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Deutsche Literatur im Auslände
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fleißigen und verdienstlichen Freundin und Verpflanzen« deutscher Poesie, Eduigede Scolari (s. d.) in Verona, die „Ikterus in luuriäe" (Verona 1833), dieTreue und genaues Studium des Originals mit Feinheit und Geschmack des Aus-drucks vereinigt. Ihr schließt sich als Anhang die schon früher auf einem Flugblattegedruckte cke! krav'uomo, llallata cki Limmer" an, welche, obwol im
Ganzen etwas zu breit ausgefallen, doch in manchem Einzelnen nicht minder ver-dienstlich ist. Eine neue Poesie wird sich auch in Italien an der deutschen anzu-zünden beginnen, und daß die italienischen Dichter in dieser Hinsicht auf demrichtigen Wege sind, beweist ihr vorzugsweises 'Anschließen an die deutsche Ro-mantik, der sie sich gegenwartig immer lebhafter zuwenden. — Nach Spanien ist,so viel uns bekannt geworden, nur der „Faust" durch eine Übersetzung übergegan-gen, die, seltsam genug, in Amerika durch einen Creolen aus Havanna angefertigtwurde. Der „Faust" wurde auch ins Schwedische übertragen, sowie die „Iphi-genie:" ins Neugriechische, letztere durch Johannes Papadopulos. Wir über-gehen die namentliche Anführung von Übersetzungen Göthe'scher Werke in andereSprachen. Göthe's Wort und Name ist fast zu allen Völkern gedrungen, undselbst die Chinesen sollen Scenen aus „Werther's Leiden" auf ihren Glasgemaldendarstellen. Auch der Tod unsers Meisters hallte im Auslande bedeutsam wieder,und die Fremden stellten tiefsinnige Betrachtungen über das Dahinscheiden einesMannes an, dem nicht nur die Seinigen aus seinem Volke, sondern auch diedurch Nationalitat und Sprache von ihm Getrennten einen unschätzbaren Theil ih-rer Bildung verdanken. Wir nennen hier nur den Aufsatz von St.-Marc Girardinüber Gothe's Tod im „lourna! ckes ckebats".
Neben Göthe nennen wir hier, wie billig, sogleich auch Schiller in seinemliterarischen Verhältniß zum Auslande. Auch ihm sind von vielen Seiten herÜbersetzungen zu Theil geworden, am tiefsten haben jedoch seine Schriften ohneZweifel in die französische Literatur eingegriffen, und es laßt sich nicht verkennen,daß die neueste romantische Schule der Franzosen ihren Anhalt und Ausgangs-punkt, ja ihre eigentlichste geistige Nahrung aus ihrem enthusiastischen Studiumder Schiller'schen Dramatik entnommen. Schon lange vor dieser Periode wider-fuhr seinem „Wallenstein" eine in manchem Betracht geistreiche Bearbeitung, inFrankreich durch Benjamin Constant de Rebecque, unter dem Titel: „Wall-Nein,trageckie en eilig nctes et en vers, prececkee cke guelgues rellexinns sui letlleatre allemanck, et suivie cke uotes llistorigues" (Paris 18B9). Der Übersetzernahm sich jedoch zu viel Freiheiten mit dem Original, das er wol zu sehr nach fran-zösisch-classischer Theaterregel ansah, obwol man den Änderungen, die er damit vor-genommen, durchaus nicht nachsagen kann, daß sie des deutschen Dichters Geistund Charakter als solchen gefährdet hatten. Dies muß aber von der neuesten, völligverunglückten Bearbeitung des „Wallenstein" von P. Ch. Liadieres (Paris 1829)gelten, in der von Schiller selbst keine Spur wahrzunehmen ist. Der Übersetzer gingnämlich von der Meinung aus, daß die „Nacktheit des Hauptcharakters" einer ei-gentlichen „dramatischen Färbung" entbehre, und entschloß sich deshalb aus christli-cher Barmherzigkeit, sich der Blöße Wallenstein's anzunehmen und ihn „mit einemwenig mehr ritterlicher Physiognomie" zu bekleiden, wie er sich selbst darüber offenausspricht. Er machte den Schiller'schen Wallenstein daher nicht nur zu einem re-nommirenden französischen Theaterhelden, sondern zog auch die ganze Tragödie ein-fach in fünf Akte zusammen, aus dem Grunde, weil sie als Trilogie, sowie sie da sei,nur dem deutschen Phlegma erträglich scheinen dürfe. Mit diesem abgeschmacktenVerfahren des Franzosen kann nur das treffliche Urtheil aussöhnen, das andere geist-reiche Männer in Frankreich über den „Wallenstein" haben laut werden lassen, be-sonders auch Benjamin Constant selbst in seinen „Nelariges cke litteratme et <lezxilltigue", worin er eine tief eingehende Entwickelung der Schiller'schen Trilogu
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