den meisten anderen Stiftern die Nefugnisse des Propstes schon längst sehr geschmälert waren und die ganze Verwaltung in den bsänden des Dekans und des Kapitels lag."^) Trotz dieser reichen Inanspruchnahme kvilhelms durch die katholische Kirche, scheint er doch auch nie die weltlichen Angelegenheiten außer Augen gelassen zu haben. Sein Nationalgefühl, wenn man von einem solchen in jener Zeit reden darf, wie sein Lokalpatriotismns machten ihn zum natürlichen Verbündeten seines Landsmannes und Landesherren Karl von Niederlanden, der freilich nach Lrlangung der spanischen Königskrone nichts weniger als deutsch- niederländische Politik trieb, aber dennoch sein Atutterland wegen h Nagistro Vuillormo Rnebemvart elsriev Rsoclivnsi seriptor! apostolioo eonkert praeposituram eeelesias ^Visoäsn, Rragensis äiov- cvseos, epnun Rbeoäorleus Renclorüer sine äispensations una cum praopositura eapellas nnneupats omninm sanetorum vastr! Rragensis cletinebat, ae insupsr veeano Rragsnsi et Rraeposito Ritomoncen. manclat, ut cleerotuin exseizuantur et ultimum praspositurani eouksrre eursnt. — Rson. X. Regest, vol. 937 knl. 131—163. lilagistro tZuillsrmo Rnelcswvort eonürmat aecessuin et in- gressum acl canonieatum et praebsnclain eeelesiae L. vionysli Reo- >l!en., cpms autea essserat. — Reon. X. Regest. Vol. 1333. 'h Regranä, Rbeätrs saers clo Rrabant II. 2 p. 9. h R. Hauptmann im Rvnuer ^rebiv. 1892, Ar. 9. — 66 — der in ihm aufgespeicherten Kräfte schonte und schätzte. Karl mutzte, uni seine weltpolitischen Ziele verfolgen zu können, sich am päpstlichen Lsofe eine antifranzösische Partei schaffen, pierfür waren am geeignetsten die Niederländer, welche einerseits wegen ihrer geographischen Lage keine Vorherrschaft Frankreichs dulden konnten, wenn sie eine freie Existenz führen wollten, und andererseits bei den stammverwandten Deutschen mehr Sympathie genossen als die spanischen Untertanen des Kaisers. Als kluger Politiker nutzte aus diesen Motiven Karl seine niederländischen Untertanen aus zur Befestigung seiner UAltmacht. So erklärt sich auch das rasche Emporkommen von Karls Lehrer Papst Adrian ebenso wie das Auftreten UAlhelms von «Snckevoort als Bevollmächtigter des Königs Karl in Nomff im Zahre fZsr. UAIHelm kam diese ff Vetsr Opmeer, Opus ObronoloZiens orbis unlvsrsl u muinli sxoräio usgue aä mumm 1611 eto. 1611 p. 463: Ouroli guogus in urbs Droeurutor, seriptor ü.postolieus Oni- lielmus Unekmueräius lZuseocluesnsis'. Uuseoäuoensis hier nicht aus perzogcnbusch, sondern im weiteren Sinne wie bei Brocchius gebraucht für ex PSM Uierlo tsrritorü lZuseoäueensis, fälschlicherweise im crstcren Sinne übernommen durch Duävvio. Ouieeluräin, Dotius Zellas Des- eriptio, äob. äanson, ^mstsrämn 1632 p. 247. Aatus kuit lZoläuvi Oullsolmus Dnelcevoräins sie. sIZo'äuvi Verstümmelung aus lZuseum- cluois, lherzogenbusch). Auch sonst sind die (ffuellen keineswegs einig in den Angaben Uber Zvilhelm v. Gnckcvorts Geburtsort. Besonders tritt Utrecht als Rivale von Unerloo auf bei Gnuphrius Panvinius, aber mit Unrecht. Die Mehrzahl der Tuellen nennt oder weist wenigstens auf Mierloo hin; (Pugo van Iseusscn, Lutuviu saeru 2. Teil p. 339; Oisrelrsens p. 63; Doppsns p. 398; Valer. ü.näreu in: Dusti aeaäemiei Dovu- nensss, 1636 p. 366; äouunss äs Dslru et IVilb. Usäa: äs Dpiseopis Ultruseetinis ... et Lltkriäh Detri Drisis ^ppsnäix aä llistorium Ultrussotinam. 1643 Ultrajeoti; siehe unter Episc. sz.) Vereinzelt steht da 1V. von Gouthoevcn, D'nucle Obrooyelre ete. mit seiner Angabe: !V. v. 9 vorkommt.") Als solcher fing er im Jahre s5s6 ein neues Tinnahmenbuch anU) sZ2O erwies er sich als besonderer bvohltäter der Auima, indem er die hohe, reichgeschmückte, halbrunde Utauer errichten liest, die die Hintere bsälfte der Kirche umfastt.I Sogar als Kardinal übernahm er nochmals das Amt eines Provisors/') während er in seinen letzten Iahren als Protektor der Anima auftritt. I Oon seinem Interesse und seiner Gpferwilligkeit für seine Volksgenossen, legen seine reichen Stiftungen bei seinen Lebzeiten") und nach seinem Tode") ein selten schönes Zeugnis ab. Tbenso wichtig wie die Verbindung mit Kaiser Karl, wenn nicht noch bedeutungsvoller für Ivilhelms weitere l h Nach einer Mitteilung aus dem Marburger Staatsarchiv d. d. t. tt- lS3S Nr. Z52. "1 Nagl, Franz und Lang, Alois. Mitteilungen aus dein Archiv des deutschen Nationalkospizes S. Maria dell'Aninia in Rom. lXII. Snpplementheft der Römischen (lZuartalschrift für christl. Zllter- tumskundc und für Kirchengeschichte). Rom M?. ch Nagl. Reg. tv Ob Vs. h Lang, S. soy. I Bonner Archiv t3Z2, Nr. y. °) Nagl. Reg. t5S. ') Anno töZZ nach Nagl. Reg. ssz. Nagl. Reg. isp ch Nagl. Reg. ss-. Laufbahn, war seine Freundschaft mit dem späteren Papst Adrian VI, Neide standen anscheinend seit ihrer Studienzeit in Löwen in regein freundschaftlichen Verkehr. Als daher Adrian, Nischof van Tortasa in Spanien, an: 9, Januar s,ö22 zum Papst gewählt wurde und nicht sogleich seine Gleise nach Vom antreten kannte, ermächtigte er Ivilhelm, ihn am stl. April desselben Lahres als Papst Adrian VI. zu proklamieren.>) (Gleichzeitig ernannte er seinen Jugendfreund zum päpstlichen Nevollmächtigten in Deutschland.2) Am 23. August kam Adrian in Italien an, wo er von Ivilhelm von L. feierlich empfangen ward.'') Seine erste Negiernngstat bestand darin, daß er die freigewordenen Neamtenstellen am päpstlichen bsofe mit seinen niederländischen Landsleuten besetzte.^) So ernannte er LH. Ifezius zu seinem Sekretär, Nufus zum Senator und Ivilhelm v. L. zum Datarius, d. h. zum Vorsteher seines privatkabinets. Nicht minder bedachte Hadrian seine Freunde aus dem bseimatland mit reichen Pfründen. Ivilhelm von iL. setzte er zum Verweser des reichen spanischen Nistums Tortasa^) ein, das er bis zu seiner Ivahl zum Papst selbst innegehabt hatte. Gleichzeitig aber erließ er seinem Günstlinge die durch Übernahme des Nistums erwachsenen Annaten"); dies ist um tz IZurmann, ^nal, Vp. 14ö vonelavs Ilaäriani VI, ecl, 8trn- vius (^et, vittsrar, vaseiculo tertio) ecl, vapenbroobins in vropz^- laoo acl ^eta 8, 8, lVIasi, „vis X ^prilis v, Niebael vvieavort äatis litteris ereclsntialibns pnblieavit nomsu Xärianns VI," van vleusssn bl, 337. Roz-aaräs p, 31, ^nm, 4L, vurmann l, 0, p, 132 Itinerarinin Ilaäriani VI, ab Ilispa- nia nsczus voinarn per Llasiunr Vrtisium, 9 vo^aaräs p, 27 lolA. ^et. Vonsist, ^ Nissel, Xrm, XII, Vol, 122, I, 77, vis Nercurn II, Narti! 1823, vroviäit eeelesias vertussu, vaeant! per assuinptionem 8uas 8anctitatis äs persona v, Vnillslnü vnebsvort Oatarii 8uas 8anetitatis Xeääitns tlor, lülZO—vaxa üor, 2670, 9 ^äriani VI, viversor. vaineralinm Vol, 73 Vib 1. kol, 6ö, ^et, Oonsist. - ülise, ^rin, XII, Vol, 122 I, 78. vis Vensris 18. - 69 erstaunlicher als Adrian mit diesem Schritt auf ihm zustehendes päpstliches Necht offiziell in diesem Falle verzichtete, und beweist wiederum, daß beide Alänner ein enger Freundschafts- buud umschlossen haben muß. Doch damit noch nicht genug. Adrian ruhte nicht eher, bis er seinem Freunde die höchste kirchliche lvürde, den Kardinalshut verschafft hatte. Nachdem er ihn zum Dorsteher der päpstlichen Kapelle ernannt hatte,!) berief er, obgleich gedruckt durch Krankheit, eine Versammlung, die bvilhelm von G. zum Kardinal wählted) Gr selbst schmückte ihn mit dem roten bfnt, dann wurde der neue Kardinal in die kleine Kapelle geführt, wo der Kardinaldekan S. Grncis Gebete verrichtete. Die ganze Feier endete damit, daß Ivil- helm ans den großen bfof des Vatikans geführt wurde, wahrscheinlich, um die Ifuldignng des niederen Klerus entgegenzunehmend) Gleichzeitig erfolgte bvilhelms Lrnennung als Nartii 1528. vuit gratia 6s auuata seolesias Osrtusen. I). (Inillslmo lZnelrenvort 8uae 3anetitatis llatario, 6s iuribus llapas st Llollegii. iAnnatcn sind die jährlichen Einkünfte eines Listums, die bei jedesmaliger Neubesetzung eines solchen dem jAipst zu entrichten sind.) 9 Oivsrsor. Llamsral. Vol. 76, k. 177 anno 1523: vnlrsvort kuit stiain protbonotarius 8ellis ^postolicas et VapsIIas vontikieis ^Vllriani Magister. ") vis llovis X 8sptembris 1523 vnit eongregatio Romanornm Vnminornm st exeripta knerunt inkraserlpta. Llreavit v. VIeetum Vertnssnssm 8anetitatis 8uas vatarlnm in 8. K. II. Oarllinalem 6an6o ei anstoritatsm ea oninia kassrs, guav all llignitatsm dar- llinalatns llv iure guam llo eonsuetnllins spsstant st pertinent, olan- llsnllo st apsrienclo; ipsiguv varllinali llellit titulnm Lanetornm .loannis et vauli, st annulnni pront mnris est. Xet. vonsist. - lllisesl. ^rm. XII. Vol. 122. kol. 88. ch vis llovis X. mens. 8epdsinb. 1523 (Ann peius ^.llrianus l?apa inkirinatus tentasset kaoere Llarllinalsm Komanum v. Vugliel- mnni vnkskort, et non sueeessit, liest inkirmitato gravatus, kseit Llongregationein st praetisam, ita guocl illuin oreavit in Oarllinalsm, et llellit Pilsum rubeum, st assoeiatus in eapsllam parvam Llarlli- nalis 8. (Irueis veeanus kseit prsees, st lulle in aula magna «luetus a Llarllinalibus, nobis eontinue ministrantibus babuimus mantellettum lls Vamellotto. iilartiuslb. Oiar. ab au. 1518 all arm. 1533. Vol. 24. k. 57. der heiligen Römischen Kirche Titular Presbyter-Kardinal des heiligen Johannes nnd Paulus durch Adrian, Lsöchst anerkennend über diesen Akt spricht sich die in den Regesten Clemens VII. erhaltene Kardinalsbulle 2) aus, indem sie emphatisch Ivilhelm v. E. anredet: „Daher kommt es, daß wir dich, der du 20 ^ahre hindurch und darüber unsere Geschäfte, sowohl vor als nach unserer Annahme der Kardinalswürde mit größter Treue und Fleiß in dieser römischen Kurie geleitet, und den wir nach unsrer Erhebung zu der höchsten katholischen Spitze zu unserem Datarinm gewählt haben, daß wir auch alsdann zur Belohnung deiner Arbeiten in Betreff deiner Person mit der Kirche von Tortosa vom Vrdcn des heiligen Augustin, welche dnrch unsre Erhebung zum Pontificat frei ist, dich versorgen, indem wir dich durch eine größere Bevorzugung ehren wollen." — Und in der Tat diese größere Bevorzugung UAlhelms v. Enkevort scheint fast zu groß gewesen zu sein, um nicht die Aufmerksamkeit anderer auf sich zu leuken. Jedenfalls hat, soweit es sich nach den dürftigen (lZuellcn feststellen läßt, eine padrian und seinen Bestrebungen feindliche Partei an der Kurie bestanden, die demgemäß mit dem Aufsteigen des niederländischen Eindringlings keineswegs einverstanden war. Die IDahl UAlhelms von E. zum Kardinal ward Adrian keineswegs so leicht, wie man nach manchen Berichten denken mächte, heißt es doch in der einen unsrer (Quellen: Tum prius ^.clrianus ?spa inlirmatus teutasset kacers LArdinalsm rsverendissimum dominum duAlielmum Tnleelort, et non succsssit etc. Blasius Ortisiusp) allerdings kein völlig einwandsfreier Gewährsmann, gibt uns einen noch genaueren Bericht über die IDahl UAlhelms v. E. zum Kardinal. Nach ihm bedrängte der Papst, sei es durch Überredung oder das ') UAlhelm nennt sich im Fremdenbuch der Lantu >5arm doli' nnims. in Rom in einer Eintragung noch ^S2Z so. 2) Redest. (Aomontis VII. Vol. 87. kol. 14l). bei Burmann p. 2l6. - 7^ - Treiben anderer, das Kardinalskollegium Mülheim v. T. zum Kardinal zn erwählen. Letzteres dachte aber an Magister Theoderich u secrstis Dontiücis und wollte ihn loco Datnrii Dortusensis wählen. Voluntns tnmen Dontiücis aut verius suorum alitsr inbibebat. Kt tanllem . . trilluo ante mortem Dapas numsro Larllinalium praeclictus Dominus duiliermus Dinckort Dertusensis oonsunetus est, llictatus^ne multis bsne- kons ae okkiciis, c^uibus eum Dontilsx llonuvsrat. 0 kelix vir, czusm Dsum all tantum lastigium brsvi evexit. Ktsi con- czuereretur se llivitem Turialsm esse maluisss c^uam paupe- rem Tarllinalsm. IDenn auch in dem eben Gesagten bei Grtisius die persönliche Abneigung gegen MAlhelm von T. den ZZericht stark gefärbt haben mag, so erfahren wir doch wenigstens durch ihn, daß die national-deutschen Gedanken Adrians und der Seinen in Moni keineswegs ans einen geeigneten Doden gefallen waren, sondern die Mißgunst vieler katholischer Würdenträger romanischer Abkunft erregt hatten, von der man freilich in dein rosig gefärbten Alerichte von Iovius wenig zu lesen bekommt. MAlhelm v. T. war der einzige von Adrian während seiner kurzen Megierungszeit ernannte Kardinal, wodurch das Außergewöhnliche dieser Auszeichnung nur noch erhöht wird. Doch nur wenige Tage war es Adrian vergönnt, seinen Freund mit dem prangenden Purpur bekleidet zu sehen. Am s8. Gktober s 523 ff raffte der Tod Adrian, den letzten deutschen Papst, hinweg. Gr ward zuerst in der Peterskirche beigesetzt, dann aber setzte es MAlhelm von T. durch, daß der Dorff Die Dnnae XIV. Mensis Lsptembris 1323. rlllrianus Kapa VI. sai msi bor». 19 in circa expiravit M. D. rlrcbiepiscopus Doracben. Lacrista animam sibi commenllante. In mans babnerat sxtremam unctionem, praesentibus D. Dsrllinali Dampexio, Datario Dncbtort novo Darllinali et omnibus Kraelatis 1'alatii ab sollem Kacrista. Lupervenerunt lle Vlisco et lle itlonte ac L. (Irucis Dgrllinalss, rpü multa verba leesrunt. — Martioelli. Diar. ab an. 1518 all an. 1533. Vol. 24, t. 57. storbene, gemäß seinem Ivunsche, in der Uirchc Lnncws Nnriao animse dsrumnorum beigesetzt wurde, woselbst er ihm ein herrliches Denkmal/) das svLlv Dukaten kostete, errichten ließ mit ehrender Umschrift, die ein bsauch von Freundschaft und Dankbarkeit umweht.-) Auch für ein literarisches Denkmal seines Freundes sorgte UAlhelm r>. T., indem er den bekannten Achrissteller Paul Iovius beauftragte, eine Biographie des verstorbenen Papstes zu schreiben.'^) Adrians vertrauen zu UAlhelm v. T., war so groß gewesen, daß er ihn zu seinem Testamentsvollstrecker^) ernannt hatte. Als solcher richtete er das von Adrian erbaute chaus in der ^.nima zum TolleAmm pro stuclentibus in Uacultats Tbso- loZfns ein und regelte des Papstes Nachlassenschaften in den Niederlanden, die zum großen Teil ans ihn übergingen. Auch sonst rückte UAlhelm in manchem anderen Threnamt an Adrians Stelle. So erhielt er durch Udahl des Uapitels die UAirde eines Thren-Propstes von St. Salvator zu Utrecht noch im (Fahre so2ö wenige U)ochen nach dem chcimgang seines päpstlichen Freundes und Gönners, den: er so viel zu verdanken hatte. Ulit denn Tode Hadrians scheint UAlhelm v. Tnck'evorts machtvolle Stellung am päpstlichen bsose erschüttert worden h U. llovius bei IZnrnnum p. >33. Oneterum Ouilermus Unebavorclius Llurclinulis ^rs^iu g>!rtis.-iinu animi libsrulünts non inulto post wKAnillei operis sepnlelirnm exstrnxit in templo I)ei paras VirZinis (ilsrmanoruin all Lliremn Ulaminimn, in (zuo mar- inoreis plnribus siZnis eluiissimarum virtutum ektigies ernclitn arte reprssentuvit . . . Esser, Fr. Thomas, das deutsche Pilgerhans 8. iUnria clell' ^nima. ili Ron?, Iubiläumsschrift, ^899. S. S8? IVilbelnms Uneben- vnirt illius (Adrians) bsnizuitute et auspieiis tt. 8. lo et U-ulli Uresb. Uarcl. Uortossn? kuoiunclmn eni(avit). / UlvAia Lumlsri bei IZnrinann p. 113. UlsAivm illi (Ilullri- ano) Llnilielnuis Unbskort Truseetsnsis, c)nsm nnieum Ourclinalsin ^uuttricluo ante ersavsrut, pouenllum, vitumgus a. Uunlo llovio se.ribsncluni enrnvit. h Bonner Archiv. ^gz2 Ur. 9, — ?3 — zu sein. Clemens VII., Hadrians Nachfolger, bedachte ihn zwar am Zs. Gktober s525 init der Herrschaft der Stadt Ulassast für seine (des Papstes) Lebenszeit. Doch ist dies wohl kaum als ein besonderer Gnadenakt zn betrachten, da wir gleichzeitig hören, daß sich UAlhelm von Lnckevort von allen Geschäften zurückzog und den Nest seines Lebens in stiller Znrückgezogenheit und Einsamkeit zn vollbringen wünschte. Im Gegenteil Clemens VII, als Verbündeter des französischen Königs und Feind Karls V., sah mit Angst den mächtigen Linflnß des dem Kaiser treu ergebenen Ustilhelm v. Lnckevort. Um ihn zn beschwichtigen versorgte er ihn nnt neuen Pfründen, gleichzeitig legte er ihn auch innerhalb der Kurie lahm, indem er die Amter, die UAlhelm v. L. unter padrian innegehabt hatte, zum großen Teile auf andere übertrug. Nur noch gewisse Ehrenpflichten blieben UAlhelm v. C. So zelebrierte er die Messe zum Andenken an die Seelen der Kardinäle-) und die Totenmesse für Papst padrian.^) Sonst trat er nur an einzelnen hohen Feiertagen öffentlich st Darclinali Dertnsen. xubernium Dppicli iilassas luäerlin. äioeces. :>cl vitam Diemens VII soneedit. DIt. Dctob. 1325. Dlement. VII. Lrvv. Vol. 45 n.° 302. st Die Labbati 4. Xovsmdris 1525, Init Uissa pro /Inniversario Darclinalimn et eelebravit Reverenäissimns D. Darclinalis Dsrtusensis. Uartinslb. Oiar. Vol. 24, töl. 57. Die Dünas 5. Nov. 1520. Uro annivsrsario reverenclissimorum D. D. Daräinalium clskunetorum eelebravit Reverend issimus D. Dardinalis Dertnsen. Ibid. k. 90. Dis XV. 8eptemb. 1520. Anniversarium Dapas Vdriani, in gno eelebravit Revsrendissimns D. Dardinalis Dnelcekort alias Dertnsen. et Dapa intervsnit et keoit absolutionsm. Ibid. lol. 95. Die Vensris XVII. Lsptsmb. 1529. Unit anniversarinnr pro Rapa ^Idriano in Dapella klazori, eelebravit Reversndissimns O. Dardi- nalis Dertnsen iii absentia Rapae, praesontibns tamen Dardinalibus mors solito, prout in Drdinario et rs divina expleta omnes Dardinales vensrnnt acl eeelesian> 3. Dstri in eapeliam 8. ^ndrsae, nbi et corpus ^driani, et circnlo kacto oraverunt pro eins anima st aliorum Dontitienm dsknnetornm. Ibid. lol. !52. - 74 - auf; im übrigen aber lebte der einst so mächtige Kardinal als reicher Privatmann und widmete sich den zahlreichen Aufgaben der allgemeinen Atenschenliebe in Rom, „wo er denn auch sehr gntthätig gewesen und Gntthat zu vergelten gewußt." Gestört ward diese Zeit der Muße des nunmehr alternden Kardinals durch die Sturme des Krieges seit s526, die soviel Not und Cntsagung sie Mülheim v. C. auch bringen mochten, doch gewaltig dazu beitrugen, ihn in den Strudel des politischen Lebens hineinznreißen und den: Höhepunkt seines Lebens zuzuführen. Mülheim v. C. war sein ganzes Leben hindurch „ein treuer Diener seines Lserrn." Seine loyale Gesinnung in Nom hatte früh die Aufmerksamkeit Kaiser Karl V. auf ihn gelenkt. Noch vor dessen Mahl zum barscher von Deutschlands kommt Mülheim v. C. bereits sol? als bevollmächtigter des Königs Karl in Nom vor. Diese Stellung, die er wahrscheinlich auch in den späteren Zahren neben seinen zahlreichen Ämtern und Müirdeu von der Kurie innehatte, scheint die Grundlage des bundes zwischen Kaiser und Kardinal gewesen zu sein. Als der Kampf um Curopa zwischen Franz I. von Frankreich und Kaiser Karl VA) zu beginnen drohte, schloß sich Clemens VII. au ersteren an und wies die ihm durch Mülheim v. C. vom Kaiser angebotene Lsemd zum Frieden zurück. Da alle Dermittclung umsonst war, traten Mülheim v. C. und einige andere Kardinäle wider den Millen der Mehrheit der Kurie zu dein kaiscrfreundlichen bund der Colonna über. Als endlich nach längereu Kämpfen Frundsbcrg am 6. Mai s527 Nom im Sturm nahm, vermochte sich Clemens VII. mit den Seinen auf die Cugelsburg zu retten. Die Stadt aber war allen Gräueln der Plünderung ausgesetzt, selbst die Freunde des Kaisers wurden von den beutegierigen und h (luieeiiu'äili, Ni8tnirs des Ausrrs8 äs 1'Italiö, III. - 75 - wutschnaubenden Söldnern nicht verschont. Der Kardinal von Tnckevort war als Anhänger des Kaisers wohl bekannt, deshalb hatten zahlreiche Privatleute in seinein Palast ihre Reichtümer aufgespeichert. Trotzdem aber verlangten die goldhungrigcn Spanier oOOVV Dukaten für Befreiung von der Plünderung. Als nun mittlerweile Ulelchior von Frunds- berg mit dem deutschen Prälaten ein Gespräch gehalten, fürchteten die Spanier, er werde das Haus durch Deutsche besetzen lassen, erbrachen daher bei Nacht alle Schlösser und Truhen, raubten das vorgefundene Geld und überließen es, den deutschen Knechten, die Bewachung des ausgeplünderten Hauses zu übernehmen. Nur durch den Schutz der deutschen Kricgsknechte entging der Kardinal v. Tnckevort den rauhesten Ukißhandlungen, denen die übrigen Kardinäle und Geistlichen in der beispiellosesten UAnse preisgegeben waren. Der Papst aber mußte sich dem Kaiser ergeben. Letzterer suchte nun "Möglichst bald eine Aussöhnung mit dem Papst, um sich dann auf den allein stehenden Franz I. von Frankreich mit doppelter kvucht zu werfen. Die dem Kaiser treu gebliebenen Kardinäle und Geistlichen wurden für die erlittenen Drangsale reichlich entschädigt durch den Papst unter dem Druck der kaiserlichen Hand. s52sl wurde namentlich auf Veranlassung seines kaiserlichen Gönners U.AI- helm v. T. mit dein Bistum Utrecht beliehen, das vorher Heinrich von Bayern innegehabt hatte. H UAlhelm v. T. blieb jedoch in Rom, wahrscheinlich um die ihm plötzlich zuteil gewordene günstige Lage weiter auszunutzen, und ließ am 2^. 7. sZZO durch seinen Bevollmächtigten ssiakob Utenerg von dem Bistum Besitz ergreifen. Tbenfalls im Jahre k52s> erhielt UAlhelm v. T. noch die probstei St. Rombant in Mecheln nach dem Tode Philipp Natacrells. h Unkenvort darclnullis Dsrtussn. tit opiseopns D'-neetsnsis per resiAimtionsm Uenriei Lnvario Duois äiv 1. Oet. 1329. — Uxtat tmlla in RsZsst OlsmeM. VIl. llAm. 121 kol. 234. — Koyamüs, p. tüti tü — ?6 — An Koin jedoch scheint Kardinal U^ilhelin v. L. immer höher gestiegen zn sein wegen seines Ansehens nnd der Achtnng, die er persönlich beim Kaiser genoß. Am 9. 2. s53. dar- äinales cleputatos eum Imperialibns, et relata in eoäsm donsistorio priiuo äeeretum kuit st orclinatum per?apam st daräinales, c^uoä eorona ksrrva, guam Imperator elsetus regnirsbat, sibi per lAmti- ticeni omnino äari clebsret, Lononiae, et in eapella maiori ?alatii, st missa eslsbraretur per Ii."»»" (Zuglielmuni 8?. .Inannis et ?auli prssb^ternm darclinalem llertusen, st sinüliter innnetus st alia c^uae neosssaria lorent ante ineboationsm Nissao, . darrl. vertnsen. Ibicl. 359. vie Nereurii VI. Xov. 1532. Unit Nissa in eapella pro Anniversario daräinalirrm äskunetornm, guam eslebravit darä. vertnsen. Ibiä. k. 362. Ä^M — 73 — Zu den letzten fahren seines Lebens ordnete Wilhelm noch seine Güter nnd machte vor einer Neihe von Zeugen, meistens Niederländern, sein Testaments, zu dessen Vollstreckern er neben dem Kardinal Tbcrhard von Nkarka, Bischof von Lüttich, Zohann von Panorinitanitiit und Tileman, dem 2. Regenten beim päpstlichen Kollegium zu Löwen, seinen Neffen Gottfried ernannte. Tinige Tage nach Aufstellung des aufs peinlichste verfaßten Testamentes starb Wilhelm am fff. -^"Ii im Palaste des Petrus Wcllini. Bei der Totenfeier waren fast sämtliche Kardinäle anwesend, sie fand wegen der großen Beteiligung in einem Saale, der über dein Lustgarten des Papstes gelegen war, statt. Nach ihrer Beendigung wurde der verblichene von den Geistlichen der Stadt unter vorangetragenem Kreuze durch die via ^xonis zur Kirche lZsatas Karins clel' /enimn getragen und daselbst nach dem Wechselgesange beigesetzt. Die Totenmesse cclebrierte Kardinal Antonius von St. Sevcrinus. Tlemens V I l. war es versagt selbst an der Feier teilzunehmen, da er in den letzten Zügen lag. So ruhte denn Wilhelm in derselben Kirche, wie sein Freund Adrian und auch er erhielt von seinen Freunden, die er zu Testamentsvollstreckern ersehen hatte, ein kostbares Grabdenkmal, dessen Zuschrift in deutscher Übersetzung") folgendermaßen lautete: ff S. Beilagen. ff S. Grabschrift folg. Seite nnd Eintrag (pag. 255) in das Fremdenbuch der Luiitu Kurlu äsll'unimu zu Rom, welcher lautet: ,äis lö. llulü 1FZ4 inclieticms ssptimu pcmtlüoutus Vlsmsntus pupe septimi unno uuclseimo eireu II lrorsm cliem suum oluuslt sxtre- mnm rsverenclissiinus äominus Wllbelmus cle blnelcskort, tituli sune- tvrum .lobunnis st vauli presbitsr euräiuulis Osrtuseosis ste., gui clis vlessimo Mensis lluln t53k kult sspultus in eeelesiu nostru bsuts Kurls äs uiümu, izui äieto llaspituli äcmuvit äs unno lö13 pontikloutns vecmis pups X. unno ssxto äoinuin ste. ff >ViIllslmo Vnelcenvoirtio Lrubuntino, sfuorus) Kfomunus) s(evlesius) prs»b()-tsro) eurclhnuli), gni pluriinis Kosmunue) rei <9 „Wilhelm Gnckenvoirt aus vrabant, der heil. röm. Kirche Presbyter-Kardinal, verrichtete mehrere Amter der Stadt Kam wie die Geschäftsführung für deutsche Angelegen- heiteu mit aller seiner Kraft, von Papst Hadrian VI, für den er in der Verwaltung tätig war und Schriftstücke abfaßte, wurde er a» die Spitze der Kirche zu Tortosa gestellt und zun? rühmliche» Veweise freundschaftlicher Gesinnung als einziger in das Kardinalskollegium hinzugewählt, indem auf ihn (G.) die Zeichen seiner (bsadrians) früheren Würde übertragen wurden. Darauf wurde er auch von Tlemens VII. durch Verleihung der Utrechter Kirche geehrt unter dem gnädigen Kaiser Karl V., welchen er, als er von jenem iGlemens VII.) die Krone des Reiches empfangen wollte, salbte. Gingedenk der empfangenen Wohltaten ließ er den Leichnam bsadrians aus der Peterskirche in dieses Gotteshaus, bei dessen Vau und Ausschmückung er mithalf, überführen, nachdem er ihm ein Grabdenkmal errichtet hatte. Gegen vedürftige und alle Klenschen war er wohltätig. Zohannes Dominions aus Trani, Antonius Sanseverinus, Kardinäle und Petrus vorstius, vischof von Aix, Andreas Tastillo, apostolischer Schreiber fscriptor), nach dem Testament eingesetzt. Gr lebte 7V pahre und starb fZI-p Publica«) maxistratibfus) et (Zermains proeurations inteAerrchua) lunetus, ab Hadrians VI. ponthüee) maxhino), euius itein res ad- ruinistraverat libellis dandis st eeelseslas) Oertussnfsis) praetsetus et in eardfinalium) eollepium) elaro benivolontias iudieia tralatis !» eum pristinas suas dixnitatlis) insiAnipus) solus eooptatus deinde vtlam a Lüenmuste) VII. secllesia) Iraieet(ensi) bonestatus est, tlarolo V. impleratore) libentiLssnnal, rpiem ab illo eoronam im- perii) aceipicntem inunxid. puiizfue) beneütioi'Iums memor Radri- ani cadaver ex vetri basilica in baue aedem, euius eonstrusnd(i) et ornand(i) adiutor kuit, sepulero posito translsrri euravit. In LKenos et in omnes liomiues bsnskieentisslimus). dochannss) va- minieus Danenlsis) Vntonius Lanseverinus eardhuales) et vsetrus) Vorstius opiseopus Xc^uenlsis), ünd(reas) tlastillo seript(or) aposto- lieus) ex testainentto) posfiti). Vixit auntos) VXX mortsni obiit lilvXXXIIII. — 80 — Das prächtige Grabmal,') ein Werk von Duquesno>', genannt II üninmingn, stellt links an der Wand neben dein Gingang. Ans dem Unterbau liest man zwischen zwei pila- stern die Grabschrift. Daraus steht zwischen zwei Granit- sänlen mit herrlichen Kapitalen der Sarkophag, den zwei nach der Ulitte zu schauende Adler tragen. Dorn mitten auf dem Sarkophag ist das Wappen des Kardinals, drei Adler, unter einem Kardinalshut angebracht. Auf dem Sarkophag ruht, in bischöfliche Gewänder gehüllt, die ruhige ernste Gestalt des Kardinals. Die Rechte stützt das bärtige, mitrageschmüekte Paupt, das eine starke Nase und energische Züge im Gesichtsausdruek aufweist. Die linke pand ruht auf der Brust. Die Rückwand ziert ein pautreliep Gott Dater, den Kardinal segnend. Die reiche Bekröuung des Grabmals enthält nochmals das Wappen Wilhelms. Das Ganze haucht den Geist der Renaissance ans und erregt die Aufmerksamkeit eines jeden Besuchers der AnimaU) Nachdem wir im vorstehenden das äußere Hieben des Kardinals Wilhelm v. Gnckevort darzustellen versucht haben, wollen wir im Folgenden noch kurz seine Bedeutung für die Geschichte und als Ulensch würdigen. Wilhelm war emporgekommen durch die Gunst, die er bei den Spitzen der abendländischen Welt genoß, durch Papst und Kaiser. Zustatten kam ihm hierbei außer seineu zweifellos nicht geringen Fähigkeiten seine Geburt, vom lokalen wie vom ständischen Gesichtspunkt aus betrachtet. Als Gdelmann und als Niederländer war es Wilhelm von Gnckevort allein möglich mit Kaiser und Papst in nähere Beziehung zu treten. Pierin liegen die Prämissen zu seinem Glück wie Unglück. Wilhelm stand hoch und geehrt da, solange Kaiser und Papst in ihren Znteresscn nicht aufeinanderstießen, als aber beide sich verfeindeten, geriet Wilhelm in eine Kollision der h S. nebenstehende Abbildung. -) Übernommen aus dem Bonner Archiv. 189-5 Nr. 9 nach einer Mitteilung des pcrrn Kaplan F. Kaufmann in Aon,. 85 Pflichten, er mußte sich für eine Partei entscheiden. Seine loyale Gesinnung ließ ihn die Entscheidung zu Gunsten seines kaiserlichen perrn treffen. Damit war der Bruch mit seinem geistlichen Lserrn, dem Papst, unvermeidlich. Doch gerade hier zeigten sich Wilhelms Fähigkeiten. Trotz seines Bundes mit dem Kaiser verlor er nie die nötige Fühlung mit der Kurie, und seinem Streben nach friedlichem Zusammengehen der beiden Päupter der christlichen Welt ist sicherlich mit zum großen Teil die Versöhnung zwischen Papst und Kaiser zu verdanken, die ihrerseits Wilhelm eine ruhmvolle Stellung in der Geschichte sichern sollte. Aus diesen Zusammenhängen lassen sich auch Wilhelms Schwankungen zwischen Kaiser und Papst verstehen, seine Taten beurteilen, seine Handlungen rechtfertigen. persönlich scheint Wilhelm v. Tnckevort ein untadelhafter, streng sittlicher und echt germanischer Charakter gewesen zu sein. Die zeitgenössischen Schriftsteller loben seine Freigebigkeit, seine Pflichterfüllung, seine Weisheit und vielseitigen Kenntnisse, die ihn zu den verschiedensten Betätigungen befähigten. Zovius preist Wilhelms Sittsamkeit, Atenschen- freundlichkeit, Bescheidenheit, Gutmütigkeit und Gerechtigkeit und stellt ihn als leuchtendes Vorbild den italienischen Kardinälen gegenüber. Doch war er Realpolitiker genug, um auch gewonnenen Tinfluß für sich auszunutzen: Die bevorzugte Stellung als nächster Freund und Katgeber des Papstes Adrian behauptete Wilhelm daher eifersüchtig und rücksichtslos, er erschwerte den Zugang zu jenem aufs höchste, von Natur war er sehr langsam, auch in seiner amtlichen Stellung.^) Wilhelm von Tnckevorts Stellung zur Reformation ist ganz gewiß aus der gegnerischen Seite zu suchen. Tr stand !) Ludwig Pastor, Geschichte der Päpste seit dem Ausgaug des Mittelalters, q. Band, 2. Abt.: Adrian VI. und Clemens Vit., Freiburg i. B., Dieses soeben während des Druckes erschienene Werk bietet an zahlreichen Stellen Charakterbilder von Wilhelm von Cnckevort. — 82 in engster Fühlung mit den Pauptführern der Gegen- reformationA) Nur wenig wissen wir über bvilhelms literarische Tätigkeit. Abgesehen von der schon früher erwähnten Nede an die theologische Fakultät zu Löwen, war er der verfaster von über 5,t) bekannten päpstlichen Nullen und der Schriften über die apostolische deichte.-) Daß bDilhelm noch zu seinen Lebzeiten die Angehörigen seines Geschlechtes mit Pfründen versorgte, dürfen wir ihm nicht verargen. Der Nepotismus lag im Strome der Zeit und ward daher nicht als ein Unrecht empfunden. Zm pinblick ans die mächtige Stellung des Kardinals zu Nom, widmeten sich viele Glieder seines Geschlechtes dein geistlichen Stande, war es ihnen doch möglich durch den Linflnst des hohen verwandten schnell zu hohen Stellungen zu gelangen. Der Kardinal liest sich, wie auch später näher ausgeführt werden soll, von seinen Neffen in den zahlreichen geistlichen Ämtern und Ivürden in den Niederlanden vertreten. Nur durch den großen Linflnst und die hohe Stellung des Kardinals war es wohl möglich, daß in 2 Generationen von iiisgesamt s2 männlichen Akitgliedern des Geschlechts 8 als Kanonici, Lrzdiakone u. s. w. vorkommen. Doch nie verlor bvilhelm trotz seiner väterlichen Fürsorge für seine verwandten Znteresse für höhere, allgemein menschliche Gesichtspunkte. Zum Neleg wollen wir noch kurz seiner zahlreichen Stiftungen gedenken. Zu Nom war es vor allen das deutsche Pilgerhans, das viel seines Glanzes ihm verdankt. Zn den Niederlanden widmete Ivilhelm v. T. besonders seinem Geburtsort Ulierloo jederzeit die größte Aufmerksamkeit. söL>6 stiftete er, wie wir schon gesehen ') vgl. p. Kalkoff, Die Anfänge der Gegenreformation in den Niederlanden, palle a. S. ^yoz. 2) Dnebouort kuit seriptor litcrnrnin poenitentinriav apostolicav. Diversen, Oamernl. Vol. 73, kok. KU. 32 haben, für die dortige Kirche einen Altar und die Besoldung für einen Priester. 2 ()ahre vor seinem Tode bewies er nochmals seine unerschütterliche Anhänglichkeit an die Heimat, indem er zu Ulierloo ein Hospital für (2 arme oder kranke Männer desselben Gries gründete. Jedoch erst (H Jahre nach seinem Tode (2^(8 konnte das Hospital eingeweiht werden, das dem Pfarrer und Kirchenmeister zu Mierloo als Provisor unterstand. Nach der Neformation lag das Hospital, „Apostelhaus" genannt, lange unbewohnt da, bis endlich die Generalstaaten sich der Stiftung annahmen und H Provisoren und einen Ncntmeister anstellten, pm ^ahre l?92 aber ging die Aufsicht an den röm. kath. Pfarrer von Mierloo über. Tie Kapelle mußte bereits am Anfange des i9- Jahrhunderts geschleift werden wegen Naufälligkeit. Ter Trlös ans dem Abbruche fiel der Stiftung zu. Das Apostelhaus selbst wurde als Bauernhaus mit den anstoßenden Ländereicn vermietet, die Miete aber zur Unterstützung von einigen Armen verwendet. Noch eine andere Wohltätigkcitsanstalt in Nom außer der Anima hat in ihm einen sorgsamen Schützer gehabt, das war die (2(9 ^m Kardinal Giulio di Medici (später Papst Tlemcns VII.) gestiftete „Lcmkruternün äslla cklritn" zur Unterstützung verschämter Armer, zum Nesuch der Gefangenen und Negräbnis von Mittellosen. Diese Anstalt hatte Leo X. (220 zur Trzbrüderschaft unter Verleihung von Ablässen und geistlichen Gnaden erhoben. (228 wurde Wilhelm zu deren Deputierten, (529 zu deren Protektor ernannt und blieb in dieser Threnstellnng bis (222U) 9 Pastor, a. a. S). (S. Seite 8t Note t-) II. 288/y. !! i' Trat in kvilhclm v. Tnckevort uns der Typus eines hohen Geistlichen im Zeitalter der Reformation entgegen, so können wir in Feldmarschall Adrian v. Tnckevort einen Vertreter des Soldatenstandes, wie er im s7. Jahrhundert war, erblicken. Der Krieg war die Iviege seines Glückes, die (lZuclle seines Ruhmes und der Schöpfer seines Reichtums, wie dies sa im Einzelnen seine Lebensschicksale zeigen werden. Am 20. August skOZ war Adrian v. Tnckevort zu Diest geboren. Früh starb die Mutter und bald nahm ihn der Vater, ein erprobter Kriegsinann, auf seinen Feldzügen mit. als der große Krieg begonnen hatte, verließen Vater und Sohn die Niederlande und warben aus eigene Kosten eine Schwadron Kürassiere an, die schließlich in das kaiserliche Lserbersteinsche Kürassierregiment aufgenommen wurde. s62s starb der Vater. Der Sohn verblieb infolgedessen nicht mehr bei seinem Regiment, sondern trat zu den Truppenteilen des Feldmarschalls Grafen von Anhalt über, wo er bis zum Zahre s629 seine kriegerischen Fähigkeiten entfaltete. Zu den folgenden Zahren finden wir ihn in Ztalien im Regiment des Grafen Gallas, in dem er rasch avancierte, bis er schließlich die höchsten militärischen Rangstufen erklommen. Bald jedoch scheint Adrian wieder zu einem anderen Truppenteil übergegangen zu sein. s632 in der Schlacht bei Lützen wird der kurbayrische General von Tnckefort h tvißgrill, Schauplatz des nieder-österreichischen Adels. S.ZI7, ZY3 — 38 - wegen seines Heldenmutes im Kampfe wider die Schweden gerühmt, doch fehlen noch nähere Angaben, nm weitere Schlüsse ziehen zu können. Ebenso wenig ist über Adrians Teilnahme an der für die kaiserliche Partei siegreichen Schlacht bei Nördlingen am 6. September sSIH bekannt. Doch scheint er sich außerordentliche Bcrdienstc errungen zu haben in jenen fahren, da er bald nach Erwerbung von Gut und Schloß Nußdorf an der Tresen, am s6. Juni s635 als nieder-österreichischer Landmann unter die Hcrrcnstands-Geschlechter als Freiherr aufgenommen wurde. Als man im Jahre sko?^) den Hauptschlag gegen Bernhard von IBeimar führen wollte, gelang es dem General-kBachtmeister von Enckefort, als er den Nückzug des tief ins Elsaß vorgedrungenen s)oh. v. IBerth decken sollte, die Besatzung des Straßburger Brückenkopfes, 600 Alaun mit Kanonen, durch Androhung eines Bombardements zur Abergabe zu nötigen.^) Doch in dem folgenden ffahre sollten Adrian und sein Borgesetzter und Freund, Johann v. IBerth, weniger vom Schlachtenglück begünstigt sein. Bei Nheinfelden gelang es ihnen nicht, durch einen verzweifelten Kampf die Ehre des Tages zu retten, nachdem der rechte Flügel der kaiserlichen Armee durch Bernhard von IBeimar völlig geschlagen war. Bergebens stürzten beide aus einein Ivalde, den sie mit dem linken Flügel besetzt hielten, hervor, um dem rechten zu Hilfe zu kommen. Die Kaiserlichen wurden zurückgeworfen, ihre Generale gefangen. s)oh. v. IBerth, an der Spitze von 500 Alaun aus dem Ivahl'schen Regiment wagte einen letzten Angriff, AAßgrill, a. a. G. Barthold, Johann von lverth. p. q2. 2) Barthold, a. a. B. p. P. Matthäus Merlau, ll'bsatrum Burapusnm. Frankfurt töS2. III P. S78. - 89 - ward aber schwer verwundet gefangen genommen. „A. von Tnckevort, im Gebüsche umringt, mußte sciuen Degen überliefern." 9 Leide, im Glück wie Unglück vereint, wurden nach Lennfeld in höchst ehrenvolle Haft gebracht, wo sie auf ihr bloßes Threnwort frei umhergehen durften. Alit großem Jubel ward der Sieg Lernhards von Iveimar in Paris anfgenommen, doch schien man im Volke den zuversichtlichen Nachrichten nicht den rechten Glauben zu schenken. „Deßwegen nun haben Ihre Königliche Alajestät von Frankreich Herzog Bernhards Fürstliche Gnaden ersucht, die beiden Gefangenen Jean de Iverth und Als. d'Gnquenfort, mit einer starken Touvoy nachher fdariß bringen zu lassen, allda sie nach Ivürden traktiert und Alles, was Sr. Fürstlichen Gnaden ihnen zugesagt, gehalten werden solle." — Bernhard mußte diesem Ansinnen nachgeben und beide Kriegsgefährteu veranlassen, ihre notgedrungene Neise zu dem zierlichen und üppigen Hofe Ludwig XIII. anzutreten.9 Freitag, den 7. Alai, wurden sie mit einem starken Touvoy zu Noß uud Fuß von Lennfeld abgeführt, nachdem der Herzog Bernhard sie der würdigsten Behandlung versichert und sie dem Kannnerjunker Als. de la Aleilleraye nur mit dein Ledinge überantwortet hatte, daß sie wie Generale gehalten würden, schließlich aber seine (des Herzogs) Gefangene blieben uud nicht in j?aris zur Schau ausgestellt würden.I Ivider ihre kühnsten Trwartungen glich Ioh. v. Iverths uud Adrian von Tnckevorts Neise mehr einem Trinmph- zuge als dem Transporte von Gefangenen, ja es war sogar si Barthold, Gesch. des großen deutschen Krieges MS. II p. 9Z- Th. E. III p. 9-^2. r. Stramberg, Thr. Nhein. Antiguarius III. Akt. -I Bd. Koblenz M?. L. 6^2 folg. „Der Anblick von Gefangenen solcher Bedeutung sollte dem unter der Last der Abgaben und des Krieges erliegenden Volke ein Gegenstand der Zerstreuung und Erhebung sein." 9 Barthold, Geschichte a. a. (l). >1 M flg. . 90 - von französischer Seite der Befehl gegeben, ihnen in allen Städten, durch welche ihr Meg führte, in Marsal, Nancy, Bar, Ditry, Thalaus, Tpernay, Thateau Thierry, la Fere :c. die größten Thren zu erweisen. Der Mairc an der Spitze des Rats bewillkommnete sie und von den höheren Offizieren wurden sie bewirtet, bis sie in Dincennes, dem Staatsgesängnisse, dicht bei der Hauptstadt, anlangten und hier von dem Lieutenant des Herrn von Thavigny, Staatssekretärs und Befehlshabers des Platzes, empfangen wurden. Diele Franzosen, namentlich aber Französinnen, drängten sich nun zu den Gefangenen und selbst Damen des ersten Standes verschmähten es nicht, zu diesen Männern zu kommen, die es verstanden, die furchtsamen Besucherinnen mit Zutraulichkeit, zugleich aber mit Thrfurcht zu erfüllen. Bor allem aber staunten sie über eine damals noch nicht in Frankreich gekannte Sitte der Deutschen, — Adrian von Tnkefort rauchte und schnupfte Tabak. Im Monate Juni wurde dem Adrian von Tnkefort gegen sein verpfändetes Threnwort, sich nicht der Haft zu entziehen, vom Hofe die Freiheit gewährt, überall in der Stadt umherzugehen; und am Tage dieser ihm gewährten Gunst, d. s9- Duni, veranstaltete der Kardinal Richelieu ihm zu Thren ein prächtiges Gastmahl in seinem Schlosse zu Tonflans an der Mündung der Marne in die Seine, wo wegen Kränklichkeit des Gastgebers der vermutliche Thronerbe, Gaston von Orleans, den Mirt machte. Der Bruder des Königs, die Herzöge von Angoulome, von Brissac, der Prinz von Guimens, der Graf von Noailles u. a. m. waren Gäste, denen gegenüber die beiden Gefangenen sich in kecker freimütiger Meise aussprachen und sich laut mit dem gleichen Geschicke des gefeierten Königs Franz I. trösteten. Selbst dem Hofe des Königs Ludwig XIII. ließen sich die Gefangenen vorstellen und nun begann eine Reihe von Festen und die angesehensten Herren beeiferten sich, die Gefangenen zu bewirten; zu allen Schauspielen waren sie geladen. - 95 - Dennoch aber sehnte sich Adrian von Lnkefort sehr nach der alten Freiheit und der Zeit, wo er mutig wieder sein Streitroß tummeln konnte, nnd er ließ nichts nnversncht, seine Auswechselung zu erreichen. tö. fliehende lombardische Kriegsvolk wieder zu sammeln^) und aufs Neue zu werben. Kühn und mutig kämpfte er mit dieser kleinen Armee van H—Z0VO Mann in Frankreich vor Thastelet. Zwar verrichtete er mit ihr Munder der Tapferkeit, doch blieb der Succurs, den ihm sein Freund Mahl zuzuführen versprochen hatte, aus. Anmutig hierüber ging der General von Tnkcfort hierauf zu den Spaniern und vereinigte sich bei Namur mit dem General de Lede und dem Naron Neck im Nücken des Prinzen von Gramen, um die gleichfalls vereinigte weimarisch-hessische Armee anzugreifen, die er sicherlich auch aufgerieben haben würde, wenn sie sich nicht bei Nheierbergen schleunigst zurückgezogen hätte. Doch nicht lange blieb Adrian von Tnkefort auf diesem westlichen Kriegsschauplatz, denn als Piccolomini in Mähren immer mehr von den Schweden bedrängt wurde, führte er ihm 3000 Alaun Fußtruppen und stltA) Reiter nach Nähmen zu. Die nunmehr vereinigte kaiserliche Armee vertrieb zwar Torstenson aus Nähmen, erlitt aber bei Leipzig eine völlige Niederlage. Tnkefort befehligte das Fußvolk auf dem linken Flügel, mußte aber nach sechsstündigem blutigen Kampfe des Schlachtfeld räumen. Die Folge dieses schwedischen Sieges war, daß der General Manka wieder in Nähmen und Mähren einrückte und sich, als die Kaiserlichen ihn zu bedrohen anfingen, auf einem Nerge vor Glmütz verschanzte. Am f. Oktober traf nun der General von Tnkefort dort ein, mit dein kaiserlichen Auftrage, eine gehörige Nelagerung der Nerschanzung vorzunehmen. Allein man bedurfte seiner Person sowohl als seiner neugcworbenen Truppen bei der lhauptarmec so not- wenoig, daß er bald die mit dem günstigsten Trfolge begonnene Nelagerung wieder aufgeben und zur Pauptarmee stoßen mußte. Norher jedoch mußte noch der schwedische General Manka „für die Ausfälle gegen die Troaten, Mal- >) Nach pufcndorf XIV, H zs finmnelte L, 2000 lllami. 93 lachen und Ungarn tüchtige Stöße von dem General einnehmen, darüber er zu zweien mahlen ein paar hundert sitzen lassen mußte, bis der v. Lnkefort am 2,3. Gktober abzog." Die weiteren Kriegsoperationen wurden für dieses Zahr (Ich^2) durch den einbrechenden Minter unterbrochen. Lrst im kommenden Frühjahr (s6H3) begann der Kampf von Neuem und zwar vor allem gegen Torstenson, der in fester Stellung bei Glmütz verschanzt lag. Mehrere Kämpfe waren bereits mit wechselndem Kriegsglück bestanden, als der General Gallas den General-Machtmeister v. Lnkefort mit s000 Mann Fußvolk und ^00 Neitern zur Ginnahme des festen Schlosses Mirau, dem Dischof von Glmütz zuständig, absandtet) Zldriau sing sogleich au, Mirau ernstlich zu beschießen und Feuer in das Schloß zu werfen, wodurch am 23. August s6^3 der Dorhof desselben in Draud geriet und endlich das Kastell selbst sich entzündete. Lnkefort ließ nunmehr Sturm laufen, nahm die Festung und ließ die Besatzung, welche gegen s5t> Mann stark war und sich verzweifelt wehrte, größtenteils niedermachen, so daß nur der Kommandeur, ein bsauptmaun und 30 Gemeine am Leben blieben. Mtterlich kämpfte darauf der General Lukefort in mehreren kleineren Treffen und nahm lebhaften Anteil an dem Kampfe bei Duttlingen. Als am 3. Dezember sk^3 der Generallientnant Gallas die Feste Zittau belagerte und stürmte, stieß Lnkefort mit seinen Truppen zn ihm und hals dabei mit gewohnter Kühnheit.-) Dereits am 30. Dezember wurde eine Dresche geschossen zwischen dem Frauen- und dem Du- dissiner- (Dautzener) Thorc, vor die er mit dem General- Machtmeister Grafen Druoy rückte, um mit den Vbristen Neichwald und Drandes zu unterhandeln, vorläufig schlotz mau einen 2^-stüudigeu Maffenstillstand, dem am folgenden h Th. L. V. p. 9 Th. L. V. x. ^52. ^ " - 'P' ' 'M 9^ Tage die Übergabe der Stadt folgte, nach der die Raiser- lichen jti^^ Schüsse getan und (85 Ztr. Pulver verschossen hattenA) Im Alärz des folgenden Jahres ward Adrian v. Tnkefort in Anerkennung seiner Verdienste zum Geueral- Feldnmrschall-Lieutnant erhoben und bald darauf nach Dresden gesandt, wo ihm der Rurfürst seine Truppen vorstellte, ihm das Rommando übergab und sie ihm schwären ließ. Mit diesen Truppen ging Tnkefort nach Torgau, während sich General Gallas inzwischen bei Wernburg täglich stärker verschanzte und die kursächsische Armee an sich zu ziehen suchte, um sich mit dem Feinde in ein entscheidendes Treffen einlassen zu können. Nachdem jedoch Tnkefort 3 Negimeuter zu Pferd aus Nähmen herangezogen und mit seinen sächsischen Truppen vereinigt hatte, griff er sofort den schwedischen General- Major Rönigsmark an und nötigte ihn nach einem siegreichen Gefecht bei Torgau zum Rückzug über die Tlbe. Mittlerweile war Gallas in seinem Lager bei Bernburg noch immer untätig, ihm gegenüber lag eine feindliche Armee die ihm den Proviant abzuschneiden drohte. In dieser Not wandte er sich an den Rurfürsten von Sachsen,2) der ihm seine Reiterei unter Tukcfort zu Ljilsc schickte, während er mit seiner Artillerie und Infanterie in Dresden (Quartiere bezog. Trotzdem zwang die Not an Lebensmitteln Gallas, einen Teil seiner Truppen nach Magdeburg über die Tlbe zu führen. Inzwischen hatte sich bei Großenhain die knr- sächsische Armee nnter dem General von Tnckefort wieder aufgestellt und erwartete aus Schlesien die Ankunft kaiserlicher Truppen, um mit diesen nach Magdeburg zu rücken. Als mau endlich dorthin die (ZZuarticre verlegt hatte, wurde dcn- h U.H. L. V. p. tZZ- '') pufendorf XVI, ^2. „Da nun dieser (Gallas) ängstlich bat, schickte ilnn der Lhurfnrst van Sachsen seine Reutcrcy unter Luke- farten zu Ijülffc." noch die Not in dein kaiserlichen Lager immer größer, bis man sich am 2. Oktober zum Abzug gezwungen sah. Sobald Torstenson dies erfahren hatte, eilte er mit gewohnter Schnelligkeit dem Feinde nach und stieß bei dem Flecken Niembke, zwischen Magdeburg und Mittenberg aus die von Adrian befehligte, ans 5 Negimentern gebildete Nachhut, nachdem er diese vorher durch einen Angriff auf den General Nruoy von der bsauptarinee getrennt hatte. Macker kämpfte Adrian gegen die Übermacht. Als er sah, daß sich die beiden sächsischen Regimenter in wilde Flucht begeben hatten, stürzte er verzweifelt an der Spitze seines Leibregünentes mit dem Nest seiner Truppen gegen den übermächtigen Feind, dein er sich schließlich nach langem Ringen mit schweren Verlusten auf kaiserlicher Seite') (f8 Standarten und Z50O Pferde,) ergeben mußte. Doch der Ruhm war auf der Seite des Nesiegten, berichtete Torstenson nach Schweden: „Der General von Tnkefort habe mit seinen Völkern sich ehrlich gehalten." In seiner Gesangenschast mußte nun Adrian von Tnke- fort untätig mit ansehen, wie die Lage seines kaiserlichen kserrn sich täglich verschlimmerte und die Güter seines Schwiegervaters, des Grafen von Merthenberg, vom Feinde überschwemmt wurden. Zwar hatte er in seiner Gefangenschaft sich bei den: General Torstenson eine Salva-Guardia für das Schloß seines Schwiegervaters, Grafeneck, ausgewirkt. Doch wollte der darin liegende General-Ouartiermeister Runraden, so wenig von dieser, als von einer späteren Rückgabe desselben hören; ja er verhöhnte die Schweden mit citelcn Drohungen. So mußte denn am 2V. März dieses Schloß beschossen werden, bis sich die Nesatzung auf Gnade oder Ungnade ergab. Tunraden ward erschossen, der Rommandant der Feste am Tore aufgehängt. Nicht so lange indessen wie das erste Mal hatte Adrian v. Tnkefort in seiner zweiten Gefangenschaft zu schmachten. h pufeuderf XVI, K 96 Nur die IVintermonate zu s6flG verbrauchte er iu der Ulitte seiner Leinde; denn schon Anfang April s6^5 langte der General-Anditenr Große als kaiserlicher Deputierter bei dem General Torstcnson an und schloß mit diesem den Vertrag, daß der General v, Enkevort, sowie mehrere andere höhere und niedere Offiziere gegen ein Lösegeld von slZvttvtl Neichstalern entlassen werden sollten. Torstenson entließ jedoch schon vor Zahlung des Lösegeldes Adrian r>. Enkefort aus Leipzig auf seine Guter in Nähmen, gegen sein verpfändetes Ehrenwort, sich bis zur gänzlichen Erledigung der Angelegenheit daselbst ruhig aufhalten zu wollen. Die Art dieser Freilassung war ein rühmliches Zeugnis für die Achtung, die Enkefort auch bei seiner zweiten Gefangenschaft seinen Feinden einzuflößen wußte; denn es wurde ihn» nicht nur ein ehrenvolles Geleit von Leipzig gegeben, sondern seine Feinde ehrten ihn beim Abschied durch Abfeuern zweier Geschütze. Adrian v. Enkefort brachte nun den Nest des Jahres auf seinen Gütern zu, bis er Anfang süflch wieder in die Armee an Stelle des gefallenen Grafen Nruoy trat. Er versorgte sich mit den nötigen IVcrbungspatenten und nahm den Obersten von Schock, der mit Zoh. v. IVerth von dem Kurfürsten von Nayern abgefallen war, mit seinem Negi- inente anfS) Zm folgenden Zahre süflE sehen wir Enkefort nach längerer pause wieder auf dem süddeutschen Kriegsschauplatz im Kampf gegen den schwedischen General IVrangel, den Nachfolger Torstensons, wo er an der Nelagerung und Einnahme der Stadt IVeißcnburg bei Nürnberg mit teilnahm. Auch sonst gewann die kaiserliche Partei einige Vorteile, so mußten die Schweden die Nelagerung von Lindau aus Ulangel an Fouragc ausgeben, IVrangel sich zurückziehen. Unterdessen kam zu Lregcnz der Feldmarschall-Lieutnant v. Enkefort an, um die vom Feinde verlassene Ortschaft zu h Larthold, Gesch. II, ssz. - 97 - besetzen. Dann suchte er die Schanzen von Tlansz wieder zu erobern und blockierte mit den Fußtruppen, die er aus Tirol au sich gezogen hatte, das Schloß Neuburg9 am Noden- see, das er am 26. April stark beschießen ließ, bis schließlich am 23. Mai die Ubergabe durch den schwedischen General- Zeugmeister Nichard Grahamb in 7 Punkten vertragsmäßig zu Tmbs abgeschlossen wurde. Nach der Einnahme von Neuburg befahl Gnkefort einige Tausend Alaun auszurüsten, um den Paß in Tirol wieder zu sperren, wozu ihm von Windau sQO Manu zu Hilfe gesandt wurden. 22. 9 Sschokkc V, z P. 227. 9 Th. L. VI. x. >28. 99 C.rupp Kostnitzer (Konstanzer) stieß, der alle samt den Kommandanten bis ans 7 Mann niedermachte. Der General Tnkefort ging nun mit den kaiserlichen Truppen vor Ravensburg, das die Katholiken ihm heimlich zu öffnen versprochen hatten; allein dieser Plan wurde vom Kommandanten Nachtigall entdeckt, sodaß die Kaiserlichen unvcrrichteter Sache abziehen mußten, bis am o(. August die Schweden freiwillig Navensburg verließen. Inzwischen blockierte Tnkefort die Stadt Nördlingen, gegen die bald darauf im Tinverständnisse mit dem Kurfürsten Maximilian die Feindseligkeiten eröffnet wurden. Durch ein heftiges Bombardement ward die Stadt in Lrand gesetzt. ()n 2^ Stunden lagen s^s Gebäude in Zische und von der ganzen Stadt blieben nur die Haupt- kirche, der Pfarrhof, das Gasthaus zum schwarzen Ochsen und des Forstmeisters Haus kümmerlich erhalten.') Tnkefort zog nun mit seinen Truppen nach Lähmen und ließ den Obersten Sparr mit dessen Neiterei zur engeren Blockierung von Nördlingen zurück. — Die Laycrn zogen nach Franken in die Minterquartiere und Nördlingen wurde erst im folgenden Oahre von Gustav Mrangel entsetzt. Noch einmal sehen wir in dein Jahre (6^8 den General v. Tnkefort ruhmvoll auftreten. Tin wunderliches Geschick führte gegen Lnde des denkwürdigen Krieges nochmals drei lang befreundete Männer unter den höchsten Mürdcn in einem Feldlager zusammen. — piccolomini, vom Kaiser zum Herzog von Amalfi ernannt, war der Oberbefehl über die vereinigte kaiserlich-bayrische Hauptarmee übertragen worden. Dhnr zur Seite standen ()oh. v. Merth, der von seinem Kurfürsten begnadigt, (zOOO Mann Hilfstruxxcn ans Lähmen nach Layern geführt hatte, und Adrian v. Tnke- fort, der an Gronsfelds Stelle Maximilians Armee als ') nch. E. VI x, ;za. — ft)O - Feldmarschall befehligte.') — Die gesamte Armee bestand aus s2000 kaiserlichen und ftlOVO bayrischen Truppen, die zu Schardingen versammelt und am 2 s. schilt gemustert wurden, die Kaiserlichen unter jchccolemüni, die bayrischen aber unter dem Freiherrn v. Tnkefort, der als kaiserlicher General, mit Erlaubnis seines obersten Kriegsherrn, seit einigen Tagen in bayrische Dienste getreten, und erst am 2. August s6H8 „der Keichsarmada durch den hsofmarschall Isastlang als Feldmarschall vorgestellt" war. Diese Beförderung Tnkeforts war den höheren bayrischen (Offizieren, die selbst den Feldmarschallsposten zu erlangen hofften, wenig willkommen. Deswegen dankte auch der General-Feldzeugmeister kchmoltstein ab, dessen Regiment am 25. August dein neuen Feldmarschall Enkefort übertragen wurde. Aber selbst Adrian war mit dieser Beförderung nicht recht zufrieden. Der Beid der ihm untergebenen (Offiziere und die Knentschlossenheit des Kurfürsten machten ihm sein Amt keineswegs leicht. Am (f. (Oktober begab er sich nach München, um mit den dortigen Kriegsräten im Auftrage piccolominis zu konferieren,^ wo man sich entschied, am Morgen aufzubrechen, über die sIsar bei München zu gehen und sich ferner nach ') Barth. Gesch. II, p. S2Z. I ks^lmann, I., Kricgsgcsch. von Bayern rc., pag. tll?. Tnken- voirt (Enkcnfort, Enkenhofcn) Adrian, Freiherr tö-ZS, t?- Juni. „Ist ihm in Ansehung, daß man von seinen guten (Qualitäten allezeit eine gute Aestimation gemacht, anstatt des in Arrest genommenen Grafen von Gronsfcld die erledigte Feldmarschallsstclle angetragen und darüber eine Erklärung begehrt worden. (6HS, tl- Juli. Tritt als Fcldmarschall in bayrischen Dienst, tk-ts, 22. Juli „hat zu Salzburg Herr Adrian Freiherr von Enkenhofen die Pflicht als kurbayrischer Feldmarschall abgelegt." tk^s, 2. August wurde Enkenhofcn der „Reichsarmada durch den lhofmarschall Isaßlang als Feldmarschall vorgestellt. t6«t8, 25. August. Erhält das Fußregiment lhunoltstein. 2». Juni. Erhält zooo st. als Rccompcns. ISU, >5. (Oktober, lvird entlassen, kieilmann p. 7?z folg. sos - des Leindes nuclamsnti zu richten, wie aus einem vriefe hervorgeht, den Tnkefort am gleichen Tage an den Kurfürsten schrieb und der wie folgt fortfährt: „Lebe wohl der Hoffnung, es werde dem Feind der Kompaß mit Hülfe Gottes verrückt, und er die Deichsel gegen die Donan und wohl gar aus T. Kurf. Dürchl. dießseitigen Landen mit ehesten zu wenden gedrungen werden. "H Diese kernige Soldatenhoffnung sollte sich bald erfüllen. Am 6. Oktober bereits gelang es Ioh. v. kverth und Lnkefort, den schwedischen General kvrangel auf der fsiagd im Dachauer Moose zu überraschen, sodaß dieser sich zurückziehen mußte. Noch au demselben Tage schrieb Lnckenvoirt seinem kurfürstlichen Kriegsherrn einen vrief mit der Vitts, daß „dem bei der Armada üblichen Herkommen gemäß, jedem, der eine Standarte geliefert, die 20 Althrl. Uecompens bezahlet werden mögen." Hieraus geht hervor, daß die Verluste der Schweden ziemlich bedeutend gewesen sein müssen.