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Entdeckungsreisen
nen unterscheidet, ist die Anwendung deS Dampfes. Ein eignes dazu erbautesDampfschiff, das durch Abnchmung der Rader und selbst des Schornsteins in eingewöhnliches Segelschiff verwandelt werden kann, faßt Mannschaft und Vorrathe insich. Rußland, schon jetzt den ersten seefahrenden Nationen angereiht, suchte auchbei den Nordpolexpeditionen nicht unthatig zu bleiben. Capitain Waschest segelte1819 über Port-Jackson nach Kamtschatka, um von da durch die Beringsstraßeeinen kürzern Weg nach Amerika aufzufinden; er entdeckte die Blegonameranie-Jnseln. Lieutenant Lasareff untersuchte die Waigatzstraße und nahm nach vergeb-lichem Bemühen, die Doppelinsel zu umschiffen, einige Punkte der Küste auf.Baron Wränge! und Anjou gingen 1820 von Nordsibirien bis Jrkutzk, wo siesich trennten, um das Eismeer an zwei verschiedenen Punkten zu erreichen. IhreUntersuchungen, die vier Jahre lang dauerten, haben das Dasein einer Straßezwischen Asien und Amerika außer allem Zweifel gesetzt. Die Südsee ist durch denEnglander Smith bekannter geworden, der im Ort. 1819 auf der Brigg Williamdas südlichste aller Lander, Neusüdshetland (fünf größere und einige kleinere Inseln)entdeckte. Granner, ein Schwede, fand in demselben Jahre die Oskarsinsel, Arentde Peyster die Ellisgruppe und das Eiland Peyster auf, durch welches Mulgrave'sArchipel mit den Schifferinseln zusammenhangt.
Insofern die Erdkunde mit der Geschichte Hand in Hand geht, darf der Pyra-midenöffner Belzoni nicht unerwähnt bleiben. Er entdeckte seit 1817 mehre Königs-graber in Theben, unter welchen das Grab des Psamniutis (400 I. v. Chr.) imThale Bibank-el-Moluk sich auszeichnet, schaffte die große Memnonsbüste nebst ei-nem Alabaster-Sarkophage nach London, eröffnete die von Pietro della Valle schonim 17. Jahrhundert besuchte Pyramide von Dschiseh, zu der die Franzosen wahrendihres Feldzugs den Eingang nicht fanden, eine zu Chiemphrene und den von Dro-vetti und Cailliaud 1816 aufgefundenen Tempel von Ppfambul, und fand außerBerenice, diesem uralten Stapelplatze von Europa und Indien, die Smaragd-gruben von Zubara. Afrika (f. d.), seit Jahrhunderten der Zielpunkt der Wiß-begierde und der Gewinnsucht, ward von nun an mit verdoppeltem Eifer bereist.Cailliaud durchstreifte mit Letorzek im Gefolge Jsmael Paschas, der 1819 geradeeinen Feldzug gegen Nubien unternommen hatte, Ägypten, Nubien und den gan-zen nordöstlichen Erdstrich von Afrika bis Singue, 190 Meilen nördlich vomGleicher, wobei die Erforschung der Alterthümer von Meroe und Siwah seineHauptaufgabe war. Ihm folgten mit gleichem Zwecke die Briten Hanbury, Wad-dington und Richardson, welche über 600 Meilen jenseits der zweiten Kataraktevordrangen und bei Schayni 45 zerstörte Pyramiden entdeckten. Die DeutschenHemprich und Ehrenberg, welche nebst Or. Scholz und Professor Liman den Ge-neral von Minutoli auf seiner Reise nach dem Tempel des Jupiter Ammon be-gleiteten, sowie Brocchi und Rüppell, haben fünf Jahre hindurch Nordostafrikain naturhistorischerBeziehung durchforscht, wahrend Pacho die Cyrenaika und DellaCella, nebst Beechey (Bruder des Capitains, ehedem Belzoni's Begleiter und Se-cretair des englischen Consuls Salt), über die Küste der Hesperiden und die einstso blühende Pentapolis (Fünfstadt), d. i. Berenice, Arsinoe, Ptolemais, Apol-lonia und Cvrene neue Aufschlüsse gaben. Salt's, Drovetti's, Caviglia's,Montesiore's, Ricci's, Passalacqua's und Anastasy's Verdienste um Aufhel-lung dunkler Stellen der ägyptischen Erd- und Geschichtskunde sind ausgezeichnet.Wahrend der gelehrte Clarke den uralten classischen Boden mit seltenem Scharf-sinn ergründet, geben Linant, Acerdi (östreichischer Conful), Madden, Gordon,O'Bnrne, Henniker und die Frauen Lushington und von Minutoli ein treueoBild des geselligen Lebens und sogar der Harems der heutigen Ägypter; Prokeschund Planat schildern hauptsachlich die Topographie und Staatseinrichtung 0-Ägnpten); Cdampoll-on, mit seinen Begleitern Rosellini, Bibent, L ädo^e,
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