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Everett (Alexander Henry — Edward)
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In einer Napoleon zugeschriebenen Proklamation von 1805 'und in einer andernvon 1809 hatte man den unglücklichen Einfall, auf den Fürsten Efterhazy als zuerwählenden König von Ungarn zu deuten. Der Fürst war in Ungarn nie populair.Seine Gemahlin, Maria, Fürstin von Liechtenstein, Schwester des berühmtenFeldmarschalls Fürsten Johann Liechtenstein, gebar ihm am 4. Marz 1786 denseit 1812 mit der Fürstin Therese von Thurn und Taxis vermahlten FürstenPaul, der nach mehren Glückwünschungs-und feierlichen Einholungsauftragen1810 die diplomatische Laufbahn in dem Gesandtschaftsposten zu Dresden betrat,und darauf als Gesandter nach London kam, wo er der vorzüglichen GunstGeorgs IV. genoß. Wie verlautet, wird er die diplomatische Laufbahn verlassenund die Leitung seiner großen, von Wien bis nahe an Bclgrad reichenden Güterübernehmen, sein Vater aber sich in die romantische Einsamkeit der Insel Meinauam untern Bodensee zurückziehen. (17)
Everett (Alexander Henry), aus dem Staate Massachusetts, erhielt inBoston und auf der Harvard-Universität zu Cambridge seine Vorbildung zum öf-fentlichen Leben. Nach dem Frieden von 1815 suchte die Negierung der Vereinig-ten Staaten, nachdem ein Krieg die Rechnung mit England abgeschlossen hatte,von mehren andern europäischen Staaten durch Unterhandlungen Ersatz für dieVerluste zu erlangen, welche sie als neutrale Macht während der Kriegsjahre durchWegnahme von Schissen und Waaren erlitten, und E. wurde 1818 unter Mon-roe's Präsidentschaft von dem Staatssecretair Adams nach dem Haag geschickt;aber so gewandt er die Unterhandlungen führte, so waren doch bei dem Wider-stande der niederländischen Regierung alle Bemühungen, wohlbegründete Entschä-digungsansprüche geltend zu machen, ohne Erfolg, bis der Präsident 1820 für an-gemessen hielt, die Ansprüche einstweilen nicht mehr so lebhaft zu verfolgen. E.blieb seitdem als Gesandter am niederländischen Hofe und wurde 1825, als AdamsPräsident geworden war, von dem Staatssecretair Clay nach Spanien gesandt,um den König zum Frieden mit den abgefallenen Colonien zu bewegen; aber alleGründe, die er aufbot, die spanische Regierung von der Nothwendigkeit zu über-zeugen, einen hoffnungslosen Widerstand aufzugeben, scheiterten an dem Starrsinnund Stolze der Minister Ferdinands, und Zea erklärte bestimmt, daß Spanien nieseine Ansprüche aufopfern werde. Nach dem Sturze dieses Ministers machte E.einen neuen Versuck) bei dem Herzog vonJnfantado, der ebenso erfolglos war, da erbei den Gesandten Englands und Rußlands die Unterstützung nicht fand, auf welcheer gerechnet hatte. E. erhielt bei den von ihm geleiteten Unterhandlungen vielfache Ge-legenheit, die europäische Politik und die Verhältnisse der Staaten der alten Weltkennen zu lernen, und er war um so mehr befähigt, seine Stimme abzugeben, da ervon den Vocurtheilen frei war, welche auf die politischen Schriftsteller in Europamehr oder minder Einfluß üben. Seine Schrift: „Lurope; or a ^eners! surve?of tüs present Situation vi tlle Principal power», witll conjectures on tdeir tu-ture prospects" (Boston 1822, deutsch vom Staatsrath Jakob, 2 Bde., Bam-berg 1823), die er ohne seinen Namen herausgab, führt die Behauptung aus,daß der Fortschritt der Civilisation und die damit verbundene Ausbildung und Ver-breitung freisinniger politischer Grundsätze den Übergang jeder Willkürherrschaft zuliberalen Verfassungsformen zur Folge haben müsse, und daß gewaltsames An-kämpfen gegen dieses Streben die unvermeidliche Wirkung nur erschütternder undgefahrlicher machen werde. In der Entwickelung dieser Behauptung geht er vonder Ansicht aus, daß die europäischen Fürsten und die AnHanger der alten Staats-einrichtungen die Willkürherrschaft zu erhalten suchen, während die übrigen Staats-bewohner politische Freiheit und constitutionnelle Formen verlangen und gegen dieVerfechter unbeschränkter Fürstenmacht in steter Opposition stehen. Schon in die-ser Schrift machte er bei der Betrachtung der Verhältnisse der Staaten auf die Ge-
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