-) Um sich für die erlittene Schlappe zu rächen, verbreiteten die Schweden unsäglichen fZammer über das ganze Land, indem sie sich dabei langsam zurückzogen, bis sie bei Scheuring, das sie gänzlich niederbrannten, den Lech überschritten, um iu Schwaben kvinterquartiere zu beziehen. Tnkcvort mit seinen Truppen verhielt sich bei alledem völlig passiv. Deswegen von Maximilian zur Verantwortung herangezogen/) teilte er ihm am Oktober aus Friedberg mit, man habe aus taktischen Gründen den Feind nach dem Ubergang über den Lech bei Schcuring nicht angreifen können. Mittlerweile näherten sich die Friedensverhandlungen ihrem endgültigen Abschluß. Trotzdem forderte noch am 20. Oktober Kurfürst Maximilia» eine nähere Trörterung obiger Gründe/) die ihm denn Tnkenvoirt auch mit echt h Heilmann, p. 7?Z. 2) Heilmann p. 77H. 2) ibillsm. h Heitmann x. 77q. fV2 - soldatischer Offenheit in seinein Antwortschreiben vom 23. Oktober gab, in den: es n. A. heißt:') „daß die Schweden ^8 Tscadronen nnd die Franzosen 22: also der Feind 70 Tscadronen habe; dahingegen die Kaiserlichen nnr 3V: und Ihr: Thürs. Durchlaucht 20, also in allem 30; daher der Feundt umb 2V Tscadronen, sowohl auch mit den Stückchen vill yberlcgen; das Fuesvolkh werde zwar vasst gleich sein, wan aber die Reiterei aufm Feld geschlagen, mueste alsdann das Fuesvolk im stich und gcfahr bleiben, wie maii auf dem leibziger, wid anderen Treffen mehr cxempel habe, also zwar, das, wan man den Feundt in seinein Rortl angreiffen hätte wollen, der kaiserl. Auchestät Scepter nnd Tron, sanibt Sr. Thurfürstl. Drlt. trc,„dten, welche an solchen angriff einzig und allain gehastet, in gefahr gestaiiden wereii. — Aut dem aiigriff iii der Rataglia Habs deii Rerstaiidt aiiders nit als wie gehört vnd das der Feundt bei Scheuring im flachen veldt und Ivaldt in voller Rataglia gestaiiden, und da man Ihne hette aiigreiffeii wollen, man durch den Aüaldt, enge xäss viid morast hätte filieren muffen, also gewislich der Feind die avantguardie wurde geschlageii haben, ehe die Rataglia viind Retroguardia dazu hätte komineii können, wie dann zu RAttenweyer uiid andere Ohrten inehr gescheheii sey. — Der Duca die Aiiialfi hat im Kriegs-Rath sich hoch beclagt, daß Tr bishero voii Sr. Thurfürstl. Drlt. mit Schreiben so hart tractiert worden, als wan Tr ein Schnelerbuebe wehre, da Tr doch von Iugeiit auf, bis yf seiiie graue Lsaare, seiire professioii erlehrnet, Kays. Auch. Thür- wid Fürsten dainit sntislücücm: auch Sr. Thür. Durchl. selbsten daniit nichts vergebeii oder verlohren, soiidern deiii Feundt iiach Kriegsragion alle zeit damit forth getrieben, vnnd solchen iioch >iie keinen Schritt gewichen grosse travaglier, Sorg und iiiüehe, darinit aber darumb bishero iiit eüiigeii Daiikh gehabt habe. The Tr dergleichen also lenger wollte yber- ') chcilmcum p. — jü3 — tragen, wurde er lieber den? kaisl. Deldt-marschall das Kommando hinderlasscn vnd Tr für seine Person nach Böhm gehen, vnd darin mit besserem Dankh vndt erkandtens, woh es Ihro Mas. Dienst erforderte sernieren." Dieses inihaltbare Derhältiiis zwischeit Tnkefort niid Maximilian »rußte sehr bald zn cineiii Bruche führen. Nachdem Adrian noch einen Aufstand meuternder Truppen, die durch dcii Frieden brotlos I geworden waren, rasch niedergeschlagen hatte, zog er sich auf seine Güter zurück, um sich von den Strapazen des Krieges zu erholen. Zum Lohn für seine Taten erhielt Tnkefort vom Kurfürsten von Bayern IVVO fl. als Nekompcns am 20. Juni Die offizielle Entlassung ans bayrischen Dienst erfolgte jedoch erst am f5. Oktober Adrian scheint mit dieser stiefmütterlichen Behandlung von Seiten Maximilians wenig zufrieden gewesen zu seilt. Bittet er doch bereits am 23. Oktober fktssj ans Mien, wohin er sich im Juni begeben, „ihm den Amberger Statthaltersold anzuschaffen und zugleich das erledigte Landrichter- amt Auerbach zu conferieren."^) In München war man aber anderer Meinung. Tynisch schrieb man ihm am f2. November „es sei dies Orts nicht herkommen, die Besoldung anzuschaffen oder laufen zu lassen, che einer wirklich bei der Stelle sei, und mit Auerbach hätte man vorher schon anderweitige Bestallung getroffen."^) Mit diesem unerquicklichen Nachspiel beschloß Adrian von Tnkefort seine Tätigkeit als bayrischer Feldmarschall und widmete sich nunmehr völlig dem Dienste seines kaiserlichen Lserrn, der ihn inzwischen zum Feldmarschall- Lieutnant für Spanien ernannt hatte. ') infolge Reduzierung der Regimenter. ljeilmann, p. t>R 9 idiclem. 9 idiclem. 504 - Im kaiserlichen Heere war Adrian besonders beliebt beim Generalissimus, Grzherzog Leopold Ivilhelm.') Ungewöhnliches Vertrauen bat dieser den Ratschlägen und der Führung des erfahrenen Kriegers geschenkt. I Seinem Lin- flusse ist es auch sicherlich zu verdanken, das; im Jahre sßb s Lnkefort die Ivürde eines kaiserlichen Feldmarschalls erhielt und mit seiner ganzen Deszendenz in den Grafenstand erhoben wurde. Noch einmal wenige Jahre vor seinem Lebensabend betrat Adrian v. Gnkefort den Noden des Schlachtfeldes, anf dem er gros; geworden war. Alit kaiserlichen Hilfsvölkern rüekte er s657 in Italien ein und vereinigte sich in der Lombardei mit den Trümmern der spanischen Armada. „Doch schien er überhaupt keineswegs der Tätigkeit der Gegner gewachsen zu sein, zum Glück für ihn starb am s 4. (Oktober s6Z8 der Herzog von Alodcna."^) Am Z.AIai schloß man einen Ivaffenstillstand, dem bald der Friede folgte. Gnkefort aber genoß den Nest seines Lebens in Nuhe, bis er sbtiI hochgeehrt von seinem Kaiser, starb. Das Glück stand während seiner ganzen Laufbahn ihm zur Seite und trug ihn von Stufe zu Stufe empor. Das Unglück ließ seine Taten groß und ruhmwürdig erscheinen. Der Akut aber und die persönlichen Fähigkeiten waren die Grundlagen zu seinem Glück und Unglück. Seine impulsive Natur ließ ihn manchen Sieg erringen, manche verlorene Situation retten, doch war sie auch die Ursache seiner zweimaligen Gefangennahme. Lnkefort war mehr Draufgänger als Strateg, dies ist der Schlüssel zum Verständnis seiner Handlungen, Ivollen wir aber mit einem Ivorte ein Nild von Adrian skizzieren, so brauchen wir nur zu sagen: Gr war ein Soldat. — Die Zeit wird das ihrige dazu tun, diese Skizze mit bunten Farben zu beleben. ') wißgrill, x. Zyz. 2) v. Stramberg, Rhein. Antigu. III. q. p. 6^2 folg. ") ibiclem. Uber die ältesten Zeiten des Geschlechts derer von Tnckevort in den Niederlanden ist Ins setzt wenig erforscht worden. Trst im sZ. und Jahrhundert treten vereinzelt Träger des von Lnekevort'schen Namens auf, die nieist die Nitterwürde segues-cbsvalier) innehaben. Genannt werdend) s. Arnold d'Tnckevort, cksvnlisr sous Nsnr/I. cluc äs Lrabant ^.o. s2sO 2. Gerhard, cbsvnlier sIOs Z. Isenry sZ^O u. 5. Godefroy n. Nauduin (Nalduin) sbevalisrs sZ8t) 6. u. 7. Daniel u. Ifenry sZssO 3. u. c>. David u. IVilhelm sH2O fg. u. ss. Ifenry n. Llobergns s2. Daniel s^66 sZ. so. Zean, Pierre, Daniel sH76 s6. thenry, d'Zlvilyhom s^76 Oben genannter IN ilhel m H-) stantinte aus Alaastricht und war der Vater des gleichnamigen Kardinals, von dcjsen Neffen Gottfried van den VelderV) schreibt! „Vn cls sss ansetres etait fean von Kncbevoort sczui portnit cl'or u trois MAlss cls sable) ssiZnsur äs lZesselssr st cls dorclonclc." h Altes vorgefundenes Blatt im Vogelsanger Archiv. 2) Trotz wiederholter Anfragen ließ sich nicht ermitteln, aus welchen (yuellen lfcrr v. d. Velde» geschöpft hat. v. lserekenrode, Lluinplsment au blobiliairo clos ?a^s-kas ete. — S. s sub VI. giebt die gleiche Abstammung des Kardinals fast mit denselben Ivortcn an. U0 - Dieser Zcan van Gnckenvoirt, „cksvnlisr, seixnenr 6s Lsssslasr st 6s (?or6oncb, baurAmsZtrs 6s Loi8-Ie-Ouc", hatte zur Frau Gertrude de Gnpere, To6ster des Zean de Gnpere, sei^nsur 6s Keervlist, IVleersnburA, I6erlcsnrc>)- stc. (lebte (^93) und der Agnes d'Grpc, Grbto6)tcr des Landes ZnliersA) Setzen wir nnn diesen Zean von Gnckevoirt an die Spitze des Geschlechtes, so bekommen wir folgende Descendenz: Zean I Wilhelm > Wilhelm (Kardinal.) Glisabeth vermählte ANchielss e n bsiermit wäre die eigentliche Geschichte des r>. Lncke- vortschen Ges6ste6sts abgesästossen. Da aber der Name von Gnekevort ans die Kinder der Schwester des Kardinals, Elisabeth, übergegangen ist, muß die Forschung von Neuein einsetzen. Dem Kardinal Wilhelm ist in anderem Znsammenhange eine eingehende Darstellung gewidmet worden, wir übergehen ihn daher an dieser Stelle und wenden uns im folgenden Abschnitt seiner Schwester LIisabeth und ihren Kindern zu. b kserckenrode. a, a. G, Kapitel 2. Dan nme Grjlchlccht Elirkevort in dcn Nicdcl'lnndcn und Mnc Tcilnnrl in 3 Ninirn. 1. Elisabeth von Enckcvorc und ihre Rinder. örnbdenkmeii de; Soltfned I o. Cnckeooort und eignes v. lzulmale in der Aathedrcile zu ^otrs Ourus zu Antwerpen. Elisabeth, die einzige Schwester des Kardinals heiratete Gerard MichielssenH aus Herzogenbusch, der (537 als Schöffe-) seiner Vaterstadt vorkommt, später Nat wurde und als ein sehr angesehener Mann galt. Ihm wurden in Herzogenbusch 7 Rinder, (( Söhne und 3 Töchter geboren, von denen sich die beiden ältesten wiederum an Ratsmitglieder^) verheirateten. h Eine Familie Michielssen blüht laut Mitteilung des Herrn v. Geusau-Maastricht heute noch in 2 Linien, den Baronen Michiels de Kessenich (geadelt >7. (Dktober (S22) und Michiels de verduynen (geadelt (Z. Juni (SP), beide mit verschiedenen Mappen; es ist frag- lich, ob diese mit Gerard Michiels stammverwandt sind, da diese Familien stets in Limburg ansässig waren. Dagegen dürste ein äeun Meinst« (geadelt (z. August (sss), „ssorötuirs Arsküer st Aurels cles olmrtos" des Lehnhofs von Brabant seit (S(S, 'uit Gerard verwandt sein. Dieser, vermählt I. mit Elaire van den Mauvere, It. mit Adricnne Drovost, hatte aus 2. Ehe einen Sohn, äsognss äossplr Niobists, ebenfalls „Avstkisr" und „ssorötuirs". Bipkens Butkens, Dropböss cls tZrabant. ä'. II. Livrc XI. Wegen der zahlreichen Nachkommen der Elisabeth, die Mitglieder des Magistrats zu Hcrzogenbusch waren, soll an dieser Stelle ein kurzer Abriß gegeben werden über die damalige Stellung und (Organisation des Magistrats zu Herzogenbusch. Der Magistrat bestand aus einem Obsk-Oktioier, welchen man auch Lllrsk-tZsoontstts (Markgraf) nannte, und den tZssbsvms (Schöffen!. Gottsried, Herzog von Brabant, befahl im Jahre WH, daß s blsslrsvins aus den reichsten und angesehensten Familien gewählt würden. Jean I. ordnete (2so an, daß 7 gewählt würden. Ostuvs cls lZamisss befahl am z. (. (zzs, daß die Dssbsvins in der Stadt geboren sein müßten, auch sollten diese Schöffen ihren Mohnsitz in der Stadt haben. Die Zahl der vssbovin« blieb 7, bis sie Karl V. (52s auf z erhöhte und noch 2 Keosvenrs (Finanzbeamte) ebenfalls aus den besten Familien der Stadt einsetzte. Ferner ordnete Karl V. an, daß die Schöffen nur alle 2 Jahre gewählt werden sollten, ausgenommen die beiden ältesten und angesehensten, welchen noch ( Jahr länger zu bleiben gestattet ' - s. Der älteste Sohn Gottfried I., geboren zu Lser- zogenbusch, war wohl zunächst dein geistlichen Stande ge- widinet. Denn er wurde am s8. September sö2O durch päpstliche Verleihung zu einem seit sZs8 vakanten Eanonicus an der Marien-Kirche zu Aachen') erhoben, verzichtete aber, um das Geschlecht fortzupflanzen. Er war nicht nur in allen ritterlichen Künsten, sondern auch in wissenschaftlicher Beziehung ein tüchtiger Alaun, daher auch eine weithin bekannte Persönlichkeit. Ans Nefehl des Kaisers, der ihn in den Niederlanden zu manchen Geschäften benutzt hatte, und aus den Ivnnsch seines Gnkels, des Kardinals kvilhelm von Enekevort, kam er sZZt) nach Nologna, wo er die Festlichkeiten mitmachte und an? 2H. Februar, am Tage der Kaiserkrönung Karls V., von diesem eigenhändig zum Kitt er ge- schlage n wurde. Gr erhielt das Palatinat, d. h. er durfte Notare ernennen, Nastarde legitim inachen, zu Adoptionen die gesetzliche Erlaubnis erteilen 20. Gleichzeitig wurde er mit seinen Söhnen Gottfried und Adrian und deren Descendenz beiderlei Geschlechts geadelt und bekam, damit der Name seiner Mutter, welcher, wie es heißt, berühmt war, uicht aussterben sollte, die Erlaubnis sich „de Enkesort" zu nennen. war. Mar die Zeit der Schöffen im Amt verstrichen, so wurden sie ünre? und nach einem Jahre Oonsoillsr und behielten diesen Titel während ihres ganzen Lebens. Die kZsebsvins und die .Iure? bildeten die Klasse der Regierung, die Luimelllers die 2. Klasse, die Daz-ens und iknre? cls» Netiers die z. Klasse Eine ähnliche Tinrichtung bestand auch in den übrigen Städten Brabants, ja der ganzen Niederlande, so auch in Antwerpen, wo dem Magistrat 2 Llbek-OItieisrs vorstanden, von denen der eine Markgraf, der andere Amman hieß; IZselievins gab es zuerst ;2, dann >s, dann ;s. (Mz-Ksiis Hülbens, Kroplises eis Ilrabant K. II, Kivre XI. 541, Ks Koz-, K, Ks Arunä Diöatrs prokan clu Lrabant. p. öü.) ft löeusch, nomiinr .. . oanonieormn .. seolssiae. . . /Vcpns- i-ransn.si» . . . L. 14. : „(toclelr. äs IZncbsvort ex evllations apvst» iea kuit aäinissns ael enmlsm vaeantein anno I5IL, «sä nun 0 b t i n u i t." In demselben Diplom I wird Gottfried das tvappen gebessert, er erhält, wie schon vorher erwähnt, an Stelle des schwarz- gelben UAilstes die bselmkrone. Ferner bekam er rote tvachsfrei- heit nnd das Frcisitzrecht für sich nnd seine sämtliche Deszendenz. Gottfried war besonders beliebt bei seinem Gnkcl, dem Kardinal NAlhelm; dieser ernannte ihn deshalb anch zn seinein Testamentsvollstrecker. I Seine Frau war Zlgnes von ksalmalc, Tochter Gaspards von Lsalmale, Besitzers des Schlosses Bosseilstein I, und dessen f. Gattin Alarie von AusHorn genannt Sonne- velt.'') Der Schwiegervater war in den Iahren s52ch 26 und 28 Bürgermeister von Antwerpen.I Deshalb zog wohl auch Gottfried in den letzten Iahren seines Liebens dorthin, nachdem er vorher auf seinem Schlosse Gevenberghe in der Herrschaft NanstI gewohnt hatte. wird er Bürger I uiid iiii folgendeii Jahre Schöffe I voii Antwerpen. Am Zf. 5. ^lachte Gottfried gemeinsam mit seiner Frau Agnes zu Antwerpen vor dem Priester nnd Notar tvanthier Nicolai sein Testament. Tr starb am 8. Juli und liegt neben seiner Frau begraben. Iii der Kathedrale blotro Ogino zu Antwerpen an: Tingang zum Attttelschiff befindet sich aus Kupfer das ') Reichsregistraturbuch Karl V. von und zsso im k. k. bsaus- tsof- uiid Staatsarchiv zu tvien, als Beilage abgedruckt. Royards p. ?o. Bossensteiii ist jetzt im Besitz des Lharles Spruyt. Ls war der Stammsitz der bsalmale, die ausgestorbcii sind. Die Ruine der Burg heißt Allcinanshof d. h. Jeder Mann hat Zutritt. I eis Ilsrekenroäe, nobiliairs äss vaz-s-bns etv. Bd. I., S. Uiid S. ?ZI. ibiäsm. I Siehe Beschreibung der Güter. Ü Bibliothek zu Antwerpen vol. I., p. 2z und vol. II., p. Z2S. Luron äs Ilsrelrsnroäs, nobiliuirs ctss öu^s-bas. Bd. I., S. YZ2. U6 - schöne Ncmaissauoo-Grabdoukmal ^ mit ihren beiden Udappou^) und der folgenden Anschrift in Ukajuskcllcttcru: „blior lest bejraven blssr (Zouvasrt van Kuclcsuvoirt, Uiclctsrs, blesrs tot Ranst, clis sterk int jnsr ans blssron NLTTLT encls XTIX 6sn VIII-sn in jsulio ch encls Vroucvs ^^nes vnn Rulmals s^n xvsttiAbs bu^svrowvs. 8^ stsrk int snsr ans blsersn NLLLTL " Der Umstand, daß das Todesjahr der Gattin nicht ausgefüllt ist, spricht dafür, daß sie das Denkmal noch zu ihren Lebzeiten ihrem Gemahl errichten ließ. 2. UI a r im i l i a u, der zweite Sohn, nach dein Kaiser genannt, war der Kirche geweiht. Gr lebte als Groß-Dechant und Kanonikus von St. Lambert zu LüttichF) Z. Utichaelp) ebenfalls dem Priesterstande angehörend, tritt zuerst als Geistlicher vou St. Sauveur zu Utrecht auf. Dann kommt er vor als „Scripten^") und „tmuilinris" von Papst Tlemens Vit., bis er Dechant von S. Dean Gvangsliste zu bserzogenbusch uitd Domherr von S. Servais zu Ukastricht wurde. Durch Rücktritt von Nikolaus Topin wurde er am h 3. die Abbildung. 2) Gottfrieds Wappen steht oben zwischen den Köpfen: ö, ^ s) Adler im Schild, auf dem offenen Pelm mit pclmkrone ein wachsender Adler. Das Wappen der Gattin unten in rautenförmiger Gestalt: geteilt, vorn die z Adler (Lnckevoirt), hinten in mit Schindeln bestreutem Felde ein Löwe belegt mit Brustschild, darin z pfähle. Manuskript 7S2 des „koncls Doelbals" in der kgl. Bibliothek zu Brüssel mit dem Titel „Diverses clssesntes et tables ASnealoZigues, cpiartiers et remarques cls üivsrsss kamilles et maisons nobles 6es ?a^s Las, clrsss6es et rseusilliss par clivsrs onrieux" )m(in)i 15Z0, Mensis ^priiis 6is 26, cusus anima rsczuiescat in sa(u)cta pscs amen." Sein Testament vom 5(. Januar (550 wurde im Kapitel am 27. April eröffnet; und es erhielten außer den bereits Genannten noch Legate sein Neffe Peter, Sohn seiner Schwester Agnes, dein er auch die Domherrnstelle von St. S-ervais zu Utrecht verschaffte. Mit reichen Geschenken wurden bedacht Agnes, die Mitwe seines Nruders Gottfried, und deren Töchter Iaguelinc und Tlisabcth Nrants. Außerdem erhielten die Armen und Notdürftigen in großmütiger Meise reiche Unterstützung durch die Vermächtnisse Michaels. (f. Agnes, heiratete Peter Matthias Shooters, der (537 mit seinem Schwiegervater Gerard Michiels escbevin in Herzogcnbnsch warU) Sie hatte laut Testament ihres (Unkels, des Kardinals, die Herrschaft veghel geerbt, welche sie nach dem Tode ihres Mannes ihrem zweiten Sohn Goyard Shooters von Tnckevort übergab. Hhr Gatte war nochmals escbevin zu Herzogenbnsch im Jahre (5(sU.^) (Ihre Kinder siehe im nächsten Abschnitt.) 5. Milhelm (der Jüngere), nach seinem (Unkel benannt, war in Herzogenbusch geboren und ebenso wie seine Nrüder Maximilian und Michael geistlichen Standes. Gr hatte auch seit ZU. Januar (507 ein Kanonikat an der Marienkirche zu Aachen inne, welches vorher Arnold de Merode besaß. Nach Mülheims Tode ging es am 28. ()nli (53H an UAlhelm de Dorn übeM) ))m Jahre (5(8 tritt er als Domherr von St. Nombant zu Mecheln auf, dann (525 in gleicher Eigenschaft an der St. Jean-Kirche zu Herzogenbusch und an der Notre Dame-Kirche zu Thorn, einem (Urte in den Niederlanden. Tr starb den ((. ))uni (53(( und ist in der St. Jean-Kirche zu Herzogenbnsch beigesetzt. ') Blykens Butkens. N II. Uivrs XI. st Heusch, a. a. (U., S. ;z und U9 - 6. Glisaboth, nach ihrer Blutter benannt, heiratete Jean Lombaerts, dessen Vater Jean Sekretär der Franchise soder „vryheid") von Gosterwyck war, seine Blatter hieß Gäcilie. Gr konnnt am (I. Gktober als Pensionär I von Goster- wyk vor, dann lebte er als Sekretär und Natspensionär zu Lserzogeubusch. Als Batspensionär war er der Sekretär der Staaten von Holland und kvestfriesland und eine Person von größtem Ginslnß. Blit noch anderen Gliedern seiner Familie war er Brnder der Illustre läeve Vrouvvo lZroeclsrs- bap.J Jean starb an, st), is. skzIZ in bserzogenbusch und ist daselbst ebenfalls in der St. Jean-Kirche beerdigt. 9 S. a. unten Aste 2. 9 Diese Bruderschaft, errichtet tA8 Z» Ghren der heiligen Jungfrau, widmete sich den Künsten (Gesang, Musik, peroldskunde) und der Armenunterstiißung und gewann bald mächtigen Ginfluß auf das bürgerliche Leben von Bordbrabant, der aber seit der Einverleibung von perzogenbusch in die Generalstaatcn tK2z innncr mehr schwand. ts^2 gelang es einigen Protestanten, in die Bruderschaft aufgenommen zu werden, nachdem die Statuten dahin geändert worden waren, daß für jeden sterbenden Katholiken ein Protestant eintreten sollte, bis von jeder Konfession je t» Mitglieder vertreten wären, vor Ginführung des neuen Statuts, also bis tSH2, bestand der Vorstand aus 2 Pröpsten, von denen jährlich einer zurücktrat. Der Dekan der Bruderschaft war ein Priester, der die kirchlichen Dienste in der St. Jean-Kirchen-Kapelle verrichtete. Bach ;sH2 bestand der Vorstand aus n Mitgliedern, Pröpsten genannt, und zwar ans q, Katholiken und Protestanten. Als Schwancnbrüder oder Ehrenmitglieder durften perzöge, Prinzen, Grafen und andere berühmte Personen aufgenommen werden. Bis waren fast ssc» Personen Mitglieder der Bruderschaft gewesen, unter ihm finden sich auch: Mr. pcndrik Bloeymans, perr von pelvoirt, Präsident der Schöffen, sz. April tss-t. Mr. Jean Lombacrts van Gnckevoirt, xsnsicm.-iris clor Vrijbeick Oistsmvijlr (Nordbrabant). i-M. Godfried Lombacrds v. Gnckevoirt, Bitter, perr von Banst, ss-sst. Ivillem v. Gnckevoirt, uurtsäiulron ts Knie. 28. II. 1537. vgl. lvappenbuch der Illnstrs luove Vrourvo Lrooclersbup zu perzogenbusch. Br. Höst — S. „Der deutsche perold". ss?-^. Seitens, s20 - beider Ainder und Nachkommenschaft ist im übernächsten Abschnitte eine besondere Betrachtung gewidinet. 7. scanne heiratete Joseph N l o e y in a n nnd gebar s Sohn: bsenri, auch Hendrik genannt, war öfters Präsident der Schöffen zn Lserzogenbusch, Lhrenrat nnd Geheiiner Natp) er kaufte am 27. Mai fZZf) bserrschaft Lselvoirt nnd wurde am 27. Mai fJ6O mit derselben belehitt. vermählt war er mit seiner Aousine Elisabeth Lombacrts voit Tirckevort, der Tochter seiner Tante Tlisabeth. Tr starb am fZ. 7lpril seine Frau am 27. Dezember skvOA) f)hr Grabdenkinal niit Ivappen befindet sich ebenfalls in der St. Iean-Airche zu Hcrzogenbusch. Neider Kinder waren: «. M a r i a I o h a it n a N l o e z- m a u, dieLras m usus n Greveubroech, bserru zu Atterloo (ff sßZZ) heiratete, uitd Jean Nloeyman, der von seinem Vater k^el- voirt erbte und sein Leben ain f^. Dezentber f ö^Z als^katsherr zu Lserzogenbusch/) wo er mit seinen Tltern in der St. Jean- Kirche beerdigt liegt,beschloß. Die folgenden 2lbschnitte sind unter vorläufiger Übergebung der Nachkommenschast Gottsrieds I. den ausgestorbenen Nebenzweigen des v. Lnekevortschen Geschlechtes gewidmet. Ts sind daher zunächst die Nachkommen zu betrachten von: s. Agnes und Pete r Matthias S h o o te rs (Shooters von Tnckevoert) 2. Tlisabcth und Jean Lombaerts. (Lombaerts von Tnckevoert.) Ve Roz-, Vs Aranä lkböatre Lnore äs Krabnnt, toms 2, partis sseonäs. Ar. 153. (Offizielle Register der Schöffen von perzogenbnsch, unter anno zsss. Schöffenbuch zu bserzogctibusch in der Bibliothek zu Antwerpen: Ar. blsnclrielr Illosz-nrans, Nssr van Nslvoirt, ch April als prösiclentsbepsn. Gffiziclle Register der Schöffen zu p, °) s. snb. Agnes Michicls von Gnkevoert nnd Peter Matthias ShootersH hatten Z Rinder, die in den Ur- knnden als Shooters von Gnckevoert vorkommen. f. Peter war dein geistlichen Stand gewidmet und führte als Domherr von St. Servais zu Utrecht ein gottgefälliges !Leben. (550 erbte er von seinem Onkel Michael ich (550) die Pfründe des heiligen Servatius und ein Haus.2) 2. Gottfried erbte von seiner Mutter die Herrschaft DeghelF) Gr starb am (2. s)nni (603 und führte, wie auf dein in der Familiengruft in der s)ean-Rirche zu Herzogen- bnsch noch erhalteiieii GrabdeitkinalH zu sehen ist, neben dem alten Gnekevortschei: Mappen noch das Shootcrsche.") (Seine Rinder siehe im Folgenden.) 5. Lysken, heiratete ))acob Spykers. Leide siitd ebeiifalls iii der ))can-Rirche beigesetzt. Zluf ihreiii Grabstein steht: „blier lest bsArnven .... stncob Lp^bois stsrk nLt IZY4 snclo R/slcon Ltotsrs vn bchbsvoort »)-ii bu)'svr(ovve) Stork cl. iz. ckecsinber nLb 162z. Die Nachkommen Gottfried Shooters von Gnekevort lassen sich bis ans Gndc des (7. Jahrhunderts in den Niederlanden verfolgen:") tz Die Schreibweise ist z.T. auch Stotersl -) S. Testaineiit Michaels. Schutzes, äeol -t. „Lopnlebrum boistornbistis viri lik. (Zuclskricli Ltotsrs üb Undrsvnrt p(sr)sono psofx i?!> eis Voebel obiit IL. üimi ItiOL. °) geteilt, oben Z Rosen, miteii ciii von z Jagdhörnern begleitetes Herz. "1 nach den Fannlienpapiercn des Herrn von vercheycr zusammen- gestellt. Gottfried hatte ^ Kinder: s. Tngelbert, war in angesehener Stellung als Drossart nnd Sekretär der ehemaligen Grafschaft Dockhove nnd wird nach dein Ableben seines Druders Zaliger Tornelis in den alten Thepakten nnd Necessen als Vertreter der Familie genannt. So führte er am g. Oktober zu Dockhove seine Schwester Darbara ihrem Drälttigant Heitdrik Deauna- fort zn nnd regelte ain 6. Januar s67s die Trbschafts- angelegenheiten zwischen Akathys Tornelißen verheyer, als Mann seiner Nichte Marie philiberta, und ihrem Drnder Peter. Deine Frau, Johanna veders, kontint am 2 s. August s68^ als Mitwe in seinem Testament vor. Demnach kann man wohl das Jahr s68^ als Todessahr Engelberts ansehen. 2. Darbara heiratete am S. Oktober Dockhove Hendrik Deaunasort. (s. u. s.) Z. Zaliger Torirelis, war wie sein Druder Drossart der Grafschaft Dockhove. Gr hinterließ Z Kinder: a) Maria philiberta, heiratete Mathys Tornelis v erheye rA) b) Peter, starb am Z. März s682. Gr kommt am 7. Sept. s63t) in einer verkaussakte vor mit seiner Schwester: c) Zinna Tornelia; über sie ist sonst nichts weiter bekannt. Darbara Theresia heiratete zuerst Hendrik Noovers, des Dischofs von Lüttich Ingenieur, der noch vor dem s s. Mai sSßss gestorben sein muß; denn Darbara Theresia kommt an diesem Tage in einer Proknration als Mitwe vor. Am März s680 tritt sie uns als Frau von Hendrik Dirichs de Hart zu Lüttich entgegen. i) Seine Familie blüht noch heute im Herzogenlmsch. 3. Die Nebenlinie der Lombaerts von Enekevoört. Elisabeth Ulichiels von Cnckevoert und Zean L ontbaerts hotten 7 Kinder, welche urkundlich als „Lombaerts von Cnckevoert" vorkommeit- f. Wilhelm war geistlichen Standes und wurde, nachdem er Chorherr an der Kathedrale zu Lüttich und Crz- diakon von Kempenland gewesen, Grotzdechant zu Lüttich. Das Crzdiakonat nahm man ihm später und übertrug es dem Schnlkanonikus, Kanzler und Priester Wilhelm von poitiers zu Lüttich, der ans dem Trienter Konzil im Zahre s55s Gesandter war. Wilhelm Lombaerts von Cnckevort war der Lieblingsnefse seines Gnkels Utichael (ff süüO) und wurde mit seinem Krnder Gottfried dessen Testamentsvollstrecker. Cr erhielt laut Testament seines obengenannten Gnkels auch das Kanonikat und die Pfründe zu Lüttich. Cr starb am 2 s. April s>ü5tU) ^ Lüttich. 2. Gottfried kommt zuerst vor als Schöffe im Herzogenbusch und ist der einzige von den Söhnen der Clisabeth, der sich nicht dem geistlichen Stand widmete. Cr war verheiratet mit Catharinau) K. K., die in einem Prozeß als Catharina uxor Lombaerts von Cnckevort auftritt. Gottfried erbte von seinem (Unkel dessen ganzes Land mit Zubehör. wird er als „Kitter" und „Herr von Kaust" in die Illustre lisvs Vrouvvs brosclsrsbup in Herzogen- bnsch aufgenommen.^) Zu den Schöffenlisten tritt er im Zahre zuerst auf und ist mit geringen Unterbrechungen bis sösjO ecbovin von Herzogenbnsch, woselbst er auch am 27. Februar fZsp starb.-') h S. Prozeßakten im Rcichsarchw zu Wetzlar. 2) Ü S. oben Seite tzy, Kote 2. ") Schöffenlnich zu Herzogenbusch in der Bibl. zu Antwerpen. Seine Kinder waren: n) Tatharina, sie kommt ebenfalls in den erwähnten Prozeßakten vor nnd ist im Jahre (6(7 unverheiratet. b) Leonard Zakob lebte in bscrzogenbusch. Seine Tochter: Luytkenp) ward am 2s. (. (6(2 in der St. Katharinen-Kirche getauft nnd heiratete: Daniel van 2?eng Hein, einen Znnker, der (667 in IVesel starb nnd der Stammvater des noch heute lebenden Geschlechtes ist. 2) c) Gottfried, nach dem Vater genannt, kommt in ei ner Urkunde") vom (6. 5. (6flft als Mr. Goyard Lom- barts ab Enckevoirt vor. Die Staaten von Brabant verkauften ihm einen erblichen Zins von 22 Tarl. gülden (t) St. Dieser Zins kam von Zhr. Zan van Greveitbroech durch den Tod dessen Vaters (Erasmus ch (622). Gopard trug die bsälfte davon auf an Elisabeth van Grevenbroech, kVitwe von Ihr. Zoost Pieck, bserrn von Zeilichen. 2. Michael, nach seinem Onkel getauft, war wie dieser der Kirche geweihtU) Er ist geboren in Lserzogen- busch und zwar in dein schon erwähnten bsause am Pree Kheereiiport. Zuerst hatte er eine predigcrstellung in Loon op Zand, alsdawi wurde er probst vom Stift zu Utrecht, später Domherr und Propst zu Lüttich. Zu dieser IVürde blieb er bis zum Zahre (227, in welchem er am 8. (227 durch den Einfluß seines Großonkels, des Kardinals kvilhelm, Dekan an der St. Jean-Kirche zu bserzogenbusch wurde. (> Kirchenbuch von St. Katherina zu lscrzogenbusch: Imz-tksn, tllia Vvonarcli llaeobi Inlcetort is Aecloopt clen 21. I. Itit2. -) tllitteilung des pcrrn lv. v. Beugheni auf Ranzow b. Eleve, d. d. z. t- 1888 aus dessen Papieren: ,,llonlnzr Vaiüel van Lvn^llem beokt tcn tVznva Avnolnnon llnllr. Velisbaoä van Knlrvairt, lleekt aon Iwor gmvonna Oornll, ülsz-äam, Uarxrist. Vbiit Vesaliaa 16L7." lliitgeteilt aus paag d. d. >ö. 8. t8yo. Ur. in-tSZ. h Schuhes a. a. (l). llsol -t. Blatt 252. Srnbdenkmnl d?8 lzendrlck gloe^mnn und seine,- Snttln Cllsgbeth 5omvnett5 von Cnckeoott in der Airche St, Jean zu Herzogenbusch, 129 In den Jahren (327 nnd (53^s kommt er auch als Grz- diakon von Kempenland (Kompanien) vor. Dieses Amt erhielt nach seinem Tode Milhelm Pictavins. Nach einigen Jahren, in welchen er das Kapitel mit großer Fürsorge geleitet hatte, zog er sich nnter Beibehaltung seiner Pfründen im Jahre (330 von seinem geistlichen Amte znrüek nnd wohnte im Lsanse seines verstorbenen Onkels Michael in Lüttich. Dort starb er, als Freund der Armen rühmlichst bekannt, am (. Mai (336. Sein Grabmal befindet sich in der vormaligen Kathedrale von St. Lambert zu Lüttich nnd trägt folgende Inschrift: ,,?rasstnntissimc>, mirngns sr^o sZenos muniüssntin pruscllto, ü>. Nicbnsli ab Knclcenvoirt, totin8 Lmnpnrnns üujusgus ünni antigui Trneposito st ^rclnclincono lunclutisLimo, Luilielmi ab Knclcsvoort 3. 3. (sonnnis st Tnuli Larelinnlis üususgus Vstsris Trajscti KpiZcopi LvAnato, lTasreelss umi- eigne inernorias sr^o ?. ?. (--^ pis posusrunt.) Kxcsssit anno iZZÜ Knl. IVluji. Teoclii in nscls 3. Tmnbsrti sspnltu8. Tu guasso, vlator, püs ejus manibus rsgnuin Pessars astsrnuin." Alaria, heiratete Jean van der Steghen, der von (3^ — 33 als esLÜevin resp. rscsvenr in Lserzogenbusch vorkommt. Sie starb (38 ( zn Möns. 9 3. Johannes,'^) ebenfalls zn lherzogenbnsch geboren, erhielt schon in jungen Jahren (3(6 zn Löwen seine Beförderung zum Geistlichen. Beim Gramen errang er sich nnter (96 Prüflingen den 3. Platz; daher kommt es wohl auch, daß Johannes bereits am 3. 6. (329 elue Pfründe erlangte nnd Domherr an der St. Jean-Kirche in lhcrzogen- bnsch wurde. In, Testament seines Onkels Michael vom Jahre (330 wird er noch erwähnt. 9 Genealogie der van der Steghen. 9 Schutzes. 9 S. Prozeßakten nnd Testament Michaels v. L. s30 - 6. Elisabeth, stirbt 27. Dezember sSOO, sie heiratete ihren Detter bsenrik NloeymanA) 7. Katharina wird Neghuine des heiligen Christopherus.^ Nach dieser Darstellung der Theaters nnd Lombaerts van >Lnckevosrt konunen wir ans die noch blühende iMrpt- linie des von Lnckevortschen Geschlecht zurück, deren t^tanun- eltcrn Gottsried I. und Agnes v. Halmalc sind. h S. oben S. >20. S. Prozeßakten und Testaurcnt lllichaels v. E. 4. Dir neue HanMmie des Geschlechtes v. Enekevoeet bis zur Teilung. Gottfried I. >) und Agites von Isalmalc hatten ^ Binder: s. Jacquelines) auch Iacqueinine genannt, heiratete den bitter Johann von Berchent, dieser war Besitzer der Herrschaft Nanst. Gr widmete sich staatlichen und städtischen Diensten seines Vaterlandes und wurde Drossart der Stadt und des Landes Breda. sZZs bekam er die Stelle eines Bürgermeisters von Antwerpen, Gestorben ist er sZ35, nachdem er im selben Jahr sein Testament gemacht hatte. Sein Vater hieß Antenne und seine Mutter Marquerite de Lierre de Noorderwyk. Jacqueline starb s3. August lch93 zu Antwerpen, und hinterließ einen Sohn Antoine. Dieser war zuerst Thorhcrr der Kathedrale von Lüttich, später Schösse von Antwerpen. Gr heiratete den ss). sO. s5s)6 zu Mecheln Anne van bsalmale, Dame d' Tlsbroeck.^) 2. Gottsried IIA) in Kriegsdiensten, heiratete Marie Lombaerts. Beider Söhne, die die Stammväter der österreichischen und brandeuburg-pommerschen Linie des v. Tnekevortschen Geschlechts wurden, waren: :>) IVilhelm, (S. p. s37), k) Johann, (S. p. S. oben Seite W. "l Antiverpener Schösfenbuch, in der Bibliothek zu Antwerpen, vol. II., p. ZS6. „dlsssirs denn de IZerelrsm, selxnour clo Kunst, elisvulisr baurAmsstrs äs tu villo d' ^nvsrs espousu Ounnz .lueque- lins Inelrsvvirt bsrstidrs du psrsonut sslon scni Kestuinsnt 1585." (InnduloZis des Kuwillss Aobles st ^neisnnes ote. Aobilluirs der Ku^s-Kus sto. I. 8. 334. VII l. 9 Stannntafel von der lqand des Feldniarschalls Adrian v. L. s. unten. Z. Adrian, stand in kaiserlichen Diensten und war höchstwahrscheinlich unverheiratet. ch Elisabeth, war nach dein Testament ihres Onkels Ulichael mit einem gewissen Nrants verheiratet. Sie lebte noch s550. Lhe wir das v. Gnckevortsche Geschlecht in den Niederlanden verlassen, müssen wir an dieser Stelle noch einen kleinen Nachtrag vornehmen. ))?? einer Urkunde wird ein Franciscus von L n ek evoort erwähnt. Dieser machte s 705 das theologische Gramen und wurde am 6. Sept. s707 durch deu Nischof ))os??a Naptist Nußio als jüfarrer von Nenvoi in Geldern angestellt. Nähere Nachrichten? über ihn und seine Gltern waren nicht zu erlange??. Ulan könnte vielleicht vermuten, daß er der Nachkomme des (oben m?b Z genannten) Adrian sei, der etwa eine dritte «Linie ii? den Niederlanden begründete. ') Abschrift einer Urkunde im Fmullicuarchi?? zu vogelsaug. Der bereits angeführte Gottfried II.') wurde durch seine Söhne IDilhelm und ))ean das Lsanpt der österreichischen''), wie brandenbnrg - ponnnerschen Linie des v. Gnekevort'schen Geschlechts. Ivilhelm verbrachte seine Jugendjahre in Drabant und widmete sich dem Kriegshandwerk wie sein Dater. Seine Gemahlin war Anna von bsoven aus Diest, einer Stadt, in der die v. Gnekevort'sche Familie ebenfalls reich begütert war. Neiden waren Z Kinder bescheert. f. Johanna, geboren wurde zuerst in das sSfS gegründete Kloster zum heiligen Grabe in der Stadt Viss zur tVIsnse (bei Lüttich) getan unter dem Namen Ijelena und wurde sk27 die Gberin des abgezweigten bsanses in AIaestricht.'') Sie konnnt später vor als Aebtissin der Kanonessen zuin heiligen Grab zu Lüttich und erhielt ') Seite -) Lsauptquclle für die österreichische Zeit sind die vom Feldmarschall Adrian v. (Lnckevort eigenhändig geniachten Notizen über seine Familie. Sic befinden sich im Familienarchiv zu Gravcnegg und auf ihnen beruht zum großen Cell die folgende Darstellung in lieber- einstinunung nnt lvißgrill, der da citiert ivird, wo er mit den Angaben des Feldmarschalls in lviderspruch steht. nmerer und Geheimer Lat und niachte sich um seine Lachkommenschaft besonders verdient durch Stiftung eines Primogenitur-Fideikommißes. (S. Anhang: Anlagen). Seine Gemahlin war: Maria Francisco, Gräfin v on Ih o h e n e m b s, Tochter des Leichsgrafen Franz Wilhelm zu khohenembs und Ladnz, und dessen Gattin Tleonora, Gräfin von Fnrstenberg. Diese schenkte ihm o Söhne und 2 Töchter. f. wcnzcl Zldrian, Graf von Tnckevoirth. Gr war der erste und letzte Fideikommißerbe seines Geschlechtes und hatte wie sein Later die Stellung eines kaiserlichen Kämmerers seit s7s2 und wirklichen Geheimen Lats inne. Zlußerdem war er Nicderösterreichischer Legiments-Nat und imincrwährendes Mitglied des Lherrcn-Standes-Ausschusses wie auch s7s6—H722 Alinisterial-Lanco-Depntations-Lat und Liederästerreichischer Landschafts - Lerordncter. Zlls der Kaiser s722 in Karlsbad war, versah er bei dem Jnterims- Legenten die Vberhofmarschalls ThargeF) h Nach KAßgrill Ferdinand Leopold Franz. Joha>m Ferdinand Franz erscheint als dessen ältester Sohn und wäre demnach vor Menzel einzuschalten, er soll k. k. Kämmerer und erster Fideikommißerbe gewesen zu sein. Seine Gattin Gatharina Gva, Gräfin von lherber- stein, soll kinderlos in demselben Jahre wie er tSIö gestorben sein. ?och widersprechen dem die Bestimmungen des Fideikommißes (S. Anhang) und die Aufzeichnungen des Feldmarschalls, der wohl am besten gewußt haben muß, wie sein einziger Sohn und Lrbe hieß. -) Nach Gauhc's Adelslexikon. (-(0 - Am (. Febr. (693 heiratete er: Utaria )6osepha, Gräsin Ungnad von Udeißcnwolf. Sie war (676 geboren als Tochter Helmhards Christophs, Grafen Ungnad von Udeißenwolf, R. R. Geheinien Uats und Landeshauptmanns von Vsterrrcich ob der Ens, und dessen zweiter Gemahlin Franziska Nenigna Gräfin von Horzia, Erbin und Frau der Herrschaft Nechberg. Neide hatten 7 Rinder, darunter auch einige Söhne, doch starben sie sämtlich vor dem Vater. Unter den Rindern war M aria Gabriela Elisabeth )) oh a n n a )) o s e p h a ain 26. Utärz (705 und Franziska Utaria am 2s>> Mai (706 geboren. Zldrian beschloß 67 Jahr alt am 20. August (768 zu Udien sein Leben als Letzter des Utannesstammes der gräflichen Familie von Enckevocrt. Seine Gemahlin Utaria Iosepha folgte ihm im Tode als UAtwe den I. Mai (7^6 zu UAen. 2. Hannibal Leopold, war ebeusalls R. R. Rämmerer, und Generalseldumchtmeister. Er vermählte sich am I. Mai (707 init Maria Aloysia Antonia Nonaventura, Gräsin von Lamberg und Grtenegg, Dame des Sternkreuzordens, (geb. 7. (690) Tochter von Franz Joseph Grafen (später Fürsten) von Lamberg und Anna Maria, Gräfin von Trautenau. Er war Ncsitzer der Herrschaft Nesing und Nraunsperg und hatte eine Tochter Maria Claude Iosepha (geb. 7. Dezember (709), welche indessen jung starb. Hannibal verschied ohne Nachkommen am (ch April (7(-(. Z. Rarl Joseph war kaiserlicher Gberstlieutnaut und wurde von ungarischen Nebelleu (Coruzzeni im Jahre (706 zu Nachtzeit erschlagen. Er war unvermählt. Maria Antonia Fraucisca, heiratete den Grafen Johann Joseph von Notthal. Sie wurde (763 Fideikommißerbin der reichen v. Enekevortschen Herrschasten, welche nach ihrem Tode (sie starb (7^6) ihre gleichnamige Tochter erhielt, die den Grafen Franz Anton von Krennuer geehelicht hatte. Franz Anton Graf von Dreunner war am (2. Juni (6sD geboren und stammte aus der Asparner-Linie seines Geschlechtes. Gr war k. k. Kämmerer und vormals k. k. Kittmeister. Gestorben ist er (757. In erster Ghe war er vermählt mit der Gräfin Theresia von Kereny, St. Kreuz- Ordensdame, die ain 7. Februar (75V starb. Alsdann heiratete er Maria Franziska Iosepha Gräfin von Kotthal, Tochter der obengenannten Maria Antonia Franziska. Sie war geboren am 2 s. Februar (7(2 und wurde (7^5 Grbin des v. Gnckevoertschen Fideikommisses. 7lus ihrer Ghe mit dem Grafen Franz Anton von Kreuuner, sind H Kinder entsprossen, von denen Karl (geb. 30. Juli (7^0) später das Grbe antrat und sich wie auch seine Grben stets Graf Kreunner-Gnkevoerth schreiben mußte. Als letzter Gras Kreunner-Guckevoerth starb zu Fiume der als Schriftsteller und Meidmann rühmlichst bekannte Graf Gvangelist Karl Korromäus Joseph Zlugust Johann, dessen voller Titel folgendermaßen lautete: Gras Kreunner-Gneke- voirth, des heiligen Kömischen Muchs Gras zu Asparu, Gdler lserr aus Staatz, Freiherr zu Stübing, Fladnitz und Kabeu- stein, Lserr zu Grafenegg, Mmaigen, Zelitz re. :c., Oberst- Grbland-Kämmerer von Osterreich unter der Gns, Inhaber des Großkreuzes der Franz-Josef-Ordens ec. :c„ erbliches Ulitglied der Magnatentasel, k. u. k. Kämmerer, geb. zu Grasenegg am (. Oktober (328. Gr vermählte sich zu l)orpües (Ungarn) am (^. Oktober (355 mit Agathe Gräsin Szochsnyi von Sarvfir und Felsö-Uidek, geb. (3. Oktober (355. Dieser Ghe entsprossen außer einein im Alter von 3 Iahren verstorbenen Sohn 6 Töchter. (. Maria Agathe Gobertina, geb. Grafenegg 23. August (356, vermählt Mieu (s). Juni (377 mit Oiktor Herzog von Katibor, Filrst von Torvcy. 142 - 2. Agathe Johanna Maria Gobertina, geb. Grafenegg s3. Juli s339, vermählt Mien 2. s)uli f387 mit s)ohn Mhitehead, -f zu IVien 9- ^lpril lsD2. 3. Ernestine Alaria Gobertine Zlgathe geb. Grafenegg s 7. August s36s, vermählt 2lbbazia s6. Zlpril f337 mit Anno Grafen von Toudenhovc. ch Gleonore Maria Gobertina, geb. Grafenegg 23. s)uli s36^, vermählt Mieu fO. Noveniber f333 mit Karl Fürsten von Auersperg. 3. Hilda Zlgatha Aürria Gobertina, geb. Grafenegg 2. Mai f372, verinählt Grafenegg f2. April s396 nnt Heribert Grafen von Herberstein. 6. Gabriele Glisabeth Maria Gobertinc, geb. Grafenegg 29. Dezember f873, verinählt Mien 23. Sept. f9Of mit Tamillo Grafen zn Stubenberg. Nach seinem Tode erhielt der erste Schwiegersohn, Herzog von Natibor, Prinz zn Hohenlohe, das v. Tnekevoert'sche Fideikommiß Grafenegg nnd muß sich gemäß den Ne- stimmnngen Prinz zu Hohenlohe-Tnekevoirt nennen. 5. Maria Anna Theresia heiratete zuerst den Grafen Anton von Toncin, dann aber s7sH den Grafen Georg Leopold von Auersperg. XIII o> Daniel o. Enckeoott (1618—1677) ?tifter der Brandenbnrgischen Linie. ä) Magdalena v. cnckeoort verwittw. v. Kracht geb. INarschall v. Herrengosserstedt, 2. Gattin des Daniel v. Enckevorl (ch 1663). n> wlllielm r>. Enckeooirt b> Helena, Ddtissin ?u Düttich Kardinal geb. Johanna v. Lnckevoert (1464-1534) (1599 — nach 1652) (Gemälde von Hans Holbein d. j.) 1. Einwanderung, erstes Austreten, Daniel und seine Kinder. Gottfried II., Sohn Ilean'), wohl wie sein Bruder IKil- helin in Brabant geboren, widn?ete sich im Lserzogenbusch der städtischen Kerwaltuirgslausbahit. In den Iahren sZgß nnd H5s)0 kommt er daselbst als roceveur vor. — IKährend sein Bruder den alten Glauben beibehielt nnd nach Osterreich auswanderte, trat Jean zur evangelischen Konfession über. Ilm sich nun dem Ginsluß der Gegenreformation zu entziehen, wandte er seinem Katerlande den Kücken und zog um nach Brandenburg a. Ich?) wo er bald Ginfluß in der Bürger- schast gewonnen zu haben scheint, wie sich ans seinem baldigen Korkommen als Katsmitglied schließen läßt.") In der neuen Ichnmat wurde ihm in den Stürmen des Krieges im Jahre sS22 von beutelustigen Gesellen, die ihn der IKipperei verdächtigten, sein Ihaus geplündert, wobei wohl manches Andenken aus dem brabantischen Katerland mit vernichtet sein mag.ch Im Jahre sg2I erhielt er den Austrag, zusammen Blykens Buttons, Trophses de Brabant, Teme II Lüne XI xag. ss2. I Leider sind Bürgerbücher der Keustadt Brandenburg au? dieser Zeit aus dein dortigen Stadtarchiv nicht mehr vorhanden, ebenso fehlen Schoßregister. ch Kirchenbucheinträgc zu St. Katharina in Brandenburg a. d. lsavel. ch Klagschrift der Soldaten Lorenz Zander (in Stadtarchiv zu Brandenburg a. d. I).): Dieser fordert das ihm im tchuise des Ioh. Inekefort geraubte Erbteil. — Kerglcichc dazu 2P—25. Jahresbericht des historischen Kercins zu Vrandettburg. 530 - mit dem Ivaffenhändler Jeremias Zieritz eine Zlirzahl UIns- qneten, Piken, parnische für den Kurfürsten Georg UAlhelm von Brandenburg zu liefern. Pier nennt er sich Johann Znckefordtd) Nach vielen Schwierigkeiten bei der Besorgung und Ablieferung wird am )3. September s623 die Nechnnng zwischen den Kanflenten und dem kurfürstlichen Beanftragteir v. dein Knesebeck abgeschlossen. Gr starb am Donnerstag vor Palmarnm (7. April) sS23 zn Brandenburg und wurde in der St. Katharinen-Kirche beigesetzt. Seine Frau,"') deren Namen sich ans den vorhandenen (Pnellen nicht feststellen läßt, heiratete nach dem Tode ihres Gatten einen gewissen Storbeck, dem sie einen Sohn, Thomas Ignatius Franziskus schenkte. Dieser führte einen langen Prozeß mit seinein palbbrnder Daniel") wegen Auslieferung einer beim Apotheker Schmidt in Brandenburg deponierten Schachtel mit Urkunden und wegen verschreibnng von 2000 Taler Kapital und s200 Talern verflossener Zinsen. Am 30. Gktober söflU wurde zwischen beiden ein Vertrag abgeschlossen zn Prag, den das Kammergericht zu Töln a. d. Spree am 30. September anerkannte. Der Prozeß währte aber noch weiter, bis am 2. September sK53 Kurfürst Friedrich UAlhelm zn Tüstrin eine Kommission einsetzte, die die Streitigkeiten und Zrrnngen zwischen den palbbrüdern schlichten sollte. Die Kommissionsakten sind leider nicht erhaltend) Thomas Ignatius Franz Storbeck wurde als Student der Philosophie, Theologie und der Nechte an Kaiser Ferdinand II. c>. cl. Udien 3. Februar s65l wegen seiner tapferen "> Geh. Staatsarchiv in Berlin. Rex. 2-5 2. ^ Fasc. 2 Bl. z fl. Kirchcnbucheinträge zu St. Katharina in Brandenburg a. d. Pavel. p Sie muß vor tE-tl gestorben sein, da in diesem Jahre der Streit ihrer Söhne um das mütterliche vermöge» durch Vertrag auszugleichen versucht wird. p Nach Akten im Geh. Staatsarchiv zu Berlin Rep. 22 Nr. yö b. Verteidigung Prags im Jahre (6^3 ohne Prädikat in den Adelstand erhoben. H Johanns Kinder waren: (. Daniel, getauft Dominica Seragesima (6(3 zn St. Katharina in Brandenburg a. d. H. (Siehe unten!) 2. Je an,-) getauft Dominica (7 Trinitatis am Donnerstag nach P ((. Gctober) (6(3, gestorben am Alontag Do- ntiitica (3 Trinitatis (^ (3. Gctober) (6(3. Daniel, getauft (6(8 Dominica Seragesimae ((3. Februar) zu St. Katharina in Brandenburg a. H. Zlls Paten fungierten: (. Funker Tobias; von Kochow, 2. Herr Johannes Iden, Z. Atichael Tornow, Bartholome vannibachs Frau, 5. Lorenz Heßens Frau. Alit 7 Iahren verlor er seinen Vater. Sonst ist über seine Jugend nichts bekannt. Früh jedoch scheint er sich wie sein Vater dein Kansmannsgewerbe gewidmet und Geschäftsbeziehungen zum Kurfürsten und seiner Armee gehabt zn haben.(6H0 erwarb er sich zn verlin das dortige s> Der deutsche Herold XIII, ft832) S. ^ snb Ar. 67. Seilte Paten waren: Bürgermeister Bernhard Zieraß, 2. „ Johannes Buchholtz, z. „ Augustiit Pfrcnndt (ati Stelle des Herrn Kannnermcisters), des Herrn Bürgermeisters Pfreundcs Hausmutter, 5. Lasparo tlkutter Tihlmansz, s. eines Krämers Frau voll Berlin, 7. Herrn Johannes Tornoß Hausmutter, 8. Daniel Bulle an Stelle des Herrn Rentmeisters. Die folgenden Darstellungen beruhen meist auf Auszüge aus den Akten des Geh. Staatsarchivs zu Berlin und wo diese nicht erhalten sind, auf Notizen in den dortigen Publikabüchern «Beglaubigte Abschriften im Familienarchiv.) Bürgerrecht gegen s3 Taler Gebühren, doch ohne den Bürgorcid zu leisten.') also 32 Hahre alt, hatte er wegen Nichtbezahlung einer kupfernen Ranne einen Prozeß mit dem Musterschreiber im Rrachtschen Regiment. s63O lieferte er dem Rurfürsten Friedrich Milhelm eine Trancrlivree im Merte von 26H3 Talern und am 6. September s653 erhielt er von ihm die Nestallnng als Vbersalzsaktor über das Salz- und Salpeter-Ivescn nebst dem zugehörigen paß. Mir dürfen also wohl hiernach mit Nehse-) annehinen, daß Daniel die Stellung eines Hoflieferanten inne hatte. Nach dem westfälischen Frieden führte Daniel den Salzhandel in den ncucrworbenen Gebieten in dein Herzogtum Hinterpommern und den säkularisierten Nistümern Tamm, Minden und Halbcrstadt ein, gründete pnlvermühlen und begleitete seinen kurfürstlichen Herrn auf dessen Reisen in den Niederlanden. Neben dieser amtlichen Stellung scheint Daniel noch seine früheren Geschäfte weiter betrieben zu haben. Am 23. 3. s657 werden ihm aus der Nerliner Münze svOQO Taler bezahlt, wahrscheinlich für gelieferte Maren während des polnischen Rrieges oder zur Tilgung eines vielleicht dem Staat in der Rriegszeit gemachten Darlchns. Hedenfalls muß Daniel in seinem Mannesalter ziemlich viel vermögen besessen haben.") h Im Lürgerbuch der Stadt Berlin aus den Iahren —,70v findet fich folgende Eintragung: „Daniel Ingkefortht, von Brandenburg lmrtigk, hat das Bürgerrecht genommen, auch deshalb zwar sunffzehn Thalcr erleget, den Lpdt aber aus gewissen Ursachen noch nicht abgelegt, sondern so lange einen Rcvcrß ertheilt. Mann er aber nuhn den Eidt wirklich schweren wirdt, sols allster verzeichnet werden. Artnm Berlin ahm zo. No- vcmber ,sq- Zanuar f677 starb sein Vater, nnd Daniel Friedrich sah sich genötigt, als einziger lebender Sohn zum Schutze seiner Schwestern nach Berlin zurückzukehren. (f2. Februar.) Zn der Heimat reifte in ihm der Entschluß, wahrscheinlich unter dein Einflüsse seiner verwaisten Schwestern, seinen Abschied zn nehmen. Zwar mußte er nochmals nach Ablauf seines Urlaubes am 6. Znni h In einem Briefe schreibt er nach Hause: „Dach habe ich weiter kein Beförderniß als leere Versprechung, als daß sie mir guette gezeugniß meiner trcwen Dienste nnd stattliche Acccnnniandatiensschrciben, die an andere Hotcntatcn erthcilt usw." (677 zur Armee zurückkehren, doch schon zu Anfang des Jahres (678 bewilligte man sein Abschiedsgesuch, so das; Daniel Friedrich bereits am 2t(. Februar zur größten Freude seiner 3 verlassenen Schwestern in der Lseimat eintreffen konnte. Zunächst brachte er seine Schwestern, wenn auch nur vorläufig, bei einem verwandten Joachim Friedrich Atoll ers^) unter, der sich ihrer mit größter Selbstlosigkeit annahm. Doch, wie gesagt, diese Unterkunft war nur provisorischer Natur. Daniel Friedrich wollte seinen Schwestern einen dauernden kvohn- und Ruhesitz verschaffen, deswegen pachtete er im verein mit ihnen noch im Jahre (678 das Gut vietmannsdorf, das die Geschwister gemeinsam am (9. August (679 bezogen und bewirtschafteten; der eigentliche Kaufvertrag wurde (63t) erst abgeschlossen (s. unten Abschnitt: Gütcrbesitz), bis ihrer aller Vermählung sie von einander trennte. Am 2 f. Atärz verband sich Daniel Friedrich ehelich mit Adelheid Sophie von Arnimb, (geb. 9- Februar (63 ( zu Fredenwaldc), einer nachgelassenen Tochter des verstorbenen Gbristlieutnants Turt von Arnimb auf Fredenwalde. Die Vermählung wurde auf dem Gute vietmanns- dorf gefeiert. Nach 26 jähriger The starb Dauiel Friedrichs Gattin am 3. Februar (707, nachdem sie 5 Rindern, 2 Söhnen und 3 Töchtern, das Leben geschenkt hatte. Daniel Friedrich starb (7(3. Seine Rinder waren: (. Adelheid, geboren am 3. Februar (682 abends 9 Uhr, gestorben (736. 2. Nerndt Friedrich (I.), geboren 26. September (63H zu vietmannsdorf, gestorben 9- Atärz (735 zu Vogelfang. (S. unten S. (67.) 3. Z uliana Sophia, geboren 2t). April (637 um 3 Uhr, gestorben am Februar (639 9 Uhr an einem Stickflusse zu vietmannsdorf. 9 In einem Revers vom April verzichtet Melters auf jeden Anspruch auf Entschädigung für die seinen „Jungfern Muhmen" gewährte Unterkunft. Vogelsanger Archiv. f63 - Alexander, geboren am ff. (al. f 7.) Oktober fßgZ früh ^ Uhr, gestorben ain 3. Januar fSHf früh 6 Uhr an einer Steinkrankheit zu vietmannsdors. Z. Charlotte, geb. 3 f. Januar fßZZ in vietinannsdorf, gestorben f76f). 3. Berndt Friedrich (I.) und seine Nachkommen bis Teilung in 2 Linien. Bern dt Friedrich (I.) wurde geboren cun 26. September s68H zn Bietmannsdorf in der Uckermark. Durch tüchtige Lehrer in den IBissenschaften im elterlichen pause ausgebildet, in welchem er bis s7O2 blieb, begab er sich sodann ans die damals berühmte Nittcrakademie zu Berlin und verweilte daselbst 2 Jahre. Nach einem darauf kurze Zeit im Tlteru- hause verbrachten Aufenthalt trat er Lude f7L>3 zu Stettin in schwedische Kriegsdienste und zwar bei der Infanterie in das Regiment des General-Lieutnants Baron Müller von der Lühne ein und gehörte daselbst der Kompagnie des Gbrist-Licutnants, späteren General-Lieutnants von Stuarts, an. Am f. Januar s7O6 wurde er Gefreiter-Korporal. Zn den Jahren s7O5—s7O7 machte Bernd Friedrich mit seinein Negimente, das unter dem General-Major von Kraßau (Krassow) stand, den Feldzug in Polen mit. f707 wurde er zum Fähnrich befördert;^) sTDs) erhielt er das Lieutnants- patent. s7sO kam er wieder nach Stettin zurück; dort vermählte er sich am 23. August s7ss mit pclena Tlisabeth von Meyer, geboren zu Neuengrape s6. Gktober s6s)ch Tochter des Joachiin Nicolaus von M.J) Grbherrn aus Neuen Graxe :c. ') Das Fähnrichspatent ist in schwedischer Sprache verfaßt und am 3. November ;707 zu Ivinienz von König Karl XII. eigenhändig unterschrieben. 2) Joachim Nikolaus v. Meyer (geb. ;s. August ;6S7, gest. 2p Februar ;?02) war dersSohn von Johann Philippus v. Meyer (geb. ;6p, gest. ;sso auf Neuengrape>, Erbherrnsauf Neuengrapc, Ncuensund und Blumenhagen, der vonKaiserlFerdmandJI. . März s755 wurde er endlich zu vogelsaug nachts gegen s2 Uhr von seinen Schinerzen erlöst in einen, Alter von 70 Iahren, Z Monaten und s s Tagen, tief betrauert, be- wegen seiner großen Gelehrsamkeit in den Adel erHoden worden war. Dessen Vater, der pommcrsche Geh. Rat Ioh. Akeper, (ZZ82—M7, hatte Rath. Eggert, die Tochter des Professors Joachim Eggert und der Anna Pcuccr geheiratet. Anna Peucer war eine Tochter des Or. Kaspar Peuecr und Enkelin Philipp Akelanchthons. sNach der Fan,. Gesch. der v. d. Borne.) I Patent cl. ä. >s. Gktober zeg, ausgefertigt auf dem Schlosse zu Alten Stettin, unterschrieben vom kgl. schwed. Rat, Feldmarschall und General-Gouverneur von Pommern, Grafen Jürgen von INellin. In ihm wird Bernd Friedrich eine Kompagnie in, gräflich Mettinschen Regiments zugewiesen. ff S. Näheres über den Erwerb unten im Abschnitt: Güterbcsitz. 569 - sonders von den Armen zu Vogelfang.') Die Bestattung erfolgte am sZ. Alärz in der Kirche zu Lueko?v. Seine Frau starb zu Vogelfang Z. Alai 5 "33. Ihr seliges Hinscheiden und ihre Lebensschicksale wurden ausführlich in einem von ihren? üöatten -(lt. der Leichc??rede auf ihn) selbstverfaßten Lebensabriß geschildert.^) Sie hatte ihn? 5" Ki??der, fv Söhne und 7 Töchter, geschenkt, von denen jedoch nur 9 (6 Söhne und 3 Töchter) den Vater überlebte??. f. Daniel Nico laus, gebore?? an? 7. Januar 57)5 ii? Stettin un? 5 Uhr, gestorben daselbst an? 2. Januar 5"5A an den Pocken ebenda. 2. Helena Elisabeth gebore?? an? 2. Januar l?5H um 5 Uhr ii? Stettin, gestorben 573 s daselbst. 3. Eleonore Adelheid, geboren 5" 5,3 ii? Stettin, gestorben .... f? . . (nach (733). (5. Bernd Friedrich (II.),") gebore?? an? (7. UIcirz (7(6 in Stettin, absolvierte die dortige Schule und studierte darauf in Halle die Nechte. Nach Beendigung seiner Studien trat er in de?? preußische?? Gerichtsdienst. 5737 9 war er Nat 9 vergl. seine Leichenrede (Schlußgebet): „viele Arme sehen Dir nach mit viele?? bangen Sehne??," rc. gehalten van Just Hermann Hamann, Prediger zu Luckom, Rieth und Ahlbeck' in Vorpommern, gedruckt zu Stettin bei Iah. Friedrich Spiegels kvitwc. Der Titel lautet: „Der selige Eingang wahrer Gläubige?? und gerechten Seele?? durch Leiden in die ewige Herrlichkeit, ?c. ?c." in einer den Sonntag (lZuasimodogeniti bei volkreicher Versammlung gehaltenen Leich-Predigt . . . . gezeigt." -) „Fortgesetzte Sammlung auserlesener Materie?? zun? Bau des Reiches Gottes. Der XUIII. Bcytrag" (Leipzig bey Samuel Benjamin Ivalther pz? IV. Pag. Z5g.) unter den? Titel „Die selige Aberwindung zweier gottseliger Anverwandten." 2) Klempin und Kratz rc. Vasallen-Tabelle von (?5S. (An- klamscher Kreis.) H Ii? vogelsang befindet sich das Patent für Bernd Friedrich zum Konsistorialrat bei??? Hof-Gericht zu Stargardt i. p. von? 2S. September (7Z7. am Hofgcrichte zu Stargard iu Pommern. Seine Bestallung als pommerschcr Hofgerichts- und Konsistorialrat cum voto st sessious hinderte ihn jedoch nicht, daß er beim Ausbruch des ersten schleichen Krieges^) in das Regiment Anhalt-Bernbnrg in Halle eintrat.^) ) Thristi a n 1D iIhel m, geboren zu Halle (0. Zanuar (752, gestorben zu Halle am ((. Znni (77(, nachdem er kurze Zeit als Sekonde-Lientnant iin Regt. Anhalt-Nernbnrg gestanden hatte. k) Tarl Friedrich, geboren zu Halle am 5. Dezember (753, gestorben als Lientnant, trat ebenfalls (770 nachdein er bei der Herzogin von Anhalt-Nernbnrg Page war, in das Negt. Anhalt-Nernbnrg ein, wurde ain 29. September (772 Fähnrich, bald darauf Sekonde-Lientnant, starb aber schon kurz darnach. c) Zakob Stephanp) geboren 9- Zanuar (759 zu Halle, trat am (6. April (775 in das Kadettenkorps ein h Lein Vorgänger war der Major r>. Gröben. Vergl. A. v. Trousaz. Geschichte des Kgl. Prensz. Kadetten-Korps p. ;zs, ;Z3, ;zy, 9 v. Trousaz a. a. B. 9 v. Trousaz a. a. B. und wurde dort im Huni s777 eutlusseu uud als Fähnrich in das Uegt. Anhalt-vcrnburg eingestellt, widmete sich der (Ofstzierslaufbahn, wurde am sv. Juni s79l premicrlieutnant, s79" Hauptutairn im Regiment v. Thadden, mußte aber im Huui l?99 Stabskapitäu wegeu verminderter Sehkraft Abschied nehmen mit einer jährlichen Pension von söv Tlr., worauf er sich zu seiner jüngsten Schwester (S. unter t.) nach vogelsang zurückzog. Dort starb er am s7. Juni f832 nachts um s Uhr, unverheiratet im Alter von 73 fahren ain Luugenschlag. ci) Tathariua Anna Alargaretha, geboren 29- lFep- teinber f762. Gestorben jung .... e) Tharlottc Tieott ora, geboren 3. Alai s76^. Gestorben jung .... k) Johanna Taroline Sophie Friederike, geboren 2. August l?7O zu Halle, gestorben 27. Dezember s332 in vogelsang, heiratete 22. Alovember s793 Karl Friedrich Heiurich von Tuckevort - vogelsaug. (S. unten). 5. Tine Tochter, geboren s7)7, gestorben ungetanst j7s7. 6. Thristiua Ken ata, geboren s7s8, gestorben September s7^2. 7. Sophi a AI a r g aret h a,') geboren Alärz s 72V, gestorben Huiti s733 nach st) Uhr vormittag, am Krankenbett ihrer Alutter, die sie bei der Geburt ihres vruders Gotthilf Christian pflegte. Sie war 2 Hahr vorher konfirmiert worden. 3. Hohann Hacob, geboren s72I, gestorben f73(>F) 9- Tarl Gottlob,^) geboren stf. (Oktober s723 zu vogelsaug, gestorben daselbst 2to. Alärz s3L>6, wurde der Gtlfccr der Vogelfänger -Cinie. (S. unten). h Fortgesetzte Sammlung auserlesener lllaterien S. ZSy. Uber dessen Tod finde» sich slt. der Leichenrede auf seinen Vater pag. -^5 Anni .t dlufzeichnungen in der Druckschrift: des Grafen fteuckel Letzte Stunden I V. Teil pag. -zsm. 9 Klempin und Kratz, Vasallen-Tabelle von Z7S6. sAn- klaiuscher Kreis>. ^ — f<). Philipp Ivilhclin^) geboren zu Vogelfang, 25. August f725, gestorben . . . f730. ff. Gustav Heinrich, geboren . . . f726 zu Vogelfang, gestorben f3. November f307 zu pohen Ziethen bei Derzow, wurde Gtifrcr der Garzer ^inie. (S. unten). f2. Bernd Ljcinrich, geboren .... f727, starb jung .... f3. Daniel Nikolaus, geboren ff. April f728, getauft am f7. Aprils zir vogelsang, war f7^7 Fähnrich und stand als »ieutnant im Neginient Vraunschweig-Vevern.