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Erster Band (1832) A bis E
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Edgeworth

akademie gehört; ein anderes Bildniß jenes weltberühmten Bildhauers, vonE.in spatern Jahren gemalt, hat Clemens gestochen. E. ward erst Mitglied unddann Professor der kopenhagener Kunstakademie; 1829 erhielt er vom Könige dasRitterkreuz des Danebrogordens. Einige seiner historischen Gemälde schmückendie Gemächer des neuen christiansburger Schlosses. Aus seinen zahlreichenStücken spricht eine wahre gesunde Natur, fleißig und mit künstlerischer Auffas-sung dargestellt; er ist correct, jedoch nie geziert. In seinen altnordischen Gemäl-den weiß er einfache Kraft mit Schönheit zu vereinigen, und in dieser Beziehungdürfte die Trauung und Scheidung Axel's und Walburg's (nach dem berühmtenaltnordischen Liede undÖhlenschläger's Tragödie) eine seiner gelungensten Arbeitensein. In spätem Zeiten hat er mehre schöne Seestücke geliefert; sein neuestesnoch nicht vollendetes Gemälde, zu dieser Art gehörig, stellt di^ äußerste RhedeKopenhagens vor im Augenblicke, da der König und die Prinzen auf dem kö-niglichen Dampfschiffe an Bord zweier auf der Rhede liegenden dänischen Kriegs-fregatten gehen. Man hat die Büste dieses Künstlers von seinem Freunde Thor-waldsen. (4)

Edgeworth (Maria), geboren 1771 zu Edgeworthtown in Irland, woihre aus England stammende Familie im 16. Jahrhundert sich angesiedelt hat-te, war die Tochter des sinnreichen Richard Lovell E., der sich schon inseinen jüngern Jahren neben der Rechtswissenschaft besonders mit der Mechanikbeschäftigte. Früher in England erzogen, wo ihr Vater gewöhnlich sich aufhielt,kam Maria 1782 mit ihm nach Irland, als er in sein Vaterland zurückkehrte, um sichganz der Erziehung seiner Kinder und der Verwaltung seines Gutes zu widmen.Wie er in seinem, durch Lehre und Beispiel gebildeten häuslichen Kreise geliebtund geehrt wurde, so erwarb er sich durch Gerechtigkeit und wohlwollende Teil-nahme die innige Anhänglichkeit seiner Pachter und Gutsangehörigen. *) Unterder sorgfältigen Leitung des kenntnisreichen Vaters und ihrer ersten und zweitenStiefmutter, unter den Anregungen eines gebildeten geselligen Kreises, in welchemdie Familie lebte, entwickelte sich früh Marias Talent und feine Beobachtungs-gabe, während die eigenthümliche, nach praktischer Tüchtigkeit strebende Gcistcs-richtung ihres Vaters auf ihren Geist entscheidend einwirkte. In Verbindungmit ihm gab sie 1798 dieLssaz^s on practical eckucation" heraus, welche denGrund zu der literarischen Berühmtheit der Familie Edgeworth legten. Seitdemwar ihr Vater vorzüglich bedacht, ihren Ruf auszubreiten. Er schrieb 1803 mitihr denLssa^ on iristi bulls", wozu er die erste Idee faßte, um unter der Larvedes Spottes den Engländern Beispiele von dem Witze und den Vetstandesgaben desgemeinen Jrländers zu geben, und nahm auch an Marias spätem Schriften, bis er1817 starb, durch Rath und Winke Theil. Außer ihren Erzählungen für die Ju-gend, unter welchen besonders parent's Assistant" Auszeichnung verdient,erregte sie vorzüglich durch ihr irländisches SittengemäldeCastle Kaclcrent",worin sie den Charakter, die Gesinnungen und den gedrückten Zustand der Jrländcraus den untersten Volksclassen treu und lebendig schilderte, allgemeine Aufmerk-samkeit. Ihre,Moral tales" und?oj)u!ar tales" sind eine Schule praktischerWeisheit für das Volk. In ihren zahlreichen Romanen, von welchen wir nuröeliutla", Males of taslnonable lit'e",?atronaFe" nennen, ist immer der mo-ralische Zweck vorherrschend, bald eine modische Thorheit, bald eine nationale Ver-kehrtheit, bald ein geistiges oder sittliches Gebrechen zu bessern. Praktischer gesun-der Verstand, rounck adout common sense, wie Locke es nennt, scharfe Beob-achtung der Beweggründe menschlicher Handlungen, Mannichfaltigkeit und Fein-

*) S.lVIemoirs vk k. 1.. Lllgevvortk, degun b^ lnmselk aiul coucluäetl b?bis tlau^kwr" (2 Bde., London 1820).

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