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Husen von Ambrakia segeln und Prevesa in Blockadezustand versetzen. Zugleich wardmit dieser Flottille ein Verstarkungscorps abgeschickt, welches im April bei Dra-gomestre landete. Dieses, aber noch mehr der Umstand, daß der Abfall einiger Beysund Agas in Albanien Reschid Pascha zum Rückzüge nöthigte, gab den Verhält-nissen in Westgriechenland eine günstigere Wendung. Am 24. April nahm C. diekleine Felseninsel Poro, einen Vorposten von Missolunghi. Im Zun. langte Re-schid Pascha selbst mit 3000 Mann wieder vor Missolunghi an; C. konnte nichtsgegen ihn unternehmen, da sein Heer überhaupt sehr geschmolzen war und der Restder Truppen sich geradezu gegen ihn auflehnte, als er ihrem ungestümen Verlangennach Erhöhung und Auszahlung des rückstandigen Soldes nicht in vollem Maßegenügen konnte. Gegen Ende des Jahres wirkte das thatliche Einschreiten derGroßmachte zu Gunsten der Griechen auch vortheilhaft auf die Verhaltnisse desam meisten verlassenen Westgriechenlands. Schon im December erhielt ReschidPascha gemessene Befehle, alle disponibel» Truppen aus Akarn-anien nach derHauptstadt zu schicken. Da jedoch die Armee des Generals C., selbst unter die-sen Umstanden, völlig außer Stand war, ernsthaftere offensive Bewegungen zumachen, so verzögerte sich die endliche Einnahme der von den Feinden besetztenPlatze noch bis gegen die Mitte des Jahres 1829. Schon im December war C.Herr des Golfs von Prevesa. Schnell nach einander wurden fast alle Punkte südlicham Golfe von Ambrakia von den Griechen besetzt. Nur Prevesa, welches im Laufedes Aprils blockirt wurde, hielt sich standhaft, bis endlich die am 17. Mai erfolgte Ca-pitulation von Anatoliko und Missolunghi das Schicksal des westlichen Griechen-lands vollendete C. ging nach Ägina, um sich über seine fernem Verhaltnissezur Regierung Gewißheit zu verschassen. Kapodistrias hatte gleich nach seinemErscheinen in Griechenland dadurch, daß er C. nur den Titel eines Oberbefehls-habers in Westgriechenland beilegte, deutlich zu erkennen gegeben, daß er ihn nichtals Generalissimus der gesummten Landmacht anerkenne. Dagegen bekam schonim April 1828 der Bruder des Präsidenten, Viaro Kapodistrias, als Mitglieddes Phrontisterions (Verwaltungscommission) die oberste Aufsicht und Leitungalles Dessen, was sich auf die Truppen bezog, und kurz darauf erhielt derzweite Bruder des Präsidenten, Augustin, als dessen bevollmächtigter Stell-vertreter für das griechische Festland, auch den Oberbefehl über die Truppen inOst- und Westgriechenland. Kapodistrias schickte im August eine Commissionnach Westgriechenland, deren Anordnungen sich C. fortan fügen sollte, und beider neuen Organisation der Truppen im folgenden Jahre, bei welcher OberstHeidegger zum Generaldirector der Administration, der General Denzel aberzum Befehlshaber der regulairen Truppen ernannt wurden, blieb C. völlig unbe-rücksichtigt. Der Präsident, welcher damals vorzüglich englischen Einfluß fürch-tete, suchte absichtlich alle Engländer zu entfernen. Im August bat C. bei derNationalversammlung zu Argos in einem ausführlichen Schreiben, seine Stelleals Generalissimus und Direktor der gesammten Landmacht niederlegen zu dürfen.Er erklarte darin mit großer Freimüthigkeit, daß er es für seine Pflicht gehalten,das ihm von der Nationalversammlung übertragene Amt nicht eher niederzulegen,bis er seine Aufgabe, die Befreiung des westlichen Griechenlands, gelöst habe, daßes aber durchaus nicht seine Absicht sein könne, unter einer Negierung, deren Sy-stem weder mit seinem Gewissen noch mit seinen Ansichten im Einklänge stehe,ferner noch Dienste zu thun. (S. „Allg. Zeitung", 1829, Nr. 278, Beilage.)Die Nationalversammlung, völlig unter dem Einflüsse des Präsidenten und seinerCreaturen, gestattete nicht einmal die Lesung der Zuschrift, sondern überwies siean die Commission der Bittschriften, welche dem General seine Entlassung mit derBemerkung zufertigte, daß seine Function als Director der Landmacht gesetzmäßigsogleich heim Erscheinen des Präsidenten beendigt gewesen, und daß ihm über das