^) vis f756 nahm er an den Feldzügcn Friedrichs II. teil. Zu demselben Zahre mußte er wegen Kränklichkeit seinen Abschied nehmen. Gr ging zu seinem Bruder Karl Gottlob nach vogelsang, und starb dort f0. Juli f77H nnvcrmählt. f^f. Zinna Charlotte, geboren 28. Oktober f72s) zu vogelsang, gestorben f7. November f76s) ebenda, nachdem sie eine eigenhändige Disposition vom 3V. März f76H hinterlassen. f5. Johann Philipp, 4) geboren zn vogelsang, 2f. August f72f, stand wie sein Bruder Daniel Nikolaus im Negimente Brauuschweig-Bevern. Gr nahm an den ersten Kämpfen des 7-jährigen Kriege ruhmreich Anteil, wurde Premier-Lieutnant und fiel in Nähmen am f8. Zuni f757 in der Schlacht bei Kollin, in dem blutigen Treffen bei planian unweit Kollin, wo beinahe das ganze Negiment h Die Paten Philipp lIAlhelins waren. Rittmeister von Rctzow, Konnnißarius von Koppern, Frau von Lülkrammon, perr Bürgermeister Frauendorf. Die Paten Daniel Nicolaus' waren: ljerr Kriegs- und Domänenrat Beggerow, perr Kannnerrat von Gyllenpatron und Frau Praepositin Mocker aus Rckernuinde. (Kirchenbuch Luckow). Akten des Stcttincr Staatsarchivs. ^) Paten Johann Philipps waren: F. v. Bröcker, perr peinrich Illeyer-Stcttin, Frau Bürgermeister Frauendorfs in Ilckermünde. (Luckower Kirchenbuch). aufgerieben wurde und 27 Offiziere, 52 Unteroffiziere 2( Spielleute und 9^5 Gemeine verlort) (6. Gotthilf Christians) geboren zu vogelsang 2st. Ulai (733/9 arbeitete anfänglich bei der Znstizkammer in Stettiir. Durch vergleich vom (ch Septe>nber (766 kaufte er das Gut Albrechtsdorf für 20000 Tlr. von dem Obersten (späteren Uriegsminister) Karl Heinrich von Ivedel, das ex ain 23. Februar (763 allodifieicrte, jedoch später wieder an den Kriegsrat von Hill verkaufte. Gr beschlost seine Tage . . . (7s)0 auf einem kleinen Landsitz Nemitz bei Stettin und ward in der Zakobikirche zu Stettin beigesetzt. Gotthilf Thristian war seit (9- November (?9( verheiratet zu Hohenziethen mit der Tochter seines Bruders Gustav Heinrich, Albertine Anne Christiane v. Guckevort (S. unten). Diese Ghe war nicht glücklich. Als (738 der einzige Sohn starb, trennte sich Gotthilf Thristian von seiner Gattin, welche eine Zeitlang in Herrenhof lebte. Neider Kinder waren (H Töchter und ( Sohn): n) Henriette Sophie Friederike Gleonore, geboren zu Hohenzethen 9. November (776, heiratete (3.Februar (803 zu Hohenziethen den Hauptmann Friedrich Tarl Ivilhelm Stephan Ulathias von Norcke-Kankelfiez, Herrn auf Lüstebnr. b) Albertine Charlotte Christiane, geboren zu Hohenziethen, (6. (Oktober (773, gestorben (3. (Oktober (779 ebenda. 9 Todlenliste der gebliebenen (Offiziere: Majore v. Dcguede, v. Birkhahn, v. Kowalsky, die Kapitäne v. Arnim, v. Plötz, v. Schwerin, v. lvarnstaedt, die Lientnants v. Nassau, v. lvaldeck, v. Lettow, v. Lnckerort, v. Geil, v. d. (Osten, v. Zitzewitz, v. Schminke, v. Lebcrau, v. Willich, v. puttkammcr, v. Beste! und die Fähnrichs r>. Schwerin, v. lvittink, v. Groeben, v. Puttkamer II. v. Barfuss, v. Küssow, r. Prittwitz, sowie der Gencral- adjutant beim Herzoge, v. Kruinmcnsee. -) Kleinpin und Kratz, Vasallen-Tabelle von i?5K. (Anklamscher Kreis.) — Seine Paten waren: Herr von lllassow, Hauptmann ron Lifte, Frau ron (Örtzen. 9 Fortgesetzte Sannnlung auserlesener Materien ic. S. 259. f76 ^ c) Gotthilf Gustavs geboren zu Hohenziethen, 27. Dezember f779, gestorben 2ch ssinli s783 an einem Nervenfieber. 6) Eleonore Adelheid, geboren zn Hohenziethen 2. Htmi s73o,H heiratete s2. August f302 zu Hohenziethen Franz IDilhelm Heinrich Hermann Freiherrn von Heyking aus Turland, Lieutnant a. D. e) lvilhelmine Caroline, geboren zu Hohenziethen, s2. Januar s736, vcrinählte sich zu Hohenziethen am 3. Dezember s3O2 mit Gberst a. D. Friedrich von Bülow und starb als lvitwe zu Berlin am 9. Mai s3KZ. s7. Tochter, sung gestorben. h Adelheid lebte noch XIV a> gerndt Friedrich (I) o. Snckeoort (1684-1735) Erwerber von vogelsang. o) vorotHea ffriedrike o. Snckeoort qeb. o. flrnirn, Gattin Karl Gottlobs, (1723—1809) Ich Sustoo Heinrich o. Snckeoort (1726-1807) Erwerber von ksohen-Ziethen, Gartz rc. 6) Xnrl Sottlob o. Snckeoott (1723—1806, Stifter der Vogelsanger Linie. '5 Carl Gottlob gebore?? zu Vogelfang den sfl-. Oktober s?23^) war der zweite der hinterlassenen Söhne von Nernd Friedrich (I.) Lr wurde bis in sein sH. ))ahr durch Privatlehrer in vogelsang unterrichtet und ging dann s7HP zum Nesuch der Universität nach palle a. Saale. Die Theologie inachte Tarl Gottlob zu sei??en? khauptstudium; er brachte es neben anderen getriebenen Ivissenschaften soweit, daß er die ersten Tramina bestand und das Necht erwarb zu predigen. Nach einem Z-jährigcn Ausenthalt auf der Akademie mußte er nach Lsause, um dort seinen kränklich gewordenen Vater in der Führung-) der Geschäfte zu unterstützen. Tarl Gottlob hat seinen Vater bei dessen zunehmender Schwachheit sO pahr hindurch unterstützt, gepflegt, geliebt und diese oft saure und mit großen Verleugnungen verbundene Pflicht jederzeit mit der kindlichsten Liebe und Bereitwilligkeit erfüllt. 2) Tr war ein hervorragender Landwirt und erhielt aus diesem Grunde und auch, weil sein älterer Nruder Nerud Friedrich Offizier war, das Lehngut vogelsang. Tr betätigte sich schriftstellerisch mit theologischen Schriften und sammelte die vielen theologischen Nüchcr für die Vogelsanger Nibliothek. ))?? der Luckower Patronats- kirche predigte Tarl Gottlob gelegentlich. Nach den? in? Testament seines Vaters ausgesprochenen bvilleu wurde ihn? vogelsaug für s8VVt) Taler angerechnet. ') 5. oben Seite Ro. — Die Pate?? Tarl Gottlobs waren? Geh. Regierungsrat von Laurens, Geh. Rat von Rühtz, Frau Aapitän Metzeln. -) Aus der Leichenpredigt in vogelsang. — ^ 82 — Mit manchen Kränklichkeiten und Mühseligkeiten des Lebens kämpfend, schenkte ihm Gott noch ein ruhiges Alter, und erreichte sein Leben 32 Oahr 5 Mon. (2 Tg. Gr starb an einer Brustkrankheit am 26. März 5806 zu Vogelfang und wurde in der Familiengruft beigesetzt. Am 2V. Oktober (736 vermählte er sich zu Sternhagen mit Dorothea Friederika von Arnim a. d. Ls. Sternhagen, geboren zu Sternhagen (723, gestorben zu vogelsaug (3. März 5309. Beider Kinder waren: f. Karoline Friederike Elisabeth geboren zu vogelsang (757, gestorben daselbst (759- 2. Dorothea Sophie Thristiana, geboren zu vogelsaug den 2ch Mai (759, gestorben zu Lsorst den 30. Dezember 5320. Sic vermählte sich: I. zu Vogelfang den 7. November (775 mit Bernd Gottlieb von Enckcv 0 rt auf Kürtow (geboren zu Stettin 3. Februar (752, gestorben zu kjohenziethen den (3. März (735). ss. Seite 209-s N. zu Kürtow mit August Friedrich Ludwig M e itzne r 9 auf Thurow (geboren zu U lutzcl- bach 27. September (767, gestorben zu Lsorst den 23. Dczeinbcr (3(H). 3. Tarl Friedrich Heinrich,geboren zu vogelsang den l/5- Februar (762, gestorben daselbst den 6. Mai (333. Er erscheint am Mai (785 unter Nr. (9 Matrikel der Universität Frankfurt a. O. als Augehöriger der juristischen Fakultät.") (738 und (?99 tritt er als Bevollmächtigter seines Vaters zur Lehnsmutuug in Stettin auf. 9 Geh. Staatsarchiv Berlin, Extrakte ans Kabinets-Verträgen Kap. Zs, Band ps, S. M. -) Kleinpin und Kratz, Vasallen-Tabelle von MU (Anklanischer Kreis). ch Friedländer a. a. (1). — f83 — f?33 wird er uns als zu vogelsang beim Vater wohnhaft genannt. ist er schon verheiratet.^) Er gibt bei dieser Gelegenheit an, daß er noch keine lehnsfähige Nachkommenschast habe, da sein vor 2 Iahren geborener Sohn inzwischen wieder verstorben sei. s3L>6 übernahm er nach seines Vaters Tode vogelsang, das er bis zu seinem daselbst am 6. Mai s335 erfolgten Tode bewirtschaftete. Im Jahre s802 kaufte er noch dazu das Gut Albrechtsdorf vom Kriegsrat von Hill für H5VVV Taler zurück.2) — von Karl Friedrich Heinrich von Tnckevort sind, wenn auch wenige, so doch charakteristische Züge bekannt, welche sich in der Vogelsanger Bevölkerung von Mund zu Mund fortgepflanzt haben. So gilt er noch heute daselbst als Vorbild eines einfachen und sparsamen Hausvaters, der hier allmorgentlich im einfachen Schlafrock in die Küche kam, um sich am Hcrdfeuer den Fidibus zu entzünden, und dabei die Mägde schalt, die verschwenderisch mit dein Brennmaterial umgingen. Tin Brief von ihm ist im Vogelsanger Archiv erhalten, in dem er seineu in Greifswald studierenden Sohn zur Sparsamkeit crmahnt und unter anderem dessen zu große Ausgaben für Handschuhe rügt. Desgleichen befinden sich im Vogelsanger Archiv die meisten Wirtschaftsbücher aus seiner Zeit, die von ihm persönlich mit größter Sorgfalt und Grdnung geführt sind. Die sparsame Lebenshaltung dürfte wohl eine Folge der traurigen Zeit gewesen sein, welche die napoleonischen Kriegszüge über das Land brachten, vogelsaug hat oft und lange Einquartierung zu tragen gehabt. Bernadette, welcher einen ganzen Ivinter hindurch sein Hauptquartier in vogelsang aufge- ') Auszuge aus den im Kgl. Staatsarchiv zu Stettin vorhandenen Akten über die Familie von Lnckevort. ") Siehe oben Seite z?s unter Nr. tS. - ^ — schlagen hatte, überreichte beim Abschied dein Hausherrn einen wertvollen Ring mit Ametist und Brillanten, welcher zum Andenken im Vogelfänger Archiv ausbewahrt wird. Endlich wissen wir, daß Carl Friedrich Heinrich ein großer Garten- und Blumenfreund war. Gr starb beim beschneiden seiner Rosen am Herz- schlag ani 6. Mai 5825. vernrählt war er seit 22. November 5^92 ZU Berl in niit Johaiina Sofia Friederike Raroline von Giickevort-), geboren zu Halle a. S. 2. Zlugust 5770, gestorben zu vogelsang 27. Dezember 5322.2) Beide hatten 5 Rinder (2 Söhne und 2 Töchter, außer mehreren totgeborenen Rindern).9 a) Raroline Sofia Dorothea, geboren zu vogelsang 27. Oktober 5 795, gestorben zu Gartz a. s?l. sO. Juli 5866, vermählte sich zu vogelsang 23. Mai 58 59 niit Heinrich von Gnck'evort auf Gartz und bvarsin (gestorben zu Garz 52. Mai 5852). (S. unteii Seite 2(6.) b) Carl Friedrich Bernhard, geboren zu vogelsang 5-5. Oktober 5?9^/ gestorben daselbst 5^- Dezember 5796. c) JdaJohairna, geboren zu vogelsang 5807, gestorben zu Greifswald 5382, vermählte sich zu Vogelfang 23. Mai 5827 mit Rarl von Torswant, auf Runtzow und jAentin, gestorben zu Runtzow 5378. 9 Tochter des Bernd Friedrich r>. Enckevort, >f oben S. ^7Z.) 9 Gedächtnisprcdigt auf sie gehalten zu Luckoiv den s. Januar 58ZZ von Milhclm IVegencr, gedruckt bei Aug. Milh. Schade in Berlin. 9 Luckow Rirchenbuch: totgeborene Tochter 2Z. Mai ^798, ebenfalls totgcb. Tochter 9. Januar Mo, totgeb. Sohn 2S. September I80t, Tochter geb. ^7. Dezember ^804, bald nach der Geburt gestorben, totgeb. Sohn s. Januar ^0. - f85 - cl) Gduard Friedrich, geboren zu Vogelfang 27. September f3i)3, gestorben daselbst ff. Mai f88.ö abends 7>/z Uhrp) Eduard Friedrich studierte, uachdem er das Gym- uasiuin zu Stettin besucht hatte, in Greifswald Rechtswissenschaft, dort genügte er auch seiner bseeres- pflicht inr 2. Jägerbataillon. Nachdem er den Besitz der von seinein Vater ererbten Güter 2) fgZJ angetreten hatte, erwarb er noch das Nittergut Mönkeberg. — Gr trat bald in die damalige kreisständische Vertretung ein nnd wurde Kreisdeputierter. Als solcher versah er öfters den Land- ratsposteu. Das Jahr f8^f3 führte ihn dem parlamentarischen Leben zu. Sein Lseimatskreis wählte ihn in die Nationalversammlung,^) in die zweite Kammer und in das Abgeordnetenhaus. viele Legislaturperioden hindurch hatte er seinen Kreis als Abgeordneter in der konservativen Partei vertreten. Gr war Patron der Kirchen zu Luekow und Albrechtsdorf, Autglied des Pommerschen provinzial- landtages, Kreistagsabgeordneter, Amtsvorsteher und Standesbeamter. Gr hatte viel Sinn für kvissen- schaft und Kunst. Gin großer Teil des kverkes „Der Nekermündcr Kreis" entstammt seiner Feder Und eine reichhaltige Sammlung von Geschichtswerken, besonders der altpommerschen Geschichte sind durch ihn der Vogelsanger Bibliothek einverleibt worden/) Grwähnenswert sind die Vogelsanger st Nekrolog im „Mkermünder Kreis- und Tageblatt", (Jahrgang ZS, Nr. am ^Z. Mai >88z. st Kiempin u. Kratz, Verzeichnis der am <. Januar tSS2 land- tags- und kreistagsfähigen Rittergüter rc. (Kreis Nckermünde.) st Siehe in der Anlage sein Flugblatt über Schaffung einer Kriegs-Marine. st Bibliothek, Münzsammlung, Massen-, Muschel- und Steinsammlung und die Familienbilder sind Fideikonnnißeigentum, Siehe in der Anlage „Stiftung des Vogelfänger Fideikommiß." (86 - Münzsammlung, Maffensammlung, kvappeitsamm- lnng, sowie Zlnfängc zu einer Muschclsammlung und Steinsanriirlung, welche alle durch ihn teils ihren Begründer, teils ihren eifrigen Förderer fanden. Für seinen Kunstsinn spricht die Trbanung des Vogelsanger Schlosses (FrühNenaissance)z das Modell zu diesem Bau hat er eigenhändig aus Holz geschnitzt und zusammengesetzt, auch die Zeichnungen selbst entworfen. Bei Aufhebung des Lchnsgcsetzes wandelte, er am (3. Oktober (870 Vogelfang mit den dem Bittergut zugeschriebenen Pertinenzien, nämlich Anteil Bellin, Feldmark Damgarten und Ivarsin in ein Familienfideikommiß um. Sein großer Familiensinn und Studium schuf ein dem Fideikommiß einverleibtes, geschriebenes Iverk^) über die Familie. Hierzu zog er die Tagebücher seiner Familie nnd Urkunden des Vogelsanger Archivs hinzu, (siehe Einleitung S. 9/(0.) Tr 2) verheiratete sich znStettin am 22. Zniri (827 mit Luise Alcxandrine Balcke, Tochter des Kgl. Oberpostdirektors Balcke zu Stettin und seiner Frau Tharlotte geb. Nehfeld, geboren zu Stettin 20. Dezember (8(3, gestorben zu vogelsang 20. Mai (376. Beider Nachkommenschaft siehe im folgenden Kapitel, e) Flora Amanda, geboren zu Vogelsang (2. Zuli (3(2, gestorben zu Garz^) (6. Zuli (372, heiratete zu vogelsang (327 Ferdinand Baleke auf Plagow, Landrat des Kreises Nekermünde (gestorben zu Berlin (6. Zuli (872.) 9 Befindet sich im Vogelfänger Archiv. 9 Er wer Ritter des Hrcust. Roten Adlerordens Z. Kla^e mit der Schleife, des Kronenordens -5. Klasse mit dem Genfer Kreuz und Ehrenrittcr des Johanniter.Ordens. 2) Grabschrift in Garz a. Fl. Lduard Friedrich von Tuckevort und seine Gattin Louise Alerandrine geb. Nalcke hatten 7 Ki??der Söhne und 3 Töchter): s. Hedwig Louise Emma, geboreu zu vogelsaug l 6. April s3S9, vermählte sich zu vogelsaug 27. September f333 mit Oswald Heinrich Richard Ludwig Oskar Hermann Grafen von Rittberg, auf Nalau, Höfcheu uud valfanz rc., Kgl. Preußische?? Geh. Regier????gsrat uud Laudrat a. D. des Kreises Ückermüude, geboren 26. Oktober f832. 2. Adrian Nerud Friedrich, geboren zu vogelsaug s7. November f3^O. Gr besuchte die Gymnasien zu Anklam, Nreslau nnd Greifswald; nach abgelegtem Abiturientenexamen widmete er sich dem Studium der Nechte iu Heidelberg. Adriau war ini Torps vandalia aktiv uud blieb demselben sein ganzes Leben lang treu zugetau. Adriau diente vom f. Oktober s86f bis dahin f862 im 2. Garde Dragoner-Regiment in Nerliu, am f2. November f86H wurde er Sekoudelieutenaut der Kavallerie des 3. Rat. Auklam (Po??????ersches Laudwehr-Negt. Nr. 2). Im Jahre s866 wurde er iu das in der Provinz Posen neu zu formierende schwere Neiter-Negiment kommandiert, uud rückte mit nach Oesterreich; das Negiment kam aber bei den Kämpfen nicht mehr in Tätigkeit, sondern blieb nur zur Occupatio?? dort. Den Feldzug s87O/7 s machte Adrian als Reserve-Offizier des Kürassier- Regts. Königin (pommersches) Nr. 2 mit, zu welchem Regt, er am s)- Januar s36s) versetzt worden war. In diesen? berühmten Regiment nahm er an der Schlacht an? sH. August bei Tolombcy uud an? f3. August bei Gravelotte teil, kvähreud der Nelageruug voi? Aketz l9» - verletzte er sich durch Sturz mit dem Pferde das Neiu, wurde erst iu das «Lazarett zu Saarlouis evacniert uud von dort der Grsatz-Gskadron zu pasewalk überwiesen. ?lm >0. Februar s372 wurde Zldrian beiin Regiment Premier-Lieutenant, ain s). Juli f373 Rittuieister d. R. uud nahm am ss. Juli s332 deu Zlbschied und erhielt die Grlaubnis zum Tragen der Regimeuts-Ruiform. Nei illulaß eines Gesuches Sr. Majestät des Kaisers kVilhelm 11. iu Stettin am spMai s392 erhieltilldrian aus besonderer Gnade deu Tharakter als Major. Ihre Majestät zeichnete den Major Ihres Regiments stets besonders gnädig ans. — Doch nun zurück zu seiner Tivillaufbahu. Nachdem Adrian das Gramen als Referendar abgelegt hatte, übernahm er im Jahre s365 das väterliche Rittergut Albrechtsdorf und widmete sich eifrig der Landwirtschaft. Lange Jahre bekleidete er hierbei das Ghrenamt eines Amtsvorstehers, war Mitglied des Kreistages, des Kreis- ansschnsses, des provinziallandtages; als Kreisdeputierter vertrat er wiederholt den Landrat seines Lseimatkreises; bei seiner großen persönlichen Liebenswürdigkeit erfreute er sich allgemeiner Beliebtheit, und entsendete ihn das Vertrauen von vier umfangreichen Wahlkreisen als ihren Vertreter in das paus der Abgeordneten, woselbst er sich der konservativen Partei anschloß. In allen diesen Stellungen war er mit Gifer und großem Grfolg bemüht, dem geliebten heimatlichen Kreise uud desseu Newohnern Nutzcu zu schaffen und gefällig zu sein. Im Jahre s393 wurde Adrian auf Vorschlag des alten befestigten Grundbesitzes Sr. Majestät für das pcrrenhaus präsentiert und durch desseu Gnade für Lebenszeit in diese Körperschaft berufen. Gr wurde zwcitcrFideikommißbesitzer zu vogelsaug, welches Grbe er durch väterliches Testament im Jahre f33o autrat. An Orden besaß Adrian den roten Adler-Grdcn und die Landwehr-Dienstauszeichnung I. Tl., auch war er Rechtsritter des Iohauuitcr-Ordens. l9i - Gleich seinem Vater interessierte er sich ungemein für die See, er führte seine kleine Dampfsacht selbst nnd war in Kiel im Kaiserl. Jacht-Kind stets gern gesehen nnd verband ihn besondere Freundschaft mit vielen Admiralcn. Gr verschied zu Vogelfang am 2L>. Dezember siZssch abends? Uhr und wurde am Z.s)annar s3s)9 daselbst beigesetzt. Gr vermählte sich zu Anklam am Z. August f365 mit Hildegard Alartha Johanna von Boreke a. d. H. Heinrichshof, geboren daselbst am 2^. Zuni s3H2. Beider Kinder sind: a) Alice Louise Helene, geboren zu Nieth Zuni 1866, vermählte sich zu vogelsang 22. Januar s889 mit Burghard Grnst Friedrich Karl Frhrn. von Klot-Trautvetter, geboren 2^. Januar s360, gestorben zu Kurtshagen 22. April s3s)?, Kgl. preußischen Oberleutnant a. D., zuletzt im Kürassier-Neg. Königin (poinm.) Nr. 2. sBerlinf b) Gduard Nudolf Balduin, geboren zu Albrechtsdorf 22. Alärz s368, gestorben zn Swinemünde 2. Angnst s868. c) Hildegard Hedwig Glisc, geboren zu Albrechtsdorf 2H Ukai s369, verinählte sich I. zu vogelsang ch Oktober f839 init Hans Friedrich Heinrich Nafael v. Gotsch, Oberleutnant im Kürassier-Negt. (pomm.) Nr. 2, geboren 5. August s36s zu kveißenfcls, gesch. f2. Februar s89<; II. zu Berlin f6. Ulärz 19^s mit G e r hard Heinrich Gustav Grafen von Nitt - berg, Kgl. preußischen Oberförster, z. Zt. Negierungsund Forstrat, Hilfsarbeiter im Alinistcrium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten, sBerliih geboren zu Höfchen f2. Dezember f365. cl) Helene Hedwig, geboren zn Albrechtsdorf s2. November s37O, verinählte sich I. zu vogelsang s2. Alärz f392 n?it Alax, Frhrn. von Puttkamer, Nittcr- gutsbesitzer auf Zartenthin, geschieden im September (899- II- ZU Berlin Juni (90( uls dessen 2. Gemahlin mit Gruft Ludwig von Aagow, Kgl. Preußischen Neg.-Präsidenten zu Posen, (905 Gberpräsident iu Danzig, geboren zu Kalberwisch 6. November (855. (Danzig.) e) Hedwig Marie Friederike, geboreu zu Albrechtsdorf 25. Juni (875, verlobt im ()uli (396, vermählte sich zu Vogelfang mit Georg von Nrandis - Neuhaus, Kammerherrn und Landrat, 2Attergnts- besitzer auf Neuhaus, gestorben zu Iviesbaden 6. De- zeiuber (90(s. (Nenhans, Prov. Posen.) k) Grika Klara Uiathilde, geboren zu Albrechtsdorf (5. Januar (377, vermählte sich zu vogelsang 20. Mai (396 mit Karl Ferdinand Thyggo Ivilhelm von Levetzow, kais. Kapitän z. See, geboren zn Kopenhagen 25. Juli (865, gestorben zn Nerlin Z. Gktober l906. g) M a r g a r etha 7lnna Agnes, geboren zu Albrechtsdorf 3. (Oktober (873, vermählte sich zu vogelsaug s s. November (393 mit Augus von Douglas, Leutnant im Husaren-Ngt. Friedrich von Hessen-Homburg (Hessisches) Nr. (H, komiuandiert zur Gesandtschaft in Konstantinopel. Alb recht Ferdinand Friedrich, geboren zu vogelsang (8. Mai (3^2, gestorben zn Nerlin (2. November (905 am Herzschlag nachm. 5 Uhr (Anhalt. Nahnhof), beigesetzt zu vogelsang am (6. November dess. Grzogen in den Kadetten-Korps zu Mühlstätt, Potsdam und Neriin, 25. April, (36s als charakt. Portepee-Fähnrich dem Kür.-Ngt. Königin (pomm.) No. 2 überwiesen; (l(. (Oktober (36s Portepee-Fähnrich, ((. November (362 Sekonde--Lt., während des Feldzuges (866 bei der 5. Gsk.; nahm an der Schlacht bei Königgrätz und Gefechten bei Miinchen- grätz, Saar und Nlumeuau teil, vom ((. Gktober (867 bis (. Gktober (369 Z^m Militär-Neitinstitut nach Hannover kommandiert, (3. Januar (370 Premier-Lt, während des Feldzuges (370/7(beidero. Tsk., war beiden Schlachten vor Aletz ain (^. und (3. 7lugust, Beaune la Rolande, de» Gefechten bei Roes, Thsiteau Aleslay, Tours, Danoe, vendöme, St. Amand, Pias, villeporcher, Thnteau Renault, vor Metz und Thionville.') Lr erwarb das Tiserne Kreuz 2. AI. Am 29. Januar (375 als Fecht- und Turnlehrer zum Militär-Reitinstitut kommandiert, (5. August (37^ unter Belassung in diesem Verhältnis zum Rittmeister befördert und u In suits des Regt, gestellt? (Z. 7lpril (373 unter Ernennung zunr Tskadron-Thef in das posener Ulanen-Regt. (Prinz Zlugust von lvürtem- berg) Nr. (0 versetzt, (-(. s)uli (335 als Atasor mit Pension und der Unis, dieses Regts. verabschiedet, lebte er zuerst in Hannover. Besitzer von Albrechtsdorf und nach dem Tode seines ältesten Bruders ((393) auch des Majorats Vogelfangs) Tr erhielt 5(. s)anuar (399 uns seine Bitte statt der bisherigen die Rnif. des Kür.-Regts. Königin.2) Gr war Rechtsritter des Iohanuiterordens, Ritter des Roten Adlerordeus Kl. rc. vermählte sich zu Leipzig 9. März (377 mit Klara Förster, Tochter des Karl Gtto Forster, geboren zu Leipzig 50. Dezember (855. Seit dem Tode ihres Gemahls wohnt sie in Albrechtsdorf bei Neuwarp. Beider Kinder (2 Söhne, 2 Töchter) sind: 9 Uber beide Feldzüge hat er ein genaues Tagebuch geführt (Abschrift im Archiv zu vogelsang). Bei Königgrätz t8SS durch eine Granate vom Pferde geworfen, die hinter ihm krepierte. Tr blieb in beiden Feldzügcn unverwundet. h Großer Freund des lvassers, hielt auf dem paff eine Dampfjacht. — Bekleidete das Amt eines Anusvorstehers und Standesbeamten in beiden Gütern, Mitglied des Kreistages, Kreisausschusses und Kreisdeputicrter, Mitglied des prorinziallandtagcs von Pommern. 9 Ließ sich kurz vor dem Tode in dieser Uniform noch malen. Das Bild ist Fideikommißeigentum in vogelsang. i>) Kurt Tduard Otto, geboren zu Züllichau ((. September (373, I)r. für., Referendar, (903 Leutnant d. R. iin Kürassier-Rgt. „Königin," seit dem Tode seines Vaters, (2. November (903, Fideikommistbesitzer in vogelsang, verlobt im Oktober (903, nnd verheiratet zn Gr.-Luekow 28. Znli viit Zlrmgard Riaria von Raven, Tochter des verstorbenen Rittmeisters a. v. nnd Fideikommiszbesitzers Fraiiz von Raven ans Gr.-Lnekow und seiner Gemahlin Gertrud Tlse geb. Freiin von Reust, geboren zu Gr.-Luekow 20. Oktober (33^. Söhne: :n>) Rernd Rogislav Zllbrecht Franz, geboren zu vogelsang ((. Oktober (903. bb) Ivaldemar Kurt Raimar, geboren zu vogelsang 4. April (907, mittags (2 Uhr. b> Uielita Auguste Hildegard, geboreii zu Züllichau (ü. Ukarz (880, verniählt zu Haniiover k. Oktober (899 uiit Teeil Kurt von Ratzmer, Oberlentnaiit im Königs-Ulanen-Regiment (Hannover), z. Zt. Rrigade- Adsutant in Frankfurt a. O. a) Louise Agnes Zenny, geboren zu Züllichau (9. September (38s, verlobt im Februar (902, vermählte sich zu Rerlin (vreifaltigkeitskirche) am Ich. Oktober (902 >"it Alfred (Fredy) Theodosius (Otto llllerander Hans Adolf v 0 n L e vetz 0 w, Leutnant im Kürassier- Regiment „Königin", (Pommersches) Nr. 2, geboren zu Schwerin ts. Zanuar (83 (. clsHans Jürgen Rernd, geboren zu Zllbrechtsdors 2t). November (333; (905 Leiitnant im Kürassier- Regiment „Königin" (Pommersches) Nr. 2 in Pase- walk. (Patent vom (7. Februar (904.) l(. Rai du in Karl kvilhelm, geboreii zu vogelsang 3. Auglist (8F3, gestorben 24- August (393 nachm. (> Uhr zu Karlsbad (Reisetzung am 28. August d. Z. in Vogel- sang), Major a, D., zuletzt im Manen-Regiment Ijennigs von Treffenfeld (Altmärk.) Nr. f6, Nitter des Tis. Kreuzes 2. Kl., des Dienstauszcichnnngskreuzes, des Noten Adlerordens H. Kl., des Kronenordens Z. Kl. und des Mecklenburgischen Ordens der kvendcnkrone w. Lebte zuletzt iu Lübeck, er hatte großes Interesse für die Familie. . Tduard Ludwig Julius, geboren zu vogelsang s. Oktober s3^5, Generalmajor z. D., Senior der Familie. Besuchte die Gymnasien zu Breslau und Stettin, trat f. Mai f86^ als Fahnenjunker in das Kürassier-Regt. „Königin" (pommcrschcs) Nr. 2; f8. Dezember s3S^ Fähnrich, ss. Oktober f865 Lieutenant; s366 wegen schwerer Trkrankung bei der Trsatzeskadron. Durch einen Sturz mit dem Pferde wurde er f86s) längere Zeit dienstunfähig und mußte s370 infolgedessen bei der Trsatz-Tskadron bleiben, bis er auf dringendes Bitten am s7. Oktober dein Regiment nachgesandt wurde. So nahm er an der Belagerung von Metz und 1'lmm- vills, der Schlacht bei lZsaums la Rolancle, den Gefechten bei Venclöms, Nonnais, Dance, Villsporcbsr, Lbatsau Renault noch teil, vom 50. Oktober s87s bis f. Oktober s872 zum Militär-Neitinstitut kommandiert, bildete er sich zu einem vortrefflichen Reiter und Reitlehrer aus. Als Premierlieutenant, befördert >6. September s875, erhielt er dann vom s. Februar f376 bis Zuni s377 ein Kommando bei der kaiserlichen Botschaft in Rom, wurde 25. Januar s378 Rittmeister und Thcf der s. Cskadron seines Regiments, s7. September s837 erhielt er den Charakter als Major, das Patent dieser Charge am fH. Zum s883. s7. illpril s8s)0 bem Regiment aggregiert, s2. Zlugust s3s)0 als etatsmäßiger Stabsoffizier einrangiert, vom 2s). Zum bis 26. Zuli s39s zum Zuformationskursus bei dein Militär-Reitinstitut kommandiert, am 27. Zanuar s8s)2 i>n gleichen - s96 - Dienstgrad in das Kürassier-Ngt. „Graf Geszler" Nr. 3 versetzt, 22. 2Kai s393 Oberst und Noinmandeur des Ulanen-Ngts. „König Karl" (s. IDürtteutberg.) Nr. 19/ s3. 2lpril ! 893 in gleicher Eigenschaft zum Dragouer- Ngt. „König" s2. Mürttemb.) Nr. 2K versetzt, 22. Oktober s89? unter Stellung st In 5uits des Magdeburg. DragonerNrgts. Nr. 6, Kommandeur der 33. Kavalleriebrigade, 3. Huli s899 Generalmajor, September s9M in Genehmigung seines Abschiedsgesuches mit Pension zur Disposition gestellt. Orden: Roter Adlerorden 2. Kl., Kronenorden 2. Kl., Rechtsritter des Icchanniterordens, It. 57 I-. 3n, 3. 2b, (3. 8. K. 3-r, Nst K. 2o, ä. N. u. K. S, lk. 3, K. 8t. 2. Gr vermählte sich zu Neustrclitz 2. Runi s330 mit Nadiue v o it Atichaol, a. d. Hause Hhleufeld, geboren zu Groß-Plasten iu Mecklenburg am sv. Oktober s8KO als Tochter Friedrichs vou Aiichael aus Ahlenfeld-Plasteit uud dessen Gemahlin geb. von Moliore. sDarmstadt.! Neider Kiitder (2 Söhne, 2 Töchter) sind' n) Gduard Friedrich, geboren uud gestorben Pasewalk 7. ))anuar s88s. b) Gottfried Hubertus, geboren zu pasewalk 9- November H333. Nach absolviertem Abiturienteneramen studierte er eilt Senrester iu Lausanne, 2 Semester in Heidelberg die Nechte, war au letzterer Universität im Korps Saroborussia aktiv und trat im März als Fahnenjunker iu das Garde-Dragouer-Negiment (Großhzgl. Hessisches) Nr. 23, wurde am s^. Februar l9L>3 Leutnant. 0) Nadine Akarie Louise, geboren zu Pchewalk 29. September s883. cl) Glisabcth Aitua Alice, geboren zu Ihlenfeld 9. August s338. - 59? ^ 6. Tochter, geboren und gestorben zu vogelsaug 8. Dezember sS-V. 7. Louise Johanna Charlotte, geboreu zu vogelsang 2s. Dezember s35Z, heiratete ebenda am 2^. Juni s377 2lrthur von bviuterfeld, auf Neuenfeld, Nitt- meister a. D. sNeueufeld bei Züsedom.s Gustav Heinrichs) von Guckevort, geboren zu Vogelsaug (6. Vktober (726, gestorben zu bsohen-Ziethen bei Dorzow (3. November (307 (8 s Zahre alt), auf Ziethen, Dobberphul, Dcrzow, Vlarieuwerder, jstlönzig, Garz, Roseit- selde :c., Vice-Präsidcut der Regierung zu Stettin. Gr studierte zunächst die Rechte, wurde dann Referendar bei der Rgl. Poiumerschen-Gamiuiuscheu Regierung zu Stettin, erhielt am ts. April (753 die Bestallung zun, Regieruugsrat zu Stettin und wurde am (2. April (763 zun: Viccpräsidenteu der pommerscheu Regierung ernannt. Am 2. April (767 erhielt er die erbetene Dienstentlassung. Trotz der staatlichen Stellung widmete sich Gustav Heinrich stets der Landwirtschaft und kaufte noch kurz vor seiner Vermählung durch Vergleich vom 2. November (75( das Gut Dobb e r p h u I. Giuige Jahre daraus am 27. Dezember (735 erwarb er Garz a. s)l., (Dlönzig und Roscufeldc im Kreis pyritz H. In der Zeit vom 28. De- i) S. Seite t-S — Seme Haten waren: Gcnerallieutenant Baron Aar! Gustav lvulffradt, H. Kurt Friedrich Grdmann von Gaudecker, klladm. Ghristiana Lolbin. (Kirchenbuch Luckowj. — Kirchenbuchnachrichten über ihn und seine Nachkommen, s. Vierteljahrsschrift für Heraldik re. XV. (Berlin (387), S. 299: Gg. Schmidt, Geneal. iLollectaneen. Konfirniation des Erbreeesses wegen der Güter Gartz, jdloen- zig und Rosenfelde ^ Stettin 9. INai (8(s, enthält u. a. das Testcunent Gustav Heinrichs vom (s. Gktober (80^. Klempin und Kratz, Vasallentabelle von (?5S und (8 Kalbe a. S. s). Februar (753, gestorben zu Berlin 2 (. Dezember (326. Diese The rvurde am 3. Bep- teinber (8(5 geschieden. <). II? i l h e l ni i n e, Sophie, geboren zu »ippehne 3. Juni (766, gestorben zu (3 . . (nach (3(6), vermählte sich zu Höhen-Ziethen ((.Zuli (732 mit Friedrich UAlhelm von Arnim auf Gierswalde und Zagow, Hauptmann a. D., gestorben zu (vor (3(6). (0. Lrnestine Helene Ulrike, geboren zu Höhen-Ziethen 27. September (769, gestorben zu Stettin 2(. Dezeinber (793, vermählte sich zu Hohen - Ziethen 25. August (735 mit Georg Friedrich von Giekstädt auf Tantow und Radekow (Kr. Randow) und priemen (Kr. Anklam), Thef-Präsidenteu der 2Iegierung in Stettin, geboren zu . . . 26. (Oktober (7H2, gestorben zu Tantow 7. Dezember (307. ( (. Z 0 han n a Sophia, geboren zu Höhen-Ziethen (2. Zanuar (770, gestorben zu Königsberg i. N. 6. September (802, vermählte sich zu Höhen-Ziethen ((. September (788 als dessen erste Gemahlin mit H e n n i n g Friedrich von der (Osten auf Klorin und Rohrbeek, Kgl. preußischen Hauptmann a. D., zuletzt iiu Dragoner-Regt. Nr. 2., geboren zu peukun ((. November (756, gestorben zu Königsberg i. N. 3(. Zuli (8(0. (2. Karoline Tlisabeth, geboren zu Höhen-Ziethen (3. Zuli (772, gestorben zu Blumberg 2((. (Oktober (797, vermählte sich zu Hoheu-Ziethen 6. (Oktober (796 9 Jahrb. d. dtsch. Adels, III. Bd. S KK2: aus der Halber städter uradligcil Familie. - 203 - als dessen s. (Gemahlin mit Karl Heinrich van der Gsten, Iserrn ans Wamberg, Kasekow, sdenknn nnd Grüssow, Kgl. s?renstist^en Kapitän a. D., zuletzt im Dragoner-Kegiment Dayreuth, geboren zu Dlumberg ss. Juli s73s), gestorben daselbst 2s>. Kbärz s3^s>. so. Karl Wilhelm (Christian, geboren bsohen-Ziethen 22. Dezember s777, ss. unten S. 23s).) XV n) Karl Friedrich Heinrich o. Enckeoort (1762—183S) Erwerber von Albrechtsdorf. b) Eduard Eriedrlch o. Enckeoort (1808-1883) Stifter des Fideikommisses Vogelsang. e) Ulbert Gustav kseinrich o. Enckeoott <1820—1883) Erwerber ron Sassenburg u. Rossow. Bernd Gottliek nnd seine Nachkommen. (Rrriidi,liofrr Zwoig.) Nernd Göttlich wurde 3. Februar (732 zu Stettin geboren als erster Sohn des damaligen Negierungsrats und Besitzers von Dobberpfuhl, Gustav Heinrich von Gnckevort. (S. oben S. 203.) Gr studierte, wie es schon mehrere Mitglieder seiner Familie getan hatten, in Halle die Rechte und arbeitete nach vollendetem Studium bei der Regierung in Stettin. Dann bewirtschaftete er das Gut Niepölz ig in der Neumark und wurde frühzeitig Nitterschaftsrat. Später erhielt er noch von seinem Vater das Gut Kürtow^) zur Bewirtschaftung. Aber schon in der Nlüte seiner Jahre am so. März (733 verlor er auf einer Schlittenfahrt, bei der die Pferde durchgingen und ihn gegen eine Nrüeke schleuderten, zu Hohenzethen sein Leben. vermählt war Nernd Gottlieb zu vogelsang am 7. November (773 mit seiner Cousine Dorothea Sophie Christiane, der Tochter Carl Gottlobs von Gnckevort. S. oben S. (32.) Seine kvitwe lebte bis 30. Dezember (330, wo sie zu Horst starb, nachdem sie sich zu Kürtow mit August Friedrich Ludwig Meißner, auf Thurow, (geboren 27. September (767, gestorben zu Horst 23. Dezember (3(^(,) wiedervermählt hatte. Außer seiner kvitwe hinterließ Nernd Gottlieb noch 2 Kinder, ( Sohn und ( Tochter: (. Sofia Friederike Christiane Adelheid, geboren zu Kürtow . . . (777, gestorben zu vogelsang den 3. November (7s>2, (^ Oahre ( ( Monate 7 Tage alt. h im Kreis Aruswaldc. 2. Bernhard Heinrich,') geboren zu Niepölzig (783, genoß seine Schulbildung ans dem Pädagogium zu Halle. Mit (7 fahren wurde er Fahnenjunker im Regiment 2Karkgraf von Ansbach - Bayreuth (Dragoner Nr. 5) und am (3. Mai (80( daselbst Fähnrich. Sein Sekond- Lieutenantspatent ist unter dem 23. November (803 ausgestellt; (306 nahm er als Lieutenant, nachdem er den nnglüeklichen Feldzng des Jahres mitgemacht hatte, den Abschied und zog nach Berndshof, früher Hammelstall genannt, welches Gut, in der Nähe von Vogelfang im Kreise Aekermnnde gelegen, er am f). September (806 gekauft hatte. Dort verschied er im ^2. Lebensjahre am 2ch August (823 morgens um ( Uhr an einer Gehirnentzündung unter Hinterlassung seiner Ivitwe mit 8 Kindern. Gr wurde beigesetzt zu vogelsang. — Außerdem hatte er durch Kauf am (H. Januar (803 von seinem väterlichen Großvater das Gut Kürtow erhalten, kvann er es verkauft hat ist nicht bekannt. Borithard Heinrich hatte sich vermählt zu Pasowalk 23. April (80^ mit Philippine Antoinette Aeinbrecht, des verstorbeiten Stadtaeciseinspektors Armbrecht zu Pasewalk zweiter Tochter, geboren zu Stettin 26. April (73^, gestorben zu Borndshof 2^. August (330. Mit ihr hatte er folgende Kinder: n) K a r I Bernhard Heinrich Gustav, geboren am (2. Dezember (80^ zu Berndshof, getauft am (. Januar (803 in Uckermünde.-) Gr studierte die Nechte und ') vcrgl. die zahlreiche» Akten betreffs der Kensenserklärung zu Bcrnhart Heinrichs Heirat mit PH. Ant. Ariiibrccht. «Abschriften im Faniilienarchiv.) Seine Paten waren: «.Regierungspräsident von Enekevort, 2. voll Gnckcvort setlior in vogelsang, ?>, von Enckevort junior in vogelsang, 4. Major von d. Dollen, s. Rommissionsrat Fraude, ö. Kaufmann Manns, 7. Frau Gutsbesitzer Meißner zu Turow, 8. Frau Landjäger Meißner, 9. Frau Bürgermeister Tappert. — begann am 25. März (828 zu Stettin am Obcrland- gcricht seine Laufbahn. (3H7 ist er Gborlandgorichts- asscssor daselbst. Gr wirkte dann lange Jahre als Appellationsgerichtsrat weiter und nahm nach H6- jähriger Dienstzeit am (. Oktober (37H als Geh. Instiz- rat seinen Abschied. Gr starb zu Stettin am (8. November (875. Karl vermählte sich zu .... 5. Januar (3^(( nnt Anua kDilhelmine Mario Gräfin von Lüttichau, geboren zu . . . (5. Januar (3(3, gestorben zu UAos- baden 2s>. Januar (335, (geschieden). Neider Sohn war: uu) Nichard Heinrich, geboren zu Stettin 22. Oktober (3H(, gestorben daselbst so. Zlugust (34S. b) Julius Adolf, geboren zu Nerndshof bei Uckormündo 2. Zlpril (307, getauft >) zu Uckormündo ain Mai (307, im Rad. Rorps zu Nerliu erzogen ^ 3. Zlpril (325 als überzähliger Unteroffizier dem Rür.-Nogt. „Königin" (pomm.) Nr. 2 überwiesen; (0. Februar (32ö. Port. Fähnr.; (5. August (827 überzähl. Sek. Lt.; 27. Mai (35( in d. Gtat; vom (. Mai (3^2 bis (. Oktober (3^^ zum Stamm des II. Nats. Stralsund 2. Landw. Ngts. koium.; (9. Mai ,8^ pr. Lt.; (. Oktober (8-p( bis (. Oktober (3t(5 zu der Lohr-Gsk. komm.; vom 3. Januar (3H7 zum Stamm des Stettiner Ldw. Nats. komm., nahm somit an dein Feldzug in Schleswig nicht teil; (5. Dezember (3^9 Zum Nittmeister und Ghof der 2. Gskadron befördert, welche er auch in der Mobilmachung (350/5( führte; 8. Dezember (855 die nachgesuchte Gutlassung wurde er ebenso wie seine beiden Brüder ins Lehns- und Sueressions- Register ron Altvorponnncrit für vogelsang eingetragen. (Staatsarchiv zu Stettin, Auszüge.) 9 Seine Paten waren: Lsauptmann Isannnclienk, 2. Uaupt- niann Geibusch, z. Leutnant UAsniar 9.—Z. roni 2. Holland, zur französischen Armee gehörenden Inf. Regt.), -p Gberförster Runnnel, s. Feldjäger Riek, s. Fräuleitt Armbrecht. (Staatsarchiv Stettin.) als Major mit Pens, und Negiments-Müf. erhalten. Lebte unverheiratet auf seiuem Gute Berndshof b. Aekeruüiude, s866 verkaufte er dasselbe, zog nach pase- walk in die Königsstratze und atz ain Gffiziertisch. Mehrfach durch leichtere Schlagaufälle gelähint, verbrannte er sich in der Nacht vom 2s. auf den 22. März s87O bei den: Anzünden eines Schwefelholzes den ganzen Gberkörxcr derartig, datz er am 25. starb. Am 26. wurde er auf dem pasewalker Kirchhofe begraben, o) Ättilie Alwine, geboren zu Berudshof s8. März l3O3, gestorben zu Gberswaldc 2. Dezeu:ber s3s)(), vermählte sich zu Berndshof au: 26. November s35L> n:it Grnst Georg Ioachiu: Alaxiiniliau Graf vou L i ck ste d t - p e ter s w a l d t auf Nöthen - Klempenow, Lrbkäuunerer von 2llt-vorpou:u:ern, Nechtsritter des Dohamüterordeus, geboren zu bsoheuholz 2s. Dezember s3L>ch gestorben zu Stettin 25. März s38O au: Schlag- flutz, auf einer Neise nach Stettin begriffen, auf dein dortigen Bahnhofe, cl) peloise Gölestiue Agnes, geboren zu Berndshof s. Februar s8sv, gestorben zu Berndshof au: 25. Februar s35O. getauft au: 2. April ^2, Taufzeugcn waren: t. Frl. Karoliue v. Luckevart, 2..ksauplu:auu von Lolmar, Z. lscrr Lud:vigMeißucr. sLuekower Kirchenbuch.) als Oberstlieutenant ist datiert vom Zf. Mai f359- Seinen Abschied nahm er als Oberst >7. (Oktober s86t), er erhielt auch die Ngts.-Uniforin. Ivährend des Feldzuges s37(>/7s befand er sich als Iohanniter-Nitter in Saarbrücken; außer 2?echtsritter war er auch Kom- mendator vom Iohanuiter-Orden, er besaß ferner den Noteu Adler - (l)rdeu und das Iferz. Sachsen - Trnest. Ifausordeu - Kommandeur - Kreuz 2. Tl. Tr zog sich auf seiu IDaldgut Neuhaus bei Schwerin a, M. zurück, welches er au den Neffen seiner Frau, einen bferrn v. Nrandis, vererbte. Im UAnter lebte er in Nerliu. Tr vermählte sich zu Friedrichsfelde 22. Oktober sgZ^ I mit Marie Susanne v. Treskow, geboren zu Nerlin li2. Juli l3s^, gestorben zu Neuhaus O- lüuü s879, Tochter des Iohauu Tarl Sigismund v. Treskow auf Friedrichsfelde b. Nerliu uud Julie Susanue geb. Iouaune. Die The blieb kinderlos, k) Leonti n e Zllerandrine, geboren zu Nerudshof s Z. Mai s3s6, gestorbeu zu Nerlin 28. Dezember l37v, vermählte sich zu Nerudshof sZ. September s8Hs init Karl Julius von Treskow aus Grocholin, gcboreu zu Friedrichsselde O. Juni f3s8. !;) Atarie Zldolfine, geboren zu Nerndshof 22. März sgs9, gestorbeu zu potsdanr 5. März stOch vermählte sich zu Ncrndshof 2. Juni s8^Z init Johann Karl Trust Ludwig von Noshl, Generalleutnant z. D., Inhaber des Tisernen Kreuzes von s8l3—f'f und anderer hoher Orden, geboren 22. Mai l?97, gestorben zu Nerlin lL>- Februar f885.I b) Nernhard Ifeinrich, geboren zu Nerndshof 2s. 7lpril s326, gestorben daselbst s2. Oktober s827. h Kirchenbuch der Kgl. Garnisonkirche zu Berlin 9 Beide ruhen auf dem alten INatthäikirchhof an der Groß- Görschcnstraße zu BerlinSchöneberg. — Bgl. Bierteljahrsschrift für töeraldik rc. XXVI, L. ;o7. Georg Heinrich und seine Nachkommen. (Gavzrr Zweig.) Georg Heinrich,') geboren zu Stettin >ö. puli (760, gestorben zn Garz a. PI. 6.^) (Oktober (798 am Schleimfieber, war Nitterschaftsrat und Herr aus Grünrade, Petershagen, Liebenfelde, auch hatte ihm sein Vater die Allodialgüter Garz a. pl. (Ar. Pyritz), Plöntzig und Nosenfelde nebst der zu Garz gehörigen Stabenower Heide und der zn plöntzig acquirierten UOassermühle in einein (Kontrakt vom (2. Februar (793 für 86000 Nthl. käuflich überlassen, doch starb er vor Tradicrung der Güter. — Am 27. April (779 wurde er (unter Nr. 9) "ls Student der Nechte in die Uiatrikel der Frankfurter Universität inscribiertp) Tr vermählte sich zu bvuthenow . . . (788 mit Amalie Sohanna Karoline von Knobelsdorfs aus dem Hause UOuthenow, geboren zu UOnthenow (. November (772, gestorben zu Nerliu Z. Februar (337.H Sie war die Tochter des Nitterschaftsrats Friedrich UOilhelm v. Knobelsdorfs auf Ukansfelde und der Tharlotte Zlmalie Sophie geb. von Schmiedeberg. Nach dem Tode ihres Gatten heiratete sie I. am 26. Uiärz (30(( den Kgl. preußischen Hauptmann a. D. Henning Friedrich von der (Osten auf Kloxin und Nohrbeck, dessen (. Gemahlin Johanna 0 S. oben Seite 20S. 9 Archiv zu Stettin: gest. tZ. (Okt., dagegen Vogelfänger Archiv K. (Oktober nachiniltags q. Uhr am Schleinifiebcr. ") Friedländer a. a. (0. zeigt folg. Eintrag: Nr. g April 27. Georg Heinrich von Enckevort, sur. Vater: Gust. Heinr., praesss reZiminis z. Hohenziethen, geb. Stettin, ä'estimchiüum) insoriptioiüs tantum. Stcttincr Akten. - 220 - Sophie von Tnckevort is. oben S. 207) war und welcher zu Königsberg i, B. Zs. Juli s8sv starb; II s3ss »üt Georg Karl von Glessen ans Flatow, Kgl. Preußischen Land rat des Havelländischen Kreises, gestorben ss). Atai s328 zu 27auen. Zhrem s. Gatten schenkte sie 5 Kinder (2 Söhne, Z Töchter). Trnst bBilhelm Karl Lscinrich'), geboren zu Licben- felde 23. 217ärz s78s), gestorben zu Berlin so. Alai s85o, beigesetzt in Garz. Herr auf Garz und IBarsin iin Kreise Ppritz. Tr besuchte die Schule zu Stettin, machte den Feld- zug s3O6 als Volontär iin Dragoner-27egimeitt von Zrwing mit und focht in den Befreiungskriegen s8so—sö in dein Zägerdetachement des 2. Drag.-2?gt. mit. Tr hatte dann bis zur Großjährigkeit das Gut plönzig von seiner Alutter in Pacht und übernahm laut Bertrag s82t) das Gut Garz a. PI. Tr vermählte sich zu Bogelsang am 28. Akai s8ss) mit Karoline Sophia Dorothea von Tnekevort (Tochter des Tarl Friedrich Heinrich auf Bogelsang), geboren zu Bogelsang 27. (vktober s7s)ö, gestorben zu Garz a. PI. sv. Zuli s366 (S. oben S. s3H). Später wurde er Landschaftsdeputierter und brachte durch Akelioration seine Güter Garz und IBarsin in die Höhe. Zeitweise war er auch iin Besitz des Gutes Friedrichshof. IBarsin kaufte er s8tst) für sst)t)VV Taler. Tr lebte seit seiirer Verheiratung in Garz, nachdem er IBarsin seinem ältesten Sohn übergeben hatte. Heinrich hatte s) Kinder, (Z Söhire m>d Töchter.): s) Albert Gustav Heinrich, geboren zu Bogelsang s. April s82t>, getauft am ZV. April s82t) ebenda,^) H Bergl. „Lrbreceß zu den varmundschaftsaktcn über die mino- rciiiicii Kinder des rcrftorbetien Landschafts-Deputierten und Rittergutsbesitzers Eriist tvilhelm Karl Heinrich v. G. auf Garz." Ppritz, de» August ;85Z, dariti enthalten auch das Testament des verstorbenen rein 7. Juni M;. -) Die pateii van Albert Gustav Heinrich waren: Graßvater mütterlicherseits Herr Tarl Heinrich Friedrich v. Gnrkevort zu vogelsang; 2. Herr Leutnant Bernhard Heinrich v. Lnckcvort zu Hanunel- gestorben zu Ivarsin Zs. Januar s33s), auf kvarsin, Sasscnbnrg und Lossow iu> Kreise pyritz und Saatzig in Ponunern, Nittnreister a. D. Gr kan, zuerst in ein Kadettenhaus, dann lernte er "Landwirtschaft und übernahm schon in jungen Iahren das Gut 1V arsi in vom Jahre s8stG ab kam er seinen militärischen Verpflichtungen im Dragoner-Regiment Nr. Z nach. Im Landwehr - Dragoner - Negiment wurde er Sekonde- Lieutenant und später im 9. Landwehr - Negiment sstrenüer - Lieutenant. Als Nittmeister nahn, er seinen Abschied. Auf seinen Gütern tat Albert Gustav viel für deren bauliche Verschönerung und Hebung des Knlturznstandes seiner Güter. Gs gelang ihm noch die Güter Sassen b u r g und N 0 ss 0 w von, sächs. Kriegs- nnnister v. Fabrice zu erwerben. Albert hatte großen Familiensinn und sorgte in ganz hervorragender kveise für seinen durch „„günstige Verhältnisse in Not geratenen Nruder lstelmnth und dessen Kinder. Gr vermählte sich zu Frankfurt a. O. 2. November s3ZZ nüt Nertha dldolfine Karoline von SvdowF) geboren zu Frankfurt a. G. 30. September s33h gestorben zu kvarsin s3. Juli s33h die ihm 2 Söhne und s Tochter schenkte: stall; z. lherr Carl Ionisch, Guisbesitzer zu jAönzig; 1. Frau Caroline v. jAcssen geborene von Knobelsdorfs, Großmutter väterlicherseits s. Frau Caroline Johanna Sophia Friederike v. Cnckevort, Großmutter mütterlicherseits; K. Frau Christiane v. Cnckevort, rerwitivctc Frau Gutsbesitzer llceisncr. ') Klein pin u. Kratz, Verzeichnis der am ;. Januar ,8S2 nnt landtags- und krcistagsfähige» Rittergütern angesessenen Rittergutsbesitzer der jAevinz jdonnnern, (Kreis jdyritz.) st Sie ivar die jüngste Tochter des Kgl. jdrcuß. Bbcrst z. ? Georg Friedrich v. Sydoiv ans dessen 2. Che mit Auguste v. Cnckevort (S. unten S. 2Z-p) (Jahrb. d. dtsch. Adels, verlin tSgc>. IIP Bd. s. s-59st a) Heinrich Karl Albert, geboren zu kvarsin Zs. puli sLZzs, auf Ivarsin, Rittmeister a. D. besuchte das Gymnasium zu Treptow a. A.; s3?4 im s)uli als Fähnrich in das Kürassier - Regiment von Seydlitz (Alagdeburgisches) Nr. 7 eingetreten, wurde er Sek.- Lt. s2. Februar s376, nahm dann den Abschied und avancierte in der Reserve seines Regiments bis zum Rittmeister. Dem pohanniterordcu gehört er seit s337 als Thren-, seit 2P puni ss)0^ als Rechtsritter an und ist Inhaber des Attlitärehrenzeicheus 2. Kl. Heinrich bewirtschaftet seit H38s Sassenburg und Rossow, seit s335 Garz a. pl. und Ivarsin seit seines Daters Tod im pahr s339- Tr taufte noch die Herrschaft Silberberg mit Rüden und Faulriede im Arnswalder Kreise gelegen, im Jahre sssOO. Heinrichs Tinfluß ist sowohl im Kreise als in der Provinz wegen seiner hervorragenden Tüchtigkeit bedeutend; er hat eine Alenge von Pflichten übernommen, so wurde er im Jahre ss)06 Laudschastsrat. Sein Familiensinn und Tinflnß erreichte es, daß am 20. Februar ls)0H ein Fannlientag errichtet und die „Satzungen für die Vereinigung der Familie von Tnekevort" festgelegt werden konnten. Heinrich wurde auch von den vettern zum Vorsitzenden des Familienrats gewählt. Gr vermählte sich zu Sassenburg am 26. ))uni s38o mit Atargarethc kvilhelmine Nertha Ferdinandine von Tnekevort, geboren zu Groß- Tromp s. Dezember s353 (s. S. 223). Neider Kinder sind! an) Nernhard Zllbert Heinrich Günther, geboren zu Sassenburg sp ))uli s836, widinet sich der Landwirtschast. S. hinten bei den Anlagen. bb) (Oskar Hellinuth Heinrich Zllbert, geboren zu Garz September (333, besucht das Gznunasiun, zu Treptow a. N. cc) Zllbert Heinrich Nodo Tberhard, geboren zu Ivarsiu 6. November (889, ist in, Kadettenkorps. 66) Ulrich Joachim Trust, geboren 7. März (397 zu kvarsiu. b) Hugo Trust Hilbert, geboren zu Ivarsiu (5. August (838, auf Tassenburg und Nossow. Am f. Oktober 1378 trat er als Tinjähriger in das Kürassier- Negiment „Königin" (ponuuersches) Nr. 2 zu Pase- walk ein, er nahm als Nittmeister der Neserve iin selben Negiinent mit Uniform am (9- Hanuar (90(( seinen Zlbschied. Hnhaber der Laudwehr-Dieustauszeichuuug II. Kl. ((3. Ulärz (3s)() und I. Kl. (23. Februar (899.) Hin Herbst (836 hatte er das Rittergut Tasseuburg iu Hommeru überuonnuen uud vergrößerte das alte Tasseuburger Herrenhaus. verlobt zu Gartz 20. Februar (336, vermählte er sich zu Dierkow 9. Dezember (386 mit Tditha Ularie v 0 nKlitziug, geboren zu Dierkow 3. Februar (867, der zweiteu Tochter des Nitterschaftsrats uud Ulitglieds des Abgeorduetenhauses Lebrecht v. Klitzing auf Dierkow, Ulandelkow:c. uud dessen 2. Gemahlin Ularie von Noreke a. d. H. Giesenbrügge. sTassen- burg bei Freienwaldej. Neider Kinder sind (3 Töhne und 7 Töchter): aa) Tiegfried Hugo Zllbert Leberecht, geboren zu Tasseuburg 29. August (337. bd) Giesela Ularie Nertha geboren zu Tasseuburg an, 2(. Huli (338, gestorben, daselbst (s. (Oktober (902. co) Margaretha Tditha, geboren zu Tassenburg 27. Dezember (889. clcl) Nadi n e 711arie Glisabeth, geboren z» Sassen- lnrrg 2. Februar s39b es) Günther Hugo Lrnst dldalbert, geboren zu Sassenburg 6. 7lugust s392. kt) Irmgard 711arie Helena, geboren zu Sassenburg Z. Noveinber s894. gx) Iverner Hugo IDolfgaug, geboren zu Sassen- bnrg ss. 711ärz s8s)7, als Zwilling mO bb) Dorothea Lisa Lucie, geboren zu Sassenburg ss. 71tärz s897, gestorben daselbst s(s. dlugust s3<)7. ii) Zitaria Gster Helena, geboren zu Sassenburg 27. Dezember ^898. bb) U rsul a Gdita GIlinor, geboren zu Sassenburg Juni s905. c) Bertha Glsbeth, geboren zu Berlin 20. (Oktober 18Kb, vermählt zu Berlin 29. September I89O nüt K 0 n r a d Ghristian Ludwig Gras e u v 0 n 7110 ltke, Kgl. preusz. Zllasor irnd Bat.-Kmdr. im Inf.-Begt. Zcr. 92. (Braunschweig). 2) Gacilic Aaroline, geboren zu Garz (2. Februar (822, gestorben daselbst s. Zlpril (322. 0) Karl Bernhard Hugo, geboren zu Bogelsang ss. Zlugust (323, getauft H ebenda am 7. September (323, gestorben daselbst 7. Oktober (330. 9 Die Haten waren z. Herr Landrat Kraft; 2. Herr Hauptmann v. Enrkevort, des Kindes Großonkel mütterlicherseits; z. Gymnasiast Carl v. Cnrkcvort aus Verendslzof; -z. Herr Leutnant Ludwig kücisner, Gutsbesitzer zu Fremdcnhorst; 5. Frau v. Cnckevort aus Berendslzof; s. Frau Hauptmann v. Götz, geborene v. Krosigk aus Berlin; 7. Frau Bbersorztmehter v. Bülow geb. v. Stammcr aus Zrielh; 8. Frau Iustiz- anitmann Dirkniann geb. Billerbeek aus Ilekermündc. zKirchcnbuch Luckow.) H) Tmil stfernianu, geboren zu Garz 2^. Grober (32^, getauft am ZV. November d. Z.p) gestorben daselbst (7. November (330. vom st April (8^7 ab Tinjährig- Freiwilligcr im 2. Garde-Ulanen-Landwehr Ngt., verblieb bis zur Verabschiedung als Rittmeister im Militär-, Reserve- und Landwehrverhältnis. Tr bewirtschaftete das Rittergut Garz a. pl.; vermählt zu Stettin Z. Znli (8Z3 mit Johanna Flora Balcke, geboren zu Berlin Z. September (8Z3, als Tochter des Ferdinand Balcke und Flora Amanda geborener v. Tnekevort (s. S. (36) a. d. stf. vogelsang. Beider Rinder find 2 Söhne und 2 Töchter: a) Gertrud Johanna, geboren zu Garz 7. Zuli (350, vermählt zu Berlin (Zwölf-Apostel-Airche) (0. Februar s33Z mit Traugott von stvienskowski genannt von Salzwedel, Rgl. Negierungsban- meister, jetzt Regierungs-Baurat, (Düsseldorf). b) Ustarie Flora, geboren zu Garz 27. April (36s, vermählt zu Berlin ... (33. mit stfans von stvie n s - kowski genannt von Salzwedel, Premier- lieutnant im Dragoner-Regiment Freiherr von Derff- linger (Nenmärk.) Nr. Z., z. Zt. Rgl. preuß. Major und Pferdevormnsterungkommissar in Bromberg. c) Barn in, Ferdinand, geboren zu Garz (6. November (362. Im elterlichen stfause zu Garz erzogen, kam er darauf an das Gymnasium zu Freienwalde a. d. O. bis zun, st Oktober (83Z. Seit 2. Februar (83st> in, 2. Hommerschen Ulanen-Rgt. Nr. s) aktiv. An, st Zuni (393 wurde ihn, mit Pension „nd der Zlrinee - Uniforn, der Abschied als Oberleutnant bewilligt und er (900 zum Rittmeister befördert. Am st April (896 übernahm er das väterliche Gut Garz a. pl. > Kirchenbuch zu Plenzig. - 22S - verlobt zu Nreitenstein im Alai (892, vermählt seit (V. Februar (896 vnt Katharina Gmilie Maria Fleischer, ältester Tochter des Rittergutsbesitzers Fleischer aus Nreitenstein und Filarie geb. Ahrenberg; beider Kinder sindi an) Nernd FriedriÄ? Albrecht, geboren 27. November (896 zu Garz a. Pläne, bb) Grit a Johanna Marie, geboren 3. August (899 zu Garz a. Pläne. 3) Gerhard Lmil, geboren zn Garz hb. August (368. Gr wurde von (873—77 im elterlichen Isause zu Garz erzogen, l377—s88s auf dein Gymnasium zu Freienwalde a. O., seitdem im Kadettenkorps zu Potsdam und Gr. Lichterfelde bis (383; charakterisierter Port.-Fähnrich beim Manen-Rgt. von Schmidt ((. pomniersch.) Nr. in Thorn seit 22. März (388, absolvierte er vom (. Oktober sL83—s2. Juli (389 die Kriegsschule Tngers. Portepee-Fähnrich ((3. November (838), Leutnant (am 2s. September (839) und Oberleutnant (s3. Oktober (89?) im genannten Negiment, war er von? (. Oktober (893— 3(. 7lugust (897 an die Neitschnle nach bsannover kommandiert, wurde (3. Mai >898 Regiments- adsutant, am (8. März HM Zldsntant der (t). Ka- vallerie-Nrigade in Posen, am (8. April (9^3, Rittmeister daselbst und am 23. Juli (ssO^ Tskradron- chef im Dragoner Ngt. v. Zlrnim (2. Brandenburg.) Nr. 12 in Gnesen. Ritter des Kronenordens KI. vermählt ain (6. ^lpril ÜDl Zu Thorn mit Gertrud Luise v. Amann, geboren am 30. August'(379 zu Potsdam, Tochter des Generals der Inf. z. D. kvilhelm von Amann und Tmma geb. bsegcler. > Viktor Isellmuth, geboren zu Garz (Kr. Pyritz), (7. Oktober (323, besuchte das Pädagogium zu Putbus a. Rügen, erlangte im September (3M daselbst sein Abi- turieuteuzeuguis, wurde im Oktober (8^6 auf der Nerliuer Universität als stucl. für. immatrikuliert. vo>n f. April (8H7 bis dahin (3^3 Eins. Frw. beiin 2. Garde-Ulanen-IA'giment, (8^9 zur Landwehr übergetreten. Nach Neendigung des furistischeu Triennimns folgte er seiner Neigung zum Soldatenstande und trat (85L> in das 7. bsnsaren-Ngt. in (dosen als jdortep. Fähnrich ein. (852, nach dein Tode seines Vaters ging er zur Landwirtschaft über. Erwarb (355 das Gut Groß Tromp, i>n Kreis Nraunsberg liegend, dann Schloß bsochwasser bei Oliva, endlich (367 das größere Gut Kassigkehmen i>u Kreise Naguit. vurch die ostpreußischeu Not- und bsungerfahre in den 6V-er chahren des (9. Jahrhunderts verlor er Kassigkehmen und siedelte erst nach Königsberg i. sdr., (370 nach Nerlin über, lebte mehrere chahre in Sassenburg und dann in Stargardt i. (2. Er starb zu Ivarsin, wo er seit (390 gelebt hatte, anr (2. Januar (396 vorm. ^ (0. verlobt im Auni (35^s, vernnählt zu Schönow 6. September (855 mit Nertha Elisabeth Klara dlugnste von der Ostena. d. Ls. Schönow, geboren zu Schönow 26 U7ärz (357, gestorben zu Neriin (Elisabeth-Krankenhaus) (6. August (890, beigesetzt zu Udarsin. Sie war die Tochter des Landschafts- nud Landrats Nudolf v. der Osten auf Kratzig, Schönow ro. und seiner Gemahlin Ferdinande geb. v. der Osten-Udarnitz. Neider Kinder, (3 Söhne und 7 Töchter) sind: s) Elisabeth, geboren zu Groß-Tromp ch chuli (356, gestorben daselbst 9- chanuar (357. b) bsellmuth Nudolf bvilhelm Heinrich, geboren zu Schünow im Kreis schwitz (8. chuli (357, gestorben zu Nerlin 25. dlugust (375. c) Margarethe, Ivilhelmine Bertha Ferdinande, geboren zu Groß-Tromp f. Dezember (358, verinählt zu Sassenburg 26. Knni (333 mit Heinrich von Tnekevort auf Ivarsin, Rittmeister a. D. (Ivarsin bei Falkenberg i. p.), (s. S. 222). 6) Heinrich 22udols, geboren zu Groß-Tromp, Kreis Airanusberg i. Ostpr. ((). Dezember (3.59, getauft zu A>ranusberg. Gr besuchte die Vorschule in Königsberg i. pr., bann das Friedrichs - Gymnasiuni in Berlin bis (373, genoß von (373 — 7^ Privatunterricht in Steinort in Ostpreußei, und vollendete seine Schulbildung von (87t( in Dresden, woselbst er erst das v. vitzthumsche Gyinnasinm besuchte und dann das Kgl. Kadettenkorps absolvierte. Am (5. Mai (875 wurde er als Zögling des letzteren in der Kirche zu Dresden-Neustadt konfirmiert. Die militärische Laufbahn hat folgende Ttappeu aufzuweisen: Charakterisierter Portepee-Fähnrich im 2. Thüringischen Zufauterie-Ngt. Nr. 32 zu Menningen am hü. April (873, Portepsesähnrich daselbst am (2. November (873; Besuch der Kriegsschule in Tngers voiu (. Oktober (378 bis (6. Znli (379, Sekond- Lieutenaiü im genannten Ngt., Koinmando zur 21Iilitär-Turnanstalt in Berlin (832—33, 2ldsutaut II 1/32 in Uersfeld von (385--(339, Premier- Lieutenant s6. Februar (889, Hauptmann und Kom- pagnie-Thef (^(. September (893, Geueralstabsreisen l3s)^ und (9O(, Konnnando zun, Lehrbataillon in Potsdam (39>5—21Iasor aggregiert dein Grenadier-Ngt. „Friedrich d. Große" (3. Ostpreuß.) 22r. ^ zu 22astenb„rg am 27. Zanuar (902, Bataillons- Konnnaudeur des I. Bataillons des Zusauterie- 2Igts. „Herzog von Holstein" (Holsteinisches) Nr. 8ü. in 22endsburg an, (3. Kuli (903. Nahm am (ch April (907 den Abschied, wurde mit Pension zum char. Oberstleutnant befördert und erhielt die Trlaubnis, die Uniform des 2. Thnring. Hnf.-Ngts. Nr. 32 zu tragen. IVnrde am 3. Ulai (907 zum Kaunnerherrn deiner Hoheit des Herzogs Georg von Sachsen-Uleiningen ernannt. Grden, Medaillen: 2. April Mä Herz. Sachs.-Trnesti- nischer Hausorden II. III., 2. April MS derselbe I. IIb, ^2. Dezember zg>)Z, Militärerden Ann Uenlo cl'Kvi?:, 22. März M? Lrinnernngsniedaille an Kaiser UAlhelm I., ^8>Z7 Grden roni chinesischen doppelten Drachen lll. Kl. 5. Stufe, ^8. Januar Roter Adlerorden IV. Kl., ^8. Juni ^oz Dienstauszeichnungskreuz für 25 jährigen Dienst. (338 übernahm er die Verwaltung des Uitterguts Almerswind fcs. (200 Ulorgen) (Kreis Sonneberg, S. Uleiningen). 7lm (8. September (33^ vermählte er sich (Verlobung I(. Juli (833) zu Alinerswind mit Kornelia (Nelly) Frieda T:n>na Zlgnes Thekla Jenny von Uttenhoven, geboren zu Tobnrg (t). Februar (36-( als einzige Tochter des S. Ulei- ningischen Kannnerherrn, Oberbergrats und Nitter- gntsbesitzers Heinri ch Gottlob von Uttenhoven zu Almerswind (geboren 4. Dezember (323, gestorben zu Saalfeld (3. Februar (338) und dessen Gemahlin Thekla Ularia geborener von Steinau - Steinrnck (geboren zu Tobnrg ((. September (83ch gestorben zu Tobnrg 22. Dezember (90(.) (Almerswind.) Dieser The entsprossen: na) Otto Heinrich Friedrich Karl Gisebrecht, geboren zu Uleiningen 23. August (333, wurde Ostern (905 nach bestandenemAbiturientenexamenFähnrich im Dragoner Ngt. „Frhr. (von Ulantenffel" (Nheinisches) Nr. 3, konnnandiert zur Kriegsschule Hannover, dann mit Patent vom (3. Februar (905 Leutnant im selben Negiment, wurde am (. Oktober (HOS bis 30. Hnni (907 zu der nenerrichteten Ofsizier-Neitschnle Paderborn konnnandiert. - 230 - bb) Margarethe lMarga) Tnuna Filarie Tlotilde, geboren zu Uersfeld 3. Dezember 1887, getauft daselbst Ib. Januar 1388. ee) Thekla Nertha Tlisabeth ssnlie Johanna, geboren zn Nünningen 28. November 1891- o) Ferdinand, geboren zn Gross - Tromp 3. Niärz 1361, gestorben daselbst 9. August 186h t) Zlgnes, geboren zu Grosz-Tromp h Juli (862, gestorben zn Sassenburg 1H Nkai 138h <;) Iseinrich Ivilhelm Julius geboren zu Grosz-Tromp bei Nraunsberg so. Oktober 1863, seit H3. Oktober 133^ Leutnant im Grenadier - Ngt. „Kronprinz Friedrich KAIHelm" zu Nreslau, s8sj7 Oberleutnant und komm, als Adjutant zum Nezirkskommando iu Schweidnitz, versetzt 13. Dezember 19OO als Isaupt- maun uud Koinpagniechef in das Füsilier - Ngt. „Feldmarschall GrafMoltke" sSchles.) Nr. 38 zu Glatz, dann in das sjms.-Ngt. Nr. 3is (Schleswig), Thren- 2Atter des Iohanniterordens, verlobt zu Gber- Glauche (3. Septeiuber 1888, vermählt zu Ober- Glauche (2. Juni (889 mit bsedwig Nosalie Sara Gertrud Dorothea v 0 nKesscl, ältester Tochter des Albrecht von Kessel auf Ober-Glauche, (daselbst gestorben 28. Februar (893, alt 63 j)ahr s M. 11 Tg.) uud seiner Gemahlin Anna, geborener von Neinersdorfs - (2aczenski und Tenczin, geboren zu Ober-Glauche (7. März (367. Neider Kinder sind! an) Tberhard illlbrecht hsellinuth, geboren zu Nreslau Juni (89t), getauft am 2V. j)uli s8c>0. bb) Au na Nertha bsertha Tlisabeth, geboren 19- Oktober 1892 in Nreslau. oc) Lsellmuth Kurt Albrecht, geboren 3. j)uli (897 zu Schweidnitz. - 25( - Ii) Bertha Tlara, geboren zu Kassigkehinen bei Schmalleningken (((. Juni (865. (pyritz.) i) Friedri ch Karl, geboren zu Kassigkehinen 6. Januar (867. Ging, nachdem er in Mecklenburg einige ))cchre die Landwirtschaft gelernt hatte, nach Amerika, um selbständig wirtschaften zu können. (Marion, (Guadeloupe, Texas), verheiratete sich mit Dora Amalie Friederike veselerI) geboren 28. Juni (872 in lvelforc, Kendale Tounty, Texas. veider Kinder sind: m>) bselmuth Viktor, geboren 5. November (898 in Seguin, Guad. T. Tex. bb) Lily Gerda, geboren 2t). Januar (90( in Seguin. oc) E l s a Ukargaretha, geboren (0. August (905 zu Grab. Guad. T. Tex. II Felix, geboren zu Kassigkehmen 2s). Mai (368, gestorben in Königsberg 6. Mai (869. I) Flora Valeria, geboren zu Königsberg i. pr. 2(. September (869, gestorben daselbst (370. m) Albert Ihugo ErHardt, geboren zu verlin I. Mai (87(, getauft in der Invalidenkirche daselbst, vis zum (2. Jahre erhielt er Unterricht in Sassenburg, besuchte dann die Gymnasien zu Dramburg, Star- gard und Garz a. G. bis Sekunda inkl., widmete sich darauf seit (89( dem Grostkaufmannsstand in Hamburg, Leiter eines Export- und Import-Geschäftes; verlobt am 23. Juni (896, vermählte sich zu Ifamburg am 2ch August (897 mit Edith Grace Sarah Fyi Pore of Pole Pore,-) geboren 9. April (375 in Sidney, aus alter Familie Irlands. ') Eltern: Karl Beseler, (geb. ö. September M?) kam mit 5 Iahren nach Amerika, und klunna geb. kluirtz (geb. Gktober MS) kam mit 5 Jahren ebendahin. 9 Zweite Tochter des Edward Pore in London. vhre Kinder! an) Soh??, geboren 22. 0????i (898 Ha?i?bnrg, gestorben ZO. ()uli (898 daselbst, bb) Viktor Td?vard Adalbert Ivilheln?, geboren 8. September (899 in Hamburg, getauft an? ,2. Sept. cc) Tdith Clara Margarethe Zlgues, geboren 22. Juni fs)t)b zu Hamburg, n) Nurghard Leo, geboren zu Nerlin 2f. Juli (373, getauft in der Zionskirche daselbst. Cr besuchte von (383—(89U das Gp?i?uasi??ii? zu Stargard i. Pom., vou (39L>— f392 dasselbe in Garz a. O., ging von Neufabr (893—März (89^ in die Anstalt des vr. G??de??atz in vreslau und trat dann als Fahnenfunker in das Grenadier-Ngt. „Kronprinz Friedrich Micheln?" (2. Schlesisches) Nr. ff ein. vom Oktober (39^—Mai (89Z besuchte er die Kriegsschule in Anklam und wurde am f3. Oktober (39^ zum Portepee - Fähnrich ernannt. Am f8. August (89Z wurde vurghard Leutnant in seinem Negiment. dlußer Kommandos zur Gervehrfabrik und zum Pionier-Natl. wurde er am (6. Dezember (c>g2 zur Unteroffizierschule nach Potsdam versetzt. s)m Jahre (9U7 wurde er von der Unteroffizierschule abgelöst und kam wieder in sein Negiment zurück, dessen Uniform er die pmhre über in Potsdam getragen hatte; wurde aber bald darauf als Oberleutnant zun? Nezirkskommando zu Striegau kommandiert. Lr vermählte sich an? 6. April fffvH zu Görlitz mit Katharina Charlotte Margarethe von Iverder, geboren an? (s). f)uni (372 zu Grost- Guttowp bei (vreschei? (Lez. Pose??), Tochter des Nittergutsbesitzer Trust von Iverder und der Frida, geb. Gräfin v. vlumeuthal, (beide verstorben und zuletzt wohnhaft in Görlitz.) Sohn: an) Nurghard Julius Alexander Ivaldemar Günther, geboren zn Potsdam 2. Juli s9, gestorben zu . . . s8 . ., vermählt zu Grünrade . . . f8 . . mit Tarl Johann Zeutsch, auf Plönzig, Nonnnissionsrat, gestorben zu Grünrade 26. Januar f832. <2. Caroline ID i l h e l in i n e, geboren zu Grünrade 9- Dezember PM, gestorben zu Neriin Februar s863p) verinählt zu Grünrade f3 . . mit ... von Atünchow auf Batzdorf bei Landsberg a. ID., Hauptmann a. D., gestorben zu f9> November f3^2. O. Zluguste Friederike, geboren zu IDarsin 7. Alärz s793, gestorben zu IDarsin 5. Februar f869, vermählt zu Flatow Nlai f8f6 als dessen 2. Gemahlin mit Georg Friedrich von Sydow, Ngl. preußischen Gberst a. D., zuletzt Gberstlieutenant und Nonnnandeur des f. Nataillons 8. Landwehr-Ngt., geboren zu Herrcn- dors 23. Februar l?7H gestorben zu 23. Illärz f339- lr. G ustav Adolf, 2) geboren zu Nuhdamm oder Petershagen 7. Februar k?96, gestorben zu Potsdam fv. Dezember 1839, dein f. Garde-Ngt. zu Fuß ein, machte den Feldzug ftp H/s 5 mit, wurde f3f9 Lieutenant bei dem genannten Negiment in Potsdam, f3IH wurde er bei Paris verwundet. Gr starb als Hauptmann im f. Garde-Ngt. zu Fuß; vermählt zu Potsdam f 7.November s 825mitLouison ZlugusteFranziska von S ch l a b r e n d o r f, geboren zu 3. Februar f3OV, gestorben zu Potsdam 25. Februar f827, Tochter h Sie liegt begraben auf dem Friedhof der Ierusalemer- und Reucn-Rirche hilterer Teil) — f. Dierteljahrsschrift für Heraldik ic. XX VI, S. tZ-t. 9 T. v. Reinhard, Gesch. des Kgl. preusz. ;. Garde-Regiments zu Fuß. p. sos. — Stettiner Archivakten ! Fyy ist er noch minderjährig und bei der Mutter in Zoldin. ist er Lieutenant bei der Garde zu Potsdam und auch ;82v noch minderjährig, getraut wurde er zu Potsdam in der Hof- und Garnisonkirche. des Chef-Präsidenten der Gberrechmmgs - Kammer v, Schlabrendorf. beider Sohn war: (. Gustav Adolf kvilhelm Ferdinand, geboren zu Potsdam (7. September (826, getauft am 29- Oktober d. I2)- Trzogen ini elterlichen pause, besuchte er das Gymnasium zu Potsdam und die Nitterakademie zu Nrandenburg a. p. Am (s). Januar (3^H wurde er in das Garde-Pusarcn - NegimentI zu Potsdam eingestellt, am ((.Iuli d. I. zum Portepeefähnrich, am fis, Januar (8^5 znm Sekoirde-Lieutenant (mit Patent vom gleichen Tage) befördert, von (35 ( bis (853 war er zur Attlitär-Neitschule kommandiert, am (2. Akai (353 schied er aus dein aktiven Dienst aus und trat zu den beurlaubten Offizieren der Kavallerie (. Aufgebots 2. Nataillons (Stettin) des (. Garde-Land- wehr-Negiments über. Am (8. Januar (855 ließ er sich fedoch als Sekonde - Lieutenant im 2. Iäger- bataillon (mit Patent vom (6. Akärz (8^(7) reaktiviereir. Die höheren Chargen erfolgten wie nachstehend: (7. August (853 Premier-Lieutenant (Patent vom gleichen Tage) 3(. Alai (85s) Panptmann, (8. August (360 Tompagnicchef, ((. Dezember (363 Versetzung in das 5. bvestfälische Infanterie-Regiment Nr. 53, (2. August (36s) Major (mit Patent vom gleichen Tage), (6. Juli (870 zum Kommandeur des Füselier- Nataillons des genannten Negiments ernannt. Im Feldzug (870 war er vom (6. September bis 8. Juni (37( Kommandeur des Ersatzbataillons des mobilen Negiments. Nach (37^ als Oberstlieutenant zur Disposition gestellt, versah er das Nezirks-Kommando in I Pos- und Garmsoukirche zu Potsdam. I vgl. auch r. lNcyeriurk, das Kgl. Preußische Garde-Pusareu- Regiment. 256 - Neuss bis zu seinem zu Luis am 9. pnni (879 erfolgten Tode. Tr nahm an den Feldzügen (366 und (870 teil und zwar (866 gegen die deutsehe Nundesarmee in den Gefechten bei Neithartshausen und Zella Znli), Rissingen ((0. puli), kvaldaschaff (so. Snli), Aschaffenburg ((^(. puli), Tauberbischofsheiin (2H. puli), Gerchs- heim (25. Zuli) und der Neschiessung kvürzburgs (27. Zuli). Znr Feldzug (87O/7( erwarb er sich im Treffen bei Saarbrücken (6. August) das Ti ferne Rreuz 2. Rlasse und machte das Gefecht am IZois cls Vaux ((7. Zlugust), sowie die Schlacht bei Gravelotte ((8. August) mit. Am (9. Mai (3^9 hatte er sich zu Berlin vermählt mit Olga «ranra hsenriette Ottonie Noberta von kvedel, des Rgl. preusz. Bberstlieutenants Otto v. kvedel, vormals bserrn auf k)akenfelde, und der ^iaura geb. Schröder Tochter. Sie war geboren zu Rolberg (0. September (328 und starb daselbst 9- Zuni (88(. Dieser The, die am 27. Mai (872 geschieden wurde, entstammt: 0 bsedwig Louison Adolfine traura Ottonie Tnuneline, geboren zu Potsdam 5. Mai (85(1 erzogen im Rloster peiligengrabe bei kvilsnack i. d. priegnitz. kvurde vo>i ihrer Tante Valeria v. Tnekevort ((827—(89^1 s. S. 255) an Rindesstatt angenommen und verblieb bei ihr bis zu ihrer Vermählung in Nerlin am 50. März (889 "üt Paul v. Nlücher sa. d. bsause Teschow). Dieser, geboren am t0. November (855, war Rittmeister und Tskadronches im (. brandenburg. Dragoner-Ngt. No. 2, dann ZZezirksossizier zu prenz- lau, woselbst er am (5. Oktober (900 starb. 4. Karl Wilhelm Christian und seine Nachkommen. (Abgestuedener Hohen - Zietlzrner Zweig.) Aarl kvilhelm ThristiairF) gebore,t zu Höhen-Ziethen 22. Dezember s777, gestorben zu Höhen-Ziethen 3. Zuni s82h ans Höhen-Ziethen, kvuthenan und Marienwerder, studierte zunächst zu Frankfurt a. O.F) war s7s>9 ikregiernngsreferendar iu Stettin, wurde im Ausaug s8O0 Sekonde-Lt. im Dragoner- Ngt. Nr. 3, erhielt km Februar s8O^ gesetzlichen Abschied, vermählte sich zu Derlin 23. April sLviz mit Ernestine Friederike Johanna Emilie Nicht er, geboren zu Derlin f73s>, gestorben zu s3 . der zweiten Tochter des Geh. Obermedizinalrats lär, Thristian Friedrich Nichter zu NerlinF) Die Ehe wurde geschieden. Sie vermählte sich 3. Mai s820 wieder init dem Gutsbesitzer Heinrich Levin Nethmann. Neider Ninder sind: 2 Söhne und H Töchter. h Eugen, geboren zu Höhen-Ziethen s302, gestorben daselbst H. Znli s8O3. 2. Zllexander »suis Emil, geboren zu Höhen-Ziethen s2. April l8O7, gestorben zu Dirkholz sg. Akai s3s)L>t war 9 S. oben Seite 208. — Stettiner Akten: Tr war ^788 noch minderjährig. war er Regierungsrefcrendar in Stettin. ^8tv lebt er nach des Vaters Tode auf Hohen - Ziethen. Gelegentlich seiner Abstattnng der Lehnspslicht in diesem Fahre gibt er an, daß er bereits lehnfähig beerbt sei und einen Sohn Namens Alexander Louis Tnnl habe, vcrgl. auch A lcmpin u. Ar atz, vasallcntabclle von fAnklamscher Areis.) Nach Friedländer a. a. B. wurde er 25. 50. Nr. 59. als ard. lib. in Frankfurt a. B. insribiert, irz-muas. ueaä. vsäiu. lin Stettin vorgebildet) t> jährig. 9 (Stettincr Akten.) - 2^0 Offizier bei den Garde-I)nsaren zu Potsdam, dann trat er in den Dienst der Niederschlesisch-Märkischen Tisen- bahnverwaltnng nnd wurde nach Deendignng seiner Lehrzeit angestellt als Stationsvorsteher zn Frankfurt a. O. Tr vertaufte an seinen Schivager Magnus von Onillfeld das väterliche Gut I)ohen-Ziethen2) Tr verinählte sich zn Frankfurt a. O. am sZ. Februar s3^3 mit M a r i a Tecilie von plessen, geboren zu Flatenv 6. Oktober s3ss, gestorben zn Frankfurt a. G. 26. Mai f36tf, der Dochter des Landrates Georg von Plessen auf Flatow nnd dessen 2. Gemahlin Taroline geb. von Rnobelsdorff, nnd hatte 2 Töchter: 2) Tochter, Zwilling mit Nr. 2, geboren nnd gestorben zn Dünzlau 2. Dezember s8^8. b) Zda dlngelika, Zwilling mit Nr. h geboren zu Dünzlau 2. Dezember s8H3, gestorben daselbst s2. März s3^y. c) Maria Tlisabeth, geboren zn Frankfurt a. O. 20. Oktober s35s, vermählt I. zn Friedeberg s3. März s87s) nüt Franz von Langenn-Stein keller, Major a. D., gestorben zu pntbns 2. Februar s335; II. zn Friedeberg, 2<). Juni s336 init Trust von Langenn- Steink eller, Majoratsherrn ans Dirkholz nnd Schönfeld (Dirkholz bei Friedeberg i. N.) 2. bsenriette Zuliane Täcilie Angelika, geboren zn bsohen-Ziethcn s6. Znni s309, gestorben zu Teplitz s3^3 im Sommer an der Tholera, nach längerer Zeit von dort überführt nnd beigesetzt in Lsohen-Ziethen, vermählt zu s323 mit Tnrt iMagnns von Oni Ilfeld ans bsohen - Ziethen, (er war in zweiter The vermählt gewesen mit Tmma von Zabloeka, die ihn überlebte,) gestorben zn bsohen-Ziethen 2. März s387D) 9 (Stettincr Akten.) 2) vcrgl. „der deutsche lscrold" )SS7, S. Fa»nlic>nLhronik. 2^ Nerouika') Cecilie, gebareu zu Isaheu-Zietheu 23, September s3sO, sulius zu Stettin,) gestorben zu U2ar»itz 2s. August s3s>0, 30 liahr alt, vernuilstt zu bioheu-Zietheu ,...'. s830 mit Julius Friedrich Ivilhelm Hellmuth v 0 u der Osteu, aus Warnitz uud Warteuberg iu der Neumark, 2Atter des s)ohauuiterordeus, geboren zu Warnitz s. Januar s303, gestorben zu Warnitz 30. November s363. ') sStettincr Akten.) IV. Etil. Geschichte und Erwerbung der Guter durch die Familie. Uber die niederländischen Güter ist leider wenig und Unzureichendes bekannt. Der erste Tnckevoirt, von dein ab die Staiumfolge gesicher t ich der Nitter s) e a n ^), wird als seiAveur von N eßel a e r und Gordon ck bezeichnet. Näheres über diese Güter und die Dauer des Nesitzes in der Familie wissen wir nicht. Die Herrschaft veghel besaß der Kardinal IDilhelm, ve rerbte sie in seinem Testament an seine Großnichte Agnesch Uli ichielsen von Tnekevoirt, vermählt mit Peter Ulathias Shoolers, deren Sohn Gottfried sie dann innehatte. GottsriedI. U ttchielseu von Tnekevoirtp) der Neffe des Kardinals, hatte die Herrschaft Ranst in der Nähe von Antwerpen seit sbZc durch Kauf erworben. Sie ging dann nach seinem Tode dessen älteste Tochter IaoquelineH über, welche die Herrschaft ihrem Gemahl dem Nitter Uohann v o n N e r ch e m als Utitgift zubrachte. Das Hauptschloß der Herrschaft Nanst heißt Gevenberghe, es stannut aus dem sZ. Jahrhundert, ist wohl erhalten und heute im Nesitze der Familie de Gilmann. Ts ist ein prachtvoller Nesitz am Nande schöner 'välder gelegen. Nanst und Gevenberghe liegen u S. oben Seite -> S. oben Seite W. S. oben Seite tt2- h S. oben Seite t52> - 2-^8 - nur wenige Kilometer von einander entfernt und sind in einer Stunde mit der Vioinal-Dahn von Antwerpen erreichbar. Die alte Kirche nebst dein ganzen Dorfe wurde vor 50 Iahren ein Kaub der Flammen und sind daher dort keine Grabsteine mehr zu finden. In seinen autographischen Auszeichnungen erwähnt der Generalseldmarschall Adrian Gras von Gnkevoert, daß die Güter seiner Voreltern teils in der Champagne (Ghampignia), teils in und um Diest sZZrabant) liegen. Das Hauptgut heiße Schwarzwasser und sei von ihm seiner älteren Schwester Johanna, der Äbtissin „Helene", zur Lhre Gottes und zur -Lrbauung eiues Klosters geschenkt worden. Dies Kloster ist das noch heute bestehende S. Darbara-Kloster zu Diest. i» Biederösterreich, Der Begründer der österreichischen Linie, der General- Feldmarschall Adrian Gf. v. Gnckevoirt erhielt durch seine Gattiii, die geborene Gräfin von IBerdenberg, die Güter: Gravenegg, Gravenwörth, Schönberg, IBindorff, Gngelniansbrunn, Seibern, paumgarteii, Pierpauiiib, Attirlandts, Bösen-Thürrbach, IBeiekherstorff, Bughoff welche sein Sohn Johann Ferdinand FraiiZ Gras v. L. zur Grundlage eines Primogenitur-Fideikommisses inachte, fs. Anlage unten). Die Güter hatte des Feldmarschalls Schwiegervater, der Graf Johann Baptist v. lverdeiiberg, aus der böhmischen Bebellenbeute für MO0O Gulden bei einein Taxwert von os. Z50t)tlt) Giilden käuflich aii sich gebracht. Zlußerdem hatte des Feldmarschalls Geniahlin im sFahre s6ö3 (8. Februar) von Tarl Gnsebius Alraskv, Freiherrn >) velffe a. a. O. IV. S. P2. v. Dubs das Gut Swoysio in Lohmen für fOZOO Gulden gekauft. Ferner hatte der Feldmarschall die dem Tröka von Lipa confisoierten Güter Ledetsch und Hantr, beide auch in Z5öhmen, geschenkt erhalten. Gr verkaufte sie aber schon an den Grafen v. Ivaldstein wieder. H vorher schon war ihm das ehemals v. Grailsheimsche eingezogene Gut Ivalsdors im württembergischen Gbersranken zugewiesen.^) H INitteilung des Herrn Jos. Teige in Prag, in „der Deutsche Herold" t88-t- (5- t2? auf Anfrage Seite tü>- h tllürtteinbergischc Dierteljahrhefte für Landeskunde, X. K Ld. VI. S. ZS7: Stalin, Schwedische und kaiserliche Schenkungen während des Zo -jährigen Kriegs. f. Mctllmmmdcmf. Daniel Friedrich von Enekevort fh f7fö) erwarb im verein mit seinen Schwestern dos Gut vietmannsdorf sKreis Königsberg i, Neumark) zunächst zur Newirtschaftring, und schloß ch cl^ Malchorv >7. April )630 mit den Besitzern, den Töchtern des verstorbenen Gberstlieutenants Georg Friedrich von 7trnimb resp. deren Vormund Sebastian Georg von Ivedcl einen Iviederkaufskontrakt sbestätigt vom Kurfürsten cl, cl. Töln )6. Januar )632),-) wonach „dos Gut viet- monnsdorff, weil es in communicme nicht länger Hot können beibehalten werden und fast ganz verwüstet gewesen, cum pertinentns, zuförderst auf oder Jahre und dann hiernächst von 20 zu 20 Jahren vor und uinb 2666 Tholern und )6 Groschen" wiederkäuflich verkauft wird, von der Kaufsumme erlegte der Käufer 2000 Thaler bar als Anzahlung. Im Zusammenhang mit der Erwerbung des Gutes steht ein vergleich Daniel Friedrichs mit dem Magistrat der Stadt Templin cl. cl. f6. Dezember f63^ wegen der Teilung der wüsten Feldmark Bastorff. Schon nach einem im Katsarchiv aufgefundene!? Abschied zwischen der Stadt und Joachim von Holstendorf auf vietmannsdorf sei in einem darin angeführten Kaufbrief vom Jahre f^3^ zwischen den v. Greiffenberg und der Stadt vorgeschlagen, da letzterer die h S. oben Seite ^S2. h Geh. Staatsarchiv Berlin: Acp. 7S, II. II. Sö. fol. V-NS. - 256 Hälfte sowohl der Gerichte eils auch der Feldmark selbst zustünde, eine Teilung vorzunehmen. Auf Grund dieses Vorschlags erfolgte nunmehr die Teilung der Alark unter Angabe der nunmehrigen Grenzen. Die kurfürstliche Bestätigung erfolgt ct. cl. Töln s3. s)uni s637.H Noch s69o besaß Daniel Friedrich das Gut. Ob er es dann verkauft hat, ist nicht bekannt. Jedenfalls nennen s699 die (s6s)3 beginnenden) Kirchenbücher einen Otto Friedrich von Lso Itzendorf als Trbherrn und Patron des Gutes; die Holtzendorf haben es bis in das s9- Jahrhundert besessen, dann ging es in die Hände eines Herrn von Stein über und befand sich (s333) im Besitz des Berliner Bankiers Leipziger. H h Geh. Staatsarchiv Berlin: Rcp. 78, II. B. 88. fol. tos—tlt- 'I Lt. Mitteilung des Pfarrers Thiede zu victniannsdsrf M8. Vogelfang, der Panptbesitz der brandenburg-pommer- schen Linie des v, Enckevortschen Geschlechts, liegt eine Meile östlich von Rckermünde iin Regierungsbezirk Stettin der preußische» Provinz Pommern, nicht weit von dem Paff, in einer von Miesen und Polzungen umgebenen Gegend. Der Erwerber des Gutes ist Bernd Friedrich sl.) v. Encke- vort fs. S. s63). Gr hatte über dem alten aus den Zeiten der Burg noch stammenden Kellergcwölbe s?2t) mit dem Dan eines neuen zweistöckigen Mohuhauses beginnen lassen. Das gegenwärtige Schloß, erbaut in den Zähren s8chö bis s8H7 durch Eduard Friedrich v. Enckevort, hat ein Erdgeschoß, in welchem alle Räumlichkeiten für die Mirtschast sowie die Keller liegen, dann 2 Etagen und Dachraum. Zu der s. Etage sind die Mohn- und Gesellschaftszimmer, ein durch beide Etagen gehender Saal von 2g Fuß pöhe, -st) Fuß Tiefe und 58 Fuß Länge, eine Bibliothek, die über Bände zählt, ferner Münz-, Massen-, Gemmen- und andere Sammlungen, zu denen die kleinen in den Türmen liegenden Zimmerchen passende Gelegenheit geben. Zu der 2. Etage sind verschiedene Gast-, Billard-Zimmer usw. Das Dach ist ganz eigener Konstruktion, indem es eigentlich zwei nebeneinander stehende Dächer sind, über welche zur pälfte die Ringmauern ragen, die mit Zinnen verziert sind, und von denen wieder eine platte Bedachung von Asphalt bis zu den beide» Dächern reicht, so daß hierdurch rings über das Gebäude ein breiter Asphaltgang um das Dach führt. Das Regenwasser wird hier in Rinnen aufgefangen, die 260 - mit Trichtern versehen sind, durch welche sie es in de» inneren Dachraum leiten, wo es in Reservoirs aufgefangen teils durch Röhren in olle Etagen geleitet, teils, wenn den Behältern zu viel Ivasser zugeführt wird, durch Rinne» noch außen abfließt. An der Südostseite des Hauses war ein geräumiges Treibhaus von 70 Fuß Länge, 2fl. Fuß Breite und 22 Fuß Höhe, welches im Innern einen Balkon, zu welchem zwei Treppen führen, hat, der mit der ganzen lvohnetage in gleicher Höhe sich hinzieht, und der von einem daranstoßenden Saale nur durch eine Glaswand getrennt ist, die gleichzeitig die Tingänge zum Treibhaus von oben erhellt. Die ganze Länge des Gebäudes beträgt inkl. der hervorspringenden H Lcktürmchen s75 Fuß, und ebenso die Tiefe 75 Fuß. vor dem Gebäude befindet sich eine große 8 Fnß ansteigende Rampe, welche soweit von dein Hause absteht, daß nicht allein dieFenster des Erdgeschosses Licht erhalten, sonder» auch unten bequem ein Ivagen vorfahren kann. Dieselbe ist durch einen Bogen, gleichsam wie durch eine Brücke mit der Front des Herrenhauses verbunden, zu dessen Vorhalle ein offenes Portal mit 3 großen Türen führt. Die Vorderseite des Schlosses isi dem Haffe zugekehrt, von dem es nur durch lviesen getrennt, bei gewöhnlichem lvasserstande etwa f500 Schritte entfernt ist, welches aber bei Überflutungeil manchmal bis auf 50 Schritte vom Hause heran tritt. Die Aussicht nach dem Haffe, mit den beiden Inseln Usedom und Ivollin, dem gegenüberliegenden Golme und den die Fluten durchfurchenden Dampfschiffen, Segel- lind Fischerbooten ist eine überaus malerische. Das bvasser wird zur linken Seite von Brüchen und Laubholze begrenzt, zur rechten Seite ragen zwischen dem Grün der Iviesen und den dahinter liegende» Feldern, welche der Saum eines lvaldes umkränzt, die schwarze Turmspitze des Erbbegräbnisses unter den Pyramidenpappeln des Friedhofes und daneben die roteil Ziegeldächer des Dörfchens hervor, welches gegen 300 Seelen zählt. Die nächste Stadt ist die Kreisstadt - 2K s Ückermündei dein Schlosse gerade gegenüber am Haffe liegt das Seebad Swinemünde in einer Entfernung van 2 Meilen. An Acker und Miesen gehären zum Gute etwa Margen, alles Übrige ist Maid, teils Riefern, teils Eichen, Luchen, Birken und Elsen. Auch gehören eine Mindmühle, eine Rößmühle, Ziegeleieni, Torfstiche, eine bedeutende Rohr- werbung und Fischereien, namentlich mit dem großen Sammer- und Miutergarne in? Haffe zum Gute. Das Gut vogelsang h gehörte ehemals zum Auklamer Distrikt und war zur Hälfte ein Teil des Amtes Ückermünde, zur andere» Hälfte ein altes adliges Lehugut und zwar ein Lehn der Familie van Bröcker, welche das Gut bis zum Jahre fkös besaß. Iii diesem Jahre verkaufte es Victor vou Bröcker für 7OLX) Tlr. an den damaligen schwedischen Gbristeu, nachmaligen General Rico laus Dankbar vou Lilienström mit den? Lehnrecht und unter Tonseus der Röuigiu Thristine, c>. cl, Stockholn? dei? fk. August skös, ??nd uilter eingeholter Einwilligung seines Agnaten Johann Friedrich von Bröcker. Als dessen Erben in Schulden geraten waren, kau? das Gut pfandweise an den Assessor Schetten- sül oder Schettensielm und den Assessor Laurentius M a de n sti erua, welche den f7. Gktober f6H2 in das Gut immittiert ?v??rden. Ihre Erben verkauften ihr an diesem Gute erstrittenes Recht nebst Schuldforderuugen untern? 20. Akai f7Oa au de» Rriegsfiskal Rocus ?md des verstorbenen Iochin? Ricolaus vo>? Meyers Mitwe für ^732 Rthlr. s7 Gr. Über diesen Ra??f ist an? 3. Rovember s70Z lehnsherrlicher Tonseus erteilt worden. von den letztgenannten Inhabern erwarb deren Berechtigung an? Gute der Hauptmann Bernhard Friedrich v. Encke- vort und zwar das Pfandrecht der Mitwe des Fiskals Rocus an? 2. April f7s3 durch Rauf und vorher den h Die Grundlagen der folgenden Ausführungen bilden Auszüge aus den in? Agl. Staatsarchiv zu Stettiu beruhende?? Akten. - 262 — anderen Teil van seiner inzwischen verstorbenen Schwiegermutter von Meyer, Zu solchem Recht besaß der Hauptmann von Enckevort das Gut Vogelfang, als sich die Familie von Lilienström auf sein Ansuchen veranlaßt fand, ihm auch die Lehnsgerechtigkeit an dem Gute zu verkaufen, Ts erfolgte diese Erwerbung durch die mit dem (Obersten Zakob von Lilienströ m geschlossenen Verträge vom 8. August s720 bezw. vom s6. Zum s722. Am s6. Zuli s720 richtete der Hauptmann Bernd Friedrich von Enckevort eine Tingabe an den König, in welcher er die durch ihn erfolgte Erwerbung des Gutes vogelsang mitteilt und um die landesherrliche Konfirmation und Belehnung nachsucht. Da er aber nur einen einzigen Sohn und viele Töchter habe, so bittet er, in Vorsorge für seine Töchter, das Gut in ein Kunkellchn zu verwandeln. Die hinterpommersche Negierung zu Stargard erhielt den Auftrag, über die Angelegenheit zu berichten. Sie forderte unterm s>. September vom Hauptmann von Tnekevort zunächst die Tinreichung des Kontraktes mit dem (Obersten von Lilien ström und eine Übersicht seiner iura und melioratianes an dem Gute vogelsang. Am Ende desselben Monats überreichte Bernd Friedrich eine solche Übersicht. Nach derselben betrug der von ihm gezahlte Kaufpreis H722 Rtlr, u, s7 Gr., die auf das Gut verwandten Meliorationskosten 222s Tlr., zusammen 7032 Tlr, s7 Gr. Den mit dem (Obristen von Lilienström errichteten Vertrag über die Abtretung der Lehnsgerechtigkeit konnte er noch nicht mitsenden, da er denselben noch nicht erhallen, aber täglich aus Schweden vollzogen erwartete. Hierauf erfolgte dann ein Bericht der pommerschen Regierung vom s2. Dezember s720 unter Darlegung der tatsächlichen Verhältnisse. An die Lehnskammer erging daraus unterm 2H. Dezember s?20 der Befehl, mit der Kgl. Amtskammer zu überlegen, ob es nicht, da die Hälfte des Dorfes vogelsang zum Amte Üekermünde gehöre, zuträglich sei, auch - 263 die andere (En ck e v or t sehe) Hälfte zu erwerben und dein Amte Uckermünde beizufügen. Gegen diese Möglichkeit wenden sich 2 Eingaben Nernd Friedrichs vom Mai und Zum f?2f, in welchen er vor allem auf die Unbilligkeit hinweist, daß er von dem Gute, das er wüst überkommen und durch saure Arbeit und viele Rosten in die Höhe gebracht, verdrängt werden solle. Er wurde dann bei der allgemeinen Lehnshuldigung zu Stettin am 6. August H2s als Besitzer des Gutes vogelsang zugelassen. Zu dieser Zeit, bis zum 12. Februar s722, wurde ihm übrigens ein zweiter Sohn geboren. An diesem Tage ändert er nämlich durch eine Eingabe an den Rönig sein vormaliges Lehnsgesuch dahin ab, daß er, da ihm in der Zwischenzeit noch ein Sohn geboren sei, zufrieden sei, wenn das Gut nicht in ein Rnnkellehn verwandelt werde, sondern nur auf seine männlichen Leibeserbe» fiele. Die Angelegenheit verzögerte sich, und erst im Zum s72Y drängte Nernd Friedrich unter Überreichung der nötigen, ans Schweden erhaltenen Nachweisungen und Erwerbungsurkunden in einer erneuten Eingabe aus Ronsens und Nelehnung, unter ausführlicher Darlegung der für eine solche sprechenden, rechtlichen und Dilligkeitsgründe. Er spricht in dieser Eingabe bereits von seiner „nombrößen Familie, darunter 6 lebendige Söhne." Unterm 2s>. Zuli s?2c) berichtet dann die pommersche Negierung und Lehnskanzlei unter empfehlender Anheimstellung der Nelehnung. Aber die Angelegenheit gedieh noch innner nicht zu dem gewünschten Ende. Der Grund wird ersichtlich aus einer Eingabe Nernd Friedrichs vom Zuli s7^L>, als er gelegentlich der Landeshuldigung seinen Bestrebungen wiederum Ausdruck verlieh. Er verweist aus seine früheren Eingaben, wie er zunächst angesucht habe, ihm die Güter als Runkellehn zu übergeben, wie aber durch dieses letztere Suchen die Sache ins Stocken geraten sei. „Nachher hat man mich zu disponieren gesucht, diese Güter an das Ückermündische - 26H — Amt zu verkaufen. Du ich nun dies ohne meinen totalen Ruin zu befördern nicht thun können, so bat der Rammer- Anwuld, nachdem ich bereits, laut Anlage sub. uuuo s?2s wegen dieser Güter zur Huldigung admittiert worden, auch solche nachhero viele Jahre besessen, durch einen zudringlichen Prozeß mich dahin obligiren wollen, ex prss- tenso jure protimissos solche abzutreten und hat er zugleich meine sutores, die von Lilienström, eines Lehusehlers beschuldigen wollen, welcher darin bestehen soll, daß sie mmo s?2s nicht selbst gehuldigt, da sie doch zu der Zeit in der Gefangenschast, theils in den äußersten Grenzen des Königreichs Schweden sich befunden und von dem teriuino der Huldigung keine notice bekommen, auch sich darum zu bekümmern keine Ursache gehabt, weil sie mir bereits mwo s720 ihr Lehnrecht oediret hatten, ich aber wie vorgedacht, zur Huldigung admittiret worden bin, Nun bin ich zwar durch die votu pturürm der Rgl. Regierung, nachher durch das in Rerlin abgestattete commissorialische Gutachten von dieser fiskalischen Aotion absolviret, welches durch die mit Ausgange vorigen pahres publizierte auswärtige Urtheil bestätigt worden ist. Allein ich habe die Relehnung noch nicht erhalten. Ich beziehe mich dieserhalb aus die bei der Rgl. Regierung verhandelte ^.cts sub rubra des Domänenraths Lad ewig: die von Lilienström und mich in puncto pruetsnsae cuclucitutis der Dogelsangschen Güter, mit alleruuterthänigster Ritte, bei Gelegenheit der jetzigen Landeshuldigung mich mit diesen von denen von Lilienström erkauften Güter» allergnädigst zu investiren." Gs fand also ein Prozeß des Fiskus statt gegen von Gnckevort bez. die von Lilienström aus zweifachem Grunde, ex ksloniu und ex jure protirniseos, nach dessen glücklichem Ausgange der Staat zur Ginziehung eines verfallenen Lehns berechtigt gewesen wäre. Aber der Prozeß war für den Staat nahezu aussichtslos. Dieser Anschauung gibt auch ein Rericht der pommerschen Regierung und Lehns- 265 — kanzlei Ausdruck, dcu sic uutcrin 20. Dezember f7^O zu erstatten hatte. Dieselbe gibt ihre Meinung dahin ab, daß der Hauptmann v, Enckevort durch den Domänenanwalt „mit keinem Fug Rechtens wegen des Guts Vogelfang und dessen pertinentien in Anspruch genommen werden und daß ihm daher über seine Tession, die er von den von Lilien- ström erhalten, lehnsherrlicher Konsens und darnechst die Investitur nicht versagt werden könne. Denn die erste ihm movirts Huaestion, daß die von Lilieuström als seine autorss zn rechter Zeit nicht gehuldigt, hat in dem Landrecht und und Privilegiis dadurch seine sattsame Entschuldigung, daß sie abwesend und nicht im Lande gewesen, in welchem Fall keine Felonie statt hat" .... und sei ferner „actio ex capits protinüseos in Pommern bei Veräußerungen der leuclorum smptorum vel oblatoruin unerhört und unstatthaft." Sie sind „davor, daß dein Enckevord lehnsherrlicher Konsens und Znvestitur über die erkauften Güter in vogelsang und deren Zubehör cls fürs nicht länger zu denegieren, als ohnedem derselbe durch den bisherigen Prozeß genug gelitten." Trotzdem wurde die Regierung angewiesen, den Prozeß fortzusetzen. Derselbe wurde aber in allen Znstanzen verloren durch die Urteile vom 5. November f75f>, f5. Mai f7H7 und 9. August f7H7. Zm Oktober f7H7 kam dann Nernd Friedrich von Enckevort um Erteilung des lehnsherrlichen Konsenses über die eingereichten Kaufverträge betreffend die Erwerbung von vogelsang ein und bat, demnächst auch die Nelehnung folgen zu lassen. Der lehnsherrliche Konsens erfolgte dann endlich am f8. Oktober s7^7. Am 6. November leistete Nernd Friedrichs Sohn, der Fähnrich Daniel Nikolaus v. E n ck e v ort, in Vollmacht seines Vaters für diesen den Lehnseid und wurde Namens des Vaters mit dem Gute vogelsang belehnt. Am f. Dezember kam Nernd Friedrich um die Erteilung eines Lehnbriefes ein. Er übergab zu diesem Zwecke den Lehnbrief des Herzogs Nogislav von für die — 266 - v. Bröcker, die Urkunde des Herzogs Otto von IZ2» betreffend die Verleihung der Lischerei an die v. Bröeker, sowie den Trbkaufkontrakt von f6os zwischen Bröcker und L i I i e n str ö n:. Am si<. Dezember s7^7 erfolgte dann die Ausstellung des Lehnbriefes über das neue Lehngut vogelsang nebst Zubehör in kvarsin, Luckow, Atönckeberg, Bellin und Damgarten, „Luckow und kvarsin sind Bauerndörfer, Ulönckeberg ist ein kleines Vorwerk, Berndshof und Rarlshof wurden vom alten Bernd Friedrich in der vogelsangschen Heide neu angelegt! ersteres ist ein geringes Vorwerk, das andere eigentlich nur ein Theerofen. Sie machen zusammen das Gut vogelsang aus." So berichtet zur Berichtigung des titnlus possessionis der Besitzer Rarl Gottlob v. Tnckevort i. Z. s76y. f733 Ukärz fs. erschienen zur Lehusmutung in Stettin Gotthilf Thristian v. G. auf Albrechtsdorf und Aar! Friedrich v. T. als Bevollulächtiger seines Vaters Aar! Gottlob. Sie geben an, daß die Pertinenlien Luckow und Ukönckeberg bei einer Separationscommission durch Permutation abgegangen, wie solches ein Separationsreoeß besage. H Durch das Gesetz betreffend die Auflösung des Lehnverbandes in Alt-, vor- und Hinterpommern vom Alärz f867 verlor das Rittergut vogelsang seine Lehnseigenschaft. Zu Gemäßheit des H 6 dieses Gesetzes nlachte im Zahre f87f der damalige Besitzer Tduard Friedrich v. Tnckevort das Rittergut Vogelfang und die demselben zugeschriebenen pertinentien, nämlich Anteil Bellin, Feldmark Damgarten und Ivarsin zu einem Fideikommiß 2) fjch- die zum Lehn berechtigte v. Gucke »ort sehe Familie. Nach der Separation der Lehnsgüter mit dein Landesherren, der die Hälfte derselben besaß, mußte Rarl Gottlob durch Vertrag von: 20. Februar f732, bestätigt am s2. Zuli s78ö, h Dieser befindet sich im Vogelfänger Archiv. -) Die Stiftungsurkunde siehe unten bei den Anlagen. einen Teil seines Gnies: das setzige Tarlshof und Lerends- hof, sowie das Gnt Llönckeberg dein Fiskus ganz überlassen. Das Dorf Lettin nebst Zubehör wurde aber so geteilt, daß etwa jede Partei die Hälfte des Dorfes und der Grundstücke erhielt, und gegen das Lauerndorf Ivarsin, welches zu vogelsang gehörig blieb, das Dorf Luckow abgetreten wurde, hiernach behielt vogelsang nüt den pertinentien Ivarsin und Lettin ein Zlreal von etwa ssOLX) Morgen, wovon später etwa sOOLl Morgen den Lauern als Tigentum abgetreten wurden, welches Gut s735 von Karl Gottlob v. T. für s8LX)v Tr. übernonunen wurde, i. Z. s3O^ einen Ivert von 3V0V0>) Talern repräsentierte, der bis sg7s »ach aintlicher Schätzung auf f^O^22 Taler s2 Silbergroschen stieg. Außerdem berechtigt vogelsang nach dem „Verzeichnis der am s. Zanuar s362 mit landtags- und kreistagsfähigen Littergütern angesessenen Littergutsbesitzer der Provinz Pommern-) zur Autgliedschaft im Herrenhause. Vogelfang hat Z. Z. 25^3 Im Fläche/) davon sind s33 Im Acker, s3s Im Iviesen, 7<) bu Iveiden, sgs? bu Ivald, 22 lur Unland, Ivege zo., s25() bn Ivasser, es gehören ^ Ziegeleien zum Littergut, die verpachtet sind. Das Herrenhaus erhielt s9O6 ein neues Dach, und wurden die Ivasserbassins auf demselben, da sie sich schädlich erwiesen, entfernt, dafür aber ein Ivasserturm mit praktischer Ivasserleitung angelegt. Auch wurde das große Treibhaus beseitigt und dafür ein Ivinter- garten eingerichtet. A l b r e ch ts d o r f, ebenso wie vogelsang im Anklamschen Kreise gelegen, war früher nur ein Vorwerk. Ts liegt ^ Meile von Neuwarp gegen Süden an dem Leuwarpschen See und an der Leuwarpschen und Albrechtsdorfer Heide und Klempin und Kratz, XII. Anklamscher Kreis, Vasallen- Tabelle von ^80H. Lei Klempin und Kratz. 2) Lach dem Hommerschen Güter-Adreßbuch von M5. - 263 - hatte »j ^rug, f Schulmeister, ss) ^uerstellen, s Kapelle, zu welcher die Holländerey Herrenhof eingepfarret ist, uud welche eiu Filial des Pastorats zu Rcuwarp iu der Uecker- müudscheu Synode ist, Fischerei iu dem Reuwarpschen See uud Holzung allerlei Art." Albrechtsdorf, früher wie vogelsang eiu Lehen der vou Nröcker, wurde vou dieseu s728 dem Major Gürgeu Lorenz vou Kleist überlassen, welcher aber uach eiuem vergleiche vom s7. Atärz f738 das Gut an den Obergerichtsrat Gustav Friedrich vou Drücke r verkaufte, vou dem es sein einziger Sohn, der Körnet Gustav v. Drücker erbte. Nach dessen Tode wurde das Lehn gemäß einem Reskripte vom ssst zember s736, dem damaligen Obersten und späteren General- lieutnant und wirklichen Kriegsmiuister Karl Heinrich v. kvedell zu einem neuen Lehen erteilt. Dieser verkaufte das Gut au Gotthilf Christian v. Cnckevort nach einem vergleiche vom s^. September s766, worauf es am 23. Februar s768 allodifiziert wurde, indem der Verkäufer durch den Vertrag zugleich die Verpflichtung, übernommen hatte, beim Könige die Allodifieation des Gutes binnen 3 Monaten auf seine eigne» Kosten zu bewirken. Der Kaufpreis betrug 20000 Tlr., der Allodialbrief zu Stettin am fch März s768 ausgestellt. Die Hälfte des Kaufpreises bezahlte Gotthilf Christian v. C. sofort. Die andre Hälfte sowie 3HD Tlr. für die Kirche zu Rieth wurden in das vorpommersche Konsens- uud Hypothekenbuch eingetragen. Neide Posten bezahlte Gotthilf Christian sehr bald und zwar laut den darüber ausgestellten Ouittungen am f. Juli s?68 und 2j. Oktober s769- Dald jedoch verkaufte Gotthilf Christian Albrechtsdorf wieder an den Kriegsrat von Hill, von dem es f802 Karl Friedrich Heinrich v. Cnckevort für ^3 000 Tlr. zurückkaufte, dessen Rachkommenschaft das Gut noch heute als Allod mit dem Rechte der Mitgliedschaft im Herrenhause besitzt. Albrechtsdorf besaß früher kein Herrenhaus. Albrecht v. Cnckevort, y ssD2, baute das jetzige schöne Schloß nach Ii. Hohrnziethrn und Drvzow, WuthenvU», Prtershagrn, MarienU'evder, Dvpprrplzul. XVIII I>> wach',1. Hohe nz iethenH im Divise Soldin (Benmark) war (KO8 B estandteil des von Bnrgdorfschen Schloßgntes ? erzo w. letzteres wird schon sZ2s erwähnt nnd war (826 in? Besitz der von Brederlow Ins (((02. (563 finden sich die von Bnrgsdorfs auf Derzow, sie desaßen es noch (72^. Beide Güter kamen dann zn Gndc (765 durä? Raus an den Präsidenten Gustav Heinrich von >L n ek e v o r t. Hohenziethen wurde von dessen Gnkel Gmil v. Gnekevort H. Ülpril (352 an seinen Schivager Alagmis von (!) nillfeld verkauft. Derzo w kam in die Hände des Unkels des genannten Präsidenten Alerander von lvnlsfen, der es (328 noch besaß, (32s) aber veräußerte. IButhenow^) im Begiernngsbezirk Frankfurt, Rreis Fried ebcrg, war (77(( im Besitz des Friedrich UAIHelm von Knobelsdorfs nnd wurde von dessen Sohn IBilhelm an den Präsidenten Gustav Heinrich von Gnekevort verkaust. Petershagen3) im Kreis Lelms war vor s(s8O bis tief in das (3. Jahrhundert hinein Stammsitz der Familie von Strantz; von ihnen erwarb es der Präsident Gustav Heinrich von Lnckevort nnd ging dann in die Hände eines Herrn von A lv ens l e b en , dann (323 des Gberamtmanns Karbe nnd (858 in die eines Herrn Schulz nberA) h Bergbaus, Heinrich, Landbuch der llkark Brandenburg und des Markgrafcntuins Nicdcrlansitz in der Mitte des tz). Jahrhunderts. Bd. III, S. u. ^5. Bcrghaus a. a. G. III Z. -^82. 3) Bcrghaus a. a. G. III S. 2^ auch lvohllniick, Lelms III, S. 52I. Kürtow'), (ursprünglich Thuritowe) im Kreise Arns- wald in der Neumark, war (269 ein Gut des Sohauniter- (Ordeus, im (((. Jahrhundert im besitz der von 112 edel, im (3./(6. Jahrhundert der von der Goltz, von letzterem erwarb es im (3. Jahrhundert der Präsident Gustav Heinrich von Tuekevort. Dieser überließ es seinem ältesten Sohne Bernd Gottlieb, nach dessen frühen Tode (<83 der Präsident es wieder übernahm. Ts ging am (<(. Januar (803 für (20000 Taler durch Kauf an seinen Tnkel Bernhard Heinrich von Tnckevort über. Nach dessen Tode kam es wieder an einen Herrn von Ivedel und nach (823 an die Familie von Schlief fen. Marienwerder im Kreis Ppritz gehörte ehemals zum Kämmerei - Tigentum von pyritz, wurde (6((9 von der Stadt dem (Oberstallmeister v o n B u rgsdorff für 9000 Taler verkauft. (763 erwarb es der Präsident Gustav Heinrich von Tnekevort. Dies Sauerndorf wurde als ein Vorwerk des im Soldiner Kreise gelegenen Gutes Hohenziethen angesehen. Magnus von (>Zui Ilfeld kaufte Hohenziethen und Marienwerder nach dem Kontrakte vom 9- April (332 von Tinil von Tnekevort und Schwestern für 33 000 Taler ab. Dobberphul im Kreis Pyritz kam durch vergleich vom 2. November (73( in die Hände des Präsidenten Gustav Heinrich von Tnekevort. Dann übernahm es noch zu seines Vaters Lebzeiten der älteste, (733 verstorbene Sohn Bernd Gottlieb. Groß-Tromp im Kreis Braunsberg wurde (333 von Victor Helmuth von Tnekevort erworben. Gr tauschte es aber gegen das große Gut Kassigkehmeu im Kreis Nagnit (867 ein, verlor letzteres jedoch (369 Folge der (Ostpreußischen Not und Hungerjahre. 9 Bergbaus a. a. B. III S. -M. 4. Garz, Warsm, SMrnlmr K0W0, AllnersU'ittd. „Garz, 2^4 Meilen von pyritz hinter dem Dorfe plöntzig ostsüdostwärts, an der Pläne, nahe an dem kleinen plönesee, welcher bei diesem Dorfe seinen Anfang nimmt, hat (s77s)) s Ackerwerk, ^ Aostäthen, s Schulnieister, 27, Fenerstellen, eine zn der Pyritzschen Synode gehörige Rirche, welcl?e ein Filial von plönzig ist, gnten Meitzenacker, vortreffliche Miesen, Polzungen. welche ans der Feldmark in Gichen und GIlern und ausserhalb derselben in einem Theile der an der Reumärkischen Gräuze gelegenen wüsten Feldmark oder peide Grossen-Stavenow bestehen, gute Fischerey in der Pläne und Mühlen und Rruggerechtigkeit." >) Garz wie auch das benachbarte Rosenfelde waren ehemals alte v. Rred e r l o w sehe Lehen. Gin Teil von Garz und ein Teil von Rosenfelde kamen von Thristoph Friedrich von R red er low an seine beiden nachgelassenen Söhne Friedrich Milhelm und paus Friedrich v. Rrederlow und nach dem Tode des ersteren an letzteren allein, nach dessen Tode aber an den Obersten Joachim Ludolf von A> r e derl o w, den Besitzer der übrigen Teile von Garz und Rosenfelde und eines Teils von plönzig, welche er als alte Rreder- I o w s ch e Lehen nach dem Tode seines Raters Franz Penning v. R red er low als der einzige Sohn am 2s). Aanuar >7^0 geerbt hatte. Gr verkaufte hierauf das ganze Gut Rosenfelde und den einen Teil in Plönzig nach vorangegangener präelnsion der Lehnsfolger nach einein Rergleiche von? 6. Juni s7^s) erblich dem paus von Greiffenberg. Am ') Ri'iiggeiiunm, a. a. G. 278 - f7. s)uni f730 erhielt dieser einen Allodialbrief über die ehemaligen Brederlowschen Lehngüter Garz, Nosenfelde und einen dlnteil in Ploentzig. 71m s6. November s753 wurde auf sein Ansuchen auch die Allodification des anderen Anteils in ploentzig genehmigt, welches er inzwischen von Richard lVilhelm von Schoening erworben hatte. Der dlllodifi- cationsbries ist datiert vom 23. April s750. 7lm 22. Dezember s73H verkaufte Hans von Greifeuberg die sämtlichen Güter an den Präsideuten Gustav Heinrich von Tnckevort für 7V OVO Taler, der sie durch Rontrakt am s2. Februar s793 als Allodialgüter seinem Sohne Georg Heinrich von Tnckevort für 86 000 Taler überließ. Da dieser aber vor Übernahme der Güter starb, vermachte Gustav Heinrich in seinem Testament vom s6. Oktober f30H diese Besitzungen dessen beiden unmündigen Söhnen Trust Heinrich lVilhelm und Gustav Adolf. H plönzig und Nosenfelde überließen die Brüder nach dem Vertrage vom 8. Februar s820 und H. Alärz s82s ihrem Schwager dem Rommissionsrat Zeutsch gegen eine Abfindung von s6 000 Talern. Trust Heinrich lVilhelm übernahm dann auch den Teil seines Bruders Gustav Adolf. Nach dem Tode Trust Heinrich lVilhelms v. Tnckevort im Hahre f35Z erhielt Garz sein 2. Sohn T in i l Hermann. Tr mußte Garz a. PI. für 30 000 Taler nach dem Testament seines Vaters übernehmen. Nach dem Tode Tmil Hermanns s830 wurde Garz von der lVitwe an ihren Schwager Albert v. Tnckevort auf lVarsin verpachtet. Dann übernahm es der älteste Sohn von Tmil Hermann, der Rittmeister a.D. Barnin? Ferdinand v. Tnckevort. Nach der Vasallentabelle von s7Z6'') hat Garz so'ü 6mnd- hufen, Nosenfelde sZ^/gz, plöuzig l7'°ü,., welche s80^ in der Akten im Garzer Archiv unter dem Titel: ,,'kitnlns posses- sinnis von den Gütern Gertz, Ploentzig und Nosenfelde für die zwei minderjährigen Gebrüder v. Tnckevort" rc. Brüggemann a. a. G. Vasallentabelle auf IVOlX), ZOOM und fßOVO Taler eingeschätzt wurden. Nach dem Verzeichnis der am f. Januar f862 landtagsfähigen Nittergüter besitzt Garz Mitgliedschaft zun, Herrenhanse. Garz a. d. Plane hat Z^I Im Fläche, davon sind IH.f Im Acker, ff? Im kviesen, Zf bn Iveiden, ZI I,:, kvald, f Im Ivasser, der Grundsteuer-Neinertrag beträgt K?(kb Ulk. H 1V arsin, im Kreise Pyritz, liegt an der Drehle, einem Nach, der sich in die an der Grenze der Feldmark fließenden Pläne ergießt. Das Dorf wird von der Thanssee Dlankensee - pläntzig durchschnitten, es umfaßt das Nittergut und einige Dauern. Im Jahre f?7ßp) bestand es aus einem adeligen Acker- werk, welches ans verschiedenen vereinigten verwaltereien oder kleineren Gütern bestand, 2 kvassermnhlen, f Prediger, f Küster, 6 Dauern, f Schinied, f Holzwärter, ^6 Fener- stellen, eine zu der Sale,Müschen Synode gehörige Ulntter- kirche, deren Filiale das Dorf Falkenberg ist. kvarsiM) wurde nach einer Urkunde von f23k, die von den, Herzog Gtto 1. fZVO(f) bestätigt wurde, vom Herzog kvladislans von Polen dein Kloster Tolbatz geschenkt, damit die Mönche ihn dafür in ihre Drüderschaft aufnehmen und seinen Gedächtnistag jährlich, gleich den anderen Stiftern, feiern sollten. Seit fZ f0 besaßen die Herren v onDrcderIo w vier Anteile von kvarsin vom Kloster Tolbatz zu Lehn, doch ging ein Teil an die von Tickstedts und der fünfte Teil war ein Allodialgnt, welches einem alten, seit Jahrhunderten ausgestorbenen Geschlecht vonDre w i tz gehörte. Die Drederlows und Drewitz lagen in langjährigen Streit um den Desitz von kvarsin, und es soll der Streit in, Jahre fZH? zu Gunsten der ') Nach dem ponnnerschen Güter Adreßbuch von tSY2. Driiggemami k, t2. Anhang zun, Marsiner Kirchenbuch, von einen, früheren Pfarrer zusammengestellt. — 280 - ersieren Familie entschieden worden sein. Den Drewitzscheil Anteil verkaufte Johann v. Drewitz ain s2. Alärz i^7^s zu Stargard i. p. den Drüdern Günter, Simon, Ditrich und Tewes von Raesecke. Auch mit dein Raesekes lageii nunmehr die Drederlows in fortdauernder Feindschaft, in langjährigen , Prozessen, selbst auch in blutiger Fehde. Die Drederlows führten auch im f 6. Jahrhundert fortgesetzte Prozesse untereinander, mit den Raesekes und den Nachbarin f33O wurde Günter von Raeseeke von Thristoph v. Drederlow im Streite getötet. Drederlow floh, erhielt aber nach einem piahre eineil Geleitsbrief, dieser half ihm aber nichts. Tr wurde in der Nacht des s0. j)uli s33s ans offeiier Straße in bvarsin überfalleii wid ermordet. P333 braiinte fast ganz Ivarsin ab, auch das perreii- haus wurde ein Naub der Flammen. Am f5. Juni sü03 schlössen die Drederlows und Raesekes einen Vertrag, der die Grenzen und Nechte beider Teile genau feststellte. Durch den 30 jährigeii Krieg wurde kvarsin sehr mitgenommen, die kvohnhäuser zerstört, und beide Familien gerieten in die dürftigste Lage. Pieraus entstanden mehrere langwierige » Prozesse mit v. Rothen, v. Ruhiiieiren, v. Ivesen, Neubauer und v. Dillerbeck. Die Schönings auf Lübtow besaßen dann 6 Pnfen, dann erbte Derndt voii Tiekstedt s702 ebenfalls 6 Pufen. Thristoph Friedrich voii Drederlow kaufte das Tickstedtsche Lehn ilach dem vergleiche vom s2. April s7^9 wiederkänslich auf 27 Jahre voii poachim Thristoph v. Tickstedt. Tr löste eiileil anderii Teil des alten Dreder- lowschen Lehns nach dem vergleiche am f7. Februar s733 aii Philipp peinrich Grosse ein und kaufte einen Teil oder eine pufe nach dem vergleiche auch am l 7- Februar s733 erblich voii Johann Philipp Derliiig und dessen Thefrau Darbara Luise geb. v. Tickstedt. Nach dein Tode des Thristoph Friedrich v. Tickstedt fieleii die voii ihm besessenen Teile am 3. Atai s76s seiiiem einzigeil Sohne Thiede Thristoph von Drederlow, Lieutenant im Draunschen Rnfanterie-Negiineiit zu. - 28 s Dieser erwarb nach dem vergleiche am 9- Oktober s77s) auch den fünften Teil oder das Allodialgut von Lnise Juliane Lucie geb. von Kaeseeke, kvitwe des Lieutenants Tustach bvilhelm v. perzberg. vuirmehr waren alle Teile in einer pand und blieben es auch. Am 26. Oktober s8L>l brach zu bvarsin Feuer aus, und Thiede Thristoph v. vrederlow verlor seine säintlichen pof- gebäude und viel Vieh. Thiede Thristoph starb ani 8. April s3(A) als der letzte der in bvarsin gesessenen Fainilie seines Vamens. Seine Erinnerungstafel steht an der Kirche dicht neben dem Tingang zum patronatsstande. kvarsin erhielt dann die Ivitwe gegen eine Abfindung von 6t)(X> Taler an die Lehnsvettern. von ihr kaufte kvarsin der Kustiz-Kommissarius Vnth aus Stettin. Auf seinen Antrag wurden sämtliche Lehns-Agnaten im bvege der Provokation aufgefordert, ihre Lehnrechte geltend zu machen. Durch Sentenz des Oberlandgerichts zu Stettiu am fö. Oktober f8ss wurden die v. vrederlowschen Agnaten präkludiert und wurde diese Präklusion nach der Sentenz desselben Gerichtshofes auch auf alle anderen Lehnsbcrechtigten und auf den ganzen Gutsverband ausgedehnt und derselbe als Allodium anerkannt. Vach dem Ableben des p. Vnth kaufte dessen Stiefsohn Tarl Vudolph votz das Vittergnt von seinen Aliterben nach dem Kontrakte vom 8. chuli s83^ für 2s) 800 Taler, und von votz der Landschaftsdeputierte Gustav peiurich bvilhelm Tarl v. Tu ck e vort nach dein Kaufvertrage vom j Z. puli s 8^t> für s sv Llllt) Taler, und ist diese Trwerbung am I. Septeni- ber H84U im Land- und Pz'pothekenbuche eingetragen. Vach seinem Tode im Jahre s352 überiiahni kvarsin dessen ältester Sohn Albert Gustav Pennrich. Dieser tat viel für die pebung des Knlturstandes, auch baute er das jetzige perrenhaus und die meisten Stallungen und Scheunen. Der park wurde angelegt und auf dem Fuchsberg ein Iagd- schlötzchen, Albertes Vuh genannt, gebaut. Albert starb im pahre l>88sp kvarsin erhielt dessen ältester Sohn Pein rieh - 232 - Karl Albert und steht zur Zeit in höchster Kultur. IDarsin hat ss62 Im') Fläche, dann sind 73s Im Acker, sZ2 da UAescn, 2Z7 lur U)ald und s2 lm Krasser, der Gruudsteuer- reiuertrag beträgt sZZ26 Abart'. Zu dein herrlichen Nitter- gute gehört eine Brennerei und eine Stärkefabrik, es hat eine Stamm- und Klasseuschäscrei. Das Herrenhaus ist im Zahre ss)()6 vergrößert worden, dieses sowohl, als sämtliche Gebäude des umfaugreicheu Gutshofes werden elektrisch erleuchtet. Sasseuburg - Äossow iin Saatziger Kreise. Die beiden Dörfer werden durch den Krampehl-Flnß geschieden. Zm Zahre s77s>H hatte Sasseuburg s Ackerwerk, s Udasser- mühle, 6 Dollbauern, Z Gossäteu, s Schmiede, s Küster, 22 Feuerstellen, eine zu der Freyenwaldschen Synode gehörige Kirche, die eine Filiale von Nossow ist. Nach einer Urkunde von s266 wurde Sasseuburg mit den ehemals dazu gehörenden Hufen und Abühleu und noch st) anderen Hufen von dem Nischof Hermann zu Gamm dem Uckermündischeu und nachmaligem Iaseuitzscheu Kloster geschenkt, ebenso die Ticheu- mastuug, die Fischerei in dein Krampehl und in einem See auf dem Felde und in einigen Teichen. Sasseuburg wird in einer Urkunde von s267 eine Stadt genannt. Die alten v o u U) edel scheu Lehne von Sasseuburg, Kauneuberg, Nossow und Harmelsdorf fielen nach dem Tode des Landrats Abelchior Heinrich von IDedel seinem Lehnsfolger Abelchior von IDedel auf Abaricnhageu, Ärauusfort, Uchtenhageu :c. zu, welcher sie nach dein vertrage vom 23. April s7t)6 auf Z() Zahre wiederkäuflich dem Negierungs- und Amtskammerrate, auch Amtshauptmauu zu Nublitz, Daniel Nichard von Udedel verkaufte. Dessen UAtwe Henriette, geborene von Krockow und später verwitwete von der Abosel, erhielt diese Güter für sich und ihre Trbeu am ss. Zuli s7s5 erblich von Abelchior von ') Nach dem Honimerscheu Güter-Adreßbuch von 5895. 