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Erster Band (1832) A bis E
Entstehung
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bindung mit seinem Freunde Merkel, mit welchem er eine beliebte Jugendschrist:Der neue Kinderfreund" nach Weiße's Vorbild herausgab, die mehre Auflagen(zuletzt in 12 Bändchen, Leipzig 17971814) erlebte, und ins Französi-sche und Englische übersetzt ward. Nach Merkel's Tode (1798) vollendete erdessenErdbeschreibung Sachsens", welcher er den fünften und sechsten Bandhinzufügte, worin die Lausitzen geographisch-statistisch beschrieben werden. Diedritte Ausgabe dieses Werkes (9 Bde., Dresden 181)411) wurde vonihm meist nach handschristlichen Quellen ganz umgearbeitet, und ist auch nochnach der Theilun.g Sachsens, welche die Vollendung desselben verhinderte, alsein reichhaltiges Hülfsmittel der Landeskunde sehr schatzbar. Ein Auszug ausdiesem Werke ist dasHandbuch der Erdbeschreibung der kursachsischcn Lande"(Dresden 1801, fünfte Auflage 1823), das 1824 durch, dieVaterlands-kunde" ersetzt wurde, die 1832 in der sechsten Auflage (Leipzig) erschien und fast inallen sachsischen Bürgerschulen eingeführt ist. E.'sGeschichte der kur- und herzog-lich-sachsischen Lande" (2 Bde., Dresden 1802 5) sollte vorzüglich die Cul-turgeschichte darstellen, blieb aber unvollendet. Unter dem Titel:Tägliche Denk-würdigkeiten aus der sächsischen Geschichte" (3 Bde., Dresden 180912), gab ereine Galerie interessanter Ereignisse und Charaktere. Er hat sich durch dieseWerke das große Verdienst erworben, die Liebe zur historischen und geographischenKenntniß des Vaterlandes, die vorher fast ganz schlief, erweckt und besonders fürden Unterricht der Jugend belebt zu haben. Unter seinen übrigen, bei Meufel ver-zeichneten Schriften, verdienen auch dieMalerischen Wanderungen durch Sach-sen" die er mit dem Kupferstecher Beeth (Leipzig 1794) herausgab, noch Erwäh-nung, da diese Schilderungen, nächst Götzinger's Beschreibung des Amts Hohn-stein, die erste Veranlassung zu den Besuchen der sächsischen Schweiz gaben. Vieleseiner in Zeitschristen zerstreuten Aufsätze sind werthvolle Beiträge zur GeschichteSachsens, zum Theil nach wenig zugänglichen handschristlichen Quellen bearbeitet.Eine ganz nach Archivalnachrichten bearbeitete Biographie des PorzellanerfindersBöttcher wird bald erscheinen. Seit 1813 trat E. unter dem Namen: Ri-chard Noos, zuerst in Zeitschriften auch mit poetischen Leistungen und Erzäh-lungen auf. Von diesen sind mehre unter dem Titel:Erzählungen" (zweite Aufl.,L Bde., Dresden 1824) gesammelt. SeineGedichte" (2 Bde., Dresden182023) enthalten viele, die durch heitere Laune und muntere Satire ansprechen,Unter E.'s Gelegenheitsgedichten ward eines durch die Verhältnisse einer bedräng-ten Zeit merkwürdig, ein Festgedicht, das am Geburtstage des gefangenen Königsam 23. December 1814 in einer geheimen patriotischen Gesellschaft zu Dresdenbei verschlossenen Thüren gesprochen und durch einen Prediger in einer Landstadtheimlich zum Druck befördert wurde. In vielen tausend Exemplaren unter demVolke verbreitet, wirkte es so sehr auf die öffentliche Meinung, daß die fremde Lan-desverwaltung sich lange, wiewol vergebens, bemühte, den Verfasser auszukund-schaften.

Encke (Johann Franz), geboren am 23. Sept. 1791 zu Hamburg, wosein Vater Geistlicher war, ftudirte Mathematik und Astronomie auf der Univer-sität zu Göttingen unter dem berühmten Geometer Gauß. Er trat sodann inden preußischen Artilleriedienst und stand als Lieutenant in der Festung Kolberg,als ihn 1816 der als Astronom und Staatsmann gleich verdiente von Lindenau(s- d.) auf die Sternwarte Scebcrg bei Gotha berief. Dort wirkte E. bis zum I.1825, wo er zum Director der Sternwarte in Berlin ernannt wurde und als Se-ttetair der mathematischen Classe in die königliche Akademie daselbst eintrat. E.erweiterte insbesondere durch si ine Berechnung der Kometenbahnen unsere Kennt-nisse über den Lauf dieser Gestirne. Er bewies durch mühsame und mit großerGeschicklichkeit gefübrte Rechnungen, daß der Komet von 1819 derselbe sei, der be-

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