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später eine „Decos secumla pelriun!" (Leipzig l 8?0, 4.) kam. In Altenburgsing C. an eine literarische Thätigkeit zu entwickeln, welche die schönsten Früchteim Verlaufe des nächsten Decenniums trug. Er ward Mitcedacteur des „Anato-nüsch-physiologischenNealwörterouchs", in welchem er viele gründliche Artikel bear-beitete; auch trat er derRedaction der PLerer'schen „Allgemeinen medicinischen Anna-len" bei, und prakticirte dabei fleißig. Im Iun. 1821 zog E. nach Dresden, wohiner als Arzt des königlichen Krankenstistes in Fciedrichstadt berufen worden war.Diese Stelle versah er bis 1827, wo er sie, in die Professur der praktischen Heil-kunde und in das Directorat der innern Klinik aufrückend, wegen Mangels an Zeitniederlegte. C.'s stilles, geräuschloses praktisches Wirren blieb hier nicht ohneSegen, denn mancher junge Arzt folgte C.'s Krankenbesuchen mit großem Vor-theil, und das kleine, aber reinliche Spital war oft zu eng für den Andrang derKranken, die hier und in keinem andern Krankenhause behandelt werden wollten.Schade, daß C. die glücklichen Resultate seiner klinischen Beschäftigungen nichtöffentlich mitgetheilt hat. Im Jan. 1822 erhielt er den ehrenvollen Auftrag, Vor-lesungen über allgemeine Pathologie und Therapie an der medicinifch-chirurgischenAkademie zu halten, wozu spater noch Vortrage über inutoria meckicu und Re-ceptirkunst kamen. Zu Ende des Jahres 1828 rückte er in die erledigte Professurder theoretischen Heilkunde ein. Die Antrittsrede, die er hielt, und die auch imDrucke den verdienten Beifall erhielt, behandelte den „Einfluß der Medicin aufdie Cultur des Menschengeschlechts" (Leipzig 1824). Im Januar 1828 über-nahm C. die Professur der praktischen Heilkunde und die Direktion der stehendentherapeutischen Klinik. Als Lehrer ist C. der Gründlichkeit und Faßlichkeit seinerVortrage wegen hochgeschätzt, und als Führer am Krankenbette wirkt er auf einegroße Anzahl von Schülern durch Bestimmtheit der Diagnose, durch sichere Fest-stellung und einfache Erfüllung der Indikationen, durch gründlichen klinischen Un-terricht wie durch wahre Humanität. Dabei ist er ein ausgezeichneter Schriftstellerin vielen Fächern der gelehrten und praktischen Medicin, ein gründlicher Biblio-graph, ein tiefer Geschichtsforscher, und Kenner und Beurtheiler fast aller Theile desmenschlichen Wissens. Verliert Deutschland seinen Sprengel — Choulant kannihn ersetzen. Die Zahl seiner Schriften ist wie der Werth derselben bedeutend;sie sind alle mit großem Fleiße und deutscher Gründlichkeit, sowie im reinsten Styleverfaßt. 'Außer den gelehrten Ausgaben, welche C. von Ägidius Corbelicnsismedicinischen Gedichten und von Fracastor's classischer poetischer Arbeit über dieSyphilis besorgt hat, und außer vielen größern und kleinern Arbeiten sind seine„Tafeln zur Geschichte der Medicin" (Leipzig 1822, Fol.), sein „Handbuch derBücherkunde in Bezug auf die Schriften der Ärzte des Alterthums" (Leipzig 1827)und sein „Lehrbuch der speciellen Pathologie und Therapie des Menschen" (Leipzig1831) zu nennen. (2)
Christiania, Universität. Die norwegische oder Friedrichsuniversität,gestiftet im Jahre 1812 von Friedrich VI., König von Dänemark, zählt gegenwär-tig 25 Lehrer und 600 Studirende, unter diesen 200 Theologen, 170 Juristenund 73 der Medicin und Chirurgie Beflissene; die übrigen widmen sich der Phi-lologie, Philosophie, Mathematik, Bergwerkskunde und Kameralistik. Mit derUniversität ist ein philologisches Seminarium verbunden. Sie hat im Wesentlichendieselbe Einrