England
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Niedern und mittlem Volksclassen zu der alten Lebensweise zurückkehren, so mögeauch der Herzog die Gehalte und Jahrgelder vermindem, die er mit seinen Ver-wandten aus dem Vermögen des Volkes nehme. In der öffentlichen Meinungwar ihm besonders auch der Glaube nachtheilig, daß er zu der Erhebung des Für-sien Polignac mitgewirkt habe und heim-lich die Absichten der absolutistischen Re-gierungen begünstige, freien Staatseinrichtungen in der Fremde aber wie in derHeimath abhold sei. Der Mißgriff, gegen persönliche Beleidigungen in den Zei-tungen vor den Gerichten zu klagen, hatte auch sehr nachtheilig gewirkt, ehe er,besser berathen, den unklugen Schritt zurückthat. Sein vorherrschender Einflußim Parlament vereitelte indeß alle Angriffe der Widersacher, wie im März den An-trag, die feindliche Behandlung der Portugiesen zu tadeln, welche durch britischeSchisse waren verhindert worden, als AnHanger der, schon 1829 in England an-erkannten jungen Königin auf der Insel Terceira zu landen. Der Antrag, denRobert Grant 1839 im Hause der Gemeinen machte, die alten Rechtsbeschrän-kungen der Juden aufzuheben, fand siegreiche Gegner, welche theils die Furcht äu-ßerten, die Juden möchten sich des Wahlfleckenhandels bemächtigen, theils dieBesorgniß aussprachen, sie würden ihr Genossenschaftsinteresse dem englischenVolksinteresse vorziehen, und so blieb der Vorschlag eine Aufgabe, welche dienächste Zukunft lösen soll. Es blieb auch nur ein Zeichen der Fortschritte der öf-fentlichen Meinung, daß selbst ein Mitglied des Oberhauses im Mai auf Untersu-chung und Abhülfe der Misbräuche in der Staatskirche Englands und Irlands, be-sonders in Beziehung auf Pfründenanhäufung und Zehntenabgaben, antrug. Alsdie Aristokratenpartei diesen Angriff auf ihre Bundesgenossi'n, deren reiche Ein-künfte meist in die bevorrechteten Familien fließen, glücklich abgewehrt hatte, schlugdas Haupt der englischen Kirche, der Erzbischos von Canterbury, mit besserm Er-folge als Scheinmittel vor, die Zehnten durch Verträge auf gewisse Jahre abzulö-sen, welche den Pfründenbesitzern keine Opfer auflegten.
Während in der ersten Hälfte des verhängnißvollen Jahres auch in Englanddie Ereignisse reiften, lag der König im Schlosse zu Windsor auf dem Sterbebette.Das Geheimniß, in welches man die Fortschritte der Krankheit so lange als mög-lich hüllte, gab den Gegnern des Herz-ogs von Wellington Anlaß, ihn der aus-schweifendsten Entwürfe zu beschuldigen, und selbst abenteuerliche Beschuldigungenfanden Glauben bei Manchen, die den Ehrgeiz des Machthabers kannten. Georg IV.,weder geliebt noch geachtet, starb am 26. Jun., und freudige Hoffnungen be-grüßten seinen Bruder, Wilhelm IV., der 9» dem Rufe freisinniger Ansichtenstand. Noch vor des Königs Tode hatte der Prinz sich mit Wellington aus-gesöhnt und glaubte nach seiner Thronbesteigung verpflichtet zu sein, die Ministerim Amte zu lassen, so lange sie durch die Stimmenmehrheit im Parlamente unter-stützt würden. Die Widersacher des Herzogs aber wurden muthiger, und die Mi-nister erlitten eine Niederlage im Parlament, als die Frage über die Ernennung ei-ner Regentschaft auf den Fall, daß der kaum zum Throne gelangte König ohne Er-ben stürbe, verhandelt ward, obgleich des Herzogs Einfluß wenigstens so viel er-langte, daß nicht die vorläufige Anordnung einer Regentschaft für die Zukunft seineAllgewalt beschränkte. Bei der herrschenden Stimmung der Gemüther konnte derEindruck nicht überraschen, den die Kunde von den Ereignissen in Frankreich aufdas englische Volk machte. Daß der Kampf in den Straßen von Paris auch eineUmwandlung der öffentlichen Verhältnisse in England beschleunigen müsse, warein Gefühl, welches bei der ersten Botschaft erwachte, und wenn man sah, wie derverbannte König von Frankreich an der englischen Küste und auf dem Wege zu sei-nem Zufluchtsorte mit dreifarbigen Fahnen empfangen wurde, ließ sich zuversicht-lich verkündigen, daß, wie Lady Morgan sagte, „der alte zerbröckelnde Bau der Mis-i räuche, wie Jerichos Mauern, bei dem siebenten Trompetenstöße zusammenstürzen
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