2) Brüggemaim, a. a. V., >779. - 233 - Ivedel und seinem Sohne Melchior Magnus. Den Teil in Rannenberg übergab sie nach der Hochzeit am 18. Oktober 17H3 dem Prälaten Trnst Friedrich von bvedel und seiner Frau, als ihrer ältesten Tochter, Agnes Luise zur Aussteuer. Der obengenannte Prälat von Ivedel besaß schon vorher die übrigen Teile von Rannenberg und das Gut Teschendors als alte bvedelsche Lehne. Rannenberg und Teschendors erhielt sein Sohn, der Regierungsrat Trust bvilhelm von bvedel. Die übrigen Güter, also Sassenburg, Rossow und Harnielsdorf wurden vom Prälaten im Namen seiner Frau und ihrer Schwestern Henriette Margarethe von Ivedel und Hedwig Juliane von der Mosel nach dein vergleiche vom 20. (Oktober s72s dem (Oberstleutnant Tonrad Dalzer von Ivedel verkaust. Dieser besaß bereits eiuen Teil vou Sassen- burg und Uchteiihagen oder das Gut, die Rempen genauut, vou seinem Dater Friedrich bvilhelm von Ivedel. Tonrad Dalzer von Ivedel brachte dann noch (s Daueruhöfe in Sasseitburg an: s6. März,s737 von (Otto Achatz von Ivedel erblich an sich, ferner kaufte er eiueu Teil in Rossow nach einem vergleich voin 3s. März s738, einen Teil von Harmelsdorf am HP April s7^s) von seinem Druder, dem Landrate Trnst (Otto von Ivedel. Uchtenhageit, die beiden gekauften Teile in Harmelsdorf und die beiden Gitter in Sassenburg und Rossow erbte sein einziger Sohn, der Rittmeister Friedrich Ivilhelm von Ivedel, welcher noch einen anderen Teil in Harunelsdorf nach dem vergleiche vom 20. Februar 1767 erblich vou deu Söhnen des Landrats Trust (Otto von Ivedel kaufte.') Später erhielt Trust August Philipp von Dorcke Sassenburg uud Rossow.H Derselbe verkaufte die Güter am h s)nli s7s)6 au deu (Oberstleutnant Otto Friedrich Ivilhelm vonlvolde. Dieser ließ die Güter iu den fahren s7s)6 u. ') Bis hierher Brüggemann. Die nächsten Angaben sind aus den Verkaufsverhandbingen die sich in Sasseuburg befinden, entnommen. - 28(( - (7s)7 separieren. Auch Korkow gehörte den: Gberstleutnant. Den dein letzteren kaufte es im (Fahre (326 Iserr von Z a st r o w ge n a n nt v c> n Küss o w. Nur kurze Zeit bliek> der Desitz in dieser Faunlie, bereits (86( kaufte Sassenbnrg und Nassem der Königlich Sächsische Kriegs- und Staatsminister von Fabrice. Neu letzteren erwarb sie der Nittergutsbesitzer und Nittmeister a. D. Zllbert von Tnckevort iiu (Fahre (87Z. Nach seiiu'iu Tode erbte sie sein zweiter Sohn bsugo. Dieser vergrößerte und verschönte das bserrenhaus bedeutend. Sassenburg hat sftS Im Fläche,') davon sind 778 ba Sieker, (2( Im NAeseu, ftsj ka (Neiden, 8s) im (Nald, s) ba (Nasser, und es hat einen Grundsteuer-Neinerlrag van s)Z66 (Kark. Nassow hat lm Fläche, davon sind ((()( Im Zleker, ^3 ba (Niesen, (2 bu (Neiden, 28 Im (Nald mit einevl Grundstener-Neinertrag von H((3O (Kark. Die Guter werden gemeinsam bewirtschaftet und haben eine Drennerei und Stärkefabrik, eine (Nassermühle, die eine Turbine für die elektrische Anlage betreibt, eine Stamm- und Klassenschäferei. Almerswind liegt im Zimtsbezirk Schalkau (Kreis Sonneberg) des (serzogtums Sachsen-Aleiningen. Das Nittergut und Dorf wird durch die Ztz in zwei Teile getrennt, das Gnt, Z Dauern und 2 Kleinbauer liegen auf der rechten, das (sauptdorf auf der linken Seite des Flusses. Die Kreisstraße Tisfeld-Schalkau-Tobnrg führt durch den (Ort nnd ist im Dorfe der Zusammenfluß der Grümpen (Gebirgsbach) mit der Ztz. Almerswind liegt ca. Z7O m, seine bewaldeten Derge ca. ZOO m über der N. N. Außer der Landwirtschaft (hauptsächlich Niehzucht) betreiben die Tinwohner in eigenen (sänsern (sausindustrie, und zwar werden Spielwaren, die nach Amerika gehen, gearbeitet. Drei (Nassermühlen, eine Schmiede, ein (Nagner, (ltetzger Aach dem jdemmerschen Güter-Adreßbuch von ^gyZ. « und Schuhmacher betreiben ihr Handwerk. Almerswind ist im Jahre (822 separiert; es gehören zum Nittergnte noch Felder von Noth, Lunstädt, Thnes, Selsendorf, Trenkendorf und Miesen von Schalkan. Der Nest des früheren Nitter- gntes Meißenbrnnn a. M., ini Herzogtum (Loburg gelegen, stößt zum größten Teil an die Gntswaldnng an. Nelly von Tnckevort erbte diesen Teil von ihrer Mutter Thecla von Uttenhoven geb. von Steinau, der letzten dieses Geschlechts, welches seit Jahrhunderten in Meißenbrnnn gesessen. Der Dame Almerswind soll noch aus der Zeit der Menden stammen, die wie bekannt von Saalfeld über den Thüringer Mald drangen und im Frankenlande Niederlassungen gründeten, so Herbartswind, Ottowind, Gundelswind, Oberwind, Poppenwind und schließlich Almerswind. Diese sämtlichen Dörfer liegen am Mestrande des Thüringer Maldes. Der ganze Teil von Nord-Franken war in ältester Zeit königliche Domäne, nnd herrschten für den König seine Gangrafen. Die Grafen Sterker, die sich ((25 nach ihrem neuen Mohnsitze de Molfeswag nannten nnd später dann nach ihrer Schanmbnrg bei Schalkau, waren die Herren Gegend. Diese Herren von Schanmbnrg hatten noch ans der Zeit der Gangrafen her, (sie waren reichsunmittelbare Herren,) Neichslehne in Händen, so die Herrschaft Nanenstein, Gericht Schalkau nebst dem NIntbann, das Geleit nnd den Zoll daselbst, den Thüringer Mald l Meile Megs lang und breit, samt den Mildbann nnd Ncrgrcgal in diesem Nezirk, ingleichen das Halsgericht zu Mitwitz. Die andere Hälfte des Gerichts Schalkan besaßen die Sächsischen Fürsten, die (Lehnbriefe wurden stets von den Fürsten nnd von den Schaumbnrgs ausgestellt. Zn Folge des 20jährigen Krieges waren die Nesitzungcn aber derartig belastet, daß der Oberstallmeister Hans Siegmnnd von Schanmbnrg ((72H) die Neichslehne nebst dem Sachs. Mannlehn an Herzog Anton Ulrich von Sachsen-Meiningen verkaufte. Almerswind, zum Gericht Schalkan gehörend, vermachte der Oberstallmeister, - 236 - nachdem es s678 van dem Rittmeister Stephan Ulrich Gerald verkauft und s7vl wieder zurückgekauft war, seiner Tochter. Lange Zeiten hindurch besaßen die bserren van Siebenhaar Almerswind als Lehn van den Schaumburgs, nach setzt heißt ein Teil des kvaldes nach diesem Geschlecht Siebenhaar. Die Tochter van Isans Siegmund van Schaumburg war mit dem Preuß. Obersten van bsanstein vermählt. Dach ihr erbten es der Sahn, der s?reuß. Oberstleutnant von Isanstein, ihre Töchter Tharlotte, verheiratet mit van Schwarzenfels und Tleonore, verehelichte van UAleke. Diese beiden Töchter traten ihren Teil dem Drnder ab, und es kam Almerswind nunmehr an dessen Söhne Adain Trdmann und Friedrich Florentin van bsanstein, welche es s787 dem UArklichen Geheimen Kat und Kanuner-Präsidenten Zohann Anton Ferdinand Ludwig von Uttenhove», Lserrn auf Augustenthal, bsämmern und Schwarzwald verkauften. Uutbelehnt wurden f8f2 Georg von Uttenhoven und sein Druder Anton. Diese Delehnung bezog sich, wie in früheren Zeiten nur auf den halben Teil der „Dehausung, item I Teile und den Zehnten und Z Güter". Der andere Teil war Allod. Zohann Anton Ferdinand Ludwig starb am f. Februar f8s6 und seine Söhne Karl und Ludwig erbten das Uitter- gut Almerswind allein. Zu, Lehnbriefe van s8s6 werden noch Georg und Anton als Utitbelehnte aufgeführt. Ludwig starb und vererbte seinen l/z Teil von Almerswind an seine 2 Söhne Friedrich und bseinrich. Karl, verstorben f3tsZ, vermachte seinen i/z Teil seinen 4 Töchtern resp. deren Kindern. f3^6 verkaufte der bsofjägermeister Freiherr Tarl von Gemmingen zu Uteiningen als gesetzlicher Vormund seiner Kinder Dern- hard, Otto, Dietrich, kvilhelm August, Tmma Sophie Auguste, Fanny j?auline von Genuningen den ihnen erblich von ihrer Ututter Tnuna Freifrau von Genuningen geb. von Uttenhoven zugefallenen ^ Teil von Almerswind an die Gebrüder ') ?ie Lcimbricfe befinden sich sämtlich im Almerswinder Archiv Friedrich und Heinrich v, Uttenhoveti. Hm selben Jahre kauften diese ZFrüder nach die anderen Ag von Akarie Freifrau von Dibra, von Theela Freifrau von Spessart und Therese von Duch für 26 250 fl. (2^hn). Friedrich, bis s366 Staats- ininister, und Heinrich, Kammerherr und Gberbergrat, wurden nnnniehr mit dein ganzen Gut Almerswind belehnt. Heinrich starb s833 ltiid vererbte seinen >/., Teil aii seine einzige Tochter Nelly, die an Rudolph Heinrich von Tnckevort verheiratet, ist. Den anderen Teil erbte sie dann nach dem Tode ihres Gnkels Friedrich im Hahr siZZO. Das jetzige Herrenhaus war bis zum Jahre süOl, woselbst es Hans Siegmund von Schaumburg umbaute h, ein «Vitium im Grunde gelegen und von Gräben umgeben. Anton von Uttenhoven setzt im Hahre s?92 die Z. Ttage den: Gebäude auf und baute in den alten Turnt eine IDendel- treppe. H Das Pachterhaus ist ebenfalls massiv, und der jetzige Schafstall mit großein Aeller, früher auch ein Ndohuhans, dann eilte Drauerei, zeigt die Hahreszahl f6sO ltud enthält alte, gute Steinmetzarbeiten ait Türeit m>d Fenster. h Baurechiiungcn voll t-vi im Alinerswinder Archiv. 9 Auch diese Rechnungen sind noch vorhanden. 5. Silberberg im Kreise Arnswalde, gelegen ans dem rechten Dragenfer, hieß anfangs Silber, Sylber bezw. Silberg. Die Ortschaft wird schon früh erwähnt, z. B. in der Schenkungsurkunde der Alarkgrafen von Brandenburg d. d. sv. Oet. s296I das Kloster Reetz. Nach Aufhebung dieses Klosters kam auch Silber wieder an die brandenbnrgischen Kurfürsten als Lehn zurück. Im s6. Jahrhundert waren die v. IN edel im Bc- sitz der Ortschaft; so bestätigt Kurfürst Joachim d. d. 22. Sept. l52HI) den Leibgedingsbrief für Katharina v. Riedel, geb. v. IBaldow, Gattin des Divienz v. IDedel, worin ihr auch Einkünfte in „Silberge" zugesichert sind. Später hatten auch die v. Günters berg dlnteil an Silberberg, denn am 26. Atärz s37s erhalten sowohl Rüdiger v. Riedel zu NeuenwedelI, als auch Christoph v. Güntersberg zu Grotz-SilberI einen Lehnbrief über ihre Besitzungen daselbst. Die Familie v. Günters berg wurde d. d. Cüstrin 23. Februar fßZö'I erneut mit ihrem Anteil an Groß-Silber be- tz Riedel, Teder diplomaticus Lrandenburgensis, Teil I, Band zs, Leite ?. ebenda Seite 2;o. 9 Geh. Staatsarchiv Berlin: jirov. Brandenburg Rcp. No. 78 fol. 77, 78. ebenda Rcp. 4 No. 78 fol. S7/68. 9 ebenda Rcp. q No. ZZ, Bol. II fol. Zl)S/7. - 290 - lohnt. Im Jahre 1608 gehörte Rlein-Silber ZUIN kurfürstlichen Amt Keetz/) Grotz-tSilber s608 den v. Ivedel. Im Jahre f850 besatz ein Herr Iva gewann das Gut tSilber- berg mit den Vorwerken Luhden, Anemvalde und Theerofen nnt einer Gesamtfläche von 6082 Alorgen und 19 lfZuadrat- rnthen.-) Im Jahre 1900 erwarb Heinrich v. Gnckevort das Gut SilberbergI nnt Vorwerk 2Inhden, Fanlriede und Anteil Kratznik, insgesamt umfassend 1320 bu, davon ca. 85V Im Acker, 200 ün Iviesen und Hütung und 270 Im Ivald und Ivasser. Gs besitzt eine Brennerei und eine Ziegelei, ganz vorzügliche Ivirtschaftsgebände mit grossen Kellereien, dagegen ein altes, einfaches Ivohnhans. Bergbaus, Landbuch, a. a. G., Band III, Zs2. -) Berghaus, a. a. B. III, so-f. 9 S. oben Seite 222. I. 6es Willielm v. Linckevoil-t, rl. cl. I^om, z, ^suli IZZ4< In nomine Znncts et inciivicins l^l'initntis, ?ntrit; et Imlii et Zpiritus Znncti. ^men^ Oer Iroc Presens publicum instrumentum testnmenti cunctis patent evidenter et sit notum, c^uoci nnno n nstivitnte e^usciem Zomini mille- simo cpn'nAentesimo tri^esimo cpinrto, In6ictione Lsptimn, ciie vsro Veneris, tsrtin Mensis ^ulii, Oontiircstus snnctissimi in LIrristo pntris st ciomini nostri, clomini LIementis, clivinn provicisntin Onps septimi, nnno un6ecimo, in mei notnrii pudlici testiumc^ue intru scriptorum, nci Iroc spscinliter vocn- torum et ro^ntorum, prssentin, Presens nc psrsonnliter con- stitutus lksvsren6issimus dominus Ouillslmus eis Onclcekoirt, tituii Lnnctorum ^onnnis et Ouuli Lnnct^e Oomnnne Occlssine ?resb)'ter Lnrciinnlis, Oertusensis vulAnritsr nuncupntus, nc Or^ectensis et Oertusensis Occlesinrunr Opiscopus, snnus per Oei grntinm rnsnte et inteliectu, licet corpore exrotus, Lonsi- clernns czuoci nilril certius est morte, Iroru nutem mortis nilril incertius, et i6eo snpientis esse ennr Semper Irndere prs ocnlis, et itn vivere, ut ^uncunc^us Irorn venerit Oominus et pulset, rsperint nos pnrntos; st cprocl inter nlin, c^us pnrnncln sunt, non est Minimum clomui suae prospicers, cum Oxeclris Itegi mortem nuncinturus proplretn primum ^jusssrit prospicere 6omui, et ^krnlrnm, Arnvntus ssnio, clispensnvit inter klios bona su-n, et ülios concubinnrum sepnrnvit u klio leZitimo et nnturnli, Issc, ncllruc vivens, ne post mortem sumrr super clivisions - 294 veniret in ciiscordium, Iccirco mortem bubens pre ocuiis, exempio tuntorum tumc^ue sunctorum virorum, dum mens sunu est st nulio distructu clolore, secl totu in ssss coiiectu, perspicucius vidst, rebus suis pro puce et quiets successorum orclinem durs voisns, suum testumsntum sine scriptis, c^uod nuncuputivuin ciicitur, in vim sucuitutis, sibi per preiibutum Lunctissimum ciominunr nostrum coneesse, condidit in Irunc, cpii sec^uitur, modum, vidsiicet: In ^rirms commsnduvit unimum SÜLM omnipotenli Oeo, Lrsutori suo, et beute Nurie Virgini totic^us curis eoeiesti. Itt si ipsum in Urbs decedere contingeret, voiuit corpus suum sepsliri in Itccissiu Hospituiis l'bsutonicorum ud Intus, ubi est ciepositum bone msmoris c^uondum cloinini Nuttbei Lurdinuiis Ledunensis. I^xec^nins voiuit üeri cpiunto citius üsri poterit et cum czuunr nrinimu poterit pompu, servuto tunren decore et uuc- torituts dignitutis Lurdinuiutus, committencio urbitrio et d!s- cretioni sxec^uutorum tsstumenii, c^uos inbu ciicet, tum punos iunebres, iumiiiuribus dundos, i^uuin expensus exec^uiurum, et structurum sspulcbri kuciendi. Item voiuit, c^uod in die obitus sui, si beri poterit, uiio- czuin stutim sec^usnti ciie, ceisbrsntur centum misse, purtim in Itcclesiu beute üdurie De ^nimu, purtim in iücciesiu Luncti Lregorü, purtim in iücciesiu ^re <2eii! si cpüdem ipsum in urbe decedere contingut: uiiss in loco, ubi ciecesssrit. Item voiuit, c^uod in iüccissiu sepuiture sus per integrum unnurn c^uotidie csiebretur Idissu unu. Lt c^uod in eudem 6otstur per suos Ireredes unu iVIissu perpetuu, c^uoiibet die dicendu. Zgnetissimc) ciomino nostro Lismenti, pupue Leptimo ieguvit ciucutos c^uingentos uuri in uuro cie Lumsru, pro un- nuio Itomuno ?ontibci soivi soiito, et purumentis Lupsiie, si sunctissimo ciomino nostro piucuerit, et eiciem commsnciut berecies et kumiiiunn Heelesle desto N.'irie cts snims l'lreutonicorum in ur- Ks pro ssluts snims sus Isgsvit msctietstsm clomus, c^us tuit c^uonclsm ctomini l'koms cleis, st meclietstem illius clomus, cprs illi coirtiAUs est, st meclis jscet inter illsm cpronctsm rtomini ?lroms st ctomum ctomini ^osnnis Zs Nscsrsts kkisici. ^.ellc^tlÄS ins6iststes relic^uit msgistro Nickseli et cto- mino (ZotstriZo cte Ümclrskoirt, nspotibus suis, sine pre^juclicio tsmsn usukructus, c^uem Ko6is per scts mes, seorsim sk dos tsstsmento, certs ibi nominste persans scl vitsm ipsius con- cessit; voluit tsmsn, si clicti lVIsAistsr lVIickssl et clominus (Zotekrictus vsllsnt clictss 6omos smere, c^uoct Stentes cticts ltcclesis tenesntur vsnclers eisctem msctietstsm susm, pro prscio per rtominos, sxecpiutores ku^us testsmenti, vsl cluos ex eis, sstimsnclo. Item ctominis lVtickssli st (tutetri6o prsclictis IsAsvit otkcis, c^us kskent, et cleclit pro csssis obliZstiones, c^uss du- ket sk eisctem pro clictis otkciis. Item c^uis in resiznstionikus kenskciorum, rzuss tecit tsmilisrikus et otltcislibus suis, soiitus kuit, sei tsnenclum sos in ireno, sibi ressrvsrs iructus eorunclein kenstlciorum, vsl pensiones super ülis, leASvit omnikus tslikus ksmilisrikus et otlicislikus likerstionsm kructuum perceptorum et psnsionum clecurssrum et clsclsrsvit eorum, c^uos linket in kos numero, nomins incticssss reverencio ciamino ?etro Vortio, lülecto ^c^uensi sc cloinina /tnclres Lsstillio, Quorum clicto voluit stsri circs premisss. VinettM, c>usm ksket spurt Lvlosseum suk monte Lsnc- torum ^sosnnis et ?suli, reliczuit pro merlietste frstrikus clicti monssterii Lsnctorum ^osnnis et ?suli, et pro slters ineclie- tsts Ktospitsli Lsncts Nsris cle Lonsolstione, cum onere, si clicti trstres Lsnctorum Insnnis et ?suli vellsnt sb klospitsli Lonsolstionis emere clictsm rclictsm meclietstem, c^uoct sgentes clicti l^ospitslis tenesntur illsm eisclem krstribus vsnclers pro - 2Z6 prscio, estimsncio per suos inkrsscriptos sxec^uutores, ve> 6uos ex eis. Item IsASvit ibu6ovics 6s ^rts puells, s6 prsesens existenti in monssterio Lsnctss Lstbsrinss cls Zerns, scuts c^uinc^usAints, pro 6ate, s6 nuben6um, vel s6 intrsn6um ino- nssteriuin. dl'ecIltc)l'lI)U!5 6eclsrsvit vel!s sstiskisri, st 6eclsrsvit ss esse 6ebitorem bere6um c^uonffsm 6omini ff6romse 6eis in 6ucstis ^us6rinAentis 6s Lisrisnis, rstions 6omus 6s cpis suprs; 6s c^uibus vviuit iis sstisffsri per suos bers6ss in- krsscriptos, ^I^lStrO (Zisbsrto, ms6ico suo, Isgsvit clucstos c^us- 6rinFentos 6s (isrlsnis, sibi 6sbitos per Hospitälern Lsncts Nsrie 6s snims, 6s urbs, in cssum, in cpism donlrstrss 6icti I6ospits>is nolint conssntire, c^uo6 6ictus msFister (Zisbertus bsbsst 6omum, c^usm bsbitst, s6 vitsm susm et nxoris süss et tili! sni ^sm nsti, sud pensione, czusm nunc solvit, ^juxts 6onstionein nupsr liiospitsli fsctsin 6s 6icto cre6ito. ^ 6omino ^6smo Ricsr6i, Oscsno Könnens!, czui siiss officium ^rcbivii bsbuit in sus persans, pertinens s6 6omi- nstionsrn susm f^svsren6issimsm, conkessus fuit, bsbuisss bonum computum 6s fructibus 6icti officii, st i6eo 6e illis czuistsvit eum. OIzIlAttttonem centum scutorum, ksctsm per 6ominum ibiicolsum LisnAuffurn ?srisot, Liericuin "bullensis 6iocesis, Lsmsrum st Lutilerum suum 6s6it, pro cssss, si fscts rs- peristur 6ominstioni sus I- banni Lolarcli ce6it ei6sm clomino RomboI6o st 6omino ^facobo 6s la Lerc^ua in soli6um. ^leneclem universalem omnium bonorum omniumc^ue furium et actionum instituit, et vre proprio nominavit, bo- nestam clominam llilisabstbam 6s lxnclcskoirt, sororem suam, confugsm 6omini Qerarcli Nicbaslis, cui substituit Kilos ipsius masculos in 6uos trisntes, et tilias keminas in unum trisntem; acl cpis inter ipsos fratres st sorarss substituit alterum alteri, sine liberis le^itimis et naturalibus preclececlenti, vulAaritsr, pupillaritsr, st per bcleicommissum. Ixt in boc ticlsicommisso voiuit loco parsntis succs6ers liberos, si tempore casus tlclei- commissi continAsrst alicprsm ex ciictis fratribus et sororibus, inter czuns b6sicommissum factum est, ciecessisse, supsrstitibus liberis. Onsravit tamsn 6ictos bsrs6ss acl 6istribuen6um in- tsr prvpincpros st affines, cpu sunt paupsres et incliAi, tlore- nos bis mille monstae lZrabantias, arbitrio clicts bere6is et unius ex exequutoribus 6anclis in partibus. Item onsravit sos6em a6 perkcienclum !6ospicale pau- perum, ceptum in loco natali, vocato Nirio beoclisnsis 6io- ceseos, crijus voluit clictarn liersclem st efus posteritatem acl- ministrationsm babsrs in Perpetuum. I^xec^uufones testamenti instituit patrimonii in partibus Illustrissimum I?.evsren6issimum dominum lxvsrbarclum, dar- clinalsm l^eo6iensem, et Rsverenclissimum clominum ^oannem, ^rcbiepiscopum ?anormitanum, et Vensrabilem virum 6oini- num 1'ilsmanum l'bsoclerici lksFSntem OollsAÜ 1'ksoloAorum, lbovanis per lelicis recorclationis ^6rianum papam sextum instituti, et spectabilem dominum Ootskriclum*) 6or. absentes f?) in soli6um a6 6s5sn6en6um st tusnclum in omnibus boc "festamentum et banc ipsius ultimum voluntatem, et berscli instituts suis favoribus et auctoritatibus assistsnclum ^ st si Huo in le»ato, aut si c>uo in oners prestanclo bsrss esset *) v. Lnckevoirt, sein Neffe. 2Y3 — moross, tunc e:>m n6 sntislnciendum voluntnti ipsius testn^ toris sollicitsndunr, ur^endum et compsüendum, et ut vo- luntns ?estntoris execiuutioni nrnndetur in rebus ülius p!>- trimonii procurnndum et sküciendum. ?g,Irimonii vsro, c^uod est in Itnlin et Roms, Rxe- c>uutores Iscit Rsvsrsndissinrum dominum Rnurentium Lnr- dinnlem LumpeZium, et Rsversndissimum dominum ^olrnnnenr Oominicum, Rpiscopum Znbinenssm, Lnrdinnlem Hrnnensem, et Reverendissimurn dominum /rntonium, Lnrdinnlsnr Lnncti Leverini, necnon Rsverendum pstrem dominum Retrum, Rpiscopum ^c^uensem, et Rsvsrendum dominum ^onnnem InAenvvinclcel, prnepositum Xnintonsm, Lnnctissimi Oomini nostri ?sps Ontnrium, et dominum /^ndrenm 6s Lsstillio, Lcriptorsm npostolicumz Rsvsrendissimos dominos Lnrdimrles in specie: ^6 supsrintsndsndum, ut sun ultimn voluntns cie- I)!ts exsc^uutioni mmrdstur; omnes nutem con^unctim et di- visim; /rd cnlculnndum eum personis, c^uibus cum nexotin siki luerunt in dnndo recipiendocjus, vel nliter c^uomodocunciue st ccnculos Iru^usmodi solidnndumz Rt creditoribus de suis le^itimis creditis sntislnciendum et n debitoribus sntislnctionem exigendum et recipisndum, et Irnbuisss conktendum, bonn Irsreditntis venditnndum st in soiutum dnndum; Rt pro exe- cutione contentorum in Iroc Instrumento vsndendum et distrn- Irendum et in pscuniis rsdi^sndum, distrnctorumc^us evictio- nein promittsndum, st üde^ussores ro^nndum, et dnndum dntisous indemnitntem promittsndum; Rt super c;uibusris rebus cum czuibusvis personis, prout ipsis vidsbitur, concor- dnndum; Rt super omnibus et sinZuIis c^uoscunc^ue contrnctus knciendum illosc^ue poenn et ^urnmento krmnndum, st tum 6s exnctis st rscupsrntis, c^unm 6s remissis per concordinm, sc 6s Iris, czune nccepto ksrentur, c;uistnndum; Item u6 com- pnrendum czunli et in c^uocun^us loro, sive judicio, cornm cjuibuscunczue ^udicibus et commissnriis, tum ordin-rrns, c^unm extrnordinnrüs, nc deleAntis et subdelsgntis et nlüs c;uibus- cunc;us; Rt omnes et singulus lites et cnusns controversins . 299 et cpiestiones, tam motas, c^uam movenclas activs et passive aAenclum, cle5en6enuum et pertractanclum, et praptersa Ilde!- lum et libellos et c^uascunc^ue alias pctitiones summarias et simplices verbo, vel in Script!,?, clanclum et recipienclum cla- rirpie et rscipi viclenclum; lutem et litss contsstanclum et cantsstari viclsn6um; Lalumnis st cujuslibst alterius generis licitum, lionsstuin st necessarium juramentum in animanr ipsius I'estatoris et e^us nomine prestanclum, et ex aclversa prestars viclenclum, exponenclum st articulanclum ponic^ue et articulari viclenclum; I^ec non acl omnss etsinAulos actus et termino? ju6iciales, tam substantiales, czuam acciclsntalss, liti nscsssarias in c^uacunczus curia, tani Llcclssiastica, quam Leculari, procsclenclum st procs6i vi6snclum ac so? tensnclum, et observationem ssntsntiam st sententias, tam interloquutorias, quam cliflinitivas, ksrri pstsnclum et auclienclum, et ab ea, vel eis, et a quocunqus alia xravamine, ipso ciomino con- stitnenti illato, vel inssren6o, provocanclum st appsllanclum ^postolnsque ssmsl et pluries 6ebita cum instantia postulan- clum et abt!nen6um, ^ppellationemqus et appsllatianes Inqus- macli intimancium, insinuancium et notilicanclum, aci ^ac) ipsas acl komanam curiam, si opus suerit clevolvsnclum et clevolvi sacienclum; Lxpsnsas clamnum et Interesse taxari petenclum et sacienclum; ac, quanclo ipsis sic necssse suerit, unum quoqus, vel plures, procuratorem, seu procuratores, loco sui et cum simili aut limitata potestats substitusncluni, eumque vel eos revocanclum, st onus procurationis lnq'us- inocli in se reassumenclum, toties quoties opus suerit, prssenti procuratorio nibilominus in suo robors permanente; ltt ge- neraliter acl oinnia ne^otia, que pro tempore occurrant, cum libsra aclministrations; ?romittsns iclem Reverenclissi- mus clominus testator, constitusns milu blotario publica in- kra scripta, tanquam publice et autbentics persans legitime stipulanti ei recipienti vice ac nomine omnium et sinAuInrurn, quorum inierest, intererit aut Interesse paterit qunmoclolibet in futurum, ss ratum, Dratum alque firmum perpetua babi- - 200 turum totum icl et c^uicczuicl per 6ict08 6onrino8 exs^uutors8 et eorum czuemlibet, uc 8ub8tituen6o8 ub ei8, uctum, dictum, factum Assturnvs kuerit, 8eu uliu8 c^uomoclolibet prncurutum; Televun» eo8clem st relevuto8 e88s volen8 ub onrni euere 8uti8cluncü iurliciorpie 8>8ti et ^jutlicutum 8olvi, eum cluu8uli8 nsce88urÜ8 et opportun^ 8ub li^potbecu et obligutione omni- um et 8inFulorum bonorum 8uorunr mabilium, et immobilium presentium et biturorunr c^uorunicunc^ue, uc cpiulibet uliu jur>8 et fucti renunciatione acl bec necs88uria puriter et cuutelu; Voluit tamen, c^uocl in c^uietunclo interveniant cluo ex ei8, IbkM voluit, c^uod bec iucultu8 clicti8 domini8 exec^uti- toribu8 compstat 8tutim u morts ip8ius, eliam Irereclituts per Irerecles noncluin uditu, et 8iczuu dubia orirsntur 8uper pre- mi8si8, voluit 8uper ilÜ8 8turi declurationi dictorum dominornm Txecpmtorurn. rogun8 Teverendi88imo domino8 Lurdinule8 omni cum bumunitate et rsverentiu, et ceterv8 per omniu jura et vinculu umicitis, ut intuitu cburitati8 et dei dignentur onu8 executioni8 Iru^u8inodi uccepture, et Iroc ultimum bene- bcium 8idi pre8tare, ut di8po8ita in Iroc 8uo 8upremc> judicio rata 8int et executioni mandsntur, Ut banc clixit no6e, pro clivsrsis rsspsctibus, coruin nobis ullsAutis, DsZutum per clic- tum Destutorsm, iuxtu e^'usclem Dsstutaris premissum clDpo- sitionsm, perserrs st iiup!srs non possit, sultsm inkrg termi- irum Irujus unni, od boc terminum Donutionis st tiutisfuctionis Dospitulis in Nisrios cuntinuumus st suspsn^imus. Dutum unno u nutivitute Domini millesimo czuinAsntssimo tricesimo c^uinto, menüis /tprilis rlis cisciinu tsrtiu. lLs?.) Dsnricus sie Lumpo, c^ui uci b ^ut cler /^u-i^enssite 6eL Dsstuments stebtl 2'estumentum D"" in Xto Dris et Dni. Dni. VVübelmi cls Dnckenvoirt tt. Lctorum ^o, et Durr 8. X. D, pbri Lur^^ Dertusen, st Dpi. Drujsctsn, Xbgeclruckt nucb clem Druck bei Doo^ur^ DevsnsbsriAt etc. u. u. 0., 8sits 7z—yz. II. Kitterstand, Palatinat nnd Titel eines Kaiserl. Hofdieners für Gottfried Enkesort, (Ueffen des Uardinalbischofes zu Utrecht Uüilhelm v. Lntefort) ?ldelstand mit dem Lhrenwarte „von", IVappendesserun^, kaiserlicher Schlitz und rote ÜU ach s frechen, dann .Frei sllzrechr für ihn und seine sämtliche Deszendenz. Bologna, ZH. Febr. foot). O^I-OIUS (ZuiNtUS eic. Lpsctudili nostro et Impsrii sucri lrdsli clilecto Qo<äekri6c> 6e Lnkekort, Rsvsrendissimi in (ikristo putris Oomini Quilielini de Tnlce- kort, Lucrus Romunus Rcclssius Lunctorum sounnis et Ruuli, presditeri Lommunitutis Oertkusensis Lpiscopi ikr^ectensis, umici nostri ekurissimi, Kepoti ex sorore, Lucri I-uteru- nensis pulutü uuluscpis nostrue et Imperiulis conslstorü Lorniti et ec^uiti srrruto grutium nostrum Lussursum st omne bonum. Oivinu Providentia ucl culmen sucri Romuni Impsrii svscti in so uugsnclo et clecorunclo totos msntis nostrse ulksctus clirigimus, c^uo et tuntue clignitutis sxcellentium nodis Oei nrunsrs crsclitum legitime uclministruntss clebitum luuclsm st glorium conssc^uumur, c^uum non plus nunciscimur con- tinuis victoriis et luloore lzellieo, populos et nutionss eiclsm Lucro Romuno Impsrio udpcientss, c^uum si de so Kens- msritos, nolzisc^us uKsctos st devotos ^juxtu meritu st virtutem eorundem ucl conclscsntes clignitutes st premiu omni studio proiuovsrs cursmus, c^uo et ipsi virtutum suurum premiu conseczuuntur et csteri sorum sxsmplo ucl virtutss ipsus cu- pescendus et dsvotions nostri et e^'usdem H.omuni Imperii excitentur et insti^entur et Fiutium nostrum uderum conse- c^uuturi. ^.ttendsntes igitur preclurus unimi tui dotes st virtutes, czuibus te prsditum esse coAnovimus, nsc non tuum sr^u nos et idem Lucrum Homunum Imperirnn sinAulurs Studium uccedsnte stium considerutions l^svsrsndissimi Oomini Lur- dinulis Oertliusensis prsluti, cu^us summus virtutes st meritu nos sibi udso devinxsrunt, nt vel totum e^jus lumilium muni- licentiu nostru diznum censeumus, motu proprio et ex csrtu nostru scientiu uc cls plenituclins nostrus LlueLureus potsstutis te pruekutum Qodelridurri Lucri kuterunensis pulutii uulueczus nostrue et Imperiulis consistvrii Lorltiterri kecimus, creuvi- mus etc. Oecernentes et Iroc Impsriuli stutuentes edicto etc> eum potestute cresitdi li^oturios, le^ittirrlgridi dsststdos cum dero^utions legum ^doptsndi, errlnrtcipÄndi, servos rrtÄltumitterrdi, veitinrit setstis eoneederldl etc. et porro, ut virtutidus, c^uikus psrsonum tuum clscorutum esse cogno- vimus, diAnu premiu. udlerumus, te prekutum (dodekridurrr uc trlios tuos et deseenderrtes utriusc^ue sexus natu- rnles et IsAitirnos uuctorituts nostru Homunu Impsriuli sx certu scisntiu, motu proprio, ultimo delideruto sunoc^us prin- cipum, procerum et uliorum nostrorum et Imperii Lucri kdelium dilectorum uccedents consilio kloklles lecimus etc. Ut ut stutus Itu^jusmodi nodilitutionis vsstrue luculentius clursscut, vokis in Signum verue nobilitutis inslAltia et nrittn vestrs solitu, videlicst: scutum crocei sivs uurei coloris, in czuo trss uczuilue coloris nizri, rostris upsrtis, linAuis sxertis, ulis tunic^uum :rd volundum extensis, in modum triunAuli positus et in clextrum scuti purtsm versus ssu conspicientes, cluus scilicst eczusliter in superiori st unu in inlsriori parte dicti scuti emineunt. Lupru vero scutum Aulen communis, tsctu pltulsris et teniis vel lucinüs uursi et nizri colorum - 307 - cvnstuntibus rsclimitu, uc clssupsr lusciu eorunclem coloium contortu, st unu uczuilu ni^ri solaris, ulis similiter »6 volun- cium sxpunsis, cuuciu tumsn et pedibus curens positu sit, <4usmuclmoclum etc., czuus sntic^uitus clsksrrs consuevistis et prusclicto Rsvsrsnclissimo putri Lurclinuli Domino Quilielmo u Lussure lVInximilinno uvo et clomino nostro Aloriosissimus memoriue conlirmutu, uc c^uutenus opus kuissst, de novo concessu sunt, non soluin luudundu, spprobnndÄ uc ruti- ücundu uc simul dsnuo, in c^uuntum opus 5oret, concedendu, sscl etium insi^ni czuodum decorumsnto, videlicet ut postbuc Auleu coronn sit ornsts, meliomre st ornurs duximus, prout etc. ^c ut omnino nostru in te munikicsntiu clurius slu- cescut, euc^ue csteris ud virtutern sit exsrnpluin inclinuti tibi ob prusdictus tuus singulurss unimi clotes uc virtutss, te prs- kutum Qodefridum in solsnni nostrus Impsrislis coro- nntionis die, cpu srut in kssto ^postoli clivi Nutbiue 24. Mensis Debrunrii, dutu lui^us pruesentis dextru nostru pro mors per gludii verberutianem militem et ec^uitem uurn- tum kscimus, creuvimus et constituimus milituribusc^us kuscibus uc milituris cin^uli decors etc. etc. Dscernentes etc. Insuper cupientss te unucum illo mugis etium bonorum et bonoris titula insi^nire, te in tu- miliarem et ciomesticum nostrum st simul omnin bons, possessiones et res tuss in nostrum st sucri Imperii snIvaAuurdium, tutelum, putrocinium et protsctionem recs- pimus et ussumpsimus etc. DItsrius nos concedimus etium ex pruedictis motu, scientiu utc^ue uuctoriluts, ut possis et vuleus, c^uacunc^ue volueris civitntes, terms, vicos, PUFvs, villus per totunr Domunum Imperium, Degnu, provincius, principutus et clo- miniu nostru bsrsdituriu inksbitnrs uc ex illis, rpmm et r>uotisscun<4ue plucuerit, remi^rure et redire cum omni ksmilia tuu immunis u contributionibus, exuctionibus tri- buti, custodius, sxcubiurum militiue, Lonsulutus, Nugistrutus - 303 et cu^juscuncpis alteriu8 kunctionis tum rsali8 c^uam psr8onali8 onere, seZ ita tarnen, ut id kat 8ub certa conclitions et pacta honesta, c^uoci cum Ulis, ubi pro tempore inlraditaveris, 6esupsr inirs dsbetig, ultracius c^uod iu memoratis grava- minibu8 rrrolestsri seu cogi rrorr debens vs> possis, ad ipsis vel a cpropiam, r>i»i forte possessionss 8su bona urbana vel civilia in e^u8modi locis emsrig, in c^uo c^uidsm casu cle illis jura consusta per8olveis tsnedsris atc^us dsbebi8 dsro- gante8 lenors prasssntium pro dac duntaxat vice oirrnrbus et sirrgnlrs privilegirs, krancisiis st libertatibus, cprae vel c^uas kortas8s praedictorum regnorurn, princlpatuum, domini- orum, provinciarum, tsrrarum, civitatum st locoruin magi8tratu5 in prae8snti ca8u dabsrentur et c^ua8 tamen alia8 et prae- terea in 8uo rodors omnino volumn8 e88e perman8ura8 et duratura8, pun vsro etiam dorrrus karrrilrae tnae Hlnkekort, ex c^ua tu ex parte tuas genetrici8 originem cluci8, producta ex 8ö virtuts nunc adeo Sit illustrats, ut etiam perpstui domini8 propagationsm digna videatur auctoritate N08tra Im- periali tidi ex meriti8 tui8 id exigentibu8 trÜ8 ex te legitrrrre descendentibns in inkrniturn darnns et elsrglmur, ut tu st omns8 moclo clicti ex te legitime descendentes ac pa8teritate8 tua8 in Perpetuum cognorurue viclelicst cle IZnIcefort nppelleutur, czuod c^uidsm cognvmen tibi ac tuis ^c denicprs tibi siclem Qodefrrdo 8imulcpre ornrubus ex te legitime desceudeutibus conceciimr>8 st impartimur, ut po8siti8 st valsati8 c>ua8cumczus litsra8 tum mi88iva8 cpram alia8 cera rudea sigillare etc. Nandante8 etc> Heminicprs omnino dominum, comu- nitatum, univer8itatum, collegioruin vel civitatum aut locorum liceat Iranc nv8tram creationem, concs88ionem, indultum, im- munitatsm, Privilegium, dsrogationem voluntati8, ciscreti et - 309 Gratias psginam etc. etc. penam c^riinizrisAinta iriarcsrnrn anri pari et. Datum Lononiae ciis 14. lVlensis Dedraarii anno IZZurgi et Lorintiss, Dsndgrsvius /^Isatiss, Nsrclrio sscri Romsni Iinperii Durgovise, sc Lupsrioris et Inferior!» Dusstiss, Dominus, Nsrclrise Lisvonicse, Rortus Hsonis et Lslinsrum etc. Hobiii nostro et Lscri Romsni Imperii licisli diiscto ^drisno sb Dnclrekort, Lsmsrsrio et Lolvnello nostro Arstism nostrsm Lsessrssm, sc omns donum. Dtsi Hos pro innsts Hobis deni^nitste, clementisczue summi st immortsiis Dei, c^ui coslestis suse lilrerslitstis tke- ssuros in Universum Irominum »enus Isrgissims eklundit, exsmplo postc^usm sb ipss ciivins Nsjsststs, sd Ns^eststsm Irsnc Irumsnsin st excelsi tirroni Impsrislis Lolium evecti sumus: Iroc in primis curss Irsbemus, ut muniticentis nostrs in cpioscumcprs Irominum ordines, Quorum icl virtus st iiclss msrentur, smplissims extendstur, exercssturc^us omnino tsmsn clscsre existimsmus, ut diligens et sccursts Irsbestur rstio, c>uo prsemis unicuic^us st Ironores, dignitstesczue pro cuiuscpre meritis, dedito discrimins conlsrsntur, ut sciiicst unus sd sltsro I — 5^ - czuibu8ckam cpiasi Arackibu8 cki8tinAustur, et, c^ui, clariars loco nati, nobilitatem 2 Na^'oribu8 accepta, nobilibu8 et praeckari8 actionibv8, ac virtutum 8tu6Ü8 pro patria, pro ?rincipibu8 8uis, pro Repubkica 8trenus elaborancko, mgAi8 maAi8czus i>Iu8trant, ampiiori8 Irar>ori8 et 6i>nitati8 praeeminentia ckscorentur, 8ic enim ratio asc^uitatis et iu8titiae kiabetur, et rekiczui mortake8, ack bons8ti88imum virtu8 et »lorias certamsn pukcberrimi8 exempÜ8 provocantur. kückocti itac^us kicke cki^no rskerentium tS8timonio, ^6riane ab künckcekort, Ü8ts parentibv8 et maioribu8 ortum, czuorum nobilita8, non maAi8 antic^uitate, czuam virtuts et rsbu8 korliter pruckentsrcprs AS8ti8, tum in primi8 stiam kicks st cksvotions in ?rasckscs88ors8 N08tra8, k^omano8 Imperatore8 et ReAS8, ipsumczus Lacrunr I^omanum Imperiuui. nee non st k^uAU8tam Oomum no8trurn ^u8triacam !I!u8tri8 ac 8psckata kuerit, ex czuibu8, ut cetsro8 taceamu8, aeczus iile (Zu^^ekmu8 ab künckce- kort pro6ierit, cuiu8 excellsntibu8 in omni Zeners virtuti8, msriti8 t^6rinu8 Vb 8anctae Ramanae ac univsr8aki8 kZc- cie8iae 8ummus ?ontikex, bonorern Larckinaiitiae ckigni- tati8 ckstulsrit^ Quorum ve8tiAÜ8 in8i8tsn8 novi88ims etiam patsr tuu8 (ku^i^elmu8 et ipss nominatu8, cum tri^inta ip808 anno8 8ub au8picÜ8 ^u^u8tae I)omv8 no8trae miüta88et, clua8 turnra8 catapbractorum ec^uitum, c^ua8 ip8e 8umptu 8uo con8crip8erat, ckiu ckuxi88et, omnia e^rsAia vsk militiiz vel ciuci8 munia im- plsvi8sst, tanckem vitam ip8am pro eackem Oomo no8tra kor- titsr prokucksrit, (Zuiu8 sxemplo, ut 8anAuins ip8o, tu ip8e, ^ckrians ab künckcekort, incitatu8, ick jam ab ineunte aetats 8ummas euras Irabueri8, ut iIÜ8 proAsnitoribu8 partum, sc in te ckerivatum cko- ms8ticum ckseus, non mocko non ckstsrere8, 8eck auctiu8 ac illu8triu8 ack po8tsro8 tran8mittsrs8; ick c^uo6 ackeo kskiciter tibi ce88i88e compertum babemu8, ut, cum et prasclari8 co^itatio- nibu8 tui8, ea a litterarum cuktu st ckoctrina, 8ub8ickia para88ö8, czuae ack ma°na tsncienti, certiorem viam muniunt, ac po8tea ack miiitiam animum appkica88S8, primumc^ue in kZelgia per duo8 snno8 siu8denr rudinrents gre^sriu8 possuisses, inds sd Xo8 in Luperiorem (Isrinsnism delstu8, psulstim pro virtute tus, per omns8 ordinum rnilitsriurn Arsdu8, 8ulr ducibu8, Xnlroldt, Hiilio, dslis88io, S8cendendo, nulism Iortitudini8 sc kdsi prodsndss occs8ionein dsclinsndo, 8ed in omnibus kere proe>ii8 rnsioribu8, czuse p08t 8enrel cosptum dsliurn Loeinicuin diver8i8 in Ioci8 pugnsts 8unt, sc nominstim in illo ad VVimpensin contra Ourlsclrium, ad Ltstlonsnr et Hoclr- 8tersm contra (Idrri8tisnum Lrun8vvicen8sm Oucsm, sd Imtsranr contra Xe»em Oanias, sd Imtxensin contra Luecuin in nupsra ilia periculosi88ima sc dstestskili dekectione, cpiarn contra Xo8 arditr>8 ip8e Qensraiis Xxercituum no8troruin Lapitaneu8, ad 0MNO8 kere et 8inAuIv8 minore8 Oucs8 perssrrs constu8 e8t, ita ts Aerendo, id con8scutu8 8i8, nt Lolonelium te no8trum 8ivs Vridunam uniu8 I.eAioni8 con8titusriinus, sc deinde tidei et vigilantiss tuas prae8iduunr, recuperatss nuper Livitati8 no8trss Imperisiis Xstisbonensis, rects comnrittendum csn- suerimus; IZeniZne etiam considerantes, «zusm prsecisrs in ts, tot tamc^uam ampii imnorss, et beneücia nostra coiiocata sint, c^uipps cpu ab i»o tempore, in8tinctui »eneroso tuo obsecpien8, iezionem alteraiu trium miiiunr in XIV distri- butam vexilla, aere tuo kornr:>ri8 sc srmari8, omninoczus conksi ts deincsps c^uoc^us, non mocio tui 8iinilenr futurum, 8eci po8tsri8 etiam tui8 clariora in ciie8 documenls virtutis c^uss irnitsntur, dsturum. His nempe, alii8^us cie causis Iscisn- dum nobis duxinrus, ut ts insiAni aiiczuo, eocpie tsii inunik- centiae nv8trse Lae8arese monumento condecoraremus, czuod ad posteritstis insmoriam, tibi, tuisczus psrpetuas laudi so Ironori esset: Xtc^ue idcirco ex csrts scientia, animo Kens dslibsrato, sano accedents consilio, et de daesareas, Xegiae Xrcluducalisc^us potestatis nostrss plsnituciine, te praenomi- nstum Vdrianum ab Hncbskort oinnssc^ue iibsros, Irersdss, P08tsro8 sc descsndentes tuo8, ex iegitimo matrimonii loscisrs natos st naseituros in intinitum msscuios et Isminas Xostros et Lscri Xomuni Impsrii XeAnorumrjue sc ditionum no8trsrum bssreclitariarum, libsros Laronss st lZaronissas antiMas prossplse lecimus, creavimus et srsximus sc tsnors praesentiuin kacimus, cresrnus, erigimus, st ab liberorum Laronum statuin atMs ^racluin clsmsnter evebimus st sttolimus, sc öaronalis bonoris clignitatisczue titulo per praesentss »ratlose insignimus, nsc ilon alioiarm lüberorum Hsronum vsrs natorum orclini, numero, consortio, costuiczus kavorabilitsr asscribimus et gA- »re»amusz Decernentes sc boc nostro Laesarso delicto krrnissims statuentes, Mob tu, supraclicts Adrians ab Hncbelort, omnss- czus liberi, bereclss, sc posteri tui le^itimi, utriusMS sexus nati et nsscituri, lbiberorum ösronum noinsn st rli»nitatem ssseMi, obtinsre sc kerrs, et tsm in littsris, czuam nuncn- pations verbal!, nsc non in rebus ac nsMtiis spirituslibus et tsmporslibus, Hcclssiasticis et prolairis, st in Mibuscum- c^us ne»otüs et sctionibus a Hobis et successoribus nostris et aliis omnibus et singulis, cuiuscumc>ue Status, »rsclus, orclinis, r!i»nitstis, st conrlitionis extiteriilt, pro veris liberis lZaronibus babsri, tsneri, clici, nominari st bonorsri passitis et valsatis, prout Hos ipsi ts eosclemMe legitimos baerecles et posteros tuos, utriusczus sexus, iibsros Larones nominainus, beclaramus st appsllarnus, Volsntss, st sutoritsts nostra Imperiali HegiaMe sxpresss clecernentss, cpiocl ubivis lo- corum et terrarum, tsm in ^uclicüs, Main extra, omnibus et sin»ulis privile»üs, inbultis, imrnunitatibus, libertatibus, iuribus, consustuclinibus, bonoribus, cli»nitatibus, praero»stivis, exemp- tionibus, »ratiis et kavoribus uti, krui, »auclere, et potiri vale- atis, cjuibus alii IZaronss in Lacro Ronisno Impsrio, He»nis- c^us st ?rovincüs nostris Irsrsclitarüs, uti, Irui, »anders, et potiri solsnt et possunt, Momodolibet consusturlins vel cls iure, omni contraclictione et impebimsnto postposito. Ilt praeterea »ratiam nostram Laesarsam er^a ts lVclri- snum ab Unbslort liberum lZaronem, ina»is ma»isc^ue osten- clsmus, anticzua et »entilitia srmorum tuorum insi»nia, non moclo clsmsntsr laudsvimus, spprobsvimus, verum etiam auximus, smplikcavimus, illustravimus et innovsvimus, Mein- 3^7 - uclmoclum vigore praesentium luuclumus, upprobumus, ruti- ücnmus, nuFSMus, umpükcumus, illustrumus st innovumus, st in bunc, c^ui sec^uitur, moclum postbuc üuben6u, nsstun6u, uc 6s5srenclu beniAns concecümus et elur^imur. Lcutum viäsücst oblon^um üuvei sivs uurei solaris in trss pnrtes ünsis rubsis 6ivisum, ut ünsu u lutitucüns scuti per mscüum cluctu perpenbiculurem ex suprsmu siusclsm purts ciescen^entsm unFulos recto8 sxcipist, c^uurum pur- tium c^uusc^us supsrior H^uiium nigrum uüs expücutis, st pecübus 6ivuricutis voluturisnti simüem, cupite uci invicem spectuntsm, inferior c^uoc^us eoclsm mo6o ^c^uilum nizrum, cupits cisxtrorsuin vsrso ostsntst. Nuioris scuti medium occupet ssutnm minus cusruisum, ut psctsm uc^uilus unius u 6sxtris sinistrum, uitsrius cisxtrum tsAut, in c^uo ssrtubum rubus conspiciutur, coronu uureu 6esuper psncfsnts clecorum; scuto muiori incumbut coronu item uursu, in ucuminu Arutioss ciesinsns, cpubus ^emmue sivs giobuli, c^uusi inüxi conspicui visuntur, prout üusc oinniu in mebio buius cüplomutis solo- ribus suis inASniosius et uci vivum c^uusi eluborutu uc visui ob^ectu cerners licet. Ltutuentss st üoc nostro (üuesureo ecücto ürmitsr 6ecernentes, c^uocl tu prusnominuts ^clriuns ub Lncüskort über Luro, omnesc^ue überi, berebss et postsri tui IsAitimi in inünitum prusmemorutu urmorum insi^niu, sic u nobis ex spsciuü Zrutiu uuctu et locuplstutu, cisinceps in omnibus et sinZuüs bansstis et äscentibus uctibus, sxsr- citiis et expeäitionibus, übers pucikics, et sbsque omni prorsus molestutions, clsfsrrs et Assturs, iiscism^us pro voluntutis, urbitrio, c^riovis mocio uti possitis vuleutisc^ue, non ubstuntibus in contrurium sucisntibus c^uibuscumczus. NuncZumus ergo universis et sinAuüs LIsctoribus süiscpis Lucri I?.omum Impsrii ?rincipibus, Lcclesiusticis et sus- culuribus, ^rcbiepiscopis, Lpiscopis, clucibus, Murclüonibus, domitibus. lZuronibus, miütibus, nobiübus, cüentibus, cspitunsis, Viceclominis, künskectis, Lusteüunis, I^ocumtensntibus, olkciu- übus, bleroulcüs et Luciuceutoribus, fZurniinu^istris, ^u6icibus, - Zs8 - Lonsulibus Livibus, st Aensralitsr omnidu8 st sinAUÜs no8triL st Lacri Homani Impsrii, UsAnorum^us st ?rovinciarum nostrarum Irsrs8itariarum, 8ubclitis, ac K8slibus 6ilestis, cuiu8- curn^us ^iZnitatis, ^ra6u8, orclinis et concütionig existent, ut ts 8sepslatum ^6rianurn ab Ilncirslort liderum Laronem omns8(fus libsros, Irasrs6s8 et po8tsro8 tuos IsAitimos, in 6icto lidsri öaronatu8 8tatu, or6ins st 6iAnitats psrmansrs, omnibusc^us et sinZnIis prasmsmoratis privileAÜ8, inZultis, im- munitatidu8, Iibsrtatibu8, iuribus, consustu8inibu8, Ironoribu8, 6>Anitgtibu8^ prasrvAativi8, sxsmptioniku8, gratim st favoribu8, vobi8 in Iroc no8tro diplomste concs8si8, libsrs, Kniete, et ab8czus ulio impsclimsnto uti, Irui, Aaucisrs et potiri sinant, acieoczus in omnidu8 st 8inAul>8 dekenclant, conssrvent et alio8, ns c^uid in contrarium moliantur vel attsntsnt, pro virii?u8 proiribeant et impediant. In puantum indiAnationsm no8tram, st Lacri Impsrii ßravi88imam, et posnam centum marclrarum suri puri, pro climiciio Ü8co, 8sn asrario nvLtro Imperial!, et pro relicpra parte, iniuriam pa88o 8su ps88i8, totiss c^uotis8 contra Iranc nv8tras creationis, concs88ioni8, Iibsrtati8 st Gratias pa^inam factum luerit, irremi8sidilitsr soivsndam, incnrrere nolusrint. Harum tS8timonio littsrarum, manu no8tra 8ub8crip- tarum, et MAÜIi no8tri «Lassarsi appensione rnunitarum, ()uae dakantur in Livitats nv8tra Viennas, die ciscima tertia i^Ien8i8 Irlartii, r^nno domini mil!s8imo 8sx8cente8imo trigesimo c^uinto, Regnorunr nostrorum, Hornau! ciscimo 8sxto, Hungarici de- cimo 8öptimo, Lolremici vsro clecimo octavo. ?erdinandu8 m. p. ?Ir> v. Ltralsndortl m. p. ^d Nandatrsrm 8ac. cae8. Nap proprium ssoan, ^Valdsrods m. p. Abschrift im Vogelfänger Archirc — S, oben Seite und Zz. IV Grafendiplom mit pradib'at „Hoch- und IVcchlgcdorcn" von Kaiser Leopold für Mdni.m v. Eurkmoens d. d, ävicn 15. Llovcmder 1658. Deopolclus clivinu fuvente elementiu Dlectus ktomuno- rum imperutor Semper ^Vu^ustus sc Lsrmuniue, ?IunAurius> IZoksmius^ Dulmutius, Lroutius, Leluvonius etc. Rex, ^rclrielux ^.ustrius, Dux Lur^un^iue, Lrubuntius, Lh'rius, Lsrintluue, Lurniolue, Nurckio Nuroviue, Dux DucsrnburAius sc superi- oris et inferior!« Lilesiue, VVirttsmbsrAue et 1'ecleue, Drineeps Lusviue, Lomes I^ubspurAi, l'^rolis, l'erretis, X^bur^i et Loritiue, DunelAruvius ^lsutise, Nurclrio sucri Xomuni impsrii IZurgoviue ue superioris st infsrioris Imsums, Dominus Ivlur- cluus Lcluvonicus, Dortus Xuonis et Lulinurum. Illustri et generoso nostro st sucri impsrii K6eli 6ileeto /Vclrinno Lomiti ub Xnclrsvoert nostro Lonsilisrio urcuno st cumpi ^fursscliullo Arutium nostrnm Lussareum st omne donum. Lum nilul sit intsr mortules prusstuntius uut sublimius Imperutorins Nuieswtis cslsitueline, czuum Deus optimus mu- ximus vs> in6e etium prus cstsris Irumunis ciiAnitutikus emi- nsre voluit, ut splsnelors suo micuntissimis czuusi ruciiis terru- rum Lrdem, et commissum sibi Imperium illustrst. ?ur e^uiclern et rutioni muxims consentuneum est, ut nos clivinu voluntuts nt^ue proviclentiu ucl summum Iiuius cliAnitntis DstiZium svecti non solum omuium commociis et utilitutilnus seclulo inviFilemus beniAnitutisc^us et munikicentius nostrue melius in c^uoscum^ue ticlelss nostros cliKunclumus^ verum in Imne etinm potissimum curuin utc^us eiili^entium incumlz-unus, ut enrum, czui cis muioribus nostris, sucro impsrio, et inciutu nostru ^ustriue Domo Kens msriti sunt, postcpuun priscu fumiiiue nobiiitus, cpium virtus stium propriu, prucientiu in- tsFritus, resczus Donn et toris cum luucis et fortitsr Aestue uiiuec^ue insi^nss nnimi ciotes prue cstsris ciuros reciciuut, conciitio utcpie ^ru6us umpiioris stium bonoris et cii^nitutis pruseininentiu non cisstituut^ Icicprs vsl eo mugis, c^uoci per boc ipsum non ueczuitutis mocio et sustitius rutio bubsutur, seci is u6 ciignitutis etium umpiitucliniscjus Lusssreus spien- ciorem iliustrancium, rsmcpie publicum kovsncium utc^ue iu- vunciuin psrtiners vi6entur. Lum iAitur compsrtum bubs- umus, ^ciriuns Lomes ub Dbcicsvosrt, Nuiorss oiim tuos kuisss viros non soium untic^uu kumiiiue nobiiituts, vituec^us Semper uc inorurn intSAritute csisbres, seci cie ixspubiicu, eliuin Lbristiunu, ucieocjus u Divis cpionciurn D.omunorum Impsrutoribus uc iksgibus Drue6ecessoribus nostris coisn- ciissimis, inciutiiscprs nostris ^ustrius et Lur°unciiue Domibus Kens msritos; ^.c intsr ilios czuicism, ut Lu^ljeimum ub Dncicevoert, c^ui summo Dxcsilsntissimsrum virtutum suurum merito, ub ^ciriuno <^uon6um Lexto, Dontikce iViuximo in Lurbinuiium LoiieZium fuit ussumptus, psucis pruetsrsumus, Dutrem proxims tuum, Lu^I^sImuin st ipsum nominutum, cum in ciivsrsis Dxpeciitionibus beiiicis sub ^.ugustus Oomus nostrue uuspiciis strenus miiitussst, non rnocio cisbitum?rin- cipi ?utriuec^ue kcism summu Dortituciinis st In6ustrius iuucie, sprstis cjuibuscuinczue vitue uc tortunurum psricuiis compro- busse, seci eium etiuin suum vei tum muxirne cismonstrssss, cum ciuus Lntupbructorum Dc^uitum turmus proprüs suis suinp- tibus canscriptus, pro eiuscism servitio 6iu ciucencio, st om- niu e^rezii vei militis vei Oucis muniu impiencio, tunbem vitum pro?rincips uc suciem Domo nostru sortitsr et Ziorioss pro- kunciit: "Le vero pruenominutum ^ciriunum Lornitem ub Lncicsvoert, ub uvitis, puternibuscpis virtutibus Imuci cieZe- nsrsm, ici pruecipus Semper curus bubuisss, euc^ue omnibus viribus intenciisse, ut ucceptum ub iisciem ciscus ctomesticum — Z2Z — non solum surtum undeczuuc^usuc tsctum, ssd propriis etiuni ineritis, prueclurisc^us kucinorikus sduuetum postsrituti trudsrs passe»; Itu suns ut iuur Ante viginti rpun^us unnos, Divus c^uondum Romunorum Imperator Rerdinundus Leeundus, Do- minus tuus et Rruedeeessor noster eoisndissiluus ^.ugustus memvrius, clurissimis, u «zregurio Nilits puulutim ud omuss pusns nrclinum N.iiiturium Frudus, uscsndsntis Rortitudinis tuus, et Asnsrositutis speciminibus udduetus c^uipps De- gionem insupsr spisndidum trium virorum miiium in cpiu- tuordseim distriizutum Vsxiliu tum tum proprio tuo uers eonkuvsrus ut^ue urmuvsrus ^ Iiuud ubs rs dignum iudieurit Piem deni^ne compieeterstur, utc^us udso ts totumcpis tuum Drosupium pecuiiuri Arutius uc munikcentius cloeumeuto, czuipps untic^uum Asneris tui nodilitutsm in liberum Dura- nutum vetustiorisc^us prosupius stutum uttolisndo ^nuo miiissiino ssxsentesimo triAesimo rpunto i^uti ex eiusdsm Diplomuts /^ugustuii situ super Iroc duto iiczuet) exornundum susciperst. tZuo czuidsm Ironore Ironsstue tuus eupiditutis ignieuio, rpio ulius uecensus ud pulelisrrimu cpiusvis putrunclu lersburis, in tuntum lomss est udditus, ut nuilum udinds kortitudinis ue üciei probundus oecusionsni, sud Divo etiuin Romunorum iin- psrutore Rernundo Dsrtio Domino, Rutrs et Rrusdecessore proximo nastro coiendissimo, Augustus memoriue, dsciinu- veris, sed in omnikus lere prosliis muioridus, tum cprus udinds, cprum unteu diversis in locis, uc nominutim czuidsm in Lelgicu, Zuxonicu, D^rvisnsikus, Ruvuricis, IZurFundicu et Dotlruringieu Dxpeditianibus st beiiis pugnutu kuerunt, st kusrunt, tulem ts müitem utc^us Ducsm ciuudruZintu integris, c^uibus iniiitusti, unnis comprokuvsris, ut Dil: st Nu^sstss suu unno milissimo sexcentesimo cjuinc^ugAesimo sexto non ciiu unts dscessum ex irue vitu suum, te in postremu Expeditione Ituiieu Lopiis suis eum Iinpsrio suprsmis eiusdsm Rxercitus Nuresclruüi pruekecerit, Lionsiiiuriisc^ue sui urcuni diAnituts non deeorurit, modo verum etium di^num iudicurit, c^usm Lueri Romuni imperii creuret Liomitsnn (^uibus ownilzus de cuusis et nos omnino conksi non modo ts deinceps cjuo- czus tui similsm futurum, sed cluru buec Virtutis tuue dacu- mentu postsris etium tuis ud eundem uleum expsriundum incitumento utc^ue stimulo esse futuru; sucisndum nobis duxi- mus, ut c^uo konors ults memoruti Oomini ?utris uostri Dil: et Nujsstuts condscorurut, nos, Hiusdem non minus in >uu- dutissimis suis intentionibus, c^uum in imperio etiuin, Re^nis st?rovinciis succsssores, Hundem tibi ex munikcsntiu nostru Lussureu pro tuo posteritutisc^ue tuue is^itimue psrpstuo or- numento et gloriu conlrrmuremus. Natu ituczus proprio, ex certu nostru scientiu, uniino bene deliberuto, uc suno uccedsnte consiüo, dsczue Luesu- reue potsstutis nostrus plsnitudins ts suprudietum ^.driunum liberum IZuronem ub Hncbevoert, omnescpm et singulos libsros, beredes postsros uc descendsntes tuos Isgitimos utri- usc^ue sexus, nutos st ueternu serie nuscituros, Lucri ko- muni Imperii ReAnorumc^us et ?rovinciurum nostrurum irere- dituriurum Lomites st Lomitissus, creuvimus Iscimus, nomi- nuvimus st ccmfirmuvimus, titulocpis bonore et diZnitute Lo- mitutus Imperiuüs uuximus utc^us insi^nivimus, sicuti vi^ore pruessntium crsumus, lucimus, nominumus, uu^emus, insiFnimus et conkrmumus, Volsntss, prusssntic^us Udicto nostro Lue- surso in perpetuum vulituro krmiter et sxprssss dscsrnentes, c^uod tu mocio clicte ^driune, Lomes üb Hncbsvosrt, cum universu prole et postsritute is»itimu muscuiu et leminu in inbnitum tituium, nomsn st dignitutsm Lomitum Imperii per- petuis cieinceps temporibus bubsrs, obtiners et kerrs, eoc^us tum in littsris cpium nuncuputione vsrbuli, in rebus spiri- tuuiibus et temporslibus, Hcclesiusticis st prokunis, bonoruri, uppelluri et reputuri, uc denic^ue omnibus et sin^ulis bono- ribus, ornumsntis, diznitutibus, Arutiis, libsrtutibus, privilegns, ^uribus, indultis, consustucünibus, prueminentüs et pruerogutivis libere et citru cuiusübet impsciimsntum uti, Irui, potiri et Fuudsrs possitis et clebsutis czuibus costeri nostri, st Lucri Imperii Lomitss u c^uutuor vel pluribus ^nnis nuti utuntur, kruuntur, potiuntur et Aau6snt, consustuciine vel cis iure; i^on obstantibus in contrarius kacisntibus czuibuscumczue, etiamsi talia torsnb cis c^uibus in prasssntibus specialis st sxprsssa mentio üsri clsberst, quibus per praessntss scisntsr st autoritats nostra Laesarsa clsro^amus, st sukicisnter 6sro- Saturn ssss volumus> dupisntes insupsr ts iVcirianum Lomitem ab ^nclrs- vosrt iuculsntiori bsniZnitatis nostras tsstimonio sxpsriri cpiam Zrata atczus accepta nobis tus, Lacro Romano Impsrio, ac VuZustas nostras Oomui Vustriacas prasstita bactsnus servitia sxtitsrint; Notu scientia et autoritats cMbus supra, tibi ornnibus^us libsris, bereclibus, postsris, sc clescencisntibus tuis Is^itiinis utriusc^us sexus, natis st asterna ssris nascituris, banc c^uo^uo spsciaisnr Aratiam concsssinrus st slar»iti sumus prout vi^ore buius nostri Oiplomatis clemsnter concs6imus st elargimur, ut psrpstuis postbac tsmporibus in omnibus et sinAulis scripturis ac litteris ex Impsriali aut ^ugustas Do- rnus nostras LancsIIariis sxpe6iencüs, c^uoties tui aut tuorum mentio unc^uam iacisnZa erit, vos Ilnivsrsi st sinZuIo bono- riüco ssmpsr titulo seu prae6!csto Illustris st (üsnsrosi ^ czuoci Asrmanico icüomats IZacb- uncit ^VoblZeborn sonat compsllari, nuncupari st inscribi cisbeatis: Rrout in Iiunc ipsum beniAnas mentis st voluntatis nostras Lassarsas ssssc- tiam clictis nostris danceliarüs ac! submissam vsstrain ps- titionsm per Lassarea clecrsta stricte orciinabimus, mancla- bimus, iniun»smus. (^uocirca manclanrus univsrsis st sinAuIis Risctoribus, alüsc^us Lacri Impsrii Rrincipibus, Rcclssiasticis st Lecularibus, ^.rcbispiscopis, Rpiscopis, Oucibus, Narcbionibus, Lomitibus, Laronibus, Mlitibus, I^obilibus, Llisntibus, Lapitansis, Vice- ciominis, Rrasksctis, LastsIIanis, Rocumtsnsntibus, Okticialibus, Rlsroalcüs, Laciucsatoribus, Lurgimazistris, ^su6icibus, Lionsu- libus, Livibus, st Asnsralitsr omnibus st singulis nostris ac Lacri Romani Impsrii, RsAnorumc^us et Oominiorum nos- trorum baersciitariorum subciitis ac käslibus 6i>sctis cuius- - 326 - cum^ue diAnitstis, Zrsdus, ordinis et conditionis sxistsns, ut ts ssepe memorstuni ^.drisnum domitsm sk Hnclcsvoert, tuosczus likeros, lieredes st posteros ls^itimos, utriusc^us ssxus in inknitum in dicto domitis Impsrii ststu, orclins st diAnitsts psrmsnere. omnikusc^ue et singulis prsemsmorstis privilsxiis, indultis, immunitstibus, lidertstibus, ^suridus, consuetudinikus, Ironorilrus, diAnitstidus^ prseroAStivis, sxemptionidus, ^rstiis et ksvorikus vodis in kos nostro Oiplomsts concsssis, iibers, Kniete, psciücs, et sine omni prorsus impedimento et con- trsdictions uti^ Irui, Zsuders et potiri sinsnt, sdeoc>us vas in omnikus st singulis dskendsrs, conssrvsre, et msnutsners studesnt^ sc idsm sc sliis stism, «Husnts in ipsis erit, sedulo kein cursnt. Li Huis vsro secus ksxit, et contrs tsnorsm Imius nostri Impsrislis Oiplomstis czuippisin dssionsre, vel sttsntsre, et Imnc crsstionis, srectionis, concessionis, lsrgi- tionis, indultis dscrsti^ voluntstis, lidsrslitstis^ derogstionis, privilegii et ^rstise nostrss dsessrese psginsm sive in psrte, sive im dniverssm inlrinAsre, snt slio czuovis modo, vel susu tsmsrsrio violsrs prsssumpserit, is prseter grs- vissimsm nostrsm st Lscri Impsrii indignstionem, centum msrclisrum suri puri, puti, prodi, ex semisse ^ersiio, sine b'isco nostro Impsrisli, ex sltero vsro semisse inimism psssi seu psssoruin usiims spplicsndsrum irremissidiliter, totiss «Huotiss contrslsctum luerit mnlitsm cisrs ism nunc clsmnss esto. Hsrum testimonio littersrum msnu nostrs sudscriptsrum et ZZullss nostrse sursse sppensione munitsrum. Ostum in civitste nostrs Viennss «Iis ciecims c>uints mensis Hovsmkris, snno domini millesimo ssxcentesimo c^nin- cpisASsimo octsvo, I^SAnorum nostroruin I?.omsni primo, Hun- Agrici tsrtio, kZolrsmici vsro sscundo, I^eopoldus nn p. V. Z, XVildericus Lsro de 'Wsldsrdork m. p. /rd. Nsndstum Lsc. dses. Nsf. proprium solr. ^Vsldsrode m. p. Abschrift ini Vogelfänger Archiv. — vgl. oben Seite HS im«? ss> Eigenhändige Auszeichnung Adrians Freiherrn v. Enekevuert über seine Herknnst. ca. 1650. Ich Adrian Freiherr von Lnkevoert, Herr auf Ledetsch, Grieskirchen und Nodanez, der Röin. Rais. Alaj. und Ghurf. Durchlaucht in Nayern Lespee Rriegsrath, General-Feldinar- schall und bestellter Vbrister, geboren zu Diest in Trabant Zlnno fkOZ den 2v.ten Zlugusti; Hab noch 2 Schwestern gehabt, eine ist in der Rindheit gestorben, die andere, so vier Jahre älter, ist zu Lüttich Äbtissin der Ganonessen zum heil. Grab. Atein Herr Datier hat geheißen Wilhelm von Lnkevoert, ist süss) aus Niederland mit einer Gompagnie Gourassier als Rittmeister in dieses Land kommen, hat seiner Rais. Alaj. unter dem löbl. Herberstain Regiment gedient, ist fK2f gestorben und im Rloster Zwettl allhier in Unter-Vsterreich begraben. Nach ihm hat Herr Werner von Tylli sein Gom- pagnia bekonunen. Ich aber bin unter Herrn Feldmarschallen Grafen von Anhalt sein Regiment zu Fueß von f620 bis s629 und von dannen in Italia unter Herrn Grafen Gallas Regiment, also von untersten Grad bis auf das Feldmarschall Garier Ihro Rais. Wtay. unausgesetzt in die 30 Jahre gediennet. Das Geschlecht kommt aus der Ghampignia von Herzogen-Busch. Die Voreltern seiend aus Holland wegen der Ratholischen Religion verjagd worden. Die Gütter liegen theils in Ghampignia, theils in und um Diest. Das Haupt- - 330 - gut ist Schwarzwasser genannt, welches die Äbtissin noch Hot, und ist ihr von mir vor 2V fuhren zur Ghre Gottes und zu Grbannng eiues Klosters geschenkt worden. Meine Frau Mutter hat geheißen Anna von Hoven aus Diest. sfist nach mir nach der Kindböth zu Lnttich gestorben und zu Lnttich in der Augustiner Kirchen begraben. Kleine Frau Gemahlin heißet Anna Gamilla gebohrue Gräfin von Merdenberg und Namiest. Seiend s635 den 20te» Klay allster zu Mien in »audhaus zusammen geben worden. Haben erzogen 3 Söhne, deren der ältere Gahmens Johannes Ferdinand Franziscns noch leben thnet, die andern aber alle klein gen Himmel gefahren. ?>as Gnkevoertsche Mappen ist von Anfang hero 3 Adler, welche Marimilianus Primus dem Geschlechte, wie die Netto noch vorhanden, gegeben, llnd der mittlere Schild ist von Kaiser Ferdinande !