Druckschrift 
Erster Band (1832) A bis E
Entstehung
Seite
804
Einzelbild herunterladen
 

804

England

siimmung des Oberhauses, wodurch die wichtigste Umwandlung, welche Englandseit 1688 erfahren hat, vollendet wurde.

Bei den Verhandlungen über diese große Angelegenheit wurde von den Geg-nern ebenso standhaft behauptet, daß die Parlamentsreform ein ganzlicher Umsturzdes Bestehenden, eine revolutionnaire Maßregel sei, als von den Vertheidigern dieBehauptung verfochten wurde, sie sei nur eine Wiederherstellung des alten Wahl-rechts und auf die Grundlage der ursprünglichen Verfassung gebaut, die unerschüt-tert bleiben solle. Aber selbst wenn man in dem Grundsatze des neuen Wahl-gesetzes auch nur die Anerkennung des alten Rechts sieht, so wird doch allerdingsdas Bestehende völlig erschüttert, weil die ganze Grundlage des seitherigen Reprä-sentativsystems, der Überwiegende Einfluß des Grundeigenthums, weggenommenwird, und wenn man der, von den Gegnern gebrauchten Bezeichnung das Gehässigenimmt, die sie haben sollte, so kann man sagen, es habe eine Revolution begon-nen. Das Ziel der geöffneten Bahn liegt im Dunkel der Zukunft; aber so viel istklar, daß sich diejenigen Begünstigungen, welche die Veränderungen der Reform-bill auf ihrem beschwerlichen Wege durch die gesetzgebenden Versammlungen fürdas Interesse des Grundeigenthums noch gerettet haben, nicht lange werden haltenkönnen. Alle Volksinteressen werden bei den künftigen Wahlen immer mehr un-abhängige und muthige Wortführer erhalten, und je kräftiger die Mehrheit desHauses der Gemeinen sich gestalten wird, desto weniger kann es den Sonder-interessen gelingen, die Verwaltung wie bisher zum Vortheil der Aristokratie zuführen, wer auch an der Spitze des Staats stehen möge. Die Emancipation derKatholiken und die Parlamentsreform werden zunächst auf Irland entscheidend ein-wirken, und die von der Regierung auf die drohenden Schritte der Irlander bereitswährend der Verhandlungen über die Reformbill eingeleitete Zehntenaufhebungwird der erste Schritt zu einer Umwandlung der Verhältnisse der herrschendenKirche sein. (Vergl. Irland.) Was der Erzbischof von Canterbury zur Be-schwichtigung der öffentlichen Stimme in England bewirkt hat, wird nicht langegenügen, wenn die Vortheile, welche der Aristokratie seither aus dem Schatze derKirche zuflössen, im Hause der Gemeinen nicht mehr ihre eigennützigen Verfechterfinden, und bei der innigen Verbindung zwischen der Landeskirche und dem Staatemuß die Lösung dieses Bandes zu den eingreifendsten Veränderungen führen. Mitdiesen Verhältnissen fleht inlnaher Beziehung die Einrichtung des öffentlichen Un-terrichts, besonders auf den höhern Lehranstalten, deren unduldsamer Ausschlic-ßungsgeift und Gebrechlichkeit zu der Stiftung der Londoner Universität(s. d.) Anlaß gaben. Auch sie werden dem Zuge der Verbesserung folgen, wenn indie starren Formen des kirchlichen Lebens ein frischerer Geist eingeht. Die Lage derarbeitenden Volksclassen, die bei den jüngsten Umwandlungen als ein so mächtigerHebel gedient hat, darf von dem neuen Parlament eine wirksamere Hülfe erwar-ten, als sie bisher gefunden hat; die Gesetzgebung über den Getreideverkehr, dernoch unter so schweren Banden liegt, wird sich dem dringenden Volksbedürfnissefügen müssen, und der ansehnliche Theil der Bevölkerung, welcher sich der Fabrik-thatigkeit widmet und allein der Baumwollenmanufactur 1,400,666 Menschenliefert, kann nicht länger unter dem Monopol der Ackerbauer leiden. Wie zunächstdie Verhaltnisse des Mutterlandes, werden dann besonders auch die verwickeltenZustände der Eolonien Hülfe fodern, deren Verwaltung durch das Interesse derAristokratie so kostbar geworden ist. Die Sklavenempörung auf Jamaica, dieseit 1826 noch nicht beschwichtigte Unzufriedenheit in Canada, sind Zeichen bevor-stehender Umwandlungen. Wird das in der neuesten Zeit so lebhaft angefochteneMonopol der ostindischen Compagnie vor der öffentlichen Meinung, die sich schonso laut für die Freiheit des Handels nach Indien erklärt hat, sich erhalten können ?Sollte der 1884 erlöschende Freibrief der Compagnie nur mit großen Beschränkung

ßnglBdö

wanbei

«dB dem

D

..des Sieg^die Mali

Gestund noch Inn!

^ßMichelndenTmm

W einzelne denkendes

chrungen sprachen, i

DG welche den chrlr

-«nren Äpfel verführ«nicht, ein wenig Har«Migenthum, dag

Ä und Kostbarkeit dei

Ähnliches; aber da;Sich des Ganzen erhöhAdel, so lange Englniß der Fabriken

v

?ch nicht unter dem Dr>

' WM

^Hunderte zu zechbr

England sel

! Krieg über alles!Wendung der MO

!??GenLe!

KnNchuMst

und Frei

' iniO,, an dei- NN.

i«.