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Erster Band (1832) A bis E
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zur Errichtung einer polnischen Legion im Dienste der französischen Republik. DasDirektorium gewahrte diese Bitte. Kaum hatte D. (1796) von Mailand euren^ ^iil> Aufruf an seine Landsleute erlassen, so strömten Manner aus allen Standen und

aus allen Provinzen Polens herbei, um unter seiner Leitung und unter FrankreichsSchutz ein ideales Vaterland zu erkämpfen. Nicht lange darauf wurde eine zweite^ Legion zu Strasburg errichtet, die meist aus den Gefangenen bestand, die man denkaiserlichen Truppen am Rhein weggenommen hatte. Die Geschichte dieser Legio-

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NM ist zugleich die Geschichte Polens von dessen letzter Theilung bis zum wienerCongresse. Die zweite Legion unter Kniaziewicz kämpfte in den drei folgenden Feld-zügen am Rhein, während die erste unter D. noch zur rechten Zeit nach Süditalienausbrach, um an den glorreichen Waffenthaten der französischen Heere Antheil zunehmen. Am 3. Mai 1/98 hielten die Polen ihren Einzug in die alte Haupt-stadt der Welt und nahmen Besitz vom Capitol. Die musterhaste Mannszuchtder Truppen erwarb dem Anführer die Achtung der Einwohner in so hohemGrade, daß ihm der römische Senat als ein Zeichen seiner Dankbarkeit die türkischeStandarte, welche Sobieski bei dem Entsätze von Wien 168-3 in Kara Musta-fas Zelte erbeutet und der Kirche zu S.-Loretto geschenkt hatte, überreichen ließ.S.'s Feldhermtalente bewogen Macdonald nach der Einnahme Neapels (1799),ihm außer seiner Legion noch den Oberbefehl der achten Brigade leichter Infanterieanzuvertrauen. In dem blutigen Kampfe an der Trebbin wurde D. von einerfeindlichen Musketenkugel getroffen, und nur eine wunderbare Fügung der Vorse-hung rettete ihm das Leben. Die Kugel traf die linke Brust, gerade auf die Stelledes Herzens; allein sie blieb in einem Buche (Schiller'sGeschichte des dreißigjäh-rigen Krieges"), welches er in der Seitentasche seiner Uniform trug, stecken und ver-ursachte ihm nur eine leise Contusion. In dem Winterfeldzuge 1799 und 1860gab D, theils unter Gouvion St.-Eyr, theils unter Masse'na neue glänzende Be-Mise seiner Tapferkeit. Eine in den Apenninen erhaltene Wunde beraubte ihn auf! einige Zeit seiner Thätigkeit; als aber Bonaparte die Unglücksfälle früherer Ge-I fechte bei Marengo wieder gut gemacht und den Polen in Anerkennung ihrer Ver-! bimste noch zwei neue Legionen nach dem Muster der frühern zu begründen befoh-len hatte, brachte D. mit Beihülfe des Generals Wielhorski noch vor 1801 das inder That nicht leichte Werk zu Stande. Schon am 13. Jan. desselben Jahresnahm er den wichtigen Posten von Casa Bianca bei Peschiera weg, und mit dieserWaffenthat hörte D.'s militairische Wirksamkeit in Italien auf. Nach dem Frie-von Amiens suchte er im Dienste der cisalpinischen Republik, als Divisions-Mttal, wie früher unter Frankreichs Fahnen die Kriegszucht und mangelhaftePachtungen zu verbessern. Dem ehrwürdigen Kosciuszko stattete er, als wäre

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vieler noch sein Oberhaupt, von Tag zu Tag Berichte nach Paris ab von Dem, wastr mit seinen Polen bereits ausgeführt hatte oder noch auszuführen gedachte. Als"apoleon 1806 sogar Kosciuszko's Namen misbrauchte, um die Polen, die er"slt leeren Hoffnungen von dereinstiger Wiederherstellung ihres Vaterlandess duschte, zum Waffendienste aufzufodern, mußten D. und sein Freund Wybicki! Aufruf an ihre Landsleute erlassen. Die Wirkung war außerordentlich,j allen Seiten strömten Freiwillige herbei, um sich unter die siegreichen AdlerFranzosen zu reihen, deren Einmarsch in Warschau einem wahren TriumphzugeZwei Divisionen, an deren Spitze D. stand, machten zu Anfang des Feld-^ ^ den linken Flügel der Armeeabtheilung des Marschalls Mortier aus; später?Wen sie mit den sächsischen und badischen Truppen Danzig belagern. Nach demZeichen Gefechte bei Graudenz nahm D. mit 7000 Polen seine Stellung am>/"^rlchselufer und führte später bei Dirschau die Colonnen selbst ins Feuer.

schwer verwundet, verließ er das Schlachtfeld nicht eher, als bis alle^re, selbst die äußersten Schanzen und Laufgräben dieser Stadt in seiner Ge-"nv.-Lex. der neuesten Zeit und Literatur. I. 45