>. glorwnrdigster Gedächtnis vermehret worden. Kleiner Frauen Gemahlin Herr Natter seeliaster Ge- dächtnns war Herr stoh. Naptist Graf von Merdenberg und Namiest, dero liebste Frau Klntter Frau Gatharina Gräfin von Merdenberg ist von Geschlecht eine Freyin von Goronin und Gronberg. Adrian Graf von Gnkevoert m sann) p froprin) Eigenhändig geschriebene Notiz, ini Grafenegger illrchiv des Grafen Nrenner-Gnkevoerth. — S. oben Seite f37 n. 2. VI. Melsdipwm für Dmiirl v. Ellckrvornt! voll Kaiser Leopold I. d, d. "lVien >6. Februar I66Z. Uüir Leopold von Gottes gnaden Gewählter Römischer Kaiser zu allen Zeitten Ukehrer des Reichs in Germanien, zu Isnngarn, Nöheimb, Dalmatien, Groatien und Slavonien pp. König, Grzherzog zu Ostreich, Lscrzog zu Nurgnndt, zu Nrabandt, zu Steyr, zu Kärndten, zu Grain, zu Lützeburg, zu1vürtte>nberg, Ober- und Nieder-Schlesien, Fürst zu Schwaben, Ularkgraf des; Lseyligen Rönnsch. Reichs zu Nnrgav, zu Ukähren, Ob. und Nieder - Laußnitz, Gefürsteter Grafs zu Lsapsbnrg, zu Tyrol, zu Pfierdt, zu Kybnrg und zu Görtz, Landgraf in Glsäs;, Ijerr aus UAndischen Ukark, zu porttenaw und zu Satins. — Nekhennen für Ruß und Unsere Nachkommen am Reich öffentlich mit diesem Nrieff und thnen khnnd allermeniglich, Uüiewohl Ul>ir aus Röin. Kay. Lsöhe und Würdigkeit, darein Runs der Allmächtige nach seinem Göttlichen willen gesetzt hat, auch angeborner guette und miltigkheit alle Zeit geneigt sein, aller und jeglicher Rnsers und des; bjey. Reichs auch Unserer Grb-Königreich, Fürsten- thumb und landen Underthanen und getreven Ghr uns; ausf- nehmen und bestens zu betrachten und zu befürden, So ist Unser Kay. Gemüeth nit vnbillich inehrers bewegt und begierlichcr, denjenigen Unser Kay. mildigkeit mitzntheilen und Sie mit Unsern Kay. sondern gnaden und Freyheiten zu versehen und zu begeben, deren Voreltern und Sie in altem erbahren standt und wesen auch in Unserer löbl. vorfahren Köln. Kaisern und Königen, auch Unser» und des Keichs bjerkhommen und darneben vor andern mit glitten bitten, tugendten und verstandt begabt und sich je und allerwegen gegen Unns und dem ljey. Köm. Keich, auch Unserm löbl. Crbhautz Gestreiel? in aller getrewer Dienstbarkheit und fleitz verhalten. Ivan wir nun genediglich angesehen, wahr- genommen und betrachtet, die Crbarkheit, redlichkheit, guette Adeliche bitten, tugendt vndt vernnnfft, damit vor Unserer Kay. Alst. Unsers lieben Gheinibs desj Churfürsten z>i Brandenburg »d. General - j?roviant>neister, Directoris über Sr. §id. Salpetter, piilfer, Saltz und Kupffer Kegalien von allen deroselben tranden, auch Unser und dest Keichs lieber getreyer Daniel Ankeforth sonderbahr berüehmet worden, auch die angenehme trew gehorsambste Dienst die er sowohl Unjj, dem Ljey. Keich und gemeinen wesen, als auch undt vornemblich obbesagtes Churfürsteii zu Brandenburg trd. in Verrichtung viel nnderschiedtlicher bjochwichtiger Kommissionen undt geschafften zuinahlen bei dem unlengst in Pohlen und Holstein entstandenen Krieg und unwesen »»gescheucht einiger leib- und lebensgefahr nutz- und hochersprietzlich erzeigt und bewiesen, dergleichen trew gehorsamiste Dienst auch noch thuet und nit weniger hinführd insonderheit gegen dein Crbfeindt Christlichen nah>nens den Türkhen zu thnen desj allerunder- thenigsten anerbiettens ist, auch wohl thuen t'han, niag solle, ljierumbe so haben bvir niit wohlbedachtem »iueth, guetten raht lind rechteii wissen vorgemeldetem Daiiiel Ankeforth die besoiidere Kay. genadt gethan >ind Zhne sambt allen seilren jetzigen lind khnnfftigen Chelichell leibs Srbeii niid derselben Crbens Crben, Utans und Iveibspersohnen iil ewige Zeit iil den Stadt und gradt des; Adels Unserer und des bjey. Keichs, auch Unserer Crb Köiligreich Fürstenthnmb inid Kittermessigeii Cdelleutheii erhebt, darzu gewürdigt, geschopfft, niid Sie der Schaar, gesellschafft und gemeinschaft dest Adels zugefügt, zugesellet iiild vergleichet, allermasfen und gestalt als od Sie von Zhren vier Ahnen vatter nnd Ubntter Geschlechten bederseits rechtgeborene Lehns - Thurniersgenoß nnd Ritternlessige Edellenth waren. — Und zn nlehrer ge- dechtnuß nnd gernchnuß solcher unserer Ray. gnadt nnd er- hebling in den Adelichen Staudt haben wir Zhm Daniel Zngkeforth, seinen Ehelichen leides Erden nnd derselben Erdens Erden Alans nnd UOeibs persohnen diß hernach ge- schriedelre Adelige Ivappen und Eleynodt hinfnhro in ewige Zeit also zu suehren nnd zu gebrauchen gnediglich gegönnt erlaubt: feindlichen eilien Schildt, so in der Utttte über Zwerch init einer draitten rothen strassen, darimlen nach einander drey Eisene Eanon Rngeln, also adgetheilt, daß der untere theil weiß Silberfarb, in welche iin grnndt ansf eiileni grüilell Lerglein ein hoekhender ailffrechts zum grünilnen geschiekhter gelber Leu, auf deeden seithen mit seinem prankhen eiireir grünell Palmdaum haltendt, (Obere theil gelb oder goldsard, darinnen Zwen gegen einander einwärts gestelte schwarze ausgedreite einfache Adler, mit offenem Schnabel, roth ausschlagender Zuilge llnd von sich sprechenden UOaffeip a>lf deni Schildt ein frey offener Adelicher Ehnrniers Ifelnlb zur lingken niit weiß und rother, rechten feiten aber schwartz gelber bfelmbdekhen llnd darob illit einer goldfarben alt bfeidnische Eron geziert, aus welcher ein roth oder Rubin farber ansgebraiter einfacher und gekrönter Adler, mit offenen rächen roth außschlagender Zungen und von sich sprechenden Udaffen erscheint, wie dan solch Adelich UAlppen und Eleynodt sambt seiirer Zier iil »litte dieß Uilsers Ray. liebesweiß geschriebeileil Rrieffs genlahlet ilnd mit farbeil auf negst- folgendem blat erster seithen eigentliche und mehreres eilt- worfeil ist. (Ivappen.) Thllil das, Erheben, Ivnrdigen und setzeil Sie also so in den Stand und gradt des Adels. Adeln, gesellen, gleichen und fügen Sie auch zu der Schaar, gesell- nnd gemeinschafft Unserer und des bfey. Reichs, auch Unserer Erb- Königreich, Fürstenthumb und Landen rechtgebornen Lehns, Thurilicrsgeiloß und Kittermessigen Tdelleuthell. verleihen, geben, gönnen und erlauben Ihnen auch obberüert Adelich Ivappcn und Tleynodt also zu führen und zu gebrauchen von Köm. Kay. Ulachtvollkommenheit hiemit ivissentlich in kraft diß Drieffs, Und ineinen, setzen und wollen, daß nun fürbaß hin obbenanter Daniel Ingkeforth, seine Eheliche leides Trbeil derselben (Lebens (Lrben, Ulails und Uüeibs- pcrsohnen in ewige Zeit rechtgeboreil lehns Thurlliersgenoß und Kittermessige Tdclleuth sein, von ineniglich also geheissen und aller orthen ilnd enden in all und jeglichen Geist- und kveltlichen kfändeln und Sacheil dafür erkhent, geehrt, genent und geschrieben werden, auch all und jegliche gnadt, ehr, würde, vortheil, recht, gerechtigkeit, Freyheit, altherkhoinmen und guet gewonheit haben nüt Deneficien auf Thumbstiften, hohen und niedern Ainbtern und Leheil, Geist- und kveltlichen anzunemmeil, zu einxfahen und zu haben nüt andern Unser» und des Ueichs, auch Unserer Geb-Königreich, Mrstenthumb und Landeil rechtgeboreilen lehns Thurlliersgenoß uiid Uitter- nlessigeil Gdlleuthen in alle Thurilier zu reitheil, zu Thurnieren, leheil ulld all ander Gericht und recht zu besitzen, Urthel zu schopffen und recht zu sprechen, auch der und all andere Adelichen fachen, Handlungen und geschafften inner- und ausserhalb Gerichts theilhafftig, würdig, empfenglich, dazu tauglich, schicklich und guet sein, sich dessen alles, auch vorgeschriebenen Adelichen kvappens und Tleinodts in all und jeglichen, ehrlicheil, redtlichen, Adelichen und Kitterlichen fachen und geschefften zu schiiupff und ernst in Stürmen, Streitten, Kempffen, Schlachteil, Thurnieren, gefechteil, Kitters- stühlen, Leldt-Zügen, pannilierell, Gezelteil aufschlagen, In- sigeln, jüettschaftell, Tleyllode, Begräbnissen, Genläldell uild sollst all allen orthen und enden nach Ihren ehreil not- thurfften, willell und Wohlgefallen gebrauchen, genüssen sollen und mögen, als andern Unsere und des bjey. Ueichs auch unser Geb-Königreich Fürsteilthumb uild Lailde rechtgeborene lehns Thnrniersgenoß und Nittermessigen Tdelleuth von rocht oder gewohnheit von allermeniglich unverhindert. — Weiter haben Wir obgenanten Daniel Zirgkeforth diese besondere gnadt gethan, das; Lr seine Eheliche leibes Erben und der selben Erbens Erben Ulans, Weibspersohnen nun hinführo ewiglich gegen Uns, Unsere nachlchonunen und sonst jeder- meniglich, was würden, standt oder wesens die seindt, in allen ihren Reden, schrifften, Tituln, Zusiegeln, pettschaften, Isandlungen, und geschafften, nichts ausgenommen sich von Engkevört wie auch von allen Zhren habenden und künfftig mit rechtmessigen Titul überkhonunenden Guettern nennen und schreiben sollen nnd mögen, ihnen auch solcher Titul gegeben und sie also von meniglich an allen orthen und enden, in allen nnd jeden Händel Geist- nnd -Weltlichen darfür gehalten, geehrt, genent nnd geschrieben werden. - Undt gebietten darauf allen und jeden Thurfürsten, Fürsten, Geist- und Weltlichen, Prälaten, Graven, Freien, liserrn, Uittern, Unechten, landmarschalchen, landhanptleuthen, Landvögten, Isanbtlenthen, Risthnmben, Vögten, Pflegern, Verwesern, Ambtleuthen, Landrichtern, Schuldtheissen, Rurge- nieistern, Richtern, Räthen, Uhundigern der Wappen, Ehren- holde, Persevanten, Rurgern, Geineinden und sonst allen anderen Unsern nnd des Reichs, auch Unserer Erb-Uönig- reich, Fürstenthunib nnd Landen Underthanen und gctrewen, was würden, standt oder wesens die sein, ernst und vestiglich mit diesem Briefs nnd wollen, daß Sie oftgenanten Daniel von Engkeförth, seine Eheliche leibes Erben und derselben Erbens Erben, Ulans und Weibspersohnen für und für in ewige Zeit als andere Unsere und des bjey. Reichs auch unserer Erb-Uönigreieh, Fürstenthnmb und Lande rechtgeborene lehns Thnrniersgenoß und Rittermessige Edelleuth in allen Geist- und Weltlichen Ständen, Stiften und fachen wie vorsteht annemen, halten, zulassen, würdigen und ehren und an allen disen vorgeschriebenen Uay. gaaben, gnaden, Freyheiten, Privilegien, Ehren, Würden, Vortheilen, gewohnheiten, gesell- 238 und gemeinschäfften und erhebung in den Staudt und gradt des Adels wie auch obberwente», Abglichen Ivappen uud Tleynodt weder hindern noch irren, sondern Sie deren in allen und jeglichen Adelichen fachen und Ijandlnugen in und ausserhalb (Berichts allerdings geruhig, ohne alle irrung freuen, gebrauchen, genüssen und genierlich darbey bleiben lassen, darwider nicht thuen noch das jemandts andern, zu thuen gestatten, in khein weist noch weeg als lieb einen, jeden scye, Unser und des Reichs schwere nngnad und straff und darzu ein jdöen, neinblich Sechtzig Ularkh löttiges Goldts z» vermeiden, die ein jeder so offt Gr freventlich hierwieder thette Uns halb in Unser und des Reichs Cammer und den anderen halben theil offtgedachten, Daniel von Lngkevört, seinen Ehelichen leibes Lrben „nd derselben Trbens Trben, so Hierwider beleidigt wurden, unnachlestlich zu bezahlen verfallen sein solle, doch andern, die vielleicht den, vorgeschriebenen, Adelichen Ivappen und nahmen gleich füehrten, an ihren Ivappen und Rechten „„vergriffen und unschädlichen, Utit Uhrkundt diest Briests besiegelt mit Unfern, Kaiserlichen anhangenden chnsigcl, - Der Geben ist in Unnserer Statt Ivien den Sechzehnden Tag des Ulonaths February nach Thristi, Unscrs lieben Ijerrn und Seliginachers gnadenreichen Gebnrtt in, Sechszehnhundert drey und Sechzigste», Unserer Reiche des Römischen in, Fünfften, des Ich»,garischen in, Achten und des Böhain,bischen im Siebenden Jahre. Ivildericht von Ivaldenburg ,^cl nisnäntum Lac, Lues, Nnjsstatis proprium Ivilhelmb Schröder. Abschrift in, Vogelfänger Archiv, ebenso in. Geh, Staatsarchiv Berlin, vgl, oben Seite zq, n. t- VII. Adels - Bestätigung durch Kurfin'It Fv. Willi, v. Brandenlnng für Dklniel u, Elirkrvarnt d. d. Coli? 18. Januar 1665. Mir Friedrich Milhelm von Gottes Gnaden Marggraff zu Brandenburg, des heiligen Römischen Geichs Lrz-Kämmmerer und Ghurfürst, in preussen, znU Magdeburg, Jülich, Ulewe, Derge, Stettin, Poinmern, der Gassuben und Menden, auch in Schlesien, zu Grossen und Iägerndorff pertzog, Durggraff zn Nürnberg, Fürst zn Palberstadt, blinden und Gammin, Grafs zn der Ulart und Uavensperg, perr zn Ravenstein und der Lande Lavenburg und Dütow, Thun kund und geben hiermit Ulänniglichen Sonderlich denen, so daran gelegen, der gebühr nach zu vernehmen; Alst Unst Unser General-Proviant-Meister und lieber getreuer Daniel von Gnekevört unterthänigst vorbringen lassen, Melchergestalt die Uömische Kaiserliche Majestät Ihn und seine Gheliche Leibes Grben und deroselben Grbes Grben, Ulann und IDeibes Personen in den Adelstandt aust denen in Allerhöchstgedachter keyserlichen Ulajestät unter dero eigenhändlicher Ludscription, darüber snb Dato Mien, den sechzehnden Febrnary des Gin Gansendt Sechtzehnhundert drey und Sechzigsten Jahres ertheilten Diplomate, Meiches Gr Unß in Griginali prodnciret, angeführten Uhrsachen erhoben und gesetzet mit angehengter nnterthänigsten Ditte, Mir Mollten Ihm bey so gestalten Dingen, gleichmässig die Ghurfürstliche gnade erweisen und Ihm Unsere gnädigste Gonsirmation darüber ertheilen, das wir demnach in gnädigster Tonsiclsration sothaner inr vorerwehntem Kayserlichen Diplo- inate angezogenen inotiven, wie auch derer Unß von Ihine bißhero geleisteten und noch leistenden unterthänigsten trewen dienste solchein demühtigsten suchen in gnaden deferiret, Thun dasselbe auch hiemit krafft dieses confirmiren und bestetigen obangeregte anff s)hn Inrpetranten und seine eheliche treibes Lrben und derselben Lrbens Lrben, Ulann- und Meiblichen Geschlecht gerichtete kaiserliche Robilitation in allen ihren Punkten und Tlausulsn, wie solches ansfs Reste und beständigste sein und geschehen kau oder mag, Und wollen, daß obgemelter der von Lnekevört, seine Lrben und Gebens Leben utriusgus Lexus in absteigender «rinea bei allen be- gebenheiten nach einhält des Kaiserlichen Riplomatis alß Ritterinäßige Ldellente anfgenonnnen, gehalten, geehrt, ge- titnliert, auch bei allen Privilegien und Praerogativen mann- teniret und geschützt werden soll. Mir befehlen auch zu den, ende allen und Jeden Unser» Statthaltern, Regierungen, Ober - Präsidenten, Vice LAnti-.lsru und Käthen, Tantzleyen, Treyßdirectoren, Reampten, Redienten, Magistraten und insgemein alle Unser» Unterthanen hiemit gnädigst und zugleich ernstlich, sich hienach gebührend zu achten und dawieder weder Selbsten zu handeln, noch daß solches von andern geschehe, zu gestatten, Alles bei vermeydnng der in Rormehr- gemelter Kaiserlichen Diplomate von Sechtzig Unrrk löthigen Goldes enthaltender Restrafnng. Uhrkundlich haben Mir diese Tonfirmation eigenhändige unterschrieben und mit Unserm Thurfürstlichen Gnaden - Insiegel wollwissentlich bedrücken lassen. So geschehen und gegeben, Töln an der Spree, den Achtzehnten s)annary des Lin - Tausend Sechßhundert, Fünff und Sechzigsten Jahres. S.) Friedrich Milhelm. Griginaldiplom n» Vogelsanger Archiv. — vgl. oben Seite ZH. VIII. „Wdri-rmliilliWmfchc Pnilimgruitlintt: Dispvsttion der Herrschaft Graveneaa und drr dahin iin urpovirten Güettrr." d. d- 'Vicn 29. Dezember 16yd, ncbsr V7achrrag d. d. ^Vicn l. Dczeindcr 1795 nnd i^aiscrl. Bcstättc?unci d. d. 'iVicn 26. >706. Wir Joseph von Gottes gnaden Grwehlter Römischer Keyser, zu allen Zeiten Ulehrcr des Reichs, in Germanien, zu Fnngarn, Röhein:, Dalinatien, Groatien, Sclavonien :c. König, Lrlz- Ferzog zu Osterreich, Ferzog zu Rnrgnnd, Steyr, Aärnthen, Grain und Uüirtembcrg, Grast zu Tyrol und Görtz :c.: Vekenncn öffentlich >nit diesem Rrieff und Thnen khund allermänniglich, datz Uns der Foch- und Udohlgebohrne Unser Geheiinber Rath und lieber getreuer Johann Fcrdi nand Franz (Fr äff von Gnckevoörc allergehorsahmst zu vernehmen gegeben und in cunchnmli selbst vorgeleget habe eine ficleicomnnssnriLcbs Disposition, U?elche zu Lrhalt und ?lnfnehn:nng seines Uns und Unseren: Dnrchlenchtigisten Grtz- Fautz jederzeit mit getrennter Devotion zugethannen Geschlechts Lr über seine in diesen: Unfern: Grz-Ferzogthumb Osterreich gelegene Gnetter, Gülten und andere llllecten snl> Rntnrn priinoAsniturn verfasset, so von UÜort zu lUort hernach geschrieben stehet und also lautet: Zn: Rainen der Allerheiligsten Un- zertheilten Dreifaltigkeit Gottes des vatters, Gottes des Sohnes, und Gottes des Feiligen Geistes Amen. Ich Johann Ferdinand Franz des Heiligen Römischen Reichs Grave von Ufnckhevocrt, Freyherr zn - Zstch — (Hravcnegg, Herr der Herrschaften Gravenwörth, ^chon- Berg, kvündorff, Ädern Seebarn, Panmbgarten, Utürlandts, Neuaigen und Nönigsbrnn dt, der Nom. Ney. Ulay. Ivürk- licher Namerer de, Bekenne hiermit und thue kundt ieder- manniglichen, daß nachdeme die von meinem Utütterlichen Herrn Großvatter Herrn Johann Baptist Graven von Iver- denberg und Nainist, Freyherrn auf Gravenegg de de Beeder Nonn Ney. Ulaytten^ verclmancli säi et ztü Glorwürdigsten andenkens respectivs Tamerern, Geheinrben Nath und Äster- reichischen Hofeauzleru seet. herrührende: in diesem »land Osterreich nuter der Tins gelegene Güetter ttud Herrschaffteu, benantlichen (Hravenegg, Gravenwörth, Gchönbctst, N?in dorff, Engel,nannsbrun, Serharn, paunigarten, Pier paninh, kNurlandrs, Bösen Thiirnbach, ^Veickherscorff nnd Burghofs, Iren: alles was der herrsch äfft Gra vencgg incorporiret ist; so theils durch Tinstand-Necht theils in anderweeg, iedoch gegen der von Nur ganz aufrichtig getauten pahreu Bezallnng au mich geloset, und in ein corpus, Ivie solche dermalsten sich rmirter befinden, mit schwährer mühe und arbeit zusahmen gebracht: daß solcheinnach über alle vorbenente Güetter, Hch mit wohlbedachtem mueth, zeit licheni Nath, rechtem kvissen in,d anß selbsteygener Beweg- nus, zu Gottes Ghr, auch kleines Hauses rrud geschlechts- erhaltnug, und Aufnehmen die hiernach beschribeue Disposition, die s)ch pro inviolsbili allen ineinen Nindern, dero Grben nnd Nachkohmenden zu halten, und darwider mrter einig durch Menschen Sinn erdenklichen vorwandt keineswegs zu handeln gebüethe, verfassen nnd hinterlassen wollen; und zwar: Erstens demnach Männiglichen, sonderlich aber denen von erleuchteten knnnben herkohmenden Staudts Persohnen oblieget nnd gebührt, sich in allen gntten bitten zu übeir, auch in denen wohlanständigen Tugenden zu pertsctioniren; Als ist mein verlangen und ernstlicher bvill, daß gleich wie sstch mich zu den wahren allein Seeligmachenden Uralten Tatholi- - 2^7 - scheu Glauben bekenne, in solchen» bis in »nein Gruebei» unveränderlich zu verharren, und Utein zeitliches leben durch die Gnad Gottes seeliglich zu beschlüessen verhoffe» Also auch Utein Srb und vielsicoinmiss Luccsssor, wie nicht weniger alle dessen Lrimehmer »>»»d Uachkoh»»»e»»de in intinitun» und kvie Sie i»> gegen»verttiger Disposition cle xrnclu in Araclun» et cls persona in psrsonnin zu dem Uesitzthumb n»»d Ge»»nß meiner zu einem Unzertrennlichen lUcleicominiss gewidmeten Güetter voeirst »verde»», sich vor allem einer »»»»verfälschte»» pistät befleiße»», sodan der Uö»»»isch-Gatholisch »»»»d ^postolisclmn Kirche»», als ii» dero gremium gehörige Kinder eine»» unveränderliche»», stehts »vehreitdei» Gehorsah»»» er»veise»»; Uebei» de»»»e auch de»»» ksochlöblichste»» Srzhanß Gsterreich die schuldigste Vsnsration, Tre>» i»»»d äevotion oh»»e Unterbruch tragen, und erzeige»» solle»»; Allermaszen de»»»» zu solchen» Lude »vohl- bedächtlich orclinirs: daß alle die zi» Uteiner viclsico»n»»»iss- Luccession ver»»effe»»e Uossessorss der kvahrei», Uömischen, (Latholische»» »nid ^postolisebon UeliZion zngethann seyi» n»»d verbleibe»», sich anch zu keiner ander»» Lech kvelche voi» der Uö»»»isch-(Latholischen Kirche»» iemals iinprodiret »vorden, oder noch improbiret werden möchte, begebe»» sollen, bei Verlust alles vortheils und Unzens, so sehnen ans dieser meiner elisposition z»»koh»ne»» kau od. »nag: Dannenherr n»eii» Grster Luccessor so wohl als alle seine Uachkommlingc des Geschlechts der Grave»» von Snekhevoert, auch alle andere, Ihnen sudstituirte, und zn mehrerwehnten Vielei-Lommiss-I»»- hab»»»»g vocirts vesitzer, die wahre Uömische, Katholische Ueligio»», so vill im»»»er möglich, propsAiren, die voi» meinen Vorfahrern gemachte Stiftungen in ihrem kveesei» conservirei», folgsahmb von de»»en Glösteri», Pfarrer»» »nid lZenskoiis »»ichts e»»tziehei», »»och voi» denen tumlirten gültei» n»»d grundstnekhen das geri»»gste Ver»ve»»dte vertausche»», auch unter den» pr»»stsxt ei»»er Verbesserung keiner Dinge verUieniren, oder in ander- weg veräusserei» lasse»» sollen, alß lieb einein iede»» ist Gottes khuld und Segen zu erhalte»»; Und »vie nun gemelter »nassen Keiner der von Mir instituirteu llielsi-l^ommiss Luccession fähig seyn solle, welcher nicht der Mahren ollein Seelig- nuichenden Kömisch-Gatholische» Kslizion zngethan ist; Also setze nnd ordne Ich, daß zum fahl einer anß meinen Grben und künftigen ?iäsi-LKmmiss-Inhabern Aiänn- oder Meib- lichen Geschlechts dcme oder denen vernwg gegenwertiger Disposition die Luccsssion l?öllig oder zum theill gebührete, von offterwehnten (katholischen Glarllx'n, wie denselben ich aniezo nach der Lehr Lluisti und Korschreibnng des ^pnsto- lisoben Stuhls proütire, abtriunig, uud einer andern Religion, (welches der allerhöchste Gott gnädigst verhüetteu wolle) däeypstichtig wurde, dem oder deueuselben alle hierinuen gemainte, anß dieser bäcleicomissciusetzung sowohl, als auß einem andern, etwa erdenklichen titui vorschützend oder gebührende Lrbnehmung, prasro^ativ und bixspectan^ allerdings entzogen, und noch weithers elisponiret haben, daß wann ein solcher oder solche die ?ossession uud döesitzthumb Meines bälleicoinnnss oder eines hierzne gehörigen Stuekhs würeklich angetretten hette, demselben alsobald nach seinein oder ihren abfahl die ?ossess benohinen und entzogen, auch diese entweder auf seine oder ihre Kinder, da Sie der Kpostasüw nicht anhängig, sondern den? wahren Kömisch-^postoliscb- Gatholischen Glauben zuegethan wären, oder andere Ihre von Mir und Meiner clesLenctenx herstahmende nechste M'- freundte cum omni jure clsvolviret werden solle. verners will Ich auch geordnet haben, daß derjenige, so sich Meines llicleicommiss theillhafftig zu macheu verlanget, nicht allein Selbst ietzt proinittirter Massen die Kömisob-Ln- tboliscbs Kelichon protiüren, sondern auch sich mit Keiner anderen als ietzt gemelter KeliZion zugethanen k)ama in eheliche verlöbnuß einlassen solle, also daß wem Lincr von Aunnen Söhnen, Männ- oder Meiblichen Osscsuclsnten und küufftigen Luccsssorsn solches nicht beobachten, sondern sich mit einer Unkatholischeu, Galvinischen, oder Keturmirt- oder dlugspurgerischen Lcmksssicm, oder einer andern von der - ZW - Römisch-katholischen 'Kirchen improbirten Zsct zugethanen Persohn verehelichen würde, der oder die Ienige der Aclsi- commissmischen Luccessiou unfähig, auch desselben Besitz- thmnb und genuß ein für alle inahl et in Perpetuum Ber- lüstiget seyn, und Ginem oder Giner solchen gar nach ab- leiben deiner oder Ihrer uncatholischen Gonpersohn der Antritt und Luccsssion in dieses von Klir constituirts ?iclei- commiss nicht mehr gestattet werden sollte. Andertens, weillcn die Gnad Gottes nicht besser, den durch die Beobachtung Seiner Göttlichen gebotten erhalten werden kann, also thue Kleine Söhne und dero Nach- kohmende, auch alle künfftige Siclei-Lommiss-Luccessorss hie- nüt ganz nachdrücklich ermahnen, daß Sie gegen denen noth- leydenden und bedürfftigen sich iederzeit, so viel ihre Kräfften zuelassen, mild und guttthätig erzaigen, sonderlich ihre eigene Knterthanen, in dero Schuz und protection nehmen, Sie wider Billichkeit nicht beschwüren, auch denenselben die unparthey- ische stusti^-aclministrirnng in allen Borsallenheiten wiederfahren lassen sollen; Für sich selbsten aber wird Klein Aster Alleicommisseintretter und alle Seine Nachköhmlinge ans die guete ackininistration Ihrer güetter und dieses pro splen- clors st incrsmsnto llnmilins ausgerichtete llicleicommiss ie und alle Zeit eine embsige npplicstion und unverdrossenen fleiß zutragen, auch mittels dessen daß die bona pnrtn tuiret und womöglich vermehret werden mögen, sich zu bearbeithen haben. Drittens obzwar einem jeden üicleicommis Inhaber nnverwehrt ist, Gott zu Ghren und zu liseyl Seiner Seelen, einige dem Allerhöchsten gesählige, guette IBerckh zu üben, Danenhero auch in Ihre freye IBillkuhr gestellet bleibt, was Sie ml pins cmusss schenken, Berschafsen, Stüfsten oder tun- cliren wollen; So solle doch dieses allein ex fructibus üclsi- commissi oder von deren Kossessorsn crspahret- und erworbenen mittlen vorgekehrt, mit nichten aber die von Kur hcr- kohnrende, vorhin schon mit grossen llmelationen behaffte - 250 — Güetter oder dero uppsrtinsntiu weiters onsriret oder beschwähret werden. viertens verordne Ich, daß Meiner güetter künfftiger Inhaber, anch alle die weithers folgende und in das li-Isieommi-is besitzthumb eintrettende Zuccessorss Iveltlichen Standes seyn und verbleiben, Dannenherr die Ienige, so den st^tum rsIioioZum, was ordcns es innner seyn möchte, um- plsctiren würde, gegen bsereingebnng einer auf das vätter-, Mütter- und brüderliche Grbtheill Lauthenden ewigen Verzicht, mit zwey Tausend Gulden abgeferttiget werden sollen; Ivorbey ich doch diese besondere Vorsehung will gemacht haben, daß wan einer oder mehrer von Meinen Männlichen vsscsnclen- ten den Geistlichen Uetriner Staudt annehmen oder ein La- nemiem eines bsoch-Stüffts erlangen, oder in einen bitterlichen (vrden, wo das Gelübd der Keuschheit die verehelich und Fortpflanzung des Geschlechts nicht znelasset, tretten tetten, der oder die Ienige, zwar so lang einer von dem Grafs Tnekheuoertischen Manns-Stahm Iveltlichen Staudts verhandten, von der Zuecs^siou des viclsieommis» rsmoviret bleiben, iedenuoch aber einem solchen so vill, alß einem La- ästen hirwtten K Sechzeheirdens 6c zur Iährlicheir Unterhaltung außgesetzet ist, gleichfals geraichet werdeit, nebeir deine auch derley in Ltutu Kcclssiustico constituirte von Mir und denen Meiuigen Iserstahmende Osscenclentes in gänzlichen Ab- und Untergang des Männlichen Geschlechts der üclei- commiüsurischen Luccessian secuncium Zruclus pruervAUtivum fähig seyn, und so lang dieselben im leben sich befinden werden, die ganze kveibliche TvAimticm exclucliren sollen; Zinn fahl sich aber begäbe, daß einer meiner künftigen Trben und Luccs8scn'sn mein lUäeicommiss itoch in Iveltlichen Staudt würeklich antretten thette und in dessen posses wäre, alsdan aber etwa aus Göttlichem berneff den Geistlichen Stand er- wählete, so will Ich, daß selbiger die Güetter dem negst- fähig bveltlicheit Anwertter abtretteii, dieser aber Jenem, da Gr vorhin gedachter Massen kein Religiös, sondern in einem ZZs Uitterlichen Grde??, ei?? Kstriner oder Thun?bherr ?väre, ??cl äiss vitss jährlich Z?vey Tausend Gulden aus der Güetter Ti??kü??fste?? ge??üsse>? zu lassen schuldig seyn solle. Lllnffccn? bvill und Grdne Ich insonderheit, das; keinem der Zuetritt zu diesen? kleinem Kiclsicom???iss z??- gestatten seye, welcher nicht vo?? Beeden Ba??dte>? a??s rechter The erzeigt und gebohre??, ja gleich erstens seiner Geburth von rechten bvahren durch das Band der The vincullctsn Tltern herkonunen ?vere; derowegcn excluclire und Tchlüesse vo?? der Killeicommiss-Luccessian zu allen Zeiten auf Twig aus;, alle diejenige, so ausser des Thristlichen The-Ttaudts, es seye von Beiderseits Lcdigen versöhnen, oder in wehrender The mit einem ledigen bveibsbildt, oder in was weis; es sousteu immer Bescheheu könnte, erzeigt seyud, od auch dieselbe gleich von Päpstlicher kheyligkeit, durch Keyser- oder Königliche Oiplomsts oder a??dere Utittel, ?vie diese ge??a????t oder erfunden werden möchten, auch sogahr per suksecsusns ?ns??imoniu>u, als; welche?? Lssum Usgiti???stioi??s Ich exprsssö st plenissimö :?c p??nc?p:?!its? u??ter dieser clispositicm gleicher weise begriffe?? habe?? will, b? statu??? IsAiti-morun? gesezet wurden, also das;, wan auch selbige UsAitimstion oder rssti- tution sä l?onorss ii? alle?? a??der?? fahle??, gültig, krässtig ????d verträglich seyn möchte, so solle es doch zu erlauguug der succsssicm in meinem Kiclsicommiss kei??e?? de?? geringsten Behelf gebe??, noch de?? Usgitimirtsu zur Luccsssion tauglich oder fähig macheu. Sechsten? solle?? alle Uteiue Kinder, vsscsnclsntsn ????d kvelche sich zu der licleicommisssriscllsn Z??ccsssion habilitiren wolle??, Ihre??? Tta??d ge???äß mit Ttüfftmessigen Geschlechter?? verheiratet sey??, wiedrigeu fahls ????d ?vofer>? derei? Tiuer oder >??ehrer ???it ei??er solche?? Persohn, welche nicht voi? einem Uralte?? Tdlen Untadelhafften Geschlecht, und von beeden Ba??dte>? Uitter???ässige?? Kamills, verehelicht wäre, oder sich verThelichen thette, der ??>?d die jenige sambt ????d so??ders, ?vie auch ihre in solcher The erzeigte Kinder solle?? von dem lliclei-Loiniss, dessen besitzthumb und Genus; ie und allezeit ausgeschlossen seyn und verblenden. Siebentes lvill ich auch die Zenige des lüüei-Lomnüss unfähig hiemit erklähret haben, lvelche von Zhrer Gelnrrth oder blindheit her niit solchen «reibs-eiskecten behafft seyn, so Sie zur aigenen uüministrntion untüchtig inacheten, als; nehmlichen die Stunune, ganz gehörlose, blinde und blödsinnige, iedoch nüt dieser Vorsehung, das; wan etwo einer in der güetter würklicheir Passes wäre, und mit einem dergleichen tleibs-Zustand von Gott heimbgesucht wurde, das; derselbe als;dann nicht darvon Verstössen, sondern ihme jemand aus; dem Tnek'evöertischen Geschlecht zu eiuein ussistentsn, durch dessen getreten benstand die güetter zu aümimstriren senen, zugeordnet werden solle; denen Wenigen aber, so nüt angedeuten üslseten von der batur behasftet sennd, verordne Zeh, sobald dieselben der Orcia Lueesssianis oder Zutritt in das biüsi-cammiss betrefsen wird, Zährlichen aus denen suhlenden Tinkünfften des viclsi-aoinnüss zwen Tausend Gulden zue reichen; nüt dieser verrern austrüklichen Provision und Vorsehung, das; zum fahl einer von Meinen Oescenclenten, so mit obermelten üskscten alüiciret wäre, un- tadthaffte, zur aigenen uclministrstion tauglich und qualificirte blinder erzeigete, denenselben der Zue- und Tintritt in das bicleicomiss keines weegs gestörret seyn solle. ?lchtcitS ist Meine intsntiou und vlainung dahin gerichtet, das; zu der Luccession in dein von Mir constituirt- und aufgerichteten viüsi-comiss allein die von Mir herstammende Osscsnclsn/! deren Graven von Tnckheuäert ans Maas; und lveise, wie hieunteu nrit mehrerer lllusführlichkeit sxprimirst ist, berueffen, dannenhero meine sowohl Gber- als irnterstämmige befreundte von der Viclei-Loirüss-Luccession auf Twig ausgeschlossen seyn, nebenbey auch denenselben sowohl, als allen Meinen beschwägerten eins munus tutolae über vleine blinder, dero postsrituet und bachköhmlinge aus; - Z!?Z - gewissen, mir sonderbahr bekannten Ursachen zn Reiner Zeit aufgetragen werden solle; Icherüber nun lRcttNrcNö zu einrichtnng des von Utir pro conssrvntione Uleirres Geschlechts und zu weicherem Ausnehmen des bsauses der Grauen von Girckheuöert erzielenden biclei-commiss zu- schreitten; So will Zch anfangs und vor allen Uleiue in diesen? Grzherzogthumb Österreich unter der Gunst gelegene bserrschafst Gravenegg sambt allen dahin incorporirten Güettern, Stüekh, Gülten und uppsrtinentien, wie Zch solche unzhero in einem unirt- und uuzertrenten corpore genossen habe, auch zu cluto genüesse sicdoch auster der bserrschaft Ueuaigen, von welcher in Ummer testamentarischen clisposition besondere Forschung geschehen ist) zu >neinent Gwig unzertrennlichen ?icleicommiss unter der Natur und aigerrschafft einer psrpetui, liehen Primogenitur hiemit constituiret und verordnet haben, also und dergestalt, dast Nedeyte Herrschaft Gravenegg mit allen incorporirten Güettern, auch dero au- und zuge- börunaen dem Siclsi-commisso Uamilias perpetuo tNtd der Primogenitur für und für auf Gwig unterworffeu verbleiben, dabey auch zu beharrlicher Richtschnur seyu solle, dast bey diesem ibiclsi-commiss in orcline succe6sncli die Ulaast, formb und weist, wie Primogenitur rechtens ist, jedesmal ordentlich gehalten, auch ie und allweg die Nachfolge oder Luccsssions- Ordnung von dem Grstgebohrnen zu dem Grstgebohrnen in lauen rsctn clsscsnclsnti statt haben und immerforth secun- clum Orclinsm et nnturnm primogsnitura in Perpetuum beobachtet werden solle; Solchemuach dann 5cl>emcnö Ulill, Nerordne nird clisponire Zch hienrit, dast auf mein über Rurz oder Lang nach dem RAllen Gottes geschehenden zeitlichen bsintritt, Uleiu Lltister Sohlt Adrian Grave von Gnekheuört in die von Ulir zum blclei-cnmmiss gewidmete güetter, alst der Grste, Udahre und Rechte primo- gsuitur-Grb eintretteu irnd succecliren, Oaittienherr in solcher Qualität die bserrschafft Graveiregg mit allen incorporirten güettern, Stühcken, gälten und psrtinentien, regnlibus, bsoh- hciten, prasrogativen, recht und Gerechtigkeiten, sambt allen in dem schloß zu Gravenegg befindlichen Spällieren, Tape- zerreyen, Unrhlerreyen, bnechern, Stnekhen, Ivaffen und kvöhren, auch Tafel- und anderem Silber, dergleichen denen sahmentlichen, auf erwchnten Güettern vorhandenen Todt- und Lebendigen fabrnnssen, Meinen und Uörnern, in Suinina nichts darvon ansgenohnien, nach einer ordentlichen be- schreibnng und ausrichtenden Landtsgewöhnlichen Invsutnrio npprebsnciiren, solches alles in seine posssss nehmen, auch sein Lebenlang nnverthnelich, nach der Natur und aigenschaft eines üiclei-conuuiss nutzen und genüssen, nach dessen ableiben aber sein TItister Ehelicher Sohn kbeltlichen Staudts und so sorth ssouncluni oräinem et nnturnm primogsniturns in inki- nitnm alle Zeit der Lltiste von seiner Ehelichen Ukännlicheit Osscenllsn^ cts grnclu in gruclum in linsn rsctn succsctiren, und ermehnte Güetter, Znegehörnngen und eKecten gleichfals in c^unlitnte eines perpetun lichen üiclsi-oommiss nnverkünrmer- lich genüessen sollen, können und mögen. Udurde aber AllfsteitS nach deni Unerforschlichen Millen Gottes mein Tltister Sohn Adrian Grave von Tnekhenöert und Seine Männlichen Oescenclsnten Uöllig abgehen, Ahzdann will Zch denenselben in mehrerholten Uiclsi-Tviumisso Ukeinen änderten Sohn »^annibal Graven von Tnekheuäert und Seine Eheliche Ukännliche Zucoessionchähige Osscsnclsnten in iuti- nitrnn für und für, secuncluiu nnturnm et orcliuem der pri- inogsnitur-rechten: Und da auch dieser sambt seiner völligen Männlichen Luccessicm das Zeitliche Seegnen thette, auf solcheit unverhofften fahl Meinen Dritten Sohn, Tat I Graven von Tnekheuöert, mit Seinen Lnccessions-fähigen Osscsn- (Isntsn Utännlicheit Geschlechts, gleichfals nach arth und aigenschafft der Primogenitur in diekh angeregtes ibicleicommiss hiemit subiitituiret haben. - 335 — prvölfftctts Grdre und befehle Zch in krafft gegenwertiger Disposition austrüeklich, daß keiner anß kleinen ^-öhtieit, Zhren Kindern und knnfftigen ?icIei-comiitiss-Znhaber>t, unter einig ersinnlichem prastsxt, wie solcher nahmen haben, oder erdacht werden mächte insonderheit zu versicher- oder Äandtmessigen Versorgung Zhrer Gemahlinnen auch mit Landtsfürstl. Tonsons von ilNeinen zum ewig wehrenden Diclsi-commisso gewidliteten Gürtlern das geringste Trennen, abtheillen, veschwären, verpfendten, verschenekhen, verkausfen, ans einigerlei weiß weder rsvocabilitsr noch irrsvooabilitsr alisniren, auch unter den: vorwandt einer Melioration oder Verbesserung mit- oder ohne Gerichtlichen Tonssns nichts permutisren, vertauschen oder guovis moclo vereussern sollen, sondern es ist mein ernstlicher Ivill und Klainnng, daß alles, was zu dieser biclei - commiss gehörig, beysahmen erhalten, und durch Gottes gnad vernrehret werde; Und da dieser Kleiner Verordnung zugegen etwas vorgenohmben wurde, selbiges alles nichtig, null, Trafftloß, und ungültig seyn solle; Damit auch diese Kleiner seiths führende gute Intention irnd uitd Klainnng nmb so vill mehrer erraichet, auch alle Zer- trennnngen, alienatien und onsrirnng deren Kirlsi-commiss- güetter, sonderlich wegen nicht bestehender abstattnng der gewöhnlichen anlagen und onsrurn pnblioorurn vermz'den werden inägeir; Alß thue Zch ineine Diclei-Lommiss-Zithaber und Luceessorss alles Trtist erinahnen, daß Äye zu Verhüttung der beschwerlichen Hoheit Interesse auch öfters folgenden privilsAirten Dxecution bey dem aerario pnblico die gc- bühreitde richtigkeit ohne eiitigen airstaitd pflegen, und daß solches von Zeit zur Zeit ordentlich beschehen, vermittels Vorweisung der Landtschäfftlichen (Quittungen, deiteit Dillei- eommiss - Aitwarthern aitf dero Äegehren darthnit und docireit sollen; Also und dergestalt, daß wofern meine Köhlte, Zhre Oescsnclenten, oder einiger anß denen zu diesem Kiclsi- oomiruss Aiernffeiter Luccsssor von denen Güettcrn oder Gülten, durch Lm,!Asehelfft Dxscutivnss, oder in anderweeg ZÜ6 — etwas Hinweegnehmen lassen, zu zertrennen, auch mit Landts- fürstl. Bewilligung vill oder wenig zn veralisniien oder auf einigerley weise zu beschwähren sich unterstunde, derselbe des genuß des vicleicoiumiss ipso lacto versallen, aller Sinknnfften priviret, dessen auch in Swigkeit nicht mehr fähig seyn, sondern das ganze bicteicommiss mit allen pertinentien dem in orrlins succeäsnrli verhandenen Zlnwärther, so sich der contra- vsntion gegenwerttig- von Ulir bestehenden Verordnung nicht theilhafstig gemacht, znefahlen solle: jedoch will Ich Drcyzchcndrns hinein ieden rechtinässigein Inhaber dieses von Ulir aufgerichten Uiclsi-cominissi Ulacht nnd Ge- walt ertheilt haben, daß Lr Seyne Genmhlin mit ihrem znc- bringenden Iseyrathgnett, der hierauf gebührenden Ividerlaag Ulorgengaab für die Kokillen, Iahrsnußung und Ivohnung, folglich zn Ihrer völligen Ivittiblichen ab- und hindanferttignng auf die bülei-Lommlss-güetter höchstens biß sünffzehen Tausend Gulden versichern, deßgleichen derselben zur Jährlichen Ivittiblichen Unterhaltung so lang Sye den Tnekheuöertischen Namen führen wird, Zwey Tausend Gulden assignn en möge; iedoch mit dieser außtrüek- lichen Lonclition und von Uur hienüt bestehenden verbündtnus, daß angedeute Iseyrats-Versielzernng lengist innerhalb Sechß Iahreu nach des üääei-connnlss-Besitzers tödtlichem hintritt alle Jahre mit dem Sechstel in pahrem gelt, sambt den: pro rato des rüekstands gebührenden Interesse aus denen Tinkünfften der güetter guettgeinaeht, auf solche weiß die Ivittib Hindan geferttiget und mithin das viclei - commiss von aller Schuld st ab onors asris alieni freygemacht auch die The-pacta nnd I^eyraths-dontractus auf diese Iveiß und nüt Inserüung gleichgemelt- von Uiir Uatnirten Vorsehung, Lomlüion und Tlausul also gewiß, alß ini Iviedrigen die auf die ülclsi-commiss güetter Geschehende assecuratian der Gemahlinen nnd Ivittiben Ich hiemit für ganz ungültig und Trafftloß cieclariret, und aniczo wie alßdann, auch alß- dann wie anniezo für null und nichtig erklähret haben null, eingereicht und ansgeferttiget werden sollen. Zu welchem Gnde dan Meinen Gltisten Gohn und Grsten Riclei-oommi88 lZlntretter vVclriun Graven von Gnckheuoerth, kvelcher jüngst- hin init der bjoch- »nd Ivohlgebohrnen Freyln Nuriu sosepbn Freyin Greifin von Iveißenwolfs, niit meinem Lonssn» sich in Gheliche verlöbnus eingelassen, Ich auch zu Versicherung der aufgerichten hjeyrats-pucte, die lyvpotlwo auf alle Meine hjaab und Güter, und in Lpscis die zum llillei-commiss gewidmete Ijerrschasst Gravenegg cuin appertiuentiis oonsti- tuiret habe, und das; alles das jenige was in erstangedeuten von Mir unterschribenen veyraths-pscten ob gleich solche Grst nach dieser vieiner viclei - conuvi88urischen I)i8po8ition ausgerichtet sindt, von Meinen Vi6si-Loiunn88-Lucoö88vribu8 gebührend beobachtet und unwiedersprechlich vollzogen werden solle, ernstlich gebiette; I^iemit auch vätterlich und nach- trücklich ermahnet haben null mittels embsiger applicution und annehmenden und unverdrossenen fleißes Geine oeconumiu und lhäußliche lulmiuistrution solcher gestalt zu bestellen, damit Gr in Zeit Geiner viclsi-connru88-Inhabung, ein solches (ügntul in die Grsparrung bringen möge, durch welches dessen Frau Gemahlin, ans den Rünfstigen ver- wittibnngs fahl, den der allergüettigste Gott vill lange Jahr verhüetten wolle, abgefertiget, mithin dan öffters gemelte b'iclsi - connni88 - güetter nb onore con8titutue li vpotboono erlediget, folgsamb solcher Geinen Rindern oder künfstigen biclei- commi88-Luocri srey und unbeschwert übergeben werden könne. Vierzchcntrns, da etwa aus; Göttlicher verhängnus vkeine Ri(!si-coinnÜ88-Guetter durch feindliche Invg8ion und Lands - Verwüstung zum Theill oder völlig ruiniret wurden, so Ivill ich dem damahligen ?o88S88ori und Inhaber hiemit den gewaldt und Grlaubnis eingerauhniet haben, ein zu wieder-Grhebung berührter güetter erforderlich-proportinnirtes Lupltul, iedoch nicht änderst, als mit Ginwilligung des Löbl. Landtmarschallischen Gerichts, und daß sich ein solches Lnpital höchstens auf Zwanzig Tausend Gulden erstreckhe aufzunehmen, iedoch solle Er viclsi-comnüss-Iithaber über das anticipirte Darlehen wohlbesagten Lcmdtmarschallischen Gericht getreue und aufrichtige verraithuug zu thueu, auch wie uud wohiu dasselbe verwendet worden, durch gebreuchig- glaubwürdige Oertiücationes zu erweisen schuldig uud nebenbei angeregtes Darlehen ex fructibus viclei-commissi, so bald es immer möglich ist, hiuwiederumb abzustatten gehalten seyn, auch da solches von Ihme vossessore nicht guetwillig be- schehete, derselbe zu eines und anderen obliegenden Vollziehung sogar auch mit spörr- oder Lscpiestrü uug der güetter Einkünften juclicialiter augestreuget werden. Fünffzehcnrcns solle ein jeglicher lliclsicommiss-Iu- haaber alle zu denen Güetteru gehörige Drbaria, Gruudt- uud kvaysett-vücher, viivilegia, Haudvösten, Urkhundeu, ve- gnadigungeu, uud übrige Schriftliche Documenta neben einem Original von meiner gegenwerttigen Disposition, welche ich zu solchem Lude in cluplo ausjserttigeu lasseit, in getreuer, fleißiger Versorgung und in einem wohlverwahrten t^rclüve aufzubehalten, auch daß von solchen Instrumeutis nichts aus- gehebt, verzückt, oder unterschlagen werde, ganz eyffrige sorg zu tragen sich angelegen seyn lassen; Und weilen nun Gcchzchcnrens die Dothdurfft erfordert, eilte vorsehting zuthuu, wie es artf dem fahl, da ein viclecommis-Inhaber tticht nur mit Einem, sotlderit titit mehreren Söhnen von Gott geseegnet wurde, gehalten werden solle, diesemnach verordne Ich hiemit, daß gleichwie schon öfters gemelter tnassen des Viclei-Lommissari Eltister Sohn und dessen Luc- cessionsfähigc primogeniti cls graclu in graclum sscunäum, Dinsam rectaiu in münitum zu der Luccession des von Utir aufgerichten viclsi - commiss beimessen seyitd, also hingegen auch Sin ieglicher vesizer Uleiner viclsi-commiss-güetter verbündten seyn, deiten von seinem Herrn vattern, alß gewesteit viclei-commiss-vosscssore Ehelich erzeigten übrigett Söhnen eine Jährliche appanage zu raicheit, und einem Jeden von dem abgeleibteu üicloi - commiss - Inhaber herstammenden LAclston, Da deren nur Liuer oder Zwey verbanden, f)ähr- licheu fuuffzeheuhuudert Gulden, da aber mehrer als; Zwey sich im Leben befinden thetten, sfedwedereiu derselben zu deren Unterhaltung Aiu Tausend Gulden ucl clies viuw ex lructibu8 ibiclei-commissi erfolgen zu lassen. Sichenzrheittcnö zum fahl, welches bey dem Allmächtigen Gott allein beruehet, die von Dttr und Däeiuer Gemahlin herkohmende Lheliche Dläuuliche Ossceimlenlen über Kurz oder Lang sahmentlich von dieser Düelt scheiden und also Dieme absteigende lini Dlänulicheu Geschlechts völlig in abgang geratheu thette, auf solche zwar nicht verhoffende Gegebenheit sollen die birlsi-commiss-güetter mit allem deine was dazue gehörig ist, dem Düeiblicheu Geschlecht der Grävinnen Lnekheuoert in gleichföriniger (Zmllitüt «Lines fortwürigen bicleicomiuiss zuefahleu, iedoch init dieser Provision und Bescheidenheit, daß allzeit die LItiste Tochter vom lfaus; nnd chhre Diännlielie iloscenclen/. von dem Lrstgebohrnen zu deni Lrstgebohrueu in liueu rectu äescenclonti sscunclum orclinem et nuturmu primoASniturue, da selbige änderst nach Dor- schreilumg deren in gegenwertiger clispositiou enthaltenen et pro leAs kunclainentuli für DIeine Dinder und nachkohmende Deederle>' Geschlechts constituirten reguisiten des liiclei- commiss - Zuetritts fähig seynd, zu der Luccession berusfeu, dargegeu ein solcher I'iäsi-Louuuiss-chuhaber neben Leinen angebohrnen - auch den G ras Lnckhenö erlisch en Nahmen zuführen schuldig mithin dann alle übrige Lnekheuöertische anverwandte des DÜeiblichen Geschlechts, ob Lye gleich dem letztverftorbenen Lielei-commis8-Dosse88oii durch nähere Lippschafft zuegethan wären, von dem ?ülsi-commisso ausgeschlossen seyu sollen, bvurde aber nach dein DAllen des Allerhöchsten auch das Ganze von Dur und meinen Löhnen herrührende Düeibliche Geschlecht allerdings abgehen und erlöschen, so solle die letzt vorhandene IDeibs-Persohn IDelt- lichen Ltands meiner absteigender Lini begwaltet seyn, einen Luocessiouüfähigeu Zöluets-Zoefreundten Dläunlicheu Geschlechts — 360 zuerküsen und deinselben die von inir dahin äovolvirteviäei- commiss - güetter zu vorlassen, doch daß Lr sowohl, alß allo übrige Luccsssorss gleicher gestalt don Grass Tnekhenöertischen Nahnren zuführen, auch die Güetter nicht andorst, dan un- vorthuolich und in dor czunlitüt eines psrpetuirlichen viclsi- oonuniss zugenüssen haben; In dein übrigen aber zu Neobacht- uud Vollziehung alles dessen, was allen kleinen vesosnclenten und küufftigen Luccsssorsn in dieser primo^eniturs-Institutiou pro IsAe tunclamsntali vorgeschrieben ist, gehalten seyn solle. Scklicsilichcn Isal'e ich in Kleinem besonders aufgerichten Testament die ausführliche clisposition sowohl wegen der Kleiner herzliebsten Frauen Gemahlin in gebührenden Ivittib- lichen abserttigung als auch deren Kleinen durch die gnad Gottes erzaigten Söhnen und Töchtern zueständigen Trb- gebührnussen halber gemacht, bey welchen allen Ich es Vermählen unveränderlich bewenden lasse. Ivill solchemnach diese inr Namen der Allerheyligisten Nreyfaltigkeit angefangene virlsicommissnrische vrimogsniturs- Institution, auch nüt Nero allerhöchsten Allmachtsanrueffung hiemit beschlossen, und deroselben Allerheyligistem Ivillen Klich, Kleine Kinder, Trben und künsftigc vielsi - eommiss- Inhaber nrit völliger resignation gänzlich unterworffen haben. Kleine vosteritnst ruid Immiii hierüber ernstlich ermahnend, daß Sie gegenwertige Neforderist zn Gottes Thre, sodann zu Kleines Geschlechts aufnehmen verfaste wohlmainende Visposition in allen Ihren Inhalt und Negriff gebührend, beobachten auch solche bey Ihnen sambt und sonders die Ivürkhung eines unwiderruesflichen Gesetzes haben, und aufs verbündtlichste, als es von Nechts oder gewohnheits wegen beschehen tan, den etlectum IsZis inviolnnelas erhalten solle; Ivofern auch in dieser Kleiner clisposition etwas enthalten wäre, so denen genreinen Nechten oder Landts-stntutis zrr- gegen seyn niöchte, so Lrklähre ich es hiemit, daß solches nach dem Ltvlo Turins, und der Österreichischen trandts-ge- wohnheit anßgedeutet oder zum fahl sich hierinnen einige - 36s Obscurität und Unklarheit befindete, solche pro conservations Uiclei Commissi iedesmahl interprstiret werden sollen, Gestalten dan anch wider diese nach reüffer erwegung und aus; aigener Lewegnus verfaste Disposition einige Uxcsptio, Lie seye chiris oder facti, insonderheit Degüünae, Drsbellianicac, baiciciio, Lupplsiuenti, Ltntutorum, Daesionis oder wie selbige sonst zn erdenekhen seyn inöchte, kein platz finden, sondern deren allen ungeachtet die von nur vorgeschriebene Luccessions Ordnung und was hierinnen sonsten Legriffen ist, in allen articulen, puncten und Liausuien steiff und unverbrüchlich gehalten, auch darwieder iin geringesten nicht gehandelt werden solle, als; einein geglichen den Göttlichen Leegen, uinb welchen ich inbrünstig bitte, zu genüssen lieb ist; Däfern aber dessen allen ungeachtet Giner oder der Andere von Uleinen Luccsssorsn diesen Uleinen UAllen cpiocuncpie mo-Io iinpugniren, und hierdurch gegeit mich als Ltüfstern und Urhebern dieses lncleicommiss sich ungehorsalpnb zn erzaigen, sich unterfaiigen thette, der oder dieselbe sollen durch sothanne Ghat alsogleich der Lnccsssion in Uleiner licisicoinnüss Güetter verlüstiget, dannenhero von solcher ewig exclnciirt nnd aufgeschlossen, dargegen dem iiachstfähigen Uicloi-connniss ?ln- wartter der Zuetritt darzue eröffnet seyn; Damit aber diese Uleine wohlmeittende Disposition bey ihren Gräfsten verbleiben nnd gebührender Massen handgehabt werde, Thue dieselbe in der iezt glorwürdigist regierenden Uöin. Uey. auch zu bsungarn und Löheini Uönigl, Ula^-. Grtzherzogens zn Österreich dt Uteines allergnadigisten Grb- landfürstens utid Iserrens bserretis öc auch dero Lusssssoren allergnadigste protection Lchtiz tu>d Lchirmb allertmterthettigist ergeben, mit Leygefügt allergehorsahmbsten Litt, Lie gertthen solche Uleine clisposition von Uezff. Uönigl. und Landssürstl. Ulacht wegen allermildreichist zu manutennen, deroselben standtveste bsandhabttng denen Luborclinü ten Dicasteriis, insonderheit dem tUmdtinarschall - Gericht als; Grster Instanz allergnadigst anzubefehlen, atich Uleinen in- nnd suborclinnten - 262 - Grben oder weiters bernffenell Luccsssoren, auch knilfftigeil Uiclei - oommissarischeil Uossossorsn über Kurz oder lSnig einiges Ueys. Uönigl. oder Landfürstliches Inclultuin, con- cessio» oder verwillignng nicht zn ertheillen, inittels dero diekh erholt kleine clisposition zum Theil oder völlig invcrtiret, in einigein pnnct«, oder Clnusnla verändert, alieniret, oder gekränlchet werden möchte; Ivorbey Ich mir aber hiermit per expressum vorbehalte, diese steine Disposition, Grb- llnd Lnccsssions-Grdnung, auch die hierinnen praekigirte xrn- clus substitutionum, entweder in toturn, vel pro parte, wie es Uttr gefählig seyn möchte, zn verändern, zn mnndern, oder zu »lehren, davon zn nehmben oder darzn zll sezen, »lehrerc Lrklährnng beizufügen, auch ein oder mehrere appencticss zn nnnectiren, Uteille znin Uiclei-commiss gewidurete gnetter Zll onsrireil, geldt darauf zn anticipiren, und mit solchell in kleinen Leebszeiteil nach veliebeil zn elisponiren. Desseil alleil zn wahrer Urknndt und Zaestättiglillg habe Ich diese Uiclsicommissariscbs primooeilitnrs-Disposition in cluplo ausgerichtet und doeede Dxemplnria (davoil eilies in Unüilem arcbiv bestäildig nild lmversehrlich anszllbehalteil) aigenhändig nnterschriben, und Unüil aligebohriles Insigl anfdrnckell lassen, vescheheil iil der Uep: Uesiclsni-. - Statt Ivienil, ilach der Gnadenreichen Gebnrth Unseres Iseylalld und Seeligmachers sesu Lristi dell Zwanzigisten Uloilats - Gag Deceinbris il» Sechzehelihnndert Sechs und Nennzigisten Jahre. L. S. Johann Ferdinandt Fraliz Grafs von GnU'e- nöerth m. p. L. S. F. Z5. Graf voll Lsarrach lli. p. L. S. Franz Ulrich G. Uhillsky m. p. L. S. kselnihard Christoph Grafs von IDeissenwolfs. L. S. G. G. v. IDaldtstein. Nachdem Ich Johann, Ferdinand, Franz des Iry. Xoni. Geichs Grave von Gnbhevöert der Röm. Reys: Ulaytü Geheimber 2vath öc iil vorstehend- Meiner sud clato Mienn, den Zwanzigsten Monats-Tag Dscsmbris /Vnno Sechzeheithniidert Sechst nnd Neunzig Lo- Isnnitsr anfgerichten Dicleicommissniischen Disposition alle die in diesem Land Österreich unter der Lnnst gelegene Mir eigenthumblich ungehörige Herrschaften und Güetter, und wie solche in einem Lorpore sich uniiter befinden siedoch anster der Herrschaft Neuaigen, von welcher Ich in Meinem besonders verfasten Testament ein besondere Vorsehung gemacht habe) zu einem Twig - unzertrennlichen Dictsi - comrniss unter der Natur nnd aigenschafft einer porpstui, lichen lAimo- Fenitur gewidmet nnd verordnet; Und nun aber der Stand der Sachen sich seithero mit deme mereklich verändert un6 alteriret, dast denn Allerhöchsten seinem unerforschlichen tvillen geinäst beliebet hat nicht allein ineine herzliebste Gemahlin IMn'imn Dr-nrciscam, sondern auch meinen lieben Sohn Tarl fosepb voir diesen: Zeitlichen in das Twige abznforderen, Alst Habe solchemnach billichen anlaast genohnien, die wegen der Herrschaft Nenaigen vormahls gemachte Disposition zuverändern, und sowohl diese, alst auch das au Mich erkauffte Guett Götterstorff, wie auch den Hoff zu Grundtorff mit allem deine, was zu ieztbesagten Gnettern gehörig, auch in Meinem Nesitz nnd gennst ist, dein obangezogeuen Diäei- oommiss zu inoorponreu, >tnd einzuverleibeit; Thue dieses auch hiemit wissentlich itiid bvohlbedächtlich, also uiid dergestalt, dast inehrbedeute Herrschaft Neuaigen, das Guett Götterstorff nnd der Hoff zu Grundtorfs mit allen Unther- thanen, Freyheiten, UsAulien Necht uiid Gerechtigkeiten, dest- gleichen alle unbewögliche stuekhgüetter uitd gnlten, so Zch noch vermers erkauffen vel nlio c^uocune;us titulo über Unrz oder Lang an mich bringen wurde, von nun an den: Haubt- lUiteiconurüss einverleibt, und mit demselben perpetuiilieb vereinbahret verbleiben, dannenhero >i>it der unauflöslichen ^ualitnet eines immerwehreitden bnlsicommissi behafftet seyn, mtd wie ieznnd, also z>: ewigen Zeiten, in solcher IDeesenheit erhalten werden sollen; Melchemnach min die Herrschafft - 36^ — 2Üeuaigen, das Gnett Gätterstarff und der Hoff zu Grnnd- torff, saindt allem deine, was Hch van Gnettern, Gülten, Herrlichkeiten, Reg-ilien und Gerechtigkeiten, wie gemeldet, verrers an 21ttch dringen möchte, allen denen legibus und Statuten, so van Mir in varstehender illidsi - commisz-uischen Disposition mit der Herschafft Gravenegg, denen dahin in- corporirien Güetterit, auch aitdereit an- und zugehärungen so- wadl circa oiclinem Zuccessionis, alsz in allen ndrigen punctis ltnd Llausulis, sanderdahr ader t? dleuntens dt gemacht Warden, nedst wiederhallung der wider die (iiontruvenisntes var- gesehenen piivations- nitd exclusionsstraffeit, in bündigsten form rechtens nitterwürffei Hit dem Übrigen auch kleine var- stehende lliclei-commissaiische Niid nach di)rdnu>tg der Illimo- geniturs - Äechteit eiitgerichte Disposition in allen und ieden destättige, conkirmire tlitd was darinnen durchgehends orclinnet iticht aiiderst, alff ad seidiges alles und iedes, iit gegen- wertigent appenelice vait IDartt zu IDartt lauter und llllar enthalten wäre, hieher ividerhalle. Zu dessen Z5eurkhundtung dait diesem lliclei-coininis- sm'ischen Disposition«-2lithang nicht allein aigenhändig unter- schridett, und iiiit 25eytruekuitg meines angedahrnen Gräff- lichen Insigls dekräfftiget, sanderit auch die nedeit Mir nnter- schridene, Hachanseheiitliche Herreit Gezeugen zt> gleich- ntessiger .