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Dundonald
Seme Ankunft in London siel in dieselbe Zeit, in welcher die Sache derGriechen nicht nur lebhaste Theilnahme in den höhern Standen des europäi-schen Publicums gefunden hatte, sondern auch dadurch, daß die drei Groß-machte ansingen, ihr eine erhöhte Bedeutung für die europaische Politik bei-zulegen, eine entscheidendere Wendung bekam. Noch während seines Ausent-halts in Amerika waren mit C. wegen einer Expedition nach Griechenland Un-terhandlungen angeknüpft worden, welche kurz nach seiner Ankunft in Englandzu Anfange des I. 1826 feine Erklärung zur Folge hatten, er sei entschlossen,den Griechen zu Hülfe zu eilen, wenn die Griechencomites drei Fregatten zuseiner Verfügung stellen wollten. Schon vorher war ein Theil der griechischenAnleihe, angeblich 156,000 Pfund Sterling, zurückgelegt worden, um da-mit die Kesten der langst beabsichtigten Expedition nach Griechenland zu bestrei-ten; und so sah sich C., nachdem er seine Absicht vorher in einem offenen Schrei-ben an den Pascha von Ägypten, dessen Truppen damals in Morea hausten , zuerkennen gegeben hatte, bereits im Mai 1826 in den Stand gesetzt, den lang-ersehnten Hülfezug anzutreten. Am 12. Mai ging er auf dem Kriegsschooner Por-cupine von 20 Kanonen, mit 120 britischen Matrosen, von Falmouth nach Grie-chenland unter Segel. In seiner Begleitung befanden sich damals nur zwei Dampf-boote, jedes mit vier Vierundzwanzigpfündern und zwei Achtundsech igpfündemversehen, zu denen noch zwei in Frankreich erbaute Corvetten von 20 — 24 Ka-nonen und mehre in Amerika bestellte Dampfboote, nebst einer schweren Fregattezu 60 Kanonen, stoßen sollten. Der angebliche Plan war, daß das Geschwader sichsogleich ohne Aufenthalt im Mittelmeere nach Griechenland begeben, dort sich mitder griechischen Flotte unter Miaulis und Sachturis, welche man auf 130 Schiffeund Brander berechnete, vereinigen, und dann theils gegen die immer mehr über-handnehmenden Seeräuber, theils gegen die Flotte des Paschas von Ägypten agirensollte. Gleich anfangs aber stellten sich der Ausführung unberechnete Hindernisseentgegen. Das geheimnißvolle Wesen, womit die Expedition war begon-nen worden, erregte hier und da Verdacht. Lange hörte man nichts als unbe-stimmte Gerüchte, und bald ward es offenbar, daß dem Unternehmen sowolEinheit des Plans als auch die nöthigen Mittel, welche das Gelingen be-dingten, entgehen mochten. Die von mehren Seiten her versprochenen Schiffeblieben aus, und selbst die verheißenen Geldunterstützungen wurden vergeblicherwartet. Äls man endlich auf der Rhede von Cagliari angekommen war, be-fand sich ein Dampfboot bereits in einem so bedenklichen Zustande, daß eineAusbesserung vorgenommen werden mußte, welche ein langes Verweilen nö-thig machte. Die Verzögerungen eines Unternehmens, das sich mit so großenVerheißungen angekündigt hatte, brachten unterdessen in allen Stationen des Mit-telmeeres, wo man Lord C. als einen unheimlichen Gast erwartete, die sonderbar-sten Gerüchte im Umlauf. In Neapel und Sicill'en galt es für ausgemacht, dieExpedition nach Griechenland sei bloß ein Vorwand, die eigentliche Absicht C. saber, die Aufrührer in Unteritalim zu unterstützen; er habe sich deshalb mit Gene-ral Pepe, welcher um diese Zeit in Brüssel lebte, in Verbindung gesetzt und nichtnur ihn selbst, sondern auch mehre Verbannte, die sich in Malta aufhielten, anBord genommen. Sein Erscheinen vor Messina, am 15. Sept., erregte in Stadlund Umgegend die größte Bewegung; die Thore wurden geschlossen, die Wachenverdoppelt und dem Lord die Weisung gegeben, sich sogleich zu entfernen. Er begabsich daher schon am 19. d. M. nach Malta, wobei ihn ein sicilisches Kriegsschiff 1-0Seemeilen weit genau beobachtete. Malta verließ er schon den 2'7. d. M. wieder,nahm aber, anstatt nach der Levante zu segeln, seinen Weg zurück nach Marseille.Durch den zufälligen Umstand, daß er hier mit dem soeben aus Ägypten zuruckge-kehrten General Boyer in Einem Gasthofe wohnte, bekamen hie bereits verbreitetenGerüchte eine bestimmtere Gestalt, und man erzählte sich, E. stehe mit einem
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