^erttignng ersnechet. ^5>a descheheit zu IDieitit, den ersten Manats-Tag I>< - csmlziis, im Ädenzehenhundert und füitfften Hahre. Li, S. Hahaitit Ferdinaitd ^ranz Grafs van Lnekeuöert iii, p, Li. S. F. 25. G. vait Harrach m. p. Li. S. C. G. G. vait IDaldstein nt. p. Li. S. H. G. vait Harrach in. p. Li. Lritst G. vait Harrach m. p. Daiiiit nun ietzt iitserirte, itach reiffer Überlegung anf- gerichte Zllajaratsdispasitian, sa defarderist zu fartpflanzung seilt Graffeits van «Lnekhevaert Uns unterthenigsteit Fainiliae, - 365 — und beybehaltnng deren dirrch lairge Fahr mit nnermüdeten Fleiß zusahnrengebracht-, in eiir Gorpus consolidirten güetter, niithin auch zu nutzen des gemeinen Iveesens abzillen und gereichen thette, in ihrer U?eesenheit erhalten und in un- wiederbrechlicher Gtandhalnurg couservirt: beforderist aber von seiner posteritet pro IsAs inviolubili beobachtete und die künfftige possessores dieses von Zhme geordneten Fidei- conunissi gebührend gehandhabte darber auch allergnädigst nianuteniret werden niögten, hat Uns derselbe allernnter- thenigst gebetten, da wider besseres Uerhoffen in angeregter Fideiconiniissarischen disposition der ermanglenden Zierlichkeiten einig erforderlicher Formaliteten halber oder in ander- weeg ein defeet und abgang sirch finden thette, das; VUir als; Uöinischer Ueyser, Iferr und Lands Fürst in Osterreich solchen nicht allein ex plsnituclins pvtestutis, in gnaden mildtreichist ;n suppliren, sondern auch Unsere Landsfürstliche Konfirmation über sothanes Fideiconuniß zu ertheillen allergnädigist geruhen walten. Vichrn ^Vir dan gnädig angesehen solch Unseres ge- heiniben Uaths raveno von 'chnckrvoert allerunterthenigste billiche bitt, benebeus erwogen die vielfältige sehr nuzbahm und ersprießliche Dienste, so dem kfeyl. Kölnischen Ueich und Unserem Dnrchleuchtigisten Grsatz-Iöarrße das gesambte uralte Geschlecht deren Graffcn von '^nckhevöcrc zu Kriegs- und Friedens-Zeiten in mancherley weiß und weeg bereits von etlichen Gaeculis bis; anhero mit obhabung ansehentlicher bsoff-, Kriegs- und Laudschaffts-fnnctionen, und chargen in nnverrüekter integritet bevorab Gr Johann .Ferdinand Franz Graff von '-Lnckevocrr, alß Ivelcher von Iveyl. Unserenr in Gott Ghristseeligist ruhenden Iföchstgeehria geliebsten bserrn und Uatter glorwürdigisten andenekens Kö- mischen Keysern proprio motu zr> dero geheinrben Uath gnädigist an i und aufgenohmen, von Uns auch Gelbst in solcher cpmlüst schon wiedernmb bestättet worden, zu des Uatterlands und genreinen Udeesens ersprießliche kUohlfahrt und besten — ZK6 — ie und allezeit in beständiger elevatum, tren nnd integritst zu Unserem gnädigsten gefallen, nnd seinem unsterblichen Ruehm allerunterthenigist gelaistet, und IDir solcheinnach gnädigst gern sehen walten und wünscheten, daß sein Vrasselts uon Vnchevderr Geschlecht und Rachkömbling in Unseren Trb- königreich und »andten nmb der, Unserin gesainbten Trtz- bchruß zuetragenden beständigen devotion und Treu, auch un anssetzlichen Diensten und dardurch erworbenen stattliche meriten willen, davon sie auch inskünfstig nicht aussetzen werden, nit allein an denen Güettern, sondern auch an allen Thren, Udürden und digniteten erhalten, fortgepflanzt und ver- inehret werden. ?lls Sabril 'tVtr darumben init wolbedachtem Ulueth, gutein Rath und Rechtem wissen obiuserirte Vrafslich Viicbe vörrrische HRiinogriiitür: DisposUion alles ihres Inhaltes allergnädigist ratificiret, confirmirt und bestättet; da auch ein oder anderer Ubangel nnd abgang der erforderlichen F>o- lennitet, oder gewöhnlichen sormalitet, oder sonsten sich etwo darbey befinden oder künfftig darwider äußern würde, solchen gänzlich und allerdings suppliret und ersezet. Thuen das auch confiruiiren nnd Restätten, F>uppliren und ersetzen solches alles auß Röin. Reyser: nnd »ands Fürst! :cr Ubachts Dollkohinbenheit hiemit wissentlich in krafft dieß Rrieffs, was 'sVir alß Lserr und «candesfürst in (Österreich von Rechts, oder Gewohnheit wegen darbey ratisiciren, bestätten, suppliren nnd ergänzen können und mögen: Ubainen, 5ezen nnd wollen, daß mehrberührte Primogeniturs-Dispo- sition Gaz: und (Urdnung durchauß und in allen puncten, Articuln, Tlausulen, chnhalt, nieinung und begreiffungen ietzt und hinsüro allezeit bey ihren kräfften seyn und bleiben: von niemand darwider gehandlet oder etwas fürgenohmen werden; auch alle künfftige, Rechtmäßige der ordnung nach succedirende possessores zu allen Zeitten und bei allen Für- fallenheiten sich nach solcher Disposition und Unserer darüber ergangenen gnädigsten confirmation, Supplir: und Ergänzung regnliren, deren sich gebrauchen, frewen, nutzen nnd genüeßen sollen, kennen nnd mögen von allermänniglich nnverhindert. jedoch Uns, Unseren Leben und Uachkohmmen nnd Unsers Durchleuchtigsten Lrzhairses, wie auch Gemainer Landschafft dieses Unsers Lrzherzogthnmbs Österreich an Unseren und ihren Uechten nnd Gerechtigkeiten auch alten Iferkohmen ganz nnvergriffen und unschädlich. Gebierhcn daraus allen nnd ieden Unseren nachgesetzten Geist: und kUeltlichen Gbrigkeiten, insonderheit aber iezig: nnd künfftigen Unseren Statthaltern, LandUiarschallen, Landes Ifaubtleuthen nnd sonst allen anderen Unseren Ainbt- leuthen, Unterthanen und getreuen hiemit gnädigist »nd kvollen daß Sie obinserirtc Graft Enekevorrtisebc süri inogeniturs-DlSpositiott und diese Unsere darüber crtheilte gnädigste Gonfirmation, Destätt- und Supplirung dnrchanß kräfftig nnd gültig seyn nnd verbleiben lassen: darob vestiglich halten auch künfftige Possessores darbey kräfftiglich schuzten, schirinen und handhaben, darwider nicht beschwähren, bekümmern, oder anfechten, noch daß iemands ander zu thuen gestatten in kein weiß noch weeg, alß lieb einem ieden seye Unser schwähre Ungnad nnd Straff zuvermeyden, Das Uiainen ^Vir Lrnstlich; Ulit Urkhund dieß Drieffs besigelt mit llnserem Ueyserlichen anhangenden linsiegl; Der geben ist in Unserer Statt Udinn, den Sechs- und Zwein- zigisten Ukouats-Tag Ulartii, nach (Lbrifti llnsers lieben lherrn und Seelig-Uiachers gnadenreicher Geburth im Siben- zehenhnndert nnd Sechstem: Unserer Ueiche des Uönüschen im Sibenzehenden: des ^ungarischen im Ueunzehenden: und des Döheimischen im Lrsten Jahr. Joseph m. p. s)oh. Frid. Frh. v. Seilern m. p. jüh. Ludw. Gr. v. Sinzendorf m. p. /tä mauelcituru Luo.as Lues. U. v. Lenkhern Nusestutis proprium. m. p. Franz Anton Fr. v. (lZuarient m. p. Abschrift ini Uagelsangcr Archiv nach Original in Grafenegg. S. Seite IX. Stistnngs-Ueknnde des von Enekevoetschen Familien- Fideiemnmiffes Vogelsang d d. I. 1871. Ich, der unterzeichnete üittergntsbesitzer .Lduard Friedrich von Tnekevort,') bin titulirter Besitzer des in, Reeker- ninnder Rreise belegenen, im Lsxpothekenbuch von vogelsang Rand VI Seite 59—96 verzeichneten Rittergutes vogelsang und der demselben zugeschriebenen pertinentien, nämlich: Antheil Rellin, Feldmark Damgarten und Ivarsin. Dies Rittergut war ein von Tnekevort'sches Lehn, hat jedoch auf Grund des H 3 des Gesetzes betresfeud die Auflösung des Lehnverbandes in Alt-, vor- und Lsinterponnuern, vom ^ten März f867 f: Geh S. Pag. 362 :) die Lehnseigenschaft verloren. In Gemäßheit des H 6 dieses Gesetzes bestimme ich hierdurch das Rittergut vogelsang nebst den genannte!, Pertiuentien zu einem Fideioouiiuiß für die zun, Lehn berechtigte von Gnckevortsche Familie, und errichte darüber die nachstehende Stiftungs - IIrkunde. Das Rittergut vogelsaug, mit allen in, Ijxpothekenbuche zugeschriebenen Pertinentieu und Zubehörungen, welches nach der Grundsteuertaxe z» einem jährlichen Reinertrage von 3s3(1,66 Tlr., buchstäblich: Fünftausend Tinhundertachtzig und sechsundsechzig Hundertstel Thaler abgeschätzt worden, ist fortan ein von Tnckevortsches Familien Fideiconnuiß, in welchen, ich in die Stellung des ersten Fideiooninüß-Resitzers eintrete. 9 S. oben Seite M/s. Du5 bewegliche Gutsinventarium, welches auch neich bisherigem Gesetze!! keine Lehiiseigeüschuft hatte, gehört nicht zum Fideicommiß, muß daher von dem jedesmaligen Fidei- commißbesitzer und Nachfolger, wenn er dasselbe erlangen will, durch freien Vertrag mit dein Allodialerben erworben werden. Dagegen werden dem Fideicommiß die in dein beiliegenden Verzeichnisse aufgeführten Gegenstände Bibliothek, Akünz- Ivaffensammlung und Familiengemälde :) als per- tinentien beigelegt. s 2. Das Nittergut vogelsang ist gegenwärtig schuldenfrei und nach der landschaftlichen «rehnsabfindungstaxe von: s-Pen Februar s87s ohne Inventar auf f^t),^ö2 Tlr. s2 Sgr. abgeschätzt. — Ich behalte nur und, im Falle meines früheren Ablebens, meinen Allodialerben die Befugniß vor, dasselbe bis zur Höhe von f0t),O()L> Tlr. zu verschulden und bis zu dieser Höhe Pfandbriefe oder privatschulden nebst Zinsen und Rosten hypothekarisch eintragen zu lassen, so daß diese einzutragende Schuld eine Schuld des Fideicommiß wird, und die Zinsen so wie die reglementsmäßige Pfandbriefsamortisation von dem jedesmaligen Besitzer aus den Nevenüen des Fideicommiß-Gutes vorweg berichtigt werden müssen. Ts bleibt somit als Fideicommiß noch ein verschuldeter Gutswerth von mehr als Tlr. und jährlicher Reinertrag von mehr als 2(AXZ Tlr. Die nach dem Landschaftsregle!nent eintretende allmählige Amortisation der Pfandbriese soll, da sie aus den Revenüen erfolgt, dem Fideicommiß-Befitzer in der Art zu Gute konunen, daß — so lange die Fideiconuniß-Folge in linsu rsctu des Stifters, also: vom Vater auf Sohn, Tnkel und so weiter dauert, der jedesmalige Fideicommißnachfolger berechtigt sein soll, in Stelle der von ihm selbst oder seinen Ascendenten amortisirten und zur Löschung gebrachten Pfandbriefe, anderweitige Pfandbriefe oder sonstige Hypoihekenschulden zu gleichein - 372 - Aapital-ZZetrage wie die amortisirten und gelöschten Pfandbriefe wiederum hypothekarisch eintrage» zu lassen und also die Pypothekenschulden des Fideioommisses wiederum auf die ursprüngliche Summe zu erhöhen. Sollte eine Löschung der amorlisirten Pfandbriefe nicht herbeigeführt werden, so soll feder Fideioommißbesitzer berechtigt sein, die durch seiue oder seiner Asoendenten Beiträge gesammelte Amortisationsguote, sobald dieselbe nach dem landschaftlichen Neglemente zahlbar wird, für sich zn erheben und darüber frei zu verfügen, so daß solche Amortisalionsguoten dein Fideicommisse nicht zu wachsen. Sobald indeß die Fideioommißfolge nicht mehr in lineu rem» des Stifters auf den Sohn, Snkel usw., sondern auf eine Seiteiilinie übergeht, kann diese Seitenlinie über die vor diesem Uebergange bewirkten pfandbriefsamorlisationen nicht mehr disponieren. Ts wachsen vielmehr diese früheren Amortisationen dem Fideioommisse zu, müssen im Pypothekenbuche gelöscht werden, und vermindern die Schulden des Fideikommißes um den amortisirten und gelöschteil betrag fcfr. revidirtes Negleiiient der pominerscheii Laiidschaft vom 26. Oktober s357 ^ 2W fGes. S. de f857 pag sOsZ). Z 3. Die Suooesfions-Ordnung für das Faiiiilien-Fideioomlniß soll sich nach dem Allgem. Laiidrecht Th. II Tit. IV bis s63 vorgeschriebenen Pestimiuungeii über ?, imoAenitursn regelii, jedoch mit der Ataßgabe za.), daß eil, Fidei- coiumißbesitzer, welche mehrere Söhne hat, durch Testameut oder durch eine gerichtliche oder notariell beglaubigte Erklärung deujeilige» seiner Söhne bestimmen können, welcher zunächst nach ihm in das Fideikommiß folgen soll. Nach dem Abgange dieses Sohnes und seiner Desoendenz, suooediren dann zunächst die übrigen älteren Prüder und deren Linien »ach Vorschrift der oil. Es soll sedoch einein solchen durch väterliche Bestimmung ausnahnisweise zur Sucoession berufenen Söhne» freistehen, für sich und seine Binder zu Gunsten eines seiner Brüder der Sucoession zu entsagen, so daß er und seine männliche Descendenz erst im gewohnlichen Successionsgange uneder ein die Neihe konuut. Line Stammtafel der setzigen inännlichen von Enekevort- schen Familie wird beigefügt, Stirbt die ganze männliche Familie aus, so sollen die Bestimmungen der Anwendung finden, Es geht also zunächst das Fideikommiß an die älteste Tochter des letzten Fideicommißbesitzers und deren männliche Deszendenz über. 8 ch Jeder meiner Nachfolger im Fideikommiß ist verpflichtet, das Gut vogelsang wirthschaftlich zu nutzen und dasselbe, sowie die Gebäude und die sonstigen Zubehörungon in gutem und wirthschaftlichen Zustande zu erhalten und zu hinterlassen. Behufs der fortdauernden Aufrechterhaltung dieses guten wirthschaftlichen Zustandes hat seder meiner Nachfolger im Fideikommiß alljährlich am s. Gktober, und wenn dieser auf einen Sonntag fällt, zum Tage vorher, die nächsten höchstens drei — Anwärter des Fideioommisses, mit Ausschluß seiner eigenen Descendenz, zu einem Familienrath zu berufen und ihnen den Nachweis des normalen Zustandes zu führen. lieber das Vorhandensein desselben haben die Anwärter, soweit sie erschienen sind, dem Besitzer Bescheinigung zu ertheilen. Finden die Anwärter das Fideikommiß nicht in einem guten wirthschaftlichen Zustand, so haben sie dem Besitzer die vorhandenen Aiängel mitzutheilen und denselben zur Erledigung aufzufordern. lverden die gerügten Alängel von dem Besitzer nicht erledigt oder erkennt er sie für begründet nicht an, so soll seder Anwärter, er möge »ah oder fern zur Buccession stehen, befugt sein, den Besitzer deshalb im Ivege Rechtens in Anspruch zu nehmen, und wenn er die Erledigung der als begründet festgestellten Mängel nicht binnen Jahresfrist erledigt, oder mit Zahlung der Zinsen der Fideicommißschuld länger als drei Zahre in Rückstand bleibt, verliert er sein Recht am Fideikommiß zu Gunsten des nächsten Fideioonnniß- nachfolgers. vogelsang, den f. März s87s. gez. v. Gnckevort. Gerichtlich verlautbart laut Protokoll vom 27. März f87h gez. Bueck Zlppellatious-Rath. Acnzeichnisz. Familien-Gemälde p Gelgenmlde :) f. Kardinal von Gnckevort 2. dessen Bchwester Aebtissin von Gnckevort Z. Der Generalfeldmarschal Graf von Gnckevort -is. Generalprovianlmeister von Gnckevort ö. dessen Ghefrau 6. Bernd Friedrich von Gnckevort, Erwerber von vogelsang 7. dessen Ghefrau, geb. v. Meyer 8. deren Uraltervater Melanchton f>. Garl Gottlob von Gnckevort von vogelsang ^ Kopien, , ^ ^ c , ' ! Briginale sO. de„en Lhefrau geb. v. Zlrnnu j ff. Garl Friedrich von Lnckevort auf vogelsang s2. dessen Ghefrau geb. v. Gnckevort sZ. Heinrich Ivilhelm von Gnckevort auf Gartz dessen Ghefrau geb. von Gnckevort s5. Bernd von Gnckevort, Gbrist am Kadettenkorps s6. dessen Ghefrau, geb. v. Plantier f7. von Gorswandt auf Guntzow — 376 - s3. dessen Lhefrou geb. von Tiiekevort st). Londrälhin Toleke geb. von Tnekevort 20. Tduord Friedrich von Tiiekevort ous Vogelsong 2s. dessen Thefrou 22. dessen Rinder ous eineni Tilde 23. Stonuntofel skolligrophisch). Tiese Tilder hobeii säiniiitlich nnr ein pietiuni nffectionis (: osr. Zlllgeni. Th. I, Tit. 2, ^ ssö). 0. 21tünzsonnnlnng. Tieselbe besteht ous den verschiedensten Tkünzen oller Länder, nonientlich olte ponnnersche, der Städte und römischen Roiser-Rlünzen. Ter geschichtliche Iverth ist nnschötzbor, der Rletollwerlh co. 300 Tlr. (cfr. Allg. Londr. ibid ^ ssy). T. Tibliothek. Tieselbe besteht ons circo 3000 Tändeii und Tändchen oller kvissenschosten und der Belletristik, enthält nonientlich Geschichte, vorzugsweise ponunersche Geschichte, viele ontiguirle Iverke und Hot einein Iverth von etwo s000 Tlr. L>. Ivosfeii-tö'oiiinilung. Tnthält soft nur kvofsen neuerer Zeit und ous dein letzteii Zohrhundert, die nur geschichtliches Znteresse ii> Tezug ous einzelne .^oiiiilienglieder hoben. Ter inoterielle kverth beträgt kouiil s000 Tlr. vogelsoiig, deii s3. Äotober s370. gez. v. Tnekevort. Gerichtlich verloutbort lout Protokoll voiil 27. Rlärz s87s. gez. Tueck Appellotionsgerichts-Toth. 8 h') Di»? Vereinigung der Familie von Gnckevort bezweckt, die berechtigten Familieninteressen in allen Stücken wahrzunehmen, durch moralische und materielle Mittel alle dem Geschlechte Angehörigen in adeliger Würdigkeit und Ansehen zu erhalten, da, wo es nötig, sie zu heben, unter den Familienmitgliedern liebevolle, verwandtschaftliche veziehnngen und Liebe zum bferrscherhanse zu pflegen und zu fördern, Stammbaum und Geschichte der Familie klarzustellen und fortzuführen, die Errichtung von Familienstiftungeu vorzubereiten und zu begründen. ^ 8 2. M itglieder. I. Stimmberechtigte Mitglieder können alle großjährigen Männer werden, deren Väter rechtmäßig und dem Vinte nach ans der Familie von Gnckevort hervorgegangen sind. Adoptivkinder und deren Nachkommen können nur auf einstimmigen veschlnß des Familientages in die Vereinigung aufgenommen werden. II. Als nicht stimmberechtigte Mitglieder können der Vereinigung sich anschließen: f. Ivitwen, deren Ghemänner berechtigt gewesen wären, die Mitgliedschaft zu erwerben resp. Mitglieder gewesen sind. 2. Alleinstehende Frauen und Jungfrauen über 2s Jahre, deren Väter zur Mitgliedschaft berechtigt gewesen sind. 3. Lhefrauen, die durch Lseirat aus der Familie von Lnckevort ausgetreten sind, in Gemeinschaft mit ihren Männern. ') S. oben Seite 222. — 380 - s 5- vermögen. Um die Zwecke des Geschlechtstages erfüllen zn können, beabsichtigt das Geschlecht mit der Zeit ein Uapital anzusammeln : f. Aus den Gintrittsgeldern; 2. aus den Beiträgen: 3. aus Geschenken und Vermächtnissen :o. Spezialstiftungen zu besondere» Geschlechtszwecken sind zulässig. Mickerstattete Darlehne und Unterstützungen, sowie nicht verwendete Zinsen fließen zum Geschäftsvermögen. letzteres soll in mündelsicheren Papieren von: Vorstande angelegt werden. s ch Pflichten. f. Jedes stimmberechtigte Mitglied hat sich den Natzungen dieser Statuten zu unterwerfen und auf die ihn etwa fallende kvahlen als ehrenamtlich zu übernehmen; 2. alle in seinem engeren Familienkreise vorkommenden Veränderungen dem Archivar innerhalb eines Monats anzuzeigen; 3. die stimmberechtigten Mitglieder zahlen ein Giutritts- geld von 20 (zwanzig) Mark und einen jährlichen Beitrag von 23 (fünfundzwanzig) Mark; die nicht stimmberechtigten Mitglieder ein Gintrittsgeld von (0 (zehn) Mark und einen jährlichen Beitrag von 3 (fünf) Mark. Dieselben sind hierdurch berechtigt, an den geselligen Vereinigungen des Geschlechtes teilzunehmen. s 5- Als der Anfang jedes Beitragsjahres wird der f. April augesehen. Beiträge, die bis zum fö. Mai beim Schatz- ^ 38^ ineister nicht eingegangen sind, hat dieser durch j?ostauftrag einzuziehen, Teilweiser oder völliger Trlaß der Beiträge aus längstens drei Zahre kann bei tristigen Gründen vom Familienrat gewährt werden, § 6. vertust der Alitgliedschaft. I. Durch Aufkündigung seitens eines Autgliedes, die mindestens ein Vierteljahr vor Schluß des lausenden Lahres zu erfolgen hat; II, der Familientag kann mit ^-Alajorität das Teilnahmerecht am Familienverein auf bestimmte Zeit oder dauernd entziehen, s Der Familien tag. Der konstituierende Familientag ist aus deu 2L>, Februar festgesetzt; der uächste ordentliche Familientag soll im Dezember ls)t)^ und dann mindestens alle 2 Zahre ^möglichst im Dezember) stattfinden, Tin außerordentlicher Familientag hat stattzufinden aus Antrag des Vorstandes oder von fünf Autgliedern. s 3. Die Tinladungen erfolgen mindestens Tage zuvor: au die stimmberechtigte» Alitglieder durch eingeschriebene» Brief unter Angabe der Tagesordnung: an die nicht stimmberechtigten Alitglieder durch einfache Aufforderung, s 9- Die Teilnahme ist binnen einer Ivoche dem Vorsitzenden anzumelden, Trwachsene verwandte sind bei vorheriger Anmeldung durch ein Vereinsmitglied zu den geselligen Vereinigungen stets willkommen. Der Vorstand besteht aus: f. dem Vorsitzenden, 2. dem Archivar und Z. dem Schatzmeister. Er vereinbart seine Geschäftsführung unter sich selbst, bei Meinungsverschiedenheiten entscheidet der Familientag. Der Senior der Familie ist, falls er erscheint, stets Ehrenvorsitzender. 8 52. Der Vorsitzende ist zugleich Vorsitzender des Familientages, sein Stellvertreter der Archivar. Der Vorsitzende erläßt die Einladung zu den Familientagen, entwirft die Tagesordnung, eröffnet und schließt die Sitzungen, leitet sie und überwacht die Ordnung in denselben, sowie in der gesamten Geschäftsführung. Der Archivar führt das Familienregister und überwacht die rechtzeitige und glaubwürdige Anmeldung aller vorkommenden Veränderungen. Er übernimmt resp. sorgt für die Protokollführung in allen Familientags- und Vorstandssitzungen. Derselbe sorgt serner für die Zusammenstellung der Familiengeschichte, für die weitere Erforschung derselben, für die Beschaffung von Urkunden usw. usw. nach näherer Anweisung des Familientages. Für Altertümer, Urkunden und Stammtafeln hat derselbe eine Sammlung anzulegen. Diese ist in vogelsang als Bestandteil des dortigen Fideikommiß unterzubringen. Einsicht durch vermittelung des Archivars soll sedein Mitglied gestattet sein. Der Archivar hat über obige Urkunden usw. ein Verzeichnis zu führen. Die Familiengeschichte soll (allmählich) aus Kosten der Vereinigung herausgegeben werden. - 334 8 lch Der Schatzmeister führt die Vermögensverwaltung des Vereins und legt auf jedem ordentlichen Familientage Rechnung, über die eine besondere Beschlußfassung herbei zuführen ist. Die Buchführung desselben umfaßt: s. Das Ijauptregister über den Vermögensbestand; 2. ein jährlich mit dem h April abzuschließendes Rassenjournal über sämtliche Linnahmeu und Ausgaben; 3. eine geordnete Sammlung aller auf die Vermögensverwaltung bezüglichen Beläge. Ausgaben über 20 Akark sind durch den Vorstand, über sOV Atark durch den Familientag zu genehmige». 8 p- Jedes Antglied ist verpflichtet, die auf ihn gefallene kvahl zum Vorstände anzunehmen, falls er nicht triftige, vom Fanülientage anzuerkennende Gegengründe hat. Alle Amter sind Ehrenämter. 8 Anmeldungen zum Gintrilt sind an den Vorsitzenden zu richten. Uber die Aufnahme beschließt der Familienrat und ist sich dieser hierüber nicht einig, der nächste Familientag; doch ist dann für die Aufnahme -/^-Aäajorität erforderlich. 8 Bekanntmachungen des Familienrates erfolge» in der Rreuzzeitung und dem Deutschen Adelsblatt. In diesen Blättern ist auch die Einberufung jedes ordentlichen Familientages bekannt zu geben. 8 Auflösung. Bei Auflösung des Vereins wird aus dem dann vorhandenen vermögen eine Familienstiftung eingerichtet. 285) Mir Gndesunterschriebenen haben diese Satzungen wohl erwogen und als uns bindend beschlossen. Mir bestätigen dies durch unsere Unterschrift und wollen, daß dieselben auch unseren Nachkommen, sobald sie mündig sind, vorgelegt und von ihnen unterzeichnet und gehalten werden. So geschehen Berlin, den 2 Beihilfe und Fort- helfnng staltfinden niöchten, zum voraus nicht bestimmen, Ts soll als leitender Grundsatz für die Verwendung nur hier bestimmt werden: s. Daß nur an wirklich bedürftige Glieder der Familie Zuwendungen erfolgen sollen, und 2. das; durch die Zuwendungen Tätigkeit und Fleiß der Bedachten befördert und ihnen fortgeholfen werde. Ts wird daher eine Bedürftigkeit in erster Linie als vorliegend anzunehmen sein: u) Bei weiblichen Mitgliedern, falls solche nach vollendetem 2 s. Lebensjahre nicht verheiratet und nicht vermögend genug sind, um ihren Unterhalt in standesgemäßer Iveise zu bestreiten, b) Bei männlichen, ingleichen weiblichen Mitgliedern während der Zeit, wo solche in der Ausbildung für einen Lebensberuf begriffen sind; sie mögen sich auf der Schule, der Universität, in der Lehre oder in einer sonstigen Stellung zu diesem Zwecke befinden, falls sie selbst oder ihre Tltern garnicht oder nur schwer im Stande sind, die Unkosten zu bestreiten. o) Zm Falle der Verheiratung weiblicher Mitglieder, wenn dieselben oder ihre Angehörigen zur Beschaffung einer standesgemäßen Ausstattung nicht vermögend genug sind. Bei Konkurrenz bedürftiger Mitglieder sind die Angehörigen einer besonders kinderreichen und bedürftigen Familie zu bevorzugen. Zu erster Linie sind immer solche Mitglieder zu berücksichtigen, die den Namen „von Tnckevort" tragen. s ?- Die zum Bezüge von Unterstützungen berechtigten Familienmitglieder, welche eine Unterstützung wünschen, haben sich in einer Tingabe — entweder - 398 persönlich, oder durch ihre Litern, Vormünder oder sonstigen Vertreter — an ein Mitglied des Familienrates zn wendein Zn der Lingabe ist der Nachweis zn führen, das; Antragsteller bedürftig ist, sowie die beabsichtigte Verwendung und Art der Unterstützung darzntnn. Ls ist indes den einzelnen Familienratsmitgliedern auch unbenommen, da von selbst einzuschreiten, wo sich in? Rreise der Familie ein Bedürfnissall ergibt. s 8. Zede Unterstützung kam? aus die Dauer voi? höchstens 2 fahren bewilligt werde??. Bei Fortdauer des N??terstütz????gsverhält,?isses und Grundes, wie z. B. bei K 3 n. und b., kann sie von 2 zu 2 Zahren wiederholt werden. Ivelche Bewerber, in welcher Anzahl bei Verteilung zugelassen, und ii? welcher Isöhe die einzelnen Beträge an diese Bewerber alljährlich verteilt werden solle??, wird durch Beschluß des Familienrates festgesetzt. Derselbe vereinbart seine Geschäftsführung unter sich. s 9- Die Verwaltung des Vermögens führt der Schatzmeister. Die Buchführung desselben umfaßt? s. Das Isauptregister über den vermögenstand, 2. eii? jährlich mit de??? s. April abzuschließendes Uassen- journal über sämtliche Linnahmen und Ausgabe??, 3. eine geordnete Sammlung aller ans die Vermögensverwaltung bezügliche?? Beläge. s 50. Der Familienrat kommt alle zwei sichre zu einer Sitzung zusammen; Grt und Zeit der Sitzung werden jedesmal ii? der vorhergehenden bestimmt. Den Vorsitz führt der gewählte Vorsitzende. Zn der Sitzung hat der Schatzmeister Rechnung zu lege??, und hat ihm sodann der Vorstand Lntlastuug zu erteile??. . Z99 - Zedcs Glied des Familientagcs kann sich, wenn es durch dringende Gründe verhindert ist, an einer Ätzung teilzunehmen, durch ein anderes mündiges männliches Glied der Familie ans Grund schriftlicher Vollmacht vertreten lassen. Uäehr wie eine Vertretung darf niemand führen. s U-u Die Gründe sind umgehend spätestens Z Tage vor der Sitzung dem Familienrat mitzuteilen. s 52. Ts kann der Fall eintreten, daß zwischen den einzelnen Sitzungen die Fassung und Ausführung eines Aleschlusses erforderlich wird. Liegt solch dringender Fall vor, so soll der Vorstand und Schatzmeister gegebenen Falles den Beschluß durch schriftliche oder mündliche Uebereinkunft selbständig fassen und ausführen können. Zeder auf diese bveise zu Stande gekommene Beschluß unterliegt der nachträglichen Genehmigung des Familienrates. Die Satzungen treten außer UrafU s. Ulit dem Untergänge des Familienvermögens, 2. mit dem Tode des letzten männlichen Utttglicdes des Familienverbandes. Zedc andere Auflösung, insonderheit durch Familien- bcschluß, gemäß des preußischen Gesetzes vom fZ. Februar ist unzulässig. Das im Falle der Auflösung noch vorhandene Stiftungskapital nebst Auskünften geht in die Verwaltung der Uronc Preußen über. Dieselbe hat das vermögen den obigen Satzungen gemäß weiter zu verwalten zu Gunsten der noch lebenden Nachkommen der Familie. Zu diesem Zwecke ist, unter Tntnahmc der betreffenden Uosteu aus den - qoo Stiftungseinkünften, jährlich ein Aufruf an Nachkommen der Familie im „Neichsanzeiger", der „Ureuz-Zeitnng" und dein „Deutschen Adelsblatt", sowie in zweien der gelesensten ausländischen Zeitungen zu veröffentlichen, pat sich innerhalb von zwanzig aufeinander folgenden Zahren kein Nachkomme mehr ausgewiesen, so geht das ganze vermögen in das Ligentum der Urone Preußen über, welche unter Beibehaltung des Namens „von Lnckevort' sche Familienstiftung " die Zinsen desselben zu milden und gemeinnützigen Zwecken, vornehmlich zur Unterstützung von kvitwen und Ivaisen solcher Ukänner aus dem Staate Preußen, welche im Dienste des Vaterlandes oder ihrer Utttmenschen das Sieben verloren haben, zu verwenden hat. Nachträge und Berichtigungen. Seite chä, Zeile (6 von oben ist hinter „Lserzschild" „mit" einzufügen. Seite 6 s ff- Aus dein Pastor sehen INerk (zitiert Seite 8( n. f) seien noch folgende Stellen über Kardinal IN il Helm mitgeteilt: (Aland IV, Abt- 2): (S- äks Noch ehe Papst Adrian VI- in Nom eingezogen war, setzte man seine Begleitung als unbedeutende Alänner herab. An INirklichkeit waren die drei Ausländer, welche Adrian zu seinen vornehmsten Neratern wählte, begabte, würdige und treffliche Atänner (L. Aoh. Ziigenwinkel, Zoh. INiiikler und Lnekevoirt). Nor allein gilt dies von dem aus Illierlo in Nordbrabant staiii- nieiideii Ivilheliii v. Lnckevoirt, der seit Zahren Adrian befreundet, unter Aulius II. in die päpstliche Kanzlei eingetreten, später apostolischer scriptae, pratonatar und procuratar Karls V. iii Nom geworden war. Zu seiiieiii Charakter hatte L. viele verwaiidte Züge mit dem Papste: auch ihm waren warme Iseimatliebe, echte Frömmigkeit, Gewissenhaftigkeit und Illildtätigkeit eigen. -Siiie der ersten Taten Adrians war es, das; er diesen bewährten, mit den römischen Verhältnissen genau bekannten alten Freund die hochwichtige Stellung eines Tatars anvertraute. 3l! Auch der Datar Tnekevoirt war sehr langsam, die Kardinäle mußten bei ihm oft 2—3 Stunden warten und waren dann noch nicht einmal sicher, vorgelassen zu werden. An der Nacht auf den 8. September fühlte Adrian das perannahen des Todes. Am Ulorgen beschied er die Kardinäle zu sich und ersuchte sie, in die Trnenuung Tnkevoirts, dein am ss. Ukärz >323 das Nistinn Tortosa verliehen worden war, znm Kardinal einzuwilligen. Die Nitte, welche der Schwerkranke zu Gunsten eines wohlverdienten Freundes aussprach, begegnete lvider- stand, denn der Datar war wegen seines rauhen und strengen lvescns verhaßt. Am Abend war der Papst so schwach, daß er fast nicht sprechen konnte. Kaum fühlte er sich an: folgenden Ulorgcn (s>. September) besser, so ließ er durch Lseeze den Kardinälen Vorstellungen machen, infolgedessen ein Teil derselben versprach, für die Promotion T.'s einzutreten. Am sv. versammelte A. nochmals die Kardinäle zu. einem Konsistorium in seinem Kraukenzimmer. Andem er auf die alte Gewohnheit hinwies, daß die Päpste ihren Kardinalstitel einem vertrauten verliehen, bat er, man möge zustimmen, daß er diese Gnade einer guten und gelehrten Persönlichkeit zuwenden könne. Als alle beigestimmt hatten, ernannte er Ivilhelm zum Kardinal, der — znm Verdruß des pofcs -- sogleich in das heilige Kollegium aufgenommen wurde. ein würdiges Grabmal (Adrians VI) sorgte der dankbare Kardinal Tnckevoirt. Ts wurde erst nach (O fahren vollendet, und am ((. August (333 die päpstliche Leiche von St. Peter nach der Kirche L. lVlarie clell'unima gebracht. - Unter den Nischen zu beiden Seiten der Grabschrift halten Putten Kardinalshut und lvappen des Stifters Tnekevoirt. H0Z sS. 282s Plünderung 2Ioins (527. Tnekevoirts Palast blieb 8 Tage vor der Plünderung dewahrt. Spanische Panptleute bewachten ihn, verlangten dafür (00 000 Dukaten, erhielten fl^OOOO. Als dennoch anderweitige Plünderungen stattfanden, flüchtete der Kardinal in den Palast der Tolonna. Sofort wnrde dann seine ve- hansnng geplündert. S. 35l (52s) hatten die kaiserlichen Ostia und Oivüaveccbia in der Pand, Tlemens VII. lag im Sterben, die Freiheit der Papstwahl schien bedroht. Zwei Kardinäle, einer davon Tnekevoirt, kamen mit einem kaiserlichen Gesandten im Geheimen zusammen und kündigten ihm an, daß, wenn die Kückgabe der Festungen nicht unverzüglich erfolge, in Kom Aufruhr zu gewärtigen sei. Fast das ganze heilige Tollegium drohte für den Fall des Todes des Papstes mit seiner Abreise. sS. 586j KaiserkrönungKarls V. (550. Karl leistete auf das ihm vom Kardinal Tnekevoirt vorgehaltene Tvangelienbuch den Tid, stets ein treuer Schirmvogt der heilige» römischen Kirche zu sein, worauf er in das Kapitel von St. Peter aufgenommen wurde, ebenda Vand IV, Abt. (. S. 56, Anm. fss bereits am 20. September (5(5 findet sich eine päpstliche Anweisung, welche zu Gunsten Ivilhelms v. Tnekevoirt das vom Konzil erlassene verbot wider die Anhäufung von Pfründen aufhebt. KsAsst. Teonis X. n. (7(6. Seite (53, Zeile 20 v. o. statt „Zocttl" lies „Zrvettl." „ (39, „ so v. o. ist einzufügen: „geboren (650." „ (H», „ (fl: v. u. „ „ „ f 2^. Mai (76H als Geinahlin (seit 7. (7(6) des Grafen Tarl 2ldolf v. Kapp ach." „ Zcile (( v. o. statt „wnrde" lies „wurde" „ (53, „ (-( v. o. „ „I5ö5" „ „Iö2^" - 404 - Seite (57, unterste Zeile voni Text statt „(664" lies ,,(66Z" „ (62, Zeile (6 v. o. lies „1681" (statt (867) „ (62, „ 26 v. o. „ gestorben' „zu Vogelfang, am (5. 2lpril (756." „ (72, Zeile 23 v. o. lies gestorben „15" (statt (6) „ (73, „ 27 v. o. „ „ „24. Februar (730." „ (74, „ 2 v. 0. „ „ „26. September (730." „ (74, Zeile (4 v. 0. lies gestorbeu „20. (statt (0.) Zuli (774." „ (74, Zeile (6. v. 0. lies gestorben „10. (statt (7.) Nov. (769-" „ (74, Zeile 7 v. u. statt ,,(72(" lies ,,(7Z(" „ (73, „ (2 v. 0. „ ,,(79(" „ ,,(77(" „ (75, unter l>) (Zllbertine) gestorben zn „vogelsang." „ (76, Zeile 2 v. u. Friedrich Freiherr v. Nülow. iLr starb 9- ^^ii (365, (nicht sie.) „ (32, Zeile (9 v. 0. statt „Seite 209" lies „Seite 21 l" „ (84, „ (9 v. 0. „ „ 216 „ „ 219 „ (92, „ 3/4 v. 0. statt „Oberpräsident in Danzig" lies „Obcrpräsidenten voii Ivestpreußen." „ (92, Zeile 8 r>. 0. hinter „vogelsang" ist einzufügen- „(6. Oktober (896." „ (92, Zeile (4 v. u. statt „ Gesand schaft" lies „R aise r l. deutschen No tschast." „ (92, zu 3) Albrecht Ferdinand Friedrich, ist nachzutragein „25. April (36( dem Rürassier-Ngt. Remigiu (pomm.) No. 2 als charakt. Fähurich überwiesen auf Kriegsschule iu Potsdam, am (4. Oktober (36( Portepee- Fähnrich." „ 206, Zeile 2 des Textes v. u. hiiiter „Isohen-Ziethen" ist einzufügeii- „(5. Noveniber (779-" „ 2((, Zeile 2 v. u. hiiiter „z>i Rürtow" ist einzufügen- „26. November." 405 Seite 2(2, Zeile ( v. o. hinter „zu däiepölzig" ist einzufügein „25. Zuli (7?9" und „(785" zu streichen. „ 2(5, unter 5) (Leontine), geb. „f. Aäärz" (nicht (5. Atai), gest. „2f)." (nicht 23.) Dezember, verni. „(7." (statt (5.) September. „ 2(5 unter Z) stläarie) verin. „(85? (nicht (34?) als zweite Gattin." „ 2(9/ Zeile 2 v. 0. gestorben zu „Grünrade" (statt Garz a. PI.) „ 225, Zeile 6/7 r>. 0. „Lserr auf Garz a. pl." „ 225 unter 2l, (Akarie): vermählt zu Lerlin „5V. April (837." „ 226, Zeile 5 v. 0. hinter „Fleischer" ist hinzuzufügen! „geb. zu Lreiten stein 27. Zuni (874-" „ 250 Zeile^ ( v. 0. hinter (Alarga) folgt „Thekla." „ 25( „ > v. u. ist hinzuzufügen: „geschieden (903." „ 259, „ 9 gestorben zu „ I) all e im 2l u g n st (866." „ 25( Zeile 9 v. 0. statt „labern" lies „Seebarn". „ 269. Das Albrechtsdorfer Schloß, erbaut an französischen Renaissancestil. Lei (Orleans (870 erbeutete Albrecht v. T. als Lclaireuroffizier eine Proviantkolonne, deren Ledeeknngsmannschaften es jedoch gelang, noch im letzten Aboment die Läder des IDagens zu zerstören. IDährend der mehrtägigen 2?eparatur quartierte er sich auf einem naheliegenden Schloß ein, welches ihm so gut gefiel, daß er sich Laupläne und Zeichnungen mitnahm und er es mit nur geringen Abweichungen in Albrechtsdorf aufgeführt hat. „ 27( vor „k)ohenziethen" lies statt „L" — „?", für „ D 0 pperphuI" „ D 0 bberphul." „ 280, Zeile 5 v. u. statt „v. Tiekstedt" lies „v. Lrederlow." „ 5(8, „ 5 v. u. „ „Nanclntreim" lies „Nanäntum." „ 5ch5, „ 7 v. 0. „ „(795" lies „(705." „ 587, letzte Zeile „ „(8?" „ „(85." 406 - C^af. III Nr. 2, ist „st Nogelsaug (5. Zlpril (736." „ „ /, 23, „ „st „ 15- (statt (6.) ))uui." „ ,/ „ 24, „ „st „ 24- Februar (730." „ „ „ 26, „ „st „ 26. September (730." „ „ „ 28, „ „st „ 20. (statt (0.) Iuli." „ „ „ 29, „ „st „ 10. (statt (7.) November." „ V „ 9, einzufügen: „x I) (3. Novemb er (779-" „ ,, „ 14, „ bei Gmilie Nichter: „st im August (366." V Nr. (3, einzufügen Nürtow 26. 2Ioveiuber (777." V Nr. ( 6, einzufügen Niepölzig 23. Vuli (779" (statt (733.) V Nr. 23, eiuzufügeu bei Marie Susanne v. Treskow: (2. Vuli" (statt Zlpril). V Nr. 26, einzufügen bei Leoutiue: I. März (statt (3. Mai), st 2^ (statt 23) Dezember." uud „x 17 (statt (5.) September." V Nr. 27, eiuzufügeu bei Marie: „x 2. Suui (353" (statt (343). VI Nr. (, eiuzufügeu bei Georg Lfeiurich: „st Grüu- rade" (nicht Garz). VI Nr. 7, eiuzufügeu bei Albert: V l. (statt 3V.) April." VI Nr. (0, eiuzufügeu „perr auf Garz,, (statt „bewirtschaftete . . .") VI Nr. (4, eiuzufügeu v. Sydow: „Gberst a. D." (statt Gberstleutuaut). VI Nr. (6, eiuzufügeu Potsdam (7. September (326." V l Nr. (7, eiuzufügeu b. Heinrich „I) e r r a u f IN arsi u uud herrsch aft Silberbcrg (nicht auf Garz.) VI Nr. 2(, eiuzufügeu bei v. Salzwedel „21Iasor a. D." „ „ 22, „ bei Rath. Fleischer: Nreiten- steiu 27. stsuui (874." Register. .V. Die von Elickevort (Haupt- und gelienliuitn.) I. Vliederlandische ^inie. a) Ursprüngliche Familie v. Gnekevoirt. Älteste Vlainensträgrr (09. (Aean (I) ch5 ((0 2i(7. x') Gertrnde geb. eis Lupers ((0. wtlhclin (I) s(^20s (09 ((0. üVilpelin, Rardinal, 6 9 ^ 29 H5 50 55 57 ^( 8? (09 ((0 505—507 5(^ 522. Testanient 295—502. Mlder (^ 575. Grabdenkinal 80. d) (Alichielssen) v. Lnekcvoirt. Adrian d. A. (5^(. ?lgncs, x ^hootcrs (s. unter ^I^ooters v. Gnekevoirt.) Elisabeth, X Krauts (s.d.) Elisabeth, x ^ e in b a erts (s. unter »cunbaerts v. Gnet'evoirt.) .'sraitciscus (5ch Gottfried l. (6 50 59 ^2 55 77 73 ((( ll^st. 2^7 295 297; dessen Gradstein ((5/6? dessen Aitterstandsdiplcnn 505—509; dessen Gattin: Agnes, ged. de bsalmale (6 50 ((5; deren Rinder (55/^. Epttfried II. (6 59 l?z (57 (^9; dessen Gattin: Alarm, geb. Liombaerts (6 (55. 9 x ---- „vernnihlt iiiit" oder „rermählte." - qD3 - Iaquelinc, x de Nerchem (s.d.) '.Ila(.niinllan. Geistlicher ((6. '1 ncbael, Zlrchidiakon 116 118 (22 (27 (2-( 295; Grabstein ((7. IVilhelnt d. I., Domherr ((3. c) Nebenlinie Lombaerts v. Gnekevoert. Deren Ivappen Glisabcth, X Bloeyman (s.d.) Gottfried d. Ä. ((7 (27; dessen Gattin: Katharina (27. Gottfried d. H. (28. )7iean d. )). 29 (st) ((9 n. 2 (27; dessen Gattin: Glisabeth, geb. (Illichielsen) v. Lnckevoert 29 127. ^l^hannes, Domherr (29. Ratharina d. Ä. (20. Rarharina d.)). (28. Leonard Jacob (28. Cuycken, x van Nenghem (s. d.) fNaria, x v. d. Steghcn (s.d.) ^«ickael, Archidiakon (23 (29- ^Dilheli», 2lrchidiakon ((7 (27. ei) Nebenlinie Shooters v. Gnckevoert. Deren IDappen Shooccrö Peter DIathias 29 ((3 (22 2-(7; dessen Gattin: Zlgnes, geb. (Illichielssen) v. Gnekevoert 29 ((3 (22 2^7. Skooters v. Enchevoerr: Anna Cornelia (2ch Barbara, x Neaunasort (s.d.) Barbara Theresia, x b Noovers (s.d.) II. de Hart (s. d.) tLngclbert (2H; dessen Gattin : Johanna, geb. N e ders (2ch Gottfried (Goyard) ((3 (22 (2H 2^7. -Cvsken, x Spykers (s.d.) »aria phillberta, x N e r h e y e r 6 39 53 (37—(38 3s^ 322 329; dessen Gattin: Elisabeth geb. van den bsove (6 (37 33V. 2) Grafen v. Lnckevocrt. Adrian, (s. o. unter (). Carl Joseph s-sv 35(s 363. Franziska INaria (-(0. «Zannibal -Leopold (40 354; dessen Gattin: Alarm Aloysia 7lntonia Aicmaventnra, geb. Gräsin v. La in berg (4V. I o h a n n F crdi n and F r a n z (39 25s; dessen Lideicommiß- stistnng 343—367; dessen Gattin: Alarm Lranzisca, geb. Gräfin v. Lsohenembs (39 363. INaria Anna Theresia, x I. Gräfin v. Gencin (s.d.) II. Gräsin r>. 2lnersperg (s. d.) INaria Antonia Francisca, x Gräsin v. 2lotthal (s. d.) INaria Claude Josepha (40. Illarie Gabriele Elisabeth Johanna Josepha (40. Vvenzel Adrian 39 (39 ff. 353 357; dessen Gattin: Alaria Josepha, geb. Gräfin Ungnad v. A2eis;enwols (40 357. - III. Brandcnburgisch-Pominersche L^inic. AL. Die Raiiieu sind alphabetisch nach dein Rufnamen oder, wo dieser nicht bekannt, nach dein ersten Rainen geordnet, x ^ vermählte. Adalbert Hugo 2(((/5; dessen Gattin: Marie Susanna, geb. v. Treskou? (s. d.) 2(5. Adelheid (62. Eleonore Adelheid, x v. bseyking (s.d.) Adrian (39 (9(s dessen Gattiii: Lsildegard, geb. v. Rorcke (s- d.) (9(- Agnes 230. Albert Gustav Heinrich 220 22s 278 23s 28^; dessen Gattin: Bertha, geb. v. Sydow (s. d.) 22s. Alberr Heinrich Bodo rikbcrhard 223. Albcrc Hugo 'ürhardt 23s 383; dessen Gattin: Ldith, geb. Pore of Pole Pore 23s. Albcrttnc Charlotte Christiane s73. Albrccht (92—(93 263 269; dessen Gattin: Klara, geb. Fo erster (93. Alexander (63. Alice, x Freifrau v. K l o t-T r a n t r> e tter (s. d.) A n g eIl ka Heilrierce Juliane Caecilic, xv. chnilIseld (s. d.) Ida Angeliba 2-(0. Anna Albertine Christiane, x v. Gnckevort (75 206. Anna Bertha Hertha '^lis 250. Anna Charlotte (7^. Anna sl carte, x Freifrau v. Csch a in iner - (!) sten (s.d.) Anna Sophia (53 n. (, (5^/5 (5^ ii. (. x v. Arnim (s. d.) Auguste ^ricdrike, x v. Sydow (s.d.) Balduin Rarl IVilbelin (9^/5. Barn i in Ferdinand 225 273 385; dessen Gattiii: Katharina, geb. Fleischer 226. Bernd Bogislav (9^. Bcrndr Friedrich (I) (62 (67ff.—(69 259 26s 265; dessen Lild 373; dessen Gattin: pelena Elisabeth, geb. v. Meyer; deren Mld 375. - Berndt Friedrich (II) s6s)—s?2; dessen Gattin: Lster pndith, geb. plautier s72; beider Bilder 575. Bernd Friedrich Albr. 226. Bernd GottIleb 20-s 205 2ss 27fs; dessen Gattin: Dorothea, geb. v. Gnckevort s32 2F. Bernd Heiitrich s7ch Bernhard Alb. Heinrich Günther 222. B e r n h a r d Heinrich d. Ä. 20^ 2s2 27-s; dessen Gattin: Philippine Antoinette, geb. dl einbrecht 2)2. Bernhard Heinrich d. I. 2)5. Bertha Clara 23). Bnrghard Julius Alep. 'Maldeinar 235. Burkhard Leo 232 535; dessen Gattiii: Katharina Charlotte Alarg., geb. v. U2 e r d e r (s. d.) 232. Caecilic Caroline 22^). a r I Beruh. Hciitr. Gustav 2)2/5; desseii Gattii,: Atarie, geb. Gräfin v. Lüttichau 2l3. Carl Friedrich )72. Carl Friedr. Bernhard )8^. Carl Friedr. Hcii?ricl> )?5 )32 266 268; dessen Bild 375: dessen Gattiii: Johanna, geb. r>. Gnckevort )73 )82; deren Bild 575. Carl Gottlob )73 )8)/2 266; desseii Bild 575; desseii Gattin: Dorothea Friede., geb. r>. Arnim )82; dereil Bild 375. Carl ^Dilkelin Christian 20-^ 203 23c>; desseii Gattiii: Grnestiiie Friedr. /)ohanna Gmilie, geb. Bichter 25F. Raroline »Llisaberh, x v. d. Osten F.d.) Raroline Friedr. Glis. )82. aroli n e Sophie Dorothea, x r>. G i, ck e vort )3^) 220. Caroline ^Vilhelnrine, x v. Alünchow )s. d.) Catharina Anna )73. Catharina 'Llisabcth )56. Catharina Juliana )5ch Charlotte )65. - 4(2 - Charlotte Katharina Dorothea 20-( 206/7, x I. v, der Marwitz, II. v. Ivnlffen (s.d.) Charlotte chleonora (72. Christian VVilbclin (72. Christina Aciiara (73. Ruit 'chdnard Gtto (9-( 383 393; dessen Gattin: 7lrn,gard Maria, geb. v. 2Iaven (9ch Danirl (6 (7 2^ t(6 ^7 -(9 33 5-( 15! ff.; Zldelsdiploin 33(^ 333; knrbrandenb. Bestätigung 339 — 3^(2; dessen Bild 375; dessen Gattin: I. Catharina Margarethe, geb. Uranse (53 (36 (57; II. Dorothea Magdalena, geb. Marschall v. I.) er r en g 0 s s e r ste d t (57; deren Bild 373. Daniel Friedrich (5-( (6(/2 253 256; dessen Gattin: Adelheid Sophie, geb. v. Arnim (62. Daniel Nicolaus (I) jnng f (69. Daniel ^licolans (I!) >7H 265. Dorothea 22^. Dorothea Friedribc Charlotte, x I. v. Besse! (s. d.> II. v. Arnim (s.d.) D 0 r 0 th e a Sophie Ckristiane (82 2((, x I. v. Lneker> 0 rt , II. AI eitzner (s. d.) Eberhard Albr. Hellinnth 230. «chdir h Clara Blarg. Agnes 232. Eduard Friedrich (9 (35 (89 259 266 269 57(fs. 23 7—39(; dessen Gattin: trnise Alerandrine, geb. Balcke (36 (89; beider Bilder 376. chduard Friedrich, jung 7 (96. ichd il a rd chiidrvig Dluliiis (95/6 385; dessen Gattin: Badine, geb. v. Michael (96. Eduard Rudolf Balduin (9(- tchleoiiorc Adelheid (69. ch Ii sab eck 227. Elisabeth Anna Alice (96. 5Naria tchIisa bcth, x r>. angenn - Steinkelle r (s. d. > - ss3 E I fa kNargarecha 23s: Äcrtha E l sbcr h , x Gräfin AI oltke (s. d.) Alt).', Couis Emil 239 2s0 273 27s; dessen Gattin: Alaria Cecilie, geb. v. Glessen 2s0. Emil Hermann 225 278; dessen Gattin: Johanna Flora, geb. Balekc 225. Erika, x v. Levetzow (s. d.) Erika Iloh. kNarie 226. Ernestine, x v. Lickstädt (s.d.) Ernestine Henriette, x ()entsch (s. d.) Eugen 23Y. Felix 23s. Ferdinand 230. Ferdinand Gustav Adolf IVllhelm 235 ; dessen Gattin: Olga, geb. v. 1v edel (s. d.) 236. Flora Amanda, x ^alckc (s. d.) Flora Valeria 23s. Frieda Edicha kNarg. Clara, x v. Aandow (s. d.) Friedrich 206. Friedrich ?Farl 23s; dessen Gattin: Dora Zlinalie Friedr., geb. 2Z eseler (s. d.) 231. Georg H e i n r i ch 20s 206 2s9 273; dessen Gattin: Caroline, geb. v. Knobelsdorfs 2sh/220. Gerhard Entil 226 335; dessen Gattin: Gertrnd, geb. r>. Zlmann 226. Gertrud, x v. Ivienskowski (s.d.) Gicsela 223. Gorrbilf Ckristian s75 206 263; dessen Gattin: Albertine Anna Christiane, geb. v. Gnekevort s75 206. Gotthilf Gustav s76. Gottfried Hubertus (96. Günther Hugo Ernst Adalb. 22s. Gustav 205. Gustav Adolf 205 23s 278; dessen Gattin: tronison geb. von ^ eh la brend o rf (s.d.) 23s/5. — ' Gustav Heinrich l?5 20Z- 205 273 275 278 28st dessen Gattin: Zinna Sophia, geb. Aretschmer 205. Hans Jürgen M. Hedwig, x v. Brandis st. d.) Hedwig ^ouison stldolstite Eaura Gttoitie Einineline, x v. Blücher (s. d.) Hedwig ^uisc EiNiua, X Gräfin v. Bittberg st. d.) E r n st ÜB i l b e l in R a r I Hei n r i ch (35 205 220 278; dessen Bild 375; dessen Gattin: Caroline, geborene v. Gnckevort (35 220; deren Bild 375. Heinrich Rarl Albert 222 228 232 2Z0 385; dessen Gattin: Margarethe, geb. o. Gnekevort 222 228. Helene 'Elisabeth (Sh Heleite Hedwig, x I. Freifrau v. pntt lainer . v. Dranach ss. d.) II. Nndloff . Li ekstedt-Peters- ivaldt ss. d.) (prro s36. Gtto Heinr. Friede. Rar! Glsebrccht 229. Philipp 2UlIhcIn» s?ch Richard Heinr. 2H3. Heinrich Rudolf 223/9 237 383; dessen Gattin! Nelly, geb. v. Ilttenhoven 22s) 233 237. Sara Hedwig s3^, x v. Ihlenfeld ss. d.) Siegfried Hugo Bcrthold 223. Sofia Friede. Christiane ?ldclheid 2ss. Sophie Margaretha s73. Thekla Bertha Elis. Julie Ioh. 23V. Ulrich Joachiin tLrnst 223. Ursitla Edita '^Ilinor 22ch Ursula Ukargaretha s3is. Valeria Adelheid 2ZZ 236. Vcroitika Cecilie x v. d. Gsten (s. d.) Victor Edward Adalbert Wilhelm 232. Waldemar Rurt Rcimar Werner Hugo Wolfgang 224. wilhclinine, x v. Arnim ss. d.) wilhelmine Caroline, x v. Vülow ss. d.) Ix perjoneil-, Oktö- und SachreMer. Aachelt 63. d'Alguebclle, Air., Ys. Albertesruh, Aagdschlöschen bei warsin 23h Albrcchtsdorf, Gut s75 s33 s35 l9^ 267—26?. Almerswind, Gut 229 23-k ^ 287. V. 2llveue leben, auf Petershagen 273. Alccnsreig s33 329- U. ?lntann, Wilhelm 226; dessen Gattin: Lmma, geb. 1s egeler 226; deren Tochter: Gertrud Lmp, - mit Gerhard v. Lnekevort ss. d.) ^7 - Anhalt-Dessau, Fürst Leopold v., s7v. ?lntwcrpcn SV 6S ssS sSS 2^3. — Kathedrale Notre-Dame ssS s27. Anvers Antwerpen. Avmhrccht, Stadtaociseinspektor 2s2; dessen Tockzter: svhi tippin c, x mit Bernhard Heinrich v. Tn ekc v o r t ss. d.) — Fräulein, 2sS n. s. v. Arnim, Bernhard lSH n. 2; dessen Tochter Anna Alarm sS^s n. 2. Tnrt f62; dessen Kinder: s. Alexander Magnus sSS; dessen Gattin: Anna Sophie, geb. r>. Tnckevort GH/S; deren Sohn Zllexander sSS n. s; dessen Gattin: Marie Llconore v. Schenk, verw. Mu^el sSS n. s. 2. Adelheid Sophie, x mit Daniel Friedrich v. Gneke- vort ss. d.) Karl Lndolph Bernhard 2VS/6; dessen Gattin: Dorothea Friedr. Tharlotte, verwitw. v. Besse! ss. d.) geb. v. Tnekevort 2VS. Friedrich Milhelm 2V7; dessen Gattin: Mihelmine Sophie geb. v. Lnekevort 207. — Georg Friedrichs Töchter 25S. - Dorothea Friedrike, x mit Tarl Gottlob v. Tnckevort (s- d.) de ?lrcc, Ludovica, ssUlngfrau 296. Asche, Kirche zu, bei Brüssel 6S. v. ?luerspcrg, Graf Georg Leopold dessen Gattin: Maria Anna Theresia, verwitw. Gräfin v. Toncin, geb. Gräfin v. Gnckevoert sH2. — Fürst Karl l^2; dessen Gattin: Tleonore geb. Gräfin v. Brcunner-Tnckevoerth s^2. v. AusHorn, gen. Sonnefeld, Marie, x v. Halmale (s. d.) HS. v. Aven, Dincenz sS6; dessen Gattin: Juliane Margaretha geb. v. Tnckevort sS6. Äahv, Albin sS2 n. S. - -M - V. Bacrfclde, Henriette Sophie, geb. ex Vinterfeld (s.d.) 206 n. f. Balckc, Oberpostdirektor (36; dessen Göttin; Charlotte geb. Rehfeld (36; deren Tochter: Luise Alerandrine, x mit Ldnard Friedrich v. Tnckevort (s. d.) Ferdinand (36 225; dessen Gattin Flora Amanda, geb. v. Tnckevort (36 225 ideren Rild 576); deren Tochter Johanna Flora, x mit Lmil Hermann v. Lncke- vort (s. d.) Basrorf, wüste Feldinark 255/6. Baiinrhacl?, Rartholemes Fran (5(. Bayer«, Aurfürst Alarimilian v., s)6 9? 99 l^5. Beannafort, Hendrik (2^; dessen Gattin: Rarbara ^?hooter^ v. Tnckevort (2^. Beek, Raron 92. Bccrcnbrock, Gehöft 62. Beggerow, Rat (7^ n. 2. Belli«, Anteil (36 266 267. Belchg (55. Bennfcld 39. v. (des Berchei«, Zlntoine (55; dessen Gattin: Margnerite geb. de Lierre de Norderwyk (55; deren Sohn: Hean, Ritter, 50 (55 2^7; dessen Gattin: ^acgneline, geb. v. Tnekevoert 50 (55 2^7; deren Sohn: Antoine (55; dessen Gattin: Zinna, geb. de Halmalc (55. v. Bcreny, Gräfin Theresia, x Gräfin v. Rrcnnncr (s- d.) Berlin, Aadettenhans (72. — Universität 227. Bernadorre, Marschall (35/^. Bcrndurg, Lager vor, 9-H Bcrndshof, Gut 2(2 2(-( 266 267- Bcscler, Aarl 25( n. (; dessen Gattin: Minna geb. Märtz 25( n. (; deren Tochter: Tora Amalie Friederike, x mit Friedrich v. Tnckcvort (s. d.) - v. Beftel, Friedriä( ((.Alheim 205; dessen Gattin: Dorothea Friedr. Gharlotte geb. v. Gucken ort 205. van Beugbein, Daniel (23 und n. 2; dessen Gattin: Lnytken, geb. L o m b a e r t s v. Gnckcvo e r t (23 und n. 2. v. Bierses, Gerard ('s (250) ((7. v. BlIIerbcck, Familie 230. Bloeyinan, Joseph (20; dessen Gattin: fteanne (20; deren Sohn: Hendrik (20 (50; dessen Gattin: Glisabeth, geb. Lombaerts v. Gucken ort (20 (50; deren Kinder: (. Maria Johanna, x v. Grevenbroech (s. d.) 2. Jean (20. v. Blücher, Paul 256; dessen Gattin: (Hedwig, geb. v. Gucken ort 256. Bockhorn', Grafschaft (2-(. Bösen-Thürrbach, Gut 25( 5^6. Bologna, Kaiserkrönnng Karls V. zu, 76 und n. (, 77. Bonn, St. Gassins 65. v. Borcke, Friedrich Carl (Oilh. (75; dessen Gattin: (Henriette, geb. v. Gnckevort (75. — Gruft Zlngust Philipp 285. (Hildegard, Martha Johanna, x mit Adrian v. Gnckc- vort (s. d.) Bolftenheiin, Schloft ((5. BotZ, Garl Rudolph 28(. Brabanc, (Herzog Gottfried (((3^) ((5 n. 5- — (Herzog ))ean I. ((260) ((5 n. 5. Brandenburg, die Markgrasen ((2Z6) 23s>. Kurf. Friedr. (Dilhelm (50 (52 5H( 5^2. Brandenburg a/H. (^h ff. — Kirche St. Gatharinac (^h n. 5, (5(. Brandes, Gbrist c>5. v. Brandiö-^cuhaus, Georg (s)2; dessen Gattin: (Hedwig, geb. v. Gnckevort (H2. Branrs, N. N-; dessen Gattin: Glisabeth, geb. (Michielsen) v. Gnckevoert (5^. - H2V - Brauusperg, Herrschaft fisv. Breda, Stadt und ^aud fZZ. v. Brederloru, Familie auf Derzow 27Z 279 fs- — Christoph 28V. — Christoph Friedrich 277 28V. — Friedrich UAlhelm 277. — Hans Friedrich 277. v. Brederloru, Ioachiin 2Indolf 277. — Franz Henning 277. — Thiede Christoph 28O 23s. Breslau, Schlacht bei f7v. v. Brcuuucr, Graf Franz Anton fqg; dessen Gattin: I. Gräfin Theresia v. vereny f^f, II. Gräfin Maria Franziska Aosepha v. 2Iotthal fish v. Brcuuer-'Huckevocrc, Graf Karl f^sf. — Graf Lvangelist U a r l vorronräns Joseph Angnst Aohann fv fö fisf; dessen Gattin: Agathe, geb. Gräfin Szechonyi f. Clausx, Schanzen von, 92. Colardi, Johannes 297. Colbay, Kloster 279. Cölbe, Frl. Christiana 203 n. (. V. Coliuar, Hanptinann 2s^ u. (. Colombep, Schlacht bei, (39- de Colonia, 21larcus Antonius, iu Verona 30(. v. Ccmcin, Graf Auton (^2; dessen Gattin: Maria Anna Theresia, geb. Gräfin v. Cnekevoerth (s. d.) (^2. Copiu, Nicolaus ((6. v. Coronin uud Croubcrg, Freiin Cathariua, x Gräfin v. >verdend erg (s. d.) v. Corsmaur, K arl (3^; dessen Gattin: Oda Johanna, geb. v. Cnckevort (3H. Beider Bilder 375. v. Coudenhove, Graf Kuno (^2; dessen Gattin: Ernestine, geb. Gräfin v. Brcu n n cr- C n ekev 0 erth (^2. v. Craitacl), Zllbert 233; dessen Gattin: Laura, geb. v. Cnekevort 293. Daingarrcit, Feldniark (36 206. v. Dattckclmanit, Frhr. Carl Lndolph (7(. Dcis, Thomas 295 296. Derling, Johann Philipp 230. Dcryom, Gut 20^ 27 s>. — 422 Dcrorr, Neinhard's Gattin: Zinna, geb. parch s34 2- Dickinann, geb. Dillerbeck, Frau Fnstizamtmann 224 n. s. Dicot, Joannes 296. Diest, Stadt s37 248 029, Kloster St. Darbarae s33 248 329. Dobbcrphul, Gnt 203 274- v. d. Dollen, Major 2l2 n. 2. Doininicus, Johannes, Kardinal <9 293. de Dorn, Ivilhelin ss3. v. Doucilas, Zlngns l92; dessen Gattin: Margarethe, geb. v. Cnckevort s92. v. Dlibe, Frhr., Ca rl Cnsebins Mraskp 23s/2. Ducsuesnoy, gen. s)l Fiammingo, Dildhaner 80. Dußlingen, Gefecht bei, 93. Eberhard, Kardinal zn Lattich 73 297. tLggcrr, Foachiin, Prof. s67 n. 2; dessen Gattin: Zinna, geb. Peucer ss. d.) v. Eickstacdt, Georg Friedrich 207 ; dessen Gattin: Ernestine, geb. v. Cnckevort 207. v. ^Lichstedt, die 279- — Joachim Christoph 280. u. 'C l ck st e d t PecersinaIdr , Graf Crnst 214 ; dessen Gattin: Gräsin Gttilie, geb. v. Lnckevort 2s4- Elöbrocck in Drabant, Gnt l33. ^ngelinansdrnnn, Gut 23s 346. de tLcren, Cornelius, Kleriker 30h Euskirchen, Johann, Kleriker 30h r>. Fadrice, sächs. Kriegsnnnister 22s 234- Fainene, Lrzdiakonat ss7. Faulriede, Vorwerk 222 290. Ferdinand II., Deutscher Kaiser s30 3s3 3s8. Ferdinand III-, Deutscher Kaiser s?9 2. de Feurjuibre, franz. Feldherr 9s. Fidcikoinmisi vogelsang, Stiftung s86 s90 s92 569 )76. — Gravenegg s39 ?4Z — Z67. Fleischer, Rittergutsbesitzer 226; dessen Gattin: Ularie, geb. Ahrenberg 226; deren Tochter: Klara K atharina Tmilie Ularia x mit Barnim v. Tnckevort ss. d.) Foerslcr, Karl Gtto 193; dessen Tochter: Klara, X mit Albrecht v. Tnckevort (s. d.) Frankfurt a/G., Universität 189 219. Frankreich, König Franz l. 7^ 75. — Ludwig XIII. König von, 89 9kl' Fraude, Kontur. Kat 2s2 n. 2. Frauendorf, Bürgermeister s7-1 n. 1; dessen Frau f7-1 n. -1. Fricdrichshof, Gut 22V. v. Frundöhcrg, Georg 7-1- Gallas, Graf, General 37 92 9^- Gary, a. d. Plöne, Gut 202 219 220 222 225 277- 27Y. v. Gaudcckcr, Kurt Friedrich 203 n. s. de Gcfures, Ularquis 91- Geilnifch, Holland. Pptm. 2s3 n. s. v. Geinnlingen, Freiherr Tarl, 236; dessen Gattin: Lmma, geb. v. Uttenhoven 236; deren Kinder: Bernhard, Gtto, Dietrich, UAIHelm August, Sünna Sophie Zluguste, uud Fanny Pauline 236. Gerstinann, Ularg. Kath., X v. Ulayer (s. d.) v. Gcusau, Baron 10. Gcvcnhcrghe, Schloß 115 2-17. de Gllinann, Faunlie 2-17. Gisbert, Ulagister, Arzt in 2Iom 2H6. Görlitz, Gefecht bei, 170. v. Götz, geb. v. Krosigk, Frau Pptm. 22-1 n. h v. der Goltz, die, auf Kürtow 27-1. v. Gotfcb, paus 191 i dessen Gattin: pildegard, geb. v. Snckevort 191- Grahainb, 2Uchard, schwed. Generalzeugmeister 9?- Gravelottc, Schlacht bei 189 226. Gravenegg, Fainilienarchiv. s6 127 n. 2. — Schloß 9-1. — ^ - Gravenegg, Herrschaft s5 25s 246 ff. Gravenwörch, Gut 25 s 3^6. p. Grciffettbery, die (s^82) 255. — Hans 277/3. Greifölvald, Universität s32 s35. v. GrevenbrolG, Grasmns s2l) s23; dessen Gattin.' Maria Johanna, geb. Lloe pn> a n n s2t); deren Sohn: Jean s27. — Llisabeth, x Pieck (s. d.) v- Gröben, 2Uajor s76 n. s. Gronöfcld, bayr. Feldmarschall 99- Grosse, Generalanditeur 96- Grosse, Philipp Heinrich 28O. Grosscn-Gcavcnow, wüste Feldmark 277. Groß-Troinp, Gut 227 274. Grunrvald, 2Ualer, Schüler Holbeins s^- Grünrade, Gut 2s9. v. Güntcrsberg, Familie 289/9U. — Thristoph 289- v. Gyllcnpatron, 'Rammerrat s?4 n. 2. Halle, Universität s3s 2ss. v. Halinalc, Gaspard ss5; dessen Gattin: Marie, geb. v. A nsho r n gen. Sonnevelt ss 5 ; dessen Tochter: Agnes, x mit Gottsried (I.) v. Tnckevort (s. d.) — Anna, x v. Lerchen? ss. d.) Haininelienk, holländ. Hptm. 2s3 n. s. Haiitnielstall, (setzt Lerndshof) 2s2. Haiitr, Gut 252. v. Hanstcin, Gberst 236; dessen Gattin: geb. v. Schaun?- bnrg ff- d.) 286; deren Rinder: s. Tharlotte, x v. Schwarzenfels (s. d.) 2. Tleonorc, x v. Udilcke (s. d.) 2. Sohn, Gberstlieutenant 286; dessen Söhne: a) Adam Trdmann 286, b) Friedrich Florentin 236. Harmelsdorf, Gut 282/2. de Hart, Hendrik Dirichs s24; dessen Gattin: Barbara Theresia, geb. Shooters v, Lnckevort, verw. Boovers (2^. Haßlailg, Hofinarschall stA). Heidelberg, Universität s8s) s96- v. Herbcrstein, Graf Heribert sq-2; dessen Gattin: Hilda, geb. Gräsin v. Brunner-Lnekev oerth s42. Herold, Stephan Ulrich 286. V. Herzberg, Lustach UAlhelm 28 s; dessen UAtwe: Luise Juliane Lncie, geb. v. Kacseckc 28s. Herzogenblisch 65 66 n. ss3 ff. s27 s2c> sq,c)^ — Kirche S. Jean Lvangelistae ss6 ss3—s20 12Z. — Frauenbrüderschaft s s9 u. sss) n. 2, s27 128 sZY. Hesse, Lorenz's Frau s5s. v. Heyb'ing, Frhr. Ivilhelm s76; dessen Gattin: Adelheid, geb. v. Lnekcvort s76. Hczius, Th. 68. v. Hill, Kriegsrat s75 268. Hochkircb, Schlacht bei, s7s. Hochwasser, Schloß 227. r>. Hohcncinbs lind Vaduz, Graf Franz UAlhelm s39; dessen Gattin: Lleonora, geb. Gräsin v. Fürsten- berg sZ<); deren Tochter: Ularia Francisco, x Gräfin v. Lnekevoert ss. d.) Hokenzierhcn, Gut 204 239 240 27Z—274. Holbein, Hans, 2Ualer d. s)., s4> v. Holycndorf, Joachim 255. — Gtto Friedrich 256. Hoinaim, ssust Hermann s69 n. s. Höre of s)ole Höre, Lduard 23s n. 2; dessen Tochter: Ldith GraceSarahFyi, xmit Albert v. Ln ckev ort (s.d.) v. Jagow, Trust Ludwig ss)2; dessen Gattin: Helene, geb. v. Lnekevort, gesch. Freifrau v. s)utkamer s9s/2- Iaseniy, Kloster 282. — 426 " Ibrit, Johannes s5s. Icncsch, Carl Johann 2Z4 278; dessen Gattin: Ernestine Henriette Laura, geb. v. Lnckevort 224- v. Ihlenfeld, Gtto Friedrich s54; dessen Gattin: Sara Hedwig, geb. v. Lnckevort s54- Ingenwinkcl, Johannes, päpstl. Datar 2Y8. Johannes, Lrzbischof von Palermo 73 297. Joseph I., Deutscher Kaiser 242 ff. v. Racseke, Ditrich 280. — Günter 23L>. — Siinon 28V. — Tewes 23V. — s. a. v. Herzberg. Rannenberg, Gut 282/2. Rarbe, Gberamtmann (l823) aus Petershagen 272. Rar! V., Deutscher Kaiser 42 52 65 66 67 72 74 76 79 s s2 n. 2 ss4 305 2V9. Rarlshof, Gut 266 267. Rassigkehinen, Gut 227 274. Renrnitp Anna Alargarethe, geb. Kohl s54 2. Rcinpenland, sThainxignia) ss7 s27 s29 229. v. Resse!, Albrecht 220; dessen Gattin: Anna, geb. v. Reinersdorfs-paczenski und Tenczin 220; deren Tochter: Hedwig Rosalie Sara Gertrud Dorothea, x mit Hulius v. Lnckevort (s. d.) Ressclsdorf, Schlacht bei, s70. Rick, Feldjäger 2s2 n. l. v. Rlcisr, Gürgen Lorenz 263. v. Rlining, Lebrecht 222; dessen Gattin: Marie, geb. v. Lorcke 222; deren Tochter: Lditha Marie, : init Hugo v. Lnckevort (s. d.) n. Rlor Traurvecccr, Frhr. Durghard s9s; deffsen Gattin: Alice Luise Helene, geb. v. Lnckevort s9l- v. d. Rnescbeck ss622) s50. V, Rnohclsdorff, Friedrich Ivilhelm 2)9 273; dessen Gattin: Chart. Amalie Sophie, geb. v. Schiniedeberg 2ss>. deren Tochter: Amalie Johanna Karoline, x I. mit Georg Heinrich v. Tnekevort ss. d.), It. v. der Osten ss. d.), III. v. Glessen ss. d.) — Ivilhelm 273. Noliitt, Schlacht bei, s7^. Röniggray, Schlacht bei, 192. V. Rönigsmark, Graf, schwed. General 9^. v. Roppern, Konunissar s7H n. s. v. Dothen, Faniilie 28«). v. bracht, Lrhr., Oberst s57; dessen Gattin: Dorothea Alagdalena, geb. AI a rschall v. H e r r e n g 0 s s e rst e d t, wieder x I. AIarschall v. H e r reng 0 s s e r st edt ss. d.) II. mit Daniel v. Tnekevort ss. d.) H57. '^raft, trandrat 22^s n. s. Rrampchl, See 282. v. Rraßau, Gen. Alaj. s67. Rratznik, Vorwerk 290. "krause, Georg s33; dessen Gattin: Katharina geb. Alöller 153; deren Tochter: Katharina Alargarethe, x nnt Dairicl v. Tnckevort ss. d.) Nrctzschincr, David 205; dessen Gattin: Sophie Lucretia geb. Alaschen ss. d.) 205; deren Tochter: Zinna Sophia, x mit Gustav Heinrich v. Tnekevort (s. d.) Zvruininh'rügcr, Hans Jürgen s5H n. s. v. ?^ül)N, Geh. Rat s3s «« h Rürtenv, Gut 20^ 2ss 2s2 27ch v. Auhincirc», Fainilie 230. Nunradcn, Generalquartiermeister 9^- v. -Cainbcrg und (Vvtenegg sLürst) Franz Joseph s^0; dessen Gattin: Zinna Alaria geb. Gräsin v. Trautenau s^s0; deren Tochter: Alaria Zlloysia Zliüouia Bonaventura, x Gräfi«« v. Tnekevoert ss. d.) L.ainbcrri, Zlmbrosius 296. — H23 v. Langcn-Stcinkeller, Franz 240. — Trust 240; beider Gattin: Maria Llisabcth, geb. v. Tuekevort 240. v. Lanrens, Geh. Mg.-Rat (8( h dc Lcde, General 92- Lcdctsch, Gut 252 Leipzig, Schlacht bei ((642) 92- leipziger, Bankier in Berlin 256. Leinerreit, s)ohaun, päpstl. Turator 50 l- Leopold I., Kaiser 55 25 ( 326 555 338. Meuchen, Schlacht bei, (70. v. Levclzow, Karl Ferd. Thyggo Milhelm (92; dessen Gattin: Trika, geb. v. Lnckevort (92. — Fredy (94; dessen Gattin: Louise, geb. v. Tnckcvort (94- Siehenfelde, Gut 2(9- LicgnitZ, Schlacht bei, (7(. de Pierre de Norderwyk, Marguerite, x v. Berchem (s. d.) v. Lilicnströin, Nicolaus Dankbar, schwed. General 26s. — Familie 262/5 266. -— s)acob, (Oberst 262. Lindau, Belagerung von, 96. Llndbcrg, Schlacht bei ((642), 9l- Lippclo, Schlos; 44 n. v. Liste, Hauptmann (75 n. 2. Lobosin, Schlacht bei, (70. Löwen ((7. — Theologische Facultät 62 68 29?. Loinbacrtö, Maria, x (AI ichielse n) v. Tuckev 0 ert (s. d.) - Jean d. Ä. ((9. Loinbaerrs v. tLnckcvoirt, s- unter Tnekevoirt. Lennbardei 76. Lothringen, -Herzog von, 9(. Luckow, Gut 266 267. - Kirchenbuch (74 n. (—5 >75 u. 2 (8( n. ( (84 u. 5 203 n. ( 220 n. 2 224 u. (. - 429 - v. Lütkraminon, Frau l?4 n. f. Würrich 65 523, Kirche St. Lambert M f29- — Kloster z. heil. Grab f37. p. ^ütticbau, Gräfin Mario Zinna IDilhelmine, x mit Karl Berich. v. Tieelevort ss. d.) -ö.üncn, Schlacht bei, 37- INaasrricht 62 l37- — Kirche S. Servais sf6 ff?. de 144accrara, Joannes, Physikns 295- de 144achis, Prosper, Bürger zn Koin 50s. 14eagdeburg 94. Alauns, Kaufmann 2f2 ee. 2. 14 earieiier'erder, Gnt 204 259 274. 14earb'a, Tberhard v., Kardinal 73 14 far schall v. (Aocherstcdt, chans 7^ürgen s57; dessen Gattin: Dorothea Magdalena geb. Marschall v. Goss erste dt, verw. v. Kracht, wieder x mit Daniel v. Tnckcvort ts. d.) s57. v. der 144areriiy, Friedrich Ludwig 206; dessen Gattin: Tharlotte Katharina geb. v. Tie eleu ort 206/7. 14 rasche«, Thristian Gottlieb 205; dessen Tochter: Sophia Leecretia, x Kretz schmcr fs. d.) 14racha, lherrschaft der Stadt 75. v. 14stachoer', Derr l 75 n. 2. 14tas.'iinillan I., Deutscher Kaiser 45 507. Ilratheus Sednnensis, Kardinal 294- 144cchelie, Stadt 75. — Kirche St. Kombant fch. 14tcdlci, Guilio di, Kardinal sspäter TIeneens VII.) 33. de la 144clIIerastc, franz. Kammersnnker 39- INeisincr, Zlng. Friede. Ludwig s32 2ff; dessen Gattin: Dorothea, verwitw. u. geb. v. Tieckevort f32 2ff. — Ludwig, Ltie. 224 n- f. — Frau Landjäger 2s2 n. 2. - H20 — ^Ncisincr, Herr Ludwig 2s(s n. 2. ^Nclanck)rkon, Philipp s67 IN 2; dessen Enkelin: Anne peucer, x Lagert (s. d.) v. »ellcnckiit, Taspar Heinrich Friedr. 206; dessen Gattin: Henriette, verwitw. v. Minterfeld ss. d.h geb. v. Enckevort 206. v. ^ItclllN, Graf Jürgen s63 n. f. Mellmi, Petrus 78. Nteininingcn, Neichsfestnng 97. ^Nenarr, Johann, Kleriker. 20h dc ^Ncrode, Arnold ss8. 5Nct?, Belagerung ss870) s89/9L> ls)5- - Schlachten bei, ss370) l93 226. 'lieber, Johann, Geh. Bat s67 n. 2; dessen Gattin: Katharina, geb. Eggert s67 n. 2. — Heinrich s7^s n. (h v. »lieber, Johann Philippus s67 n. 2; dessen Sohn: Aoachim Nicolaus s67 u. s67 n. 2; dessen Gattin: Margarethe Katharina, geb. Gerstinann s68 26s 262; deren Tochter: Helena Elisabeth, x mit Berndt Friedrich (I) v. Enekevort ss. d-) p. ^17icl>acl, Friedrich l96; dessen Gattin: geb. v. Aloliüre; deren Tochter Nadine, x mit Eduard v. Enekevort (s- d.) s-Nichielssen, (Michael Gerard ss2 ss8 297 20h nx. Elisabeth, geb. v. Enekevoirt 29 53 ssO ssa 29? 20s. - s)ean ss2 n. s. - Jacques Joseph ss2 in s. ^Inchiclsen) v. tHnckevollt, s. unter v. Enckevoirt. '^Nichiels de Bessenich, Barone ss2 n. s. Ntichicls de Iperduyncn, Barone ss2 n. s. s-lncrloo, Dorf 6s 66 62 6H 66 n. 82 82. — Hospital 297 202. Ntirau, Schloß YZ. 235- '»Nockcr, Frau Präpositus ^ n- 2- ^llöllcr, Katharina, x Krause ts. d-) ^Nönckeberrl, Rittergut l35 266 267. »Itollcrs, Joachim Friedrich 162 u. u. 1- r>. ^Itolrbe, Graf Rourad Christian Ludwig 22^; desseu Gattiu: Bertha Glsbeth, geb. v. Guckevort 22^. v. der ^?oscl, die verwitw. Henriette, geb. v. Krockow, verwitw. gewes. v. 112edel ss. d.) 232/5; dcreu Tochter: Hedwig Juliane 235. ^Nrasb'ry, s. v. Dube. ileüccl, Leutnant H5s u. s; desseu Gattin: Filarie Gleouore, geb. v. Schenk >s. d.); dessen Töchter: h Ioh. Friedrike Thristiaua s55 u. s. 2. Sophia Beata s55 u. h lNüIlcr v. d. kühlte, Baron, Geuerallt. s67. v. ^lunchon', bl. bl. 25^; desseu Gattiu: Caroline IBilhel- iniue geb. v. Guckevort 25^. ^Nllrlandrs, Gut 25s 5^6. Nacktttgall, Kommandant 99. HFaclsluS, Gerard 65. ^"»aearcell, Bhilipp 75. v. ^"lannrer, Tecil Kurt 19^; desseu Gattiu: 21'telita, geb. v. Guckevort 19^- »"«einiy, Landsitz b. Stettin, s75- ^euaicien, Herrschaft 555 565. Ulenburg am Bodeusec, Schloß 97. Neubauer, Familie 230. ^licolai, IBauthier Notar ss5. ^tiepölzig, Gut 2ss. 1."lc>rdllngen, Schlacht bei, 83. — Belagerung von 99- »Nußdorf a. Tresen, Gut 33. v. sexyen, Frau s75 u. 2. - H32 - Oesterreich, Erzherzog Leopold Milhclm von, s0^s. (!^fscriuanu, Martin, Tanonicus in Lüttich 30s. (plmuy, Belagerung von, 93- Uranien, Prinz von, 92- v. der (lösten, Milhelininc, verwitw., geb. v. Minterseld (s. d.), wieder x Mendt 206 n. s. - Penning Friedrich 207 220; dessen s. Gattin: Johanna F-ophie, geb. v. Tn cke v ort 207 22O/s. 2. Caroline, verwitw. v. Tnekevort, geb. v. Knobelsdorf ss, d.) 220. - Karl Heinrich 203; dessen s. Gattin: Caroline Elisabeth, geb. v. Tnekevort 207/3. - Kudolf 227; dessen Gattin: Ferdinande, geb. v. d. Gsten- Marnitz 227; deren Tochter: Bertha Tlis. Klara Augnste, >< mit Bictor Helinuth v. Tnekcvort ss. d.) — Vnlins Friedr. Milh. Helmuth 2^ss; dessen Gattin: Beronika Tccilie, geb. v. Lnckevort 2^ss. Papste, 7ldrian VI. 6s 62 6H 66 63 ff. 297. Tlcmens VII. 6s 70 73 7H 78 79 33 ss6 293 29-s 30 s. Julius II. 6 s 6H. Leo X. 6s 67 73 n. 2 33. Palermo (panormitanum), Johann Trzbischof v. 73 297. de palude, Thcoderieus, Kleriker 30 s. Paris 39. parisor, Bicolaus Gcngnlf, Kleriker 296. Paumgarcen, Gut 23 s 3F6. peronue 9l- pctcrshagen, Gut 20^s 2s9 273. Pcrri, Guilelmus 296. Petrus, Bischof zu Aachen 298. peucer, Kaspar, Ol',, s67 n. 2; dessen Tochter: Anna, X Tggert (s. d.) pfrcu ndt, 2lugustin s5s n. 2. piccolomini, Gctavio, Feldherr 9s 92 99 — H33 — piccanius, Ivilhelm (29. Pieck, Joost (28; dessen Ivitwe: Tlisab., geb.V.Grevenbroich (28. Pierpauinb, Gnt 25 s 3^6. Pierre de la, Zaeques Ferdinand ^ n. planiait, Gefecht bei (7H. Plantier, Gster s)ndit, x mit ZZerndt Friedrich (II), v. L n ek e - vort (s. d.) v. Plenen, Georg Karl 220 2^O; dessen Gattin: Karoline, geb. v. Knobelsdorfs (s. d.), I. verw. v. Gncke- vort (s. d.), II. veriv. v. der Gsten (s. d.); deren Tochter: Klaria Teeilie, x »nt 2ll. Louis Lmil v. Lnckcvort (s. d.) Plönzig, Gut 205 2(9 220 277-278. — Kirchenbuch 225 n. (. v. poiricrs, Ivilhelm, Priester (27. Polen, bs^'zog Gtto I. 279. — Herzog Ivladislaus 279. ponnncrn, Herzog IZogislav ((^90) 265. — Herzog Gtto ((32^) 266. v. porzia, Gräfin Franziska Benigna, X Gräfin Un- gnad v. Iveissenwols (s. d.) Prag (5(. — Belagerung von ((7st:^) (70. Prcnßcn, König Friedrich II. (70 n. 2 (7(. prevost, Adrienne ((3 n. (. Przyenski, Siegisinund, schwed. General 97. v. ptittkamcr, Freiherr Klar (9(; dessen Gattin: Helene, geb. v. Gnekevort (9(- v. (Guillfcld, Turt Klagnus 2^0 273 27^; dessen (.Gattin: Zlngelika, geb. v. Lnekevort 2^0; dessen 2. Gatt.n: Lmma. geb. v. Zabloeka 2H0. v. )^ayc, Zacharias Friedrich (5^ n. 2. v. T^annn, Henning Friedrichs Ivitwe (52 n. 3. v. ?^andotv, Georg 233; dessen Gattin: Frieda, geb. v. Tnekevort 233. Ranft, Herrschaft ((5 (27 (55 2^7. v. Ratibor, Herzog, Viktor, Fürst von Corvey (^(; dessen Gattin- 211 aria, geb. Gräfin v. vre n n n er - Tncke - voerth ((((. Rauenftcin, Herrschaft 235. v. Raven, Franz (9((; dessen Gattin- Gertrud Tlse, geb. Frei in v. venst (9(s; deren Tochter- Armgard Zinna, x mit Kurt v. Lnckevort (s. d.) Ravensburg, Stadt 99. Reey, Kloster 23s). Rcichevald, Gbrist 95. Rcinkard, Höh. Georg (5(s n. 2. Rcnesse, Johann v. 6(s. Renvoi (in Geldern) (5ch Resing, Herrschaft (q-0. v. Rcncnv, 21itt>neister (7^- n. (. Ricardi, Zlda>n, Dekan in vologna 2ft6. Richelieu, Kardinal 90. Richter, Christian Friedrich 259; dessen Toäffer - Ernestine Friedrike Johanna Cinilie, x »üt Carl kvilh. v. Tneke- vort ss. d.) v. Rittberq, Graf (Oswald (39; dessen Gattin- Hedwig Luise Cnnna, geb. v. Cnckevort (89. — Graf Gerhard (9(^ dessen Gattin- Hildegard, geschiedene v. Gotsch, geb. v. Lnekevort (9b v. Rochorv, Tobias (5(. — Hans (5(s n. 2. Rocus, Kriegsfiskal 26 (. v. Rocbl, Höh. Karl Trust Ludwig 2(5; dessen Gattin- Klarie Zldolfine geb. v. Tnckevort 2(5. Roin 65ff. — Deutsche Hospitalkirche 29^. - Kirche b, Naris cls nnima 29(f 295. — Kirche 3. lxsAvrü 29(s. — Kirche are csli 29(s. — 435 - 2^oin, Weinberg beim Tolosseum am Berg 3. folnmnk et ?uuli 293. — Kloster snnctorum ssobunnss et ?uuli 295. — Kloster 8anete Nnris 6e Lonsolstions 295. - Hospital s-incts Nnrie cle uuimn 62 67 72 78 ff. 82 296. — ToukrMsrnitu cisllu curitü 83. Xoouers, Heitdrick l24; dessen Gattin: Barbara Theresia geb. Shooters v. Tnckevort f24- Rosenfelde, Gut 203 2f9 277- 278. Rossotu, Gut 22 s 222 223 282- 284. v. Rocrhal, Graf, 7^ohaitn Joseph l40; dessen Gattin: Maria Antonia Francisca, geb. Gräfin v. Tncke- voert f4ss deren Tochter: Maria Franziska Iosepha, x Gräsin v. Breunner (s. d.) ^tldloss, Adolf 233; dessen Gattin Laura, verwitw. v. Trauach, geb. v. Tnckcvort 233. Muftis, päpstl. Senator 63. Ruhdcn, Vorwerk 222 290. Xunnncl, Oberförster 2f3 n. f. )^url), 7instizko»unissar 23 f. Sachsen, Kurfürst von, 89. Sachsen-Weimar, Bernhard 88 94. Sansevcrmus, Antonius, Kardinal 79- Sassenburg, Gut 22f 222 223 282 284. Schalb'au, Stadt 234/5. v. Schauniberg, die Herreit 285. — Hans Siegmund 285 287; dessen Tochter: x v. Haustein (s. d.) v. Scheuch Mauritius f55 n. f; dessen Sohn: Johann Keinhard f55 n. l ; dessen Gattin: Tlisabeth geb. v. Firxeu f55 n. f; deren Tochter: Marie Lleonore, x I. Mu^el, ff. d.) II. v. 7lrnim (s. d.) Schenbenberg, Gut f.52 n. 3. Schettensleli», Assessor 26h 436 - v. Schlabrcndorf, Präsident 234/5; dessen Tochter: Louisen Aug. Franziska, x mit Gustav Adolf v. Tnekevort ss. d.) Schlösser, dl. dl. s52 n. 3. Sebinidt, Apotheker s50. v. GGock, Oberst 96. Schönbcrg, Gut 24 s 356. Schöning, die auf Lübtou? 230. —, Richard IBilhelm 273. Schulz, Herr auf Petershagen ss333) 273. v. Schwarzciifels, Tbarlotte, geb. v. Haustein (s. d.) 236. Gchwarzwasser, Gut >33 243 330. Gckwedcii, Aönig Rar! XII. s67 n. s. Schweidnitz, Belagerung von s7s. Scebarn, Gut 25 s 346. Scydcl, Trasnrus s54 u. 2. Skooters v. tLnekevoirr, s. unter v. Tnet'evoirt. v. Sicbcichaar, die Herren 236. Sicita, Aloster 3:nictus Lstbaiinas 2s)6. Silbcrbcrg, Herrschaft 222 239/9^- Soor, Schlacht bei s?O. Spandau s53. Sparr, General 99. Spruyt, Tharlcs. ss5 n. 3. Spph'ers, Jacob s23; dessen Gattin: Lysken, geb. Shooters v. Tnckevort s23.. Stabcnowcr Heide 2 s 9. van der Sccghcn, Dean s2s); dessen Gattin: Maria, geb. Lombaerts voi? Tirckevoert s29- v. Stein, Herr auf vietmannsdorf 256. Srellarr, 24onibold 296 297. Stcrb'er de DVolfeswag, Grafel, ss2. Dahrhdt.) 285. Stettin, Hacobskirche s75. Scorbeck, X. X. s50: dessen Gattin: lBitrve D^hann Dnekefordts s5O; deren Sohm Thomas A^uatius Franziskus s5l)/s. H37 - v. Gtraun, Familie 2?3. Straßhurgcr, Christians Gattin : Anna Tlisabeth, geb. Rranße l5H n. 2. Stricgau, Schlacht bei, f?V. v- Stuarts, Gberstlt. f6?. v. Stuheitherg. Graf Tannllo fH2; dessen Gattin: Gabriele, geb. Gräfin v. Alreunner-Lnekevoerth sH2. Suckow, Gnt s53. Gvoyslc, Gut 252. v. Gydow, Zllbert Aulins 233; dessen Gattin: Johanna Helene, geb. v. Tnekevort 235. - Georg Friedrich 23H; dessen Gattin - 2luguste Friedrike, geb. v. Tnekcvort 23H. -Georg Friedrich 22s n. 2 23H; dessen Gattin: Auguste Friedrike, geb. v. Tnckevort 22t n. 2 22H; deren Tochter: Bertha Adolsine Aaroline, x mit Albert Gust. Heinr. v. Tnckevort fs. d.) v. Szecheityi von Sarvär und Felsö-1?idek, Gräsin Zlgathe, x Gräfin v. B r eu n n e r - T n ek e v o c r t h (s. d. > Tappcrt, Frau Zäürgerineister 2s2 n. 2. TeiupUn, Stadtrat 255. Teudorffcr, Theodoricus 65 n. Theodorici, Tilemannus ?s 297. Thiede, Pfarrer zu vietmannsdorf 256. Thiltuan, Tasxars lllutter f5l n. 2. Toitgern 63. Torgau, Gefecht bei 9H. Tornow. Auchael 15l, — s)ohann's Frau f5l n. 2. Torstcnsoit, schwed. General 91 92 92 9^ 96- Torcosa 63. v. Trautcitau, Gräfin, x Gräfin v. Lainberg (s.d.) v. Treskow, poh. Tarl Sigismund 2f5; dessen Gattin: s)ulie Susanne, geb. s)ouannc 2f5; deren Tochter: Alane Susanite, x init Adalbert v. Tnckevort (s. d.) - H28 - v Treskorv, Karl Julius 2s5; dessen Gattin: Leontine Alexandrine, geb. v. Lnekevort 2s5. v. Tschan„ner Gsten nnd (Uuarit?, Freiherr, Gotthards dessen Gattun dlnna Marie, geb. v. Lnekevort 222. v. Tylll, Merner s23 22s). Ucdrcnkagen, Gut 232. Ungnad v. Wcissenwolf, Graf, Helmbard Tbristoph M; desseu Gattin: Franziska Benigna, geb. Gräfin v. Porzia M; dereu Tochter- Maria Iosepha, x Gräfin v. Luekevoert ;s. d.) Utcncrg, Jacob 75. Utrecht 6H 72 75 ss7. — Kirche Lt. Lervais i^2. r>. Urceitbovetl Doh. 7lnton Ferdinand Ludwig 236. — Georg 286. — Anton 236. — Karl 236. — Ludwig 236. — Friedrich 286 237. - Lmma, x Freifrau v. Gemmingen (s. d.) Heinrich Gottlob 22f) 236 287; dessen Gattun gchekla Maria, geb. v. Lteina u- L teinrnek 22s) 235; deren Tochter: Kornelia (Nelly) Frieda Lmma Agnes Thekla Jenny, x >nit Mrdolf v. Lnekevort (s. d.) Vcdcrs, Johanna, X »ut Lngelbert Lhooters v. Lncke vort s2-s-. vcghel, Herrschaft H3 s22 2^7. Vcrheyer, Akatthis Korneliß de, 2s) s2ch — Aiaria philibertha, geb. Lhooters v. Lnekevort 2s>. T>ictinannsdorf, Gut s62 255/6- 59inccnncs, Ltaatsgefängnis s)0. Vogelfang, Gut s63 s6Z s8s s32 s35 259—267- — Fideicommiß s86 ss>6 ss)2 ls)^ Z69—576- — Familienarchiv s) s6 22 27. Vorstius, Petrus, Mschof 2s)5. Wadcnsticrna, Assessor 26s. Wagcinann, A. A. a»s Silberberg (s350) 29O. v. Wahl, Feldzeugnunster 88 9i 92. Walrher, Johann, Rektor s56. Wangen, Reichsstadt 98. Wanka, General 92. Warst!,, Gut s86 220 22s 222 266 267 279 282. Wauverc, van den, Tlaire ss3 n. s. v. Wedel, Geschlecht 27^ 282 283 289 ^90. — Karl Heinrich s73 s33. Illelchior Heinrich 282. — RIelchior 282/3. Daniel Richard 232; dessen Witwe: Henriette, geb. v. Kroekow, wieder x v. d. IRosel 282. Rlelchior Rlagnus 283. Trust Friedrich 233; dessen Gattin: Agnes Luise, geb. v. 112edel 283; deren Sohn: — Trust Wilhelm 283. — Henriette Margarethe 233. ^ Conrad Ralzer 283. -- Friedrich Wilhelin sl.) 283. — Friedrich Wilhelm (II.) 233. - Gtto Achatz 283. - Trust Gtto 283. — Sebastian Georg 235. Karl Heinrich 268. — Vivienz 289; dessen Gattin: Katharina, geb. v. Waldow 239. — Rüdiger 239- — Gtto 236; dessen Gattin: Laura, geb. Schröder 236; deren Tochter: Glga Laura Henriette Gttonie Roberto, x mit Ferdinand v. Tnckevort (s. d.) Wcgencr, Wilhelin s8q. n. 2. Wrukhersrorff, Gut 25s 3H6. Wcißcnblirg b. Nürnberg, Relagernng von 96. Weißcnbrunn a. W., Rittergut 235. Wendt, Wilhelmine, vernntw. v. d. Osten, geb. v. bvintcr- feld (s. d.) 206 n. h v. Werdender g, Graf Johann Raptist 95 s33 350 3^.6; dessen Gattin: Tatharina, geb. Freiin v. Toronins39; deren Tochter Anna Kamilla, x Gräfin r>. Tnct'e- voert (s. d.) v. Werder, Trust 232; dessen Gattin: Frieda, geb. Gräfin v. ZZlumenthal 232; deren Tochter: Katharina, x mit Burghard v. Tnckevort (s. d.) v. Werth, Johann, Feldherr 83 ff. 96 99 Oh v. Wesen, Familie 230. Wcycl, Frau Kapitän s3s n. s. Wkltchead, John s^2; dessen Gattin: Agathe, geb. Gräsin v. Rreunner-Tnekevoerth s^2. v. Wi enöbcnvskl gen. v. Salzwedel, Traugott 225; dessen Gattin: Gertrud Johanna, geb. v. Tnekevort (s. d.) 225. — Hans 225; dessen Gattin: AI a r i e Flora, geb. v. Tneke- vort ss. d.) 225. Wilinina, Gefecht bei s70. Windorf, Gut 25l 3^6. v. Wintcrfeld, 2lrthur O7; dessen Gattin: Louise Ioh. Tharl., geb. v. Tnekevort ;9^- — August Georg Helmuth 206; dessen Gattin: Henriette, geb. v. Lnckevoert 206. — Karl Heinrich 206 n. H — Wilh. Georg Gustav 206 n. s. - Henriette Sophie, x v. Baerfelde 206 n. s. - Wilhelinine, verw. v. d. Osten, x Wen dt 206 n. h Wiseden 65. Wisinar, holländ. Ltn. 2s3 n. s. v. "Wolde, Otto Friedrich Wilhelm 283. Wrangcl, schwed. General 96 99 Os. v. Wulffcn, Familie s72. W - v. VPulsfcn, Karl Boritz 207; dessen Gattin: Charlotte Katharina, geschiedene r>. d. Marwitz (s. d.), geb. v. Gnekevort 2O6/7. — Alexander 273. VHulffradt, Azaron Karl Gustav 203 n. s. ^Vurheitorv, Gut 20F 23Y 275- Zander, Lorenz s^9 in s. v. Zastrow gen. v. Küssow, Herr (s83S) 23^. Zieraß, Bernhard s3s n. 2. Zieritz, Jeremias sZl). Zittau, Festung chz. Zwcttl, Kloster 133 329- ^2 - Für handschriftliche Notizen. Stammbaum nur nach Urkunden, Taufscheinen, Kirchenbüchern, Grabsteinen, Testamenten und Prozeßakten aufgestellt von Ntttwlplf von Eurktvonl', ZUajor und Kommandeur des f. Bataillons Infanterie- Regiments Herzog von Holstein (Holst.) Nr. 33. Rendsburg, im Januar (9^- Tafel I. Jean von Enckevoerc Herr von Besselaer n. Gordonck 1420, Kitter, Bürgermeister zu Uois-Ie-Vue, heir. Gertrude de Cuperc, crochter des Jean de Cupere, Herrn von Rcerrliet, Meerenburg, Herkenroy :c. und der Agnes d'Erpe, Erbtochtcr des Landes Iulicrs. I Wilhelm lebt in Maastricht und Mierlo 1464. I Wilhelm geb. 22. t- 1464 zu Mierlo, ch ig. >. 1554 zu Rom, 1522 Bischof zu Tortosa, 152z kardinal, P2y Bischof zu Utrecht, zszo salbte er Kaiser Karl V. zu Bologna; kauft die Herrschaft vegbcl. Elisabeth heir. Gorard Michielssen Eschevin zu Hcrzogenbusch 1557, oonsoiller dortselbst Gottfried I. ch 8. 7. 154z zu Antwerpen, heir. Agnes von Halmale, Ritter, Adelsstand, Wappenbesscrung, Frcisitzrecht für sich und seine sämtliche Deszendenz, ferner Palatinat und die Erlaubnis, sich de Enkefort zu nennen am 24. 2. pzo- Kauft Herrschaft Ranft und lebte auf dem Schlosse Gcvcnbergke am zs. s. ZSZ7. Eschevin von Antwerpen 1547, heir. Agnes de Halmale. l Maximilian Groszdechant und Kanonikus von St. Lambert zu Lüttich. 12 13 Jacqueline Gottfried II. nennt sich von Inkcsort, in Kriegsdiensten, ch <8. 8. 15Y8 zu Antwerpen, heir. Marie erbt die Herrschaft Ranft, Lombacrts. heir. Ritter Jan von Bershcm,ch 1585, Drossard der Stadt und des Landes Breda zu Antwerpen, er ist 155> Bürgermeister von Antwerpen. 14 Adrian in Kaiserlichen Diensten. Elisabeth heir. R. N. Brandts sie lebt noch 1550. 26 Wilhelm Kaiserl. Rittmeister im Herbersteinschen Kürassier-Regt. Kommt 161Y aus Niederlande nach Deutschland, ch 162; zu Altcnsteig, iin Kloster Zwetl in Unt.-Oesterreich begraben. Herr von Schwarzwasscr bei Diest, heir. Anna von Hoven aus Diest sie ch 1605 in Llltlich 27 Johann Rcrevenr in Herzogenbusch Mg u. I5g0, ivird evangelisch, geht nach Brandenburg a. H, wird Ratsherr und IDaffenhändler. 1622 ivird ihin daselbst das Haus geplündert (Kipper- und Wippevzcit). ch 1625 in der Palm-Woche, beerdigt zu St. Catharina in Brandenburg a. H., am Donnerstag Dominica Halmarum. (7. April). Seine Ivitwe heir. R. K. Ztorbcck. I 3S Johanna geb. I5yq zu Diest, ivird Aebtissin der Kanonesscn zum heiligen Grab zu Lüttich unter dem Namen Helena, erbaut das Kloster Sanctae Barbarae zu Diest, lebte noch 1652. 36 11. 11. Mädchen, starb als Kind. 37 Adrian geb. 2N. 8. zsoz zu Diest, Fcldmarschall und Reichsgras, 's 1665, heir. Anna Camilla Gräfin von Werdenderer oesterreichische linie. S. Lasel 11. 38 Daniel 39 Johannes getauft zu Brandenburg g. Oktober 1618, ch daselbst 15. Oktober 1618. bommersciie Linie. S. Lasel III. Michael ch 26. 4. zsso zu Lüttich, Crzkaplan, Archidiakon von Kempenland, Domherr zu Utrecht. 8 Agnes heir. Peter Mathies Shootcrs in Herzogenbusch, er ist 1557 und 1540 Cschcviu dortselbst, sie erbt von Cardinal Wilhelm v. C. die Herrschaft veghel. Wilhelm geb. in Hcrzogenbusch, 'ch 11 6. 1554 ebenda, Domherr zu Mecheln, Hcrzogenbusch u. Aachen (Marienkirche 1507) 10 Elisabeth heir. Jean Lombacrts, 152g Reccvcur, ch 15. 4. >555 in Hcrzogenbusch, sie lebt noch zzüs. II Jeanne heir. (lose p h Bio e y m a n. Kommen in Urkunden als Sbooters von Cnckcvoert vor. 16 perer Domherr zu Utrecht, lebt noch läöo. 17 Gottfried erbt die Herrschast veghel. -f ;2. s. 1608 zu Hcrzogenbusch. 18 Eysb'en ch 15. 12. 1625 zu Hcrzogenbuich, heir. Jakob Spykers, ch IS94 zu Herzogenbusch. 28 Engelbert Drossart u. Sekretär der Grafschaft Bockhove, ch 1684, beir. Rohanua vcders. 29 Barbara heir. am 6. 10. 1664 zu Bockhove Hcndrick Bcaunafort. 30 Zaligcr Tornelins Droszart der Grafschaft Lackhove. 31 Barbara Tkeresia lebte noch 1680, heir. I. Hendrick Roovers, Ingenieur zu Lüttich, 1' vor zssA, II. Hendrick Dirichs deHart zu Lüttich 1680 40 41 Maria Philiberca Peter heir. Mathys ch 5. 5. 1682. Cornelißen verhcyer. 42 Aima Tornel.a lebte noch 1680. Kommen in Urkunden als Lombacrts von Cnckcvoert vor. 19 Wilhelm ch 2Z. 4- 1556 ZU Lüttich, Archidiakon von Kempenland, Groszdechant zu Lüttich, ch 2p 4. 1556. 20 Gottfried ch 27. 2. Z5YZ, ZU Hcrzogenbusch, Herr von Ranst, Cschcvin von Herzogenbusch, heir. Catharina K. K. 21 Michael geb. zu Herzogenbusch, ch Z. 5. 1556 zu Lüttich. Archidiacon von Cam- pinien, probst am Stift zu Utrecht, Domherr und probst zu Lüttich, Dekan der St. Jeans-Kirche zu Herzogenbusch 4527. 22 Maria ch P58t ZU Möns, heir. Jan von der Steghen. von V44 —f588 aduzvin u. rsasvanr zu Hcrzogenbusch. 23 Jobaimes geb. zu Herzogenbusch. Geistlicher Domherr zu Herzogen- dusch, ch nach 1550. 24 Elisabeth ch 27. 12. 1600, heir. Henry Blocy- m a n, ch 15. 4. 1584, Präsident der Schöffen zu Herzogenbusch; Sohn von Joseph Bloeymans und Jeanne geb. v. Cnckevoirt (s. 0.) 25 Tatharina Beghuine des heil. Christopherus. 32 Tatharm a unverehelicht im Jahre 1617. 33 Leonard Jacob in Herzogenbusch, schreibt sich Inckesort. 34 Gottfried 16. 5. 1641 nennt er sich in einer Urkunde: Goyard Lombarts ab Cnckeroirl. 43 Elisabeth (Euyrd'en) getauft 2,. ,. 1612 in der St. Catharinen-Kirchc zu Herzogenbusch, heir. Daniel von Beughem, ch 1667 in Wesel. ' Oesterreichische Linie drr Gr Assen v. Enckcvornl'. Tafel II. Adrian Reichsgraf v. 'liinckevoerr — Tafel I, Z7 (S. 87ff, >zgi * Diest 20. August zsoz, 's ISSZ, Herr auf Gravenegg re., Raiserl. Generalfeldmarschall, X Wien 20. Mai >SZ5 mir Anna Ramilla Gräfin v. Werdenbcrg, a. d. Hause Gravenegg. Johann Ferdinand Franz Rcichsgraf v. iLnckcvoerr S. . mit Maria Franeisra Gräfin v. Hohenembs und Vaduz, (SSV, ch vor (70S. Noch 4 jung ch Söhne. 'Wentel Adrian Reicbsgraf v. ZlLnckcvoerc 7Z8 als ultiiuns liuens! Raiserl. Rämmerer, Wirkl. Geh.-Rat, niederösterrcichischer Rcginrentsrat re. X >. Februar >S°>3 init Maria Josepha Gräfin Ungnad v. Iveißenwolf, ^ ssr.s, 'f'lvien z. Mai (7-^z. 7 Rinder, darunter auch einige Söhne. Maria Gabriela zLlisabcch Iohan na Josepha * 2S. März >70S, ch vor dem Vater. Franziska Maria ^ 27os, ch vor dem Vater. Hannibal -Teopold Reichsgraf v. lEnckevocrc (S. Herr auf Resing und Braunsperg " . . . . (S . ., 's s-z. April Nl-tz Raiserl. Räinmerer und General- fcldivachtmeister, x z. Mai (70? niit Maria Aloysia Antonia Bonaventura Gräfin v. Lanrberg u. Grtencgg * Juli tsqo, 1' 2-z. Mai (7s-i. wiedervernt. 7. April (7>s >nit Carl Adolph Grafen v. Rappach. 10 Maria Claude I e> s c p h a ^ 7. Dezember >709, f jung. Rarl Joseph Reichsgraf v. Uinckcvocrc Raiserl. Vbristlicutenant, -f (erschlagen) in Ungarn >70s 6 ^Naria Antonia Francisca Reichs grafin v. tlLnckevoerr (S. z-zo) *...., ch .. . (7-zs, Fideikommißerbin von Gravenegg seit (7Z8, x . . . (7 . . init Johann Joseph Grafen v. Rotthal, R. R. Wirkl. Rännnercr. Maria Anna Theresia Reichsgrafin v. '^nckevocrc ^ (5. Gktobcr tK70, ch 2. Dezember >728, x l niit Joh. Atiton Grafen v. Goncin, , II. 2K. August >7l-z niit Ivolfgang Georg Leopold Grafen v. Zluerspcrg, Raiserl. Ivirkl. Rätnmerer, General- feldivachtmeister, 's öo. September >7p>. II Nearia Franziska Josepha Grafin v. Rorrhal vermählte Gräfin v. Breun er, ^ 2>. Februar (?>2, ch y. Januar (7ög, (7-zs Grbin des Fideikoiniitisses Gravcticgq. Die Grafen v. Breuncr-iLnckcvocrr auf Gravenegg. S. Seite >qg. Brandeulmrgisch -;wmmrrfche Linie Tafel III. drn Nfttliilic v. E n ck i v v n s. Daniel v, Enckcvorr — Tafel I Z8. (S. ,z,ff.) (Reichsadelstand cl. cl. ,6. Februar ,663, Kurbrandenburg. Anerkennung des Adels 624, -s daselbst 2s. Januar ,656, l > Eöln a. Spr. X II. nn Dezeurber ,662 mit Dorothea Magdalena Marschall v, herrcngosserstedt, verwitw. v. Kracht, 's Berlin November ,663. Johann Georg - Berlin ,3. April ,64z 's (erschossen) ebenda 7. August ,638. 3 Carharina Juliana ' Berlin 29. Aiärz ,644- -s daselbst 8 Februar ,647. 4 Ursula Margarethe ^ Berlin 7. Illärz ,643, ch daselbst Zt. Mai ,630. Daniel Friedrich v. Enckcvort (S. ,6,/2) Berlin ,0. Gktober ,646, -s . . . . ,7,3. Herr aus vietmannsdorf, Kurbrandetiburg. Hauptmann, x vietmannsdorf 2,. März ,68, mit Adelheid Sophie v. Arnim a. d. Hause Fredenwalde, 1' Z. Februar »707. ll Sara Hedwig » Berlin ,8. Juni ,648, 1' . . . . X ,8. Zlpril ,68V mit Gtto Friedrich von Ihlenfeld, Erbherrn auf Rehbcrg. Anna Sophia ' Berlin ,0. Februar ,630, F 6. Februar ,682, X ,0. April ,68, init Alexander Magnus von Arnim auf Fredcnwalde. 8 Juliane Margarethe ^ Berlin ,7. August ,63,, 's 2g. Februar Mb X 26. November Mo nnt d. Mecklenburg. Kapitän-Leutnant vincenz v. Aven Erbherrn auf Breitenfelde. g Gtto ' Berlin 2Z. April ,633, ch (erschlagen) zu Steglitz i. Uckermark z,. Dezember >672 als Student in Frankfurt a. G. 10 Catharina Elisabeth ^ Berlin 27. April ,6.34, f daselbst Dezember Mg. 11 ^ouisa Charlotte * Berlin s. Januar ,636, 's daselbst ,6. Dezember Ms. 12 13 Adelheid L>crndr Friedrich (I) * vietmannsdorf ^ tt ck e v 0 r t (S. ,67 ff.) 8. Februar ,682, « vietmannsdorf 26. September ,684, 's ... . ,736. vogelsang 9. März ,733, Herr auf vogelsang, Kgl. Schwedischer hauptniann, X Neuengrape 23. August ,7„ mit Helena Elisabeth v. Mepcr, * Neuengrape ,6. Gktober ,694, 's vogelsang 3. Mai ,733. 14 Juliane Sophia vietmatinsdorf 20. April ,687, ch daselbst 4. Februar ,639. 15 Alepander " vietmannsdorf „. Gktober ,689 -s daselbst 3. Januar ,69,. 16 Charlorre ^ vietmannsdorf 3,. Januar ,693, -s ... . ,769. 17 Daniel Nikolaus * Stettin Januar ,7,3 's daselbst !. Januar ,7,4. 18 Helena Elisabeth ^ Stettin 2. Januar ,7,4, 's daselbst ,73,. 19 Eleonore Adelheid ^ Stettin ,7,3, 's nach ,733. 20 Berndt Friedrich (II) v. Enckcvorr ,s. ,s9ff.) ^ Vogelfang ,7. März ,7,6, -s Berlin 30. Dezember ,790, Kgl. preutz. Hofgerichts- und Eonsistorialrat, später Gberst und Konunandeur des Berliner Kadettenhauses. X Halle ,74 mit Ester Judith PIanticr, Halle ,723, ff Berlin 20. April ,797. I 21 Ungetaufte Toehrer ,7,7, -s ,7,7 22 Ckristina Renata * ,7,8, ,4. September ,742. 23 Sophia Margaretha 5 März ,720, 's ,6. Juni ,733 zu vogelsang. 33 Christian ^Vilbel»! * Halle ,0. Januar ,732, 's daselbst „. Juni ,77,, Kgl. preutz. Leutnant. 34 Carl Friedrich * Halle 3. Dezember ,733, 's nach ,772 als Kgl. preutz. Leutnant. 35 Jacob Stephan * Halle 9. Januar ,759, ff vogelsang ,7. Juni ,832, Kgl. Preutz. Stabskapitän, (unverm.) 36 Catharina Anna Margaretha ^ 29. September ,762, 's sung. 37 38 Charlotte Johanna Caroline Eleonore Sophie Fricdrike * 3. Mai ,764, * Halle 2. August ,770, 's sung. -s vogelsang 27. Dezember ,832, x 22. November ,793 nnt Karl Friedrich Heinrich v. Enckcv 0 rt auf vogelsang. Siehe Kasel IV 4. 24 Johann Jacob * ,72,, s ,730. Carl Gottlob ,4. Gktober ,723. Siehe Kasel iv. Vogelsanger linie. 26 Pbilipp Vvilhclni * vogelsang 23. August ,722 's . . . ,730. 27 G u st a v Hein r i cb 5 vogelsang ,s. Gktober ,72s. Siehe Kasel v. Sarzer Urne. 28 Daniel Nikolaus * Vogelfang „. April ,72s, -s daselbst ,0. Juli ,774, Kgl. preutz. Gfsizier (u n v e r nr.) 29 Anna Charlotte ^ Vogelfang 2g. Gktober ,729, -s daselbst >7. November ,769. 30 Johann Philipp * vogelsang 2,. August ,7Zb s (gefallen» in der Schlacht bei Eollin ,8. Juni ,737 als Kgl. Preutz. Premier-Leutnant. 31 Gottbilf Christian lS. ,73! vogelsang 24. Mal ,73.. Siehe Kasel VII. 32 Tochter 's jung. Vogelfänger Zweig. Tafel IV. i CarlGottlob v. iL n ckevorr — Tafel 11125 (S. »8».) " vogelsang »4. Oktober »725, ch daselbst 2S. März »80s, Omni. Meal., Herr auf Vogel sang, X Sternhagen 20. Oktober »75K mit Dorothea Fricdrike v. Zlrnim a, d. Hause Sternhagen, ^ Sternhagen »725, ch vogelsang »5. März »809. Rar 0 linc Fricdrike Ellsabcrh * Vogelfang 5757, ch daselbst »759. Dorothea Sophie Christiana ^ vogelsang 24. Mai »759, 1' Horst Zo. Dezeitibcr »850, x I. Vogelfang 7. November »775 mit Bernd Gottlieb v. (knckevort auf Kurtoiv, ch Hohenzethen »5. März »785. iSiehe kasel v 2). II. Kürtom . . . . »7 . . mit August Friedrich Ludwig Meißner auf Thurow, ^ Mutzclbach 27. September »7S7, ch Horst 25. Dezember »8»4. Carl Friedrich Heinrich v. Enckcvort »s. »82—»84) ^ vogelsang »4. Februar »7S2, ch daselbst K. Mai »855, Herr auf vogelsang und Albrechtsdorf, X Berlin 22. November »795 mit Johanna Sofia Fricdrike Karoline v. Lnckevort, ^ Halle a. S. 2. August »770, ch vogelsang 27. Dezember »852. 'sSiehe kastl III Z8.) Rarolinc y?ofia Dorothea vogelsang 27. Oktober »795, ch Gartz a. PI. »o. Juli »86ö, X vogelsang 28. Mai »819 mit Heinrich v. Gnckevort auf Gartz und Ivarsin, ch Gartz »5. Mai »855. lSiehe Hasel vi 2.) 0 Carl Friedrich Bernhard * Vogelfang »4- Gktobcr »79s, ch daselbst »-». Dezember »79s. Ida Johanna * Vogelfang .... »807 ch Greifswald .... issZ, X vogelsang 28. Mai »327 mit Karl v. Lorswant auf Kuntzow und Plentin, ch Kuntzow .... »878. 8 Eduard Friedrich v. Enckcvort (S. »85/s) ^ vogelsang 27. September »808, ch daselbst »». Mai »83Z, Herr auf vogelsang, Albrcchtsdorf, Mönkeberg, Mitglied des Abgeordnetenhauses, Stifter des Fideikommißes vogelsang 0. g. X Stettin 25. Juni »857 mit Louise Alexandrine Balekc, ^ Stettin 20. Dezember »8»8, ch vogelsang 20. Mai »87ö. g Flora Ainanda °>° vogelsang »Z. Juli »8»2, ch Garz »'s. Juli »875, x vogelsang .... »857 mit Ferdinand Balckc auf Plagoiv. Z Töchter 2 Söhne tot geboren, bezw. bald nach der Geburt ch 17 Alice Louise Helene " Reth » S. Juni »8SS, x vogelsang 22. Januar »889 mit Burghard Freiherr,! r>. Kl ot- Trautvetter, Oberleutnanta.D. ch Kurtshagen 22. April »897. 10 Hedwig Louise Emma * vogelsang »s. April »8Z9, X vogelsang 27. September »858 mit Oswald Grafen v. Rittbcrg auf Balan rc. Geh. Regierungsrat und Landrat a. ?. 11 Adrian Bernd Friedrich »s. »89) * vogelsang »7. November »84a, ch daselbst 50. Dezember »898, Herr auf Albrechtsdorf, 2. Fideikommißhcrr auf vogelsang e. p. Prcuß. Referendar und Major d. Res. a. D. Mitglied d. Abgeordneten- u. Herrenhauses, x Anklain 5. August »3S5 mit Hildegard Martha Johanna v. Borcke a. d. Hause Heinrichshof, * daselbst 2-». Juni »845. 18 Eduard Rudolf Balduin * Albrechtsdorf 25. März »8S8, ch Swinemünde 5. August »8S8. Ig Hildegard Hedwig Elise Albrechtsdorf 5». Mai »SS9, X I. vogelsang 4. Oktober »889 uut Hans v. Gotsch, Oberleutnant sgcschieden »897) II. Berlin »s. März »9g» mit Regicrungs- und Forstrat Gerhard Grafen v. Rittberg. 20 Helene Hedwig Albrcchtsdorf >5. November »870, ß< I. vogelsang »5. März >392 mit Max Fr ei Herr n v. Puttkamer auf Zartcnthin lgeschiedcn »399) II. Berlin -».Juni »90» mit Trust v. Jagow, Gberpräsidentcn von Ivostprcußen. 21 Hedwig kNarie Fricdrike ^ Albrechtsdorf 25. Juni »875, X vogelsang »S. Oktober »89s mit Georg v. Brandis- Neuhaus auf Neuhaus, Kammerhcrrn und Landrat ch Wiesbaden 9. Dezember »90-». 22 Erika Rlara kNathilde * Albrcchtsdorf »5. Januar »877, X Vogelfang 2». Mai »89s mit Karl Ferd. Thpgo Wilhelm v. Levetzow, Rais. Kapitän z. See, ch Berlin 5. Oktober »90s. 12 Alk'recht Ferdinand Friedrich »s. »92) * vogelsang »8. Mai »842, ch Berlin »2. November »905, Herrauf Albrcchtsdorf und 5. Fideikommißhcrr auf vogelsang e. p., Major a. ?., X Leipzig 9. März »877 mit Klara Fö rst er, * Leipzig 50. Dezember >855. 23 Margarethe Anna Agnes * Albrcchtsdorf 8. Oktober »878, X vogelsang »». November »893 mit Angus v. Douglas, Leutnant, kommandiert zur Rais, deutschen Lotschaft in Ronstantinopel. 13 Balduin Rarl W-Iheln, * vogelsang 5. August »845, ch Karlsbad 2-». August »895, Major a. D. 14 IS Eduard Ludwig Julius ls. Hasel IV, z.Z 3 Gustav " (755, ch nach Z756 jung. D 0 r 0 c h e a Friederike Charlotte * Stettin 5z. Januar (755, -s Graswalde 5. Jan. z8z6, X l. hohenziethen 18. April ,769 mit dein Hauptmann Friedrich Mlhelm v. Bossel, II. hohen-Ziethen zz. Juli ,782 mit Karl v. Zlrnim, preußischen Präsidenten, ch Graswalde 28. November 1828. 1ö Sophie Friederike Christiane Adelheid ^ Kürtow 1777, ch vogelsang 5. November ,792. Gustav Heinrich von Enkevort (S. v.asel III, 27 und Seite 205 ff.) * vogelsang zs. Gktober z72S, ch hohen-Ziethen 18. November (807. Vizepräsident der pommerischen Regierung, Herr auf Dobberphul (seit i?5z), Garz a. pl.. plönzig und Rosenfeldo . (seit 1755), hohen-Ziethen, Marienwerder und Derzow (seit zrss), Ivuthenow, Kürtow und petcrshagen (seit ca. z8o»), x Stettin 25. November z75z mit Anna Sofia Kretzschmer, * Stettin 22. Gktober P54, ch hohen-Ziethen z2. Gktober z787. hohen-Ziethcner Zweig. 0 A it it a A lberrjIIe Christiane ^ Stettin 14. April (75s, 1' . . . (nach 1812), x hohen-,Ziethen 19. November i77z mit Gotthils Christian v. Enckevort auf Albrechtsdsrf ls. Hasel viii, ,.) Geschieden nach z?88. 16 Bernhard Heinrich (Seite 252) * Niepölzig . . . 1785, ch Bcrndshos 24. August (825, Herr auf Aürtow und Berndshof (seit stSoö), Leutnant a. D., x Pasewalk 25. April 1804 mit Philippine Antoinette Armbrecht, * Stettin 2S. Zlpril 1784, ch Berndshof 24. Zlugust 1850. Anna Henrietre Eleonore °>° . . . 24. März >758, ch . . . (nach^zsp) X I. hohen-Ziethen 2S. Gktober z?75 mit August Georg helmuth v. kvinterfeld aus Schönfeld, Freienstcin, hauptuianu a. ?., ch Freienstcin z8. Jan. zsna. II. . . . zs. August zsttz uiit Taspar Heinrich Friedrich v. Mellenthin aus kvoltcrsdorf, hauptuianu a. D., 'b Stargard i. P. z5. April z82s (geschieden). Friedrich * I7S9, ch jung. 8 Georg Hcinri ch Stettin 5. Juli z7So. Garzcr 0 iv e i g ls. Hasel vi.) Charlocce Carha- rina Dorothea * Stettin 2z. November zrs-z, ch Derzoiv 25. September 1824, Herrin auf Derzow, x 1. hohen-Ziethen ... >7 .. mit Friedrich Luoivig v. der Marwitz auf Zernickow, ch Berlin 50. Mai (804 (geschieden) ll. Berlin 28. März (785 mit Aar! klkoritz von Ivulffen, Major a. D., ch Berlin 2z. Dezember z82S (geschieden z8zs). 10 Iv ilheI in i n e Sophie ^ Lippehne 8. Juni z7SS, ch . . . (nach z8zö) X hohen-Ziethen zz. Juli >782 mit Friedrich Ivilhelm v. Arniui aus Gicrswalde und Jagow, hauptuianu a. ?. (ch vor z8zs>. 11 Ernestine Helene Ulrike ^ hohen-Ziethen 27. Septeniber 17K9, ch Stettin 2z. Dezember 1798, X hohen-Ziethen 2s. August z?85 mit Georg Friedrich v. Eielstädt auf Tantow u. Radekow, Regierungspräsidenten in Stettin, ch Tantow 7. Dezember 1807. I 0 h anna Sophie * hohen-Ziethen 12. Januar (770, 1 Königsberg i. N. 9. September (805, -< hohen-Ziethen z. September 1788 uiit Henning Friedrich v. der Gsten auf Klopin und Rohrbeck, hauptniann a. ?., ch Königsberg l. N. Zz. Juli I3zv. M R ar 0 l 1 n e Elisabeth * hohen-Ziethen 18. Juli 1775, ch Llumberg 2ch. Gktober P97, X hohen-Ziethen s. Gktober 1795 mit Karl Heinrich v. der (listen auf Blumberg rc., Hauptmann a. ?., ch Blumberg 29. März 1849. 14 7^arl Ivildeliii Christian 805, ^ hohen-Ziethen 12. April z807, ch daselbst 4. Juli ch Birkholz zs. Mai 1890, 1808. Herr auf hohen Ziethen, Stationsvorsteher zu Frankfurt a. G, X Frankfurt a. G. zs. Februar Z848 mit Maria Tecilic v. PIessen, * Flotow s. Gktober z8ll, ch Frankfurt a. G. 2s. Mai z3S4. Ig Heinicire Itilianc Caccilic ?lngclika " hohen-Ziethen zs. Juni 1809, ch Töplitz 1848 im Sommer, x . . . 1828 mit Eurt Magnus v. Guilifeld auf hohen-Ziethen, ch daselbst 5. März 1387. L0 IIeronika Cecilic * hohen Ziethen 28. September znzn, ch Ivarnitz 2z. August z»9i>, X hohen Ziethen . . . >350 mit Julius v. der Gsten auf Ivarnit und Ivartenberg, ch Ivarnitz 50. November z895. Rarl Bernhard Heinrich Gustav * Berndshof 12. Dezember 1804, 4 Stettin 18. November z875, Geheimer Justiz-Rat, X ... 5. Januar 1841 mit Marie Gräfin v. Lüttichau, "... zä. Januar z8zs, ch lviesbaden 29. Januar 1885 (geschieden). Richard Heinrich * Stettin 22. Gktober 1841, ch daselbst zZ. August z842. Julius Adolf Berndshof 2. April z807, Pasewalk 25. März z870 Herr auf Berndshof (bis 1856), Major a. D., (unverm.) L.9 Gcrilie Alivine Berndshof zs. März z808, ch zu Ebcrswalde 2. Dezember 1890, x Berndshof 2c>. November >850 mit Ernst Grafen v. Eickstedt - PeterswaIdt auf Rothen-Klcnipenow, ch Stettin 25. März (880. 34 Heloise Colestine Agnes * Berndshof z. Februar zsw, daselbst 25. Febr 1850. Adalbert Hugo 5 Bcrndshos 8. März zsz?, ch Bcnlin 18. November 1885, Herr auf Neuhaus, Gberst a. D., X Friedrichsfelde 22. Gkt. >854 mit Marie Susanne v. Treskow a. d. Hause Friedrichsfelde, * Berlin (2. April zsz4, ch Neuhaus 19. Juni 1879, (kinderlos.) L6 Econtinc Alepandtlnc * Berndshof zz. Mai z8>s, ch Berlin 28. Dez. z875, X Berndshof (5. September 184z mit Karl Julius v. Treskow auf Grocholin. ') > a r l e Adolfiue ^ Berndshof 22. März (819, ch Potsdam 5. März 1892, X Berndshof 2. Juni 1845 mit Joh. Karl Ernst Ludwig v. Roehl, Generalleutnant z. D.. ch Berlin zo. Februar 1885. 28 Bernhard Heinrich Bcrndshos 2z. April z826, ch daselbst 12. Gktober 1827. 2S Tochter 30 Ida Angelika Zwillinge Bunzlau 2. Dezember 1848 das. Dezember ,848. p das. ,2. März IS49- 31 kNaria Elisabeth Frankfurt a. G. 20. Gktober 1851, X l. Friedeberg 18. März >879 mit Franz v. La ngen n-Stei n ke l l er, Major a. D., ch Pulbus 5. Februar >885, II. Friedcbcrg 29. Juni z88b mit Ernst v. Lan gen n-Stei n kel ler, Majoratsherrn auf Birkholz und Schönseld. Garzer Zwng. Tafel VI. Georg Heiirich v. E n ck c v o r r (Tafel V,I s und Leite 219 ff. > ^ Stettin 5. Juli >76»; ch Garz a. PI. 6. Oktober >798, Herr auf Grünrade, Pctershagen, Liebenfelde, Garz a. PI., Plöntzig und Rosenfelde. Ritterschaftsrat; x lvuthenow .... >7S8 mit Karoline v. Knobelsdorfs a. d. pause Ivutheiioiv, ^ daselbst t. November >772, 's Berlin 5. Februar 1357 (als wie der verm. I. v. der Osten, II. v. PI essen.) LS B c r it hard Albert Hein- ricb Gunther * Sassenburg 14. Juli >886. 26 Gökar Hel- murh Heinrich Albert * Garz 4. September MS. Gruft lVilhelm 'Rarl Heinrich (S. 220) Liebenfelde 2s. März >789, ch Berlin >5. Mai >355, Herr auf Garz, lvarsin, plönzig und Friedrichshof, Landschaftsdcputierter; X Bogelsang 28. Mai >8>9 mit Karoline v. Tnckcvort a. d. pause vogelsang ss. lsclftl IV, Z.l * daselbst 27. Oktober 179s, 1' Garz >o. Juli >366. 3 E r it e ftine Henrjctt e Caroline Grünrade zu. September >790, ch . . . . 18 . . X Grünrade .... 18 . . mit Kommissionsrat Carl Johann Icntsch auf plönzig, ch Grllnrade 26. Januar >g52. 4 Rar 0 ljne IVilhelmine ° Grünrade 9. Dezember >791, Grünrade 9. Dezember . ch Berlin 4. Februar >365 x Grünrade . . . . >8 . mit . . . v. INünchow auf Batzdorf, Pauplmann 1' 19. November >342. a. ?.. A u guste Fricdrikc " lvarsin 7. März 179Z, ch daselbst 5. Februar >369; x Flatow 14. Mai 18>6 mit Friedrich v. Sydow, Oberst a. D., ch 25. März 1SZ9. Alhert Gustav Heinrich (S. 220/11 * vogelsang zu. April >320, -f lvarsln 5>. Januar 1889, Herr auf Ivarsin, Zassenburg und Rossow; X Frankfurt a. O. 2. November MS init Bertha v. Spdow, ^ Frankfurt a. O. Zc>. September 18Z1, ch lvarsin 18. Juli i88>. 8 CaeciIic Caroline °>° Garz 12 . Februar 1822, ch daselbst 1. April 1822. 9 Rarl Bernhard Hugo * vogelsang 11. August 1825, ch daselbst 7. Oktober >850. 10 Emil Herinann ,S. 225> - Garz 24. Oktober 1824, f daselbst >7. November issa, Rittineister der Landivchr, bewirtschaftete Garz; x Stettin 5. Juli Ms mit Johanna Flora Balcke, * Berlin S. September 18Z8. II Victor H e l n» u r h (S. 22k ff. > * Garz F. Oktober 1825. ll. Lasel vii, i.) IL II a Ieri a Adelheid ^ Garz 51. Januar 1827, F Berlin 22. Dezember 1894. 13 Florenrin H u g c> ^ Garz 51. Januar >852, ch daselbst K. cvktober >852. 14 0 h a n n a Helena " Garz 22. November 18Z5; X Garz is. April >855 mit Julius v. Sydow, Sachs.-Altenb. hosiiiarschall, preuß. Oberstleutnant. IS Eaura Dorothea lllavia ' Garz 14. Dezember >858; X l. Garz 50. September 18Z7 mit Albert v. Tran ach, Hauptmann im Inf.-Regt. No. 15, ch igefallen) Düppel >8. April >864. II. Berlin >. April >870 mit Adolf Rudioff, Oberamtsrichter, ch Hannover >s. Juli >889. 17 Heinrich 'Rarl Alhert (S. 222) ^ lvarsin Z>. Juli 18S4, Herr auf Garz u. lvarsin und Herrschaft Silberbcrg, Rittmeister d. Res.; X Safsenburg 26. Juiii >885 mit Margarethe v. Tncke- vort, ^ Groß Tromp 1- Dezember >858. lLasel vii, 4.) 18 Hugo Ernst Alhert >s. 225) ^ lvarsin is. August >858, Herr auf Sassenburg und Rossow, Rittmeister d. Res.; x Dierkow 9. Dezember >886 mit Tditha Marie v. Klilzing, ^ Dieckow S. Februar 1367. IS Bertha Elsheth ^ Berlin 20. Oktober 1S6K; x Berlin 29 September >390 mit Konrad Grafen v. Moltke, preuß. lllasor. 20 Gert r u d Johanna * Garz 7. Juli Mg; X Berlin >n. Februar 1885 mil Traugott v. lvienskowski gen. v. Salz wedel Reg.-Laurat. LI lliarie Flora Garz 27. April >861; x Berlin 5a. April >887 mit Major Hans v. lv iens k 0 w s k i gen. v. Salzwedcl. 22 Barni in Ferdinand Garz fs. November >865, Rittmeister a. D., Herr auf Garz; X B reitenftei» >0. Februar >896 mit Katharina Fleischer, * Lreilenstein .... 18 . . 23 Gerhard Emil * Garz >5. August >368, Rittmeister u. Tskadronchef im Dragoner-Rgt. No. >2; X Thorn 16. April >901 mit Gertrud v. Zlmann, * Potsdam so. August >379. Alhcrc Heinri ch Bodo Ederhard * lvarsin 6. November 1889. 28 1llri ck Joachim Ernst lvarsin lltärz >397. 29 Siegfried Hugo Alherr ischrecht ^ Sassenburg 29. August 1887. 30 Giesel a lllaric Bertha " Safsenburg 21. Juli >888, ch daselbst 4. Oktober 1902. 31 ll t a r g a r c c h c Edirha " Sasse»bürg 27. Dczeiiiber >889. 32 V? adin e lllaiic Elisabeth " Sassciiburg . Februar >896 33 G ü n t k e r Hugo Ernst Adalhert * Sassenburg 6. August >892. 34 I r m gard Filarie Helena ^ Sasienburg 5. Noveinbcr >394. 3S 1V e r n e r Hugo lVolfgang ^ Sassenburg 1,. März I897. 36 Dorothea Elsa Üucic Sassenburg 11. März 1897 IZwillingi ch daselbst 14. August 1897. 37 llI a r i a Ester Helena ^ Sasseiiburg 27. Dezeiiiber 1893. 38 Ursula Evita Ellliior Sassenburg >4. Juni >905. t) Gustav Adolf (S. 254) * petershagen 7. Februar >796, ch Potsdam 10. Dezeiiiber >359, Hauptmann im 1. Garde-Rgt. z. Fuß; x Potsdam 17. November ,825 mit Louison v. Schlabrendorf, * 8 Februar 1800, ch Potsdam 25. Februar 1827. 16 Gustav Adolf lvilhelm Ferdinand (S. 255) ^ Potsdam 17. September Mk, ch Tins 9. Juni >379, Oberstleutnant und Bezirks- kommandeur; X Berlin ><>. lllai >349 init 6)Iga v. lvedel, Kelberg >i>. September >828, ch daselbst 9. Juni >881, tgeschieden >872.) 24 Hedivig ^oiilson Adolfine ^aura Grronie Emmeline " Potsdam 5. Mai >851 X Berlin 50. März >889 mit Rittmeister Paul v. Blücher, ch prenzlau 15. cvktober 1900. 39 Bernd F riedri ch Alhrccht ^ Garz a. PI. ;7. November 1896. 40 Erik a Johanna lllaric ^ Garz a. pl. 8. August 1899. Tafel VII. i Victor Hellmuth v. Enckvort (S. (Lasel VI, » und Seite 226 ff.) Garz (Ar. Pyritz) >7. Gktober >825, F Ivarsin >2. Januar >396, Herr auf Groß-Tromp, dann Schloß Hochwasser, dann Kassigkehmcn (seit >86-» X Schünow s. September >355 mit Bertha v. der Gsten a. d. Hause Sc hönow, * daselbst 2S. März >857, f Berlin is. August >890. Elisabeth * Gr.-Tromp 4. Juli >856, 's daselbst 9. Januar >857. Hellmuth Rudolf Milhelm Heinrich * Schönow >8. Juli ,857, ff Berlin 25. August >375. Margarethe Milhelminc Bertha Ferdinande ^ Groß-Tromp >. Dez. >858, X Sasscnburg 26. Juni >885 mit Heinrich r. Encke- vort aus IDarsin. ls. Hisel vi. i7.s Heinrich Rudolf (Seite 223) * Gro ß-dro mp >c>. Dez. >359, Gberstleutnant z. D., Sachsen-INeiningischer Kammerhcrr, x Almerswind >8. Sept. >884 mit Betty von Utten- hoven, * (Loburg >U. Februar >864, Herrin auf Almerswind. 17 Grco Hcinricli Friedrich Rarl Giscbrccht ^ Illeiningen 25. August >385, Leutnant im Dragoner-Rgt. Br. 5. 18 Margarethe Thekla Emma Niarie Clotilde * Hersfeld 5. Dezember >837. IS Thekla Bertha Elisabeth Julie Johanna * Illeiningen 23. Bovember >391. (i Ferdinand * Groß-Tromp 5. März >8S>, -h daselbst 9. August >86>. Agnes ^ Groß-Tromp >. Juli >8S2, 's Sasscnburg ». INai >88>. 20 Eberhard Albrcchr Hellmuth ^ Breslau >4. Juni >890. Heinrich Milhelm Julius ^ Groß-(Lromp >5. Gktober >865, Hauptmann und Kompagniechef im Jnf.-Aegt. 11r. 84, x Gberglauche ,2. Juni >389 mit Dora v. Kessel a. d. h. Gberglauche, * daselbst >7. INärz >867. 2l A n 11 a Bertha Hertha Elisabeth * Breslau >9. Gktob. >392. 22 Hell m u t h Rurr Albrccht Schweidnitz 5. Juli >397. II g Bcrrka Clara " Kassig- kehmen Juni >855. 10 Friedrich Rarl ^ Kassigkehmen 6 Januar >867, Landwirt in Amerika, x mit Dora Amalie Friederike Beseler, ^ Ivelfore (Texas) 28. Juni >872. 11 Felix * Kassigkehmen 2?. INai >858, s Königsberg i. Pr. 6. INai >369. 12 Flora Valeria ^ Königsberg i. Pr. 2> . Sept. >869, ff daselbst >870. 23 He II m uth Viktor ^ Seguin i Texas) 5. Bovember >898. 24 L.ily Gerda * Seguin 20. Januar >9»>. 13 Albert Hugo ErHardt ^ Berlin 5. INai >87>, Großkausniann, X Hamburg 2-1. August >897 mit Edith höre of Pole höre, ' Sidney 9. April >875, (geschieden tz)v8>. 25 Elsa Margarethe " Grab < Texas) >n. August >9»5. 26 Sohn ^ Haniburg 22. Juni >893, F daselbst 55. Juli >898. 27 Vikt 0 r Edruard Adalbert Milhelm ^ Haniburg 8. Sept. >399. 14 Burghard Cco * Berlin 2>. Juli >875, Bbcrleutnant im Gren.-Rgt. (2. Schief.) Br. », xGörlitz 6. April >904 mit Katharina v. Iverder, Groß>Gullowp >9- J"»i >875. 28 Edith Clara Margarethe Agnes * Haniburg 22. Juni >905. 29 Burghard Julius Alexander Maldemar Gunther * Potsdam 2. Juli >9875, X Hansdorf 20. September >895 mit Gotthard Frei h e rrn v. Tschammer Bsten und (huaritz aus Lohnig. 16 Frieda Edicha Margarethe Clara * Sassenburg >5. Juni >879, X Ivarsin 5. Bo- veniber >904 mit Georg v. Kandow auf Tollni. Tafel VIII. Gorthilf Christian v. Enckcvorc (S. Tafel ill, Zt und Seite t?5.) " Vogelfang 2-y Mai t?Zö, F Beinitz , , . I7gu, Herr auf Albrechtsdorf, dann auf Nemitz, x Höhen-Ziethen zg. Noveinber z77z mit Albertine Anna Christiane r. Cnckevort, ^ Stettin t't- April zr-zs, F (»ach Z8l2) .... geschieden, ss. ilafel V. 5.1 Henriette Sophie Friedrid'c Eleonore - Höhen-Ziethen g. Norember Z77S, t8 . ., X Höhen-Ziethen Z5. Februar z80-> mit Haupttnann Friedrich v. Borcke-Itankelfiez auf Lüstcbur. A ll' crrine Charlotte Chrisriaitc ^ Hoheu-Ziethcn zs. Gktober Z778, F vogelsang zs. Vkl. Z77g. Gocchilf Gustav * Höhen-Ziethen 27. Dezember t?7g, ch 2-t. Juli Z738. Eleonore Adelheid ^ Höhen-Ziethen 2. Juni Z73Z, ch lnach Z8^) ..... x Höhen-Ziethen p. August Z80Z mit Wilhelm Heinrich Hermann Freiherrn r. Heyking, Lieutenant a. zu Popragen (Curlandl. ö ^Vilhclininc Caroline " Höhen-Ziethen Z2. Januar Z78S, f ^ . . tnach t8t-t), X Höh en-Ziethen 8. Dezember Z802 init Bberst a. ?. Friedrich Freiherrn v. Biilow, f- Berlin g. Mai t8K5. WMimllMlM von PH. Wclfinrhthvli >) Tafel IX. Hermann Mcyer Bürgermeister zu Gsnabrück X Anna Eatharina von Borge, Gallus Meyer Kauf- und Handelsmann 1' >585 X Ursula Pipers Johann Meyer * 6, November >582, st 5>, August >6Z7, fürstl, Pommcrschcr Geh, Bat, Kanzler n, Landsyndikus, Georg Schwarzerd Zvaffenschmicd zu Bretten. Philipp Mclanchrhon Or, DlmnI, Professor zu Mittenberg, ^ zu Breiten >6, Februar >->97, st zu Mittenberg >y. April >560, X >S2550 mit Taspar Peucer landgräfl, hessischer Geheimer Rat, Professor der Mathematik und Medizin, * Bautzen s. Januar >525, st Dessau 2s. September >602, Anna peucer X Zoachim Eger Or, u, Professor ntriusgue .iuris zu Mittenberg, . Carharina Egcr Anna Eger X Valentin Helffrich Johann Philipp von Meyer (geadelt von Ferdinand Iii, >1, ci, Regensburg 2>, März >655)'') Erbherr auf Neuengrape, Neuensund und Blunienhagen, ^ >6>5, st >630, X Anna Sophia ll. 0 II II en bind e r. Johann bAicolaus von Nccycr Erbherr auf Neuengrape rc,, >5, Juli >657, st 2>, Febr. >702 x Margaretha Eatharina Gerst mann Tochter des Konsuls G, zu Stettin und der geb. Tonnenbinder. Helene Elisabeth v. Meyer Carl Vncolaus v, '.Neyer * >6g->, st >755, st 20. Juni >722 Bernd Friedrich v, Enekevort als ultimus stirpis, aur vogelsang Leutnant im Lebenschen Regiment, (f. Seite 67 n 2. Griginaldiplom im Archiv zu vogelsang. Das verliehene Mappen: in Blau ein Rosenstrauch mit 5 roten Rosen, welche 2 Schlangen mit gegeneinander gerichteten Köpfen umwinden, Helm mit blau-roten Helmdccken: Zwei blau über rot geteilte Flügel, dazwischen der Rosenstrauch wie im Schilde, Tafel X. Georg Heinrich von Enckevort (S. 2(9) auf Licbenfelde u, Grünrade, Ritterschaftsrat, * s. Juli (760 zu Stettin, ch 6. Gkt. (798. zu Griinradc. Caroline Rarl von Friedrich Rnobcls- Hcinr. von dorff E n ck c v 0 r t " (. Nov. (772 (S. (82> zu lvuthenow, auf vogelsang x daselbst (788, u. Albrechtsdorf, -f Z. Febr. (327 ^ i-p. Februar (762 zu Berlin, zu vogelsang, wieder x von f- das. 6. Mai (8ZS. der Osten, dann von Plessen. Iohanna Caroline Sophie Friederike geb. von E n ck e v o r t (S. (72) * 2. Aug. (770 zu Halle, X 22. Nov. (792, zu Berlin, ch 27. Dez. (822 zu Bogelsang. Albrcchr Friede. von Gydorv auf herrcndorf i. d. Neumark, k. preuß. Major a. D., ^ (7(0 zu Bernikow, ch (-(. Juni i7gt zu Soldin. Ukaric Georg Caroline Georg Caroline Rar! Friede. Anroinerre Heinrich von Heinrich von Heinrich von von Rnobels- von Riebelsvon M ü tt ch 0 tv E n ck e v 0 r t dorff Enckevort dorfs Enckevort a. d. Hause iS. 2(9) * (. Nov. (772 (S. 2(9) * (. Nov. (772 (S. (82) herrcndorf, auf Liebcnfclde zu lvuthenow, auf Liebcnfclde ZU lvuthenow, auf Bogelsang * . . . (7 . ., u. Grünrade, X das. (788, u. Grünrade, X das. (788, u. Albrechtsdorf, X 22. April (726, Ritterschaftsrat, ch 2. Febr. (8Z7 Ritterschaftsrat, ch 2. Febr. (827 * (-(. Februar (762 ch z. Sept. (78(. * 2. Juli (760, zu Berlin, * 2. Juli (760 zu Berlin, zu Bogelsang, zu Stettin, wieder x von zu Stettin, wieder x von ch das. 6. Mai ch 6. Oktober (798 der Osten. ch 6. Oktober (793 der Osten, (822. zu Grünrade. dann zu Grünrade. dann von plessen. von Plessen. Johanna Caroline Sophie Friederike geh. von Enckevort (S. (72) * 2. August (770 ZU Halle, X 22. Nov. (79-2, zu Berlin, ch 27. Dez. (822 zu Bogelsang. '.,ennlng Friedrich vonder(>dsten (S. 207) auf Aloxin, K. preuß. Haupt- mann a. ?., * ((. Rovembcr (728 zu penkun, 1' 2(. Juli (8(0 Z» Königsberg i. N. I o h anna S o p h i a v o i, E it ck c v o r e sS. 207) ^ (2. Januar (770 zu hohen-Ziethe», x ((. Sept. (788 zu holzen Ziethen, ch 6. Sept (802 zu Königsberg i. N. Hans Georg Ferdinand von der G st c n auf lvarnitz, k. preuß/ Hauptmann, * 2. Februar (763, ch (8. Seplbr. (807. Carol. Grnest URlb. von ^Vinter seid * 28. Juli (778, X (4. lllärz (802 1' 24. Dez. (829 zu lvarnitz. Ernst bVllhclm Rarl Heinrich von Enckevort (S. 220) auf Garz und lvarsin, ^ 28. Mai (789 zu Garz, ch das. (2. Mai (822. Caroline Sophie von Enckevort (S. (34) '7. Oktober (792 zu Bogelsang, X das. 23. Mai (819, ch (0. Juli (866 zu Garz. Georg Friedrich von Sydorv (S. 224) k. preuß. Gberst a. ?., 22. Februar (774 zu herrcndorf, ch 22. März (829. Augtlstc Friederike von Enckevort 8(6 zu Flatow ch s. Febr. (869 zu lvarsin. Ernst FBilhelin Rar! Hcinr. von Enckevort 8(9, ch (0. Juli (866 zu Garz. Rudolph Julius von der Gsten auf Schönow, k. preuß. Land und Landschafts-Rat, Thren-R. d. Ioh.-(!lrdcns, 24. März (8v(, ch 20. Ron. (86( zu Schönow. Couise bBilh. Ferdinande von der Gsten * 2». August (807, X (0. Oktober tS27, ch 27. August (884. Albcrc Gustav Heinrich von Enckevort (S. 220) auf lvarsin, Sassenburg und Rossow in Ponnnern, königl. preuß. Rittmeister a. D., " t. April (820 zu vogelsang, ch Zp Januar (839 zu lvarsin. Bertha Adolphinc Carol. von Sydorv 822, ch (6. August (390 zu Berlin. Heinrich Rarl Alberr von Enckevort sS. 222) auf IBarsni in Pommern, Silberberg :e., Landschaftsrat, königl. preuß. Rittmeister a. D., (zuletzt im Kürassier-Regiment von Seydlitz (Magdeb.) Rr. ^ Zz. Juli Z8Z-P zu lBarsin. h, kNargarerhe ^Vilh. Fercha Ferdinande voii Enckevort (S. 223) * p Dez. t8S3 zu Groß-Tromp, x 2s. Juni 188Z zu Sassenburg. Vernhard Albert Heinrich Gunther ^ t8Y7 zu lvarsin. Tafel XI. Georg Heinrich von Enckevort (S, 2191 auf Liebenfelde und Grünrade, Ritterschaftsrat, * zu Stettin 5. Juli pso, ch zu Griinrade s. (Oktober 1798. Caroline von Rnobelsdorff ^ 1- Nov. >772 ZU Wuthenau?, X das. . . . 1788, 's z. Februar 1827 zu Berlin, wieder x von der (!) sten, zuletztxvonpl essen Rarl Friedr. Hcinr. von Enckevort lS. 182) auf Bogclsang und Albrcchtsdorf, * 1-1. Februar PS2 zu Bogelsang, ch das. s. Mai isz .2. Joh. Car. Sophie Fried. von Enckc v o r c (S. >7Z) ^ 2. Zlug. 1770 zu Halle, X das. 22. Nov. 1792, f 27. Dez. 1852 zu Bogelsang. Henning Friedrich von der Gstcn IS. 20?) auf Kloxien, k. preuß. Hauptmann a. D., 11. Nov. 17Z8 zu Ponkun, -f .?1. Juli 1810 zu Königsberg i. N. Ioha n n a Sophia v. Enckevort (S. 207) * ZU hohen-Ziethen 12. Januar 1770, xzu hohen-Ziethen 11. September i?ss, ch zu Königsberg i. N. is. September 180Z. Hans Georg Ferdinand von der Gsten auf Warnitz, k. preuß. Hauptmann, * z. Februar 17S8, ch 18. Septbr. 1807. Carol. Erncst. Wich, von Winrcrfcld ^ 28. Juli 1778, X ,-1. März 1802, f 2-1. Dezember 18.29 zu Warnitz. Johann Anron Ferdinand ^udrvig von Urren Hoven herz. Sachs. Kammerherr, Kammerpräsident, Geheimer Rat, Herr auf Augustenthal und Almerswind, * s. Dezember p-10, zu Schwarzwald, ch 1. Februar ittzö zu Meiningen. Juliane Friederike Wil- helminc Frciin von Bibra ^ S. Juni (7-17, X . . . 17 . . 1- . . . Rarl Friedrich R -Freiherr von Bibra auf höchheim, Fiirstl. Hohenlohe- kvaldenburgischcr Kammerdirektor, * s. Mai 17S-1 zu höchheim, ch 11. April 18 .22. Christiane Henriette Amalie von weidcnb ach ^ 13. Febr. >780, X zu Gera 11. April i?9?, f 18. Nov. MS. Carl August Wilhelm Lmdivig von Steinau gen. Steinrück, Forstmeister und Regierungsrat auf Weißenbrunn, * . . . 1772, ch s. Dezember 1809 zu Probstzella. Christiane R.-Freiiu von Bibra * . . . 1777, X . . . 1301. ch 18. Dez. 18Z9 zu Weißenbrunn, wieder x Hauptmann v. Alünch. August Ernst Freih. von Lichtenberg * 17. Febr. P7-1 z» Vippachedelhausen, 's 20. Juli 182-1 zu Loburg, auf Nieder- Füllbach, herz. Sachs.-Weim. Hofjunker. Charlotte Louise von Berlepsch * 1. (Oktober 1780 zu Ratzcburg, X . . . 1798, ch 12. Januar >328 zu Nürnberg. Ernst Wilhelm Rarl Heinrich von Enckevort (S. 220) auf Garz und Warsin, * 28. Mai 1789 zu Garz, ch daselbst 12. Mai 185Z. Rarolinc Sophie von Enckevort (S. M) * 27. Oktober 1792 zu vogelsang, x das. 28. Mai I819, ch 10. Juli I8SS zu Garz. Rudolph Julius von der Gstcn auf Schönow, K. preuß. Land- und Landschafts-Rat, Lhren-R. d. Joh.-Ordens, ^ 2-1. Z. 1801, p 20. Nov. I8S1 zu Schönow. Louise Wilh. Ferdinande von der Gstcn ^ 20. August 1807 ZU kvarnitz, x 10. (Oktober 1827, ch 27. August 188-1 zu Moabit. Friedrich ^udlvig von UttcnHoven Br. juris., herz. Sachs, hildbnrgh. w. Geh. Rat u. KonsistoriaODircklor, * . . . 178S, 's' 28. Okt. 18-11- Amalia Johanna R.-Frcnn von Bibra 9. Juni 1800 zu hildburghausen, x 1. (Oktober >321, ch 19. Aug. 1860 zu (Obersteinach. Gtto von Steinau gen. Steinrück (Oberstleutnant u. Sächs. Kammerherr, Herr auf Weißcnbrnnn a. W. ^ 12. 2. >802 zu Probstzella, ch 12. 1. 1872 zu Loburg. Emmeline Heliodore Caroline Agnes Dorothea Auguste Eugrnilc Fr ciin von Lichtenberg ^ IS. 9. ISP Hanau, x 2. 2. 18.22 zu Loburg, f 12. 11. >87s Saalfeld a. S. Victor Hellmuth von Enckevort (S. 22s) auf Groß-Tromp, " 17. Oktober 1822 zu Garz, ch 12. Januar 139s zu Warsin. Bertha Elisabeth Clara von der Gstcn (S. 227) ^ 2S. März 1827 zu Schönow, x das. s. September 1822, ch is. August 1890 zu Berlin. herz. Gottlob Heinrich vo n U trcn h 0 v en (S. 229) auf Zllmerswind in Thüringen, Sächs. Kammerhcrr und Ober-Bergrat, * -1. Dez. 1822 in hildburghausen, 12. Februar >838 in Saalfeld a. S. Utaria Checla von Steinau (S. 229) genannt Steinrück, " 11. Sepibr. >82-1 zu Loburg, X 1>. August 18.29. 22. Dezember 1901 zu Loburg. Heinrich Rudolph von Enckevort . Greiffcnherg. VI. VI. . st5redo»v Joh. VNeycr ^ s. Nov. <582, potninerscher Geh. Rat und Kanzler, Zt. August <637. X Carl). Eggert.*) VI. VI. Cvnncn- hiitder VI. VI. Gerstinann N. VI. Tonnen hinder Georg 'Rrcyjcdincr Prediger zu Treuen. X Eva Cincken. Eco Diethardt Bürgermeister. VI. VI. Pizzen .T. VI. VI. u »aschcn VI. VI. VI. VI. VI. VI. Daniel v. Enckevorc Rurbrandcuburg. Gen. Proviant- incister, --—Brandenburg a. h. <8. Febr. <6<8, st Belzig 9. Januar <677, Adelsrenovation tS. Februar <665. Racharine Margaretha Rraußc ^ Berlin z. August <624, X Bcrlitt 7. März <642, st Berlin Iatiuar <656. 25 Rurc v. Arnim auf Fredcnivaldc. Gbcrftlieutnant. Adelheid v. Eiredom Joh. Phil, v. Vlccyer ^ <6>5, st <680 auf Neuengrape Ncuensund und Bluinenhagcn, voni Kaiser Ferdinand III nobilitiert 2<. März <655. ?lnna Sophia Tonnenbinder (alias N. N. v. lvintcrsl. VI. VI. Gerstinann Konsul zu Stettin. VI. VI. Conncnhindcr Georg Rrcyschiner Dr. inecl., 28. April <657, st <6. Mai <676 Aschersleben. Gusanna VJicthardr * 25. Nov. <655, lvitwc des Gbcrkämmcrers Daniel lveißbrodt. VI. nzzen I. VA. VI. N. VNaschen VI. VI. VI. VI. VI. VI. Daniel Friedrich v. Enckevorc Kurbraudcnburg. Hauptmann, Herr auf vietmansdorf, * Berlin <0. Vktober <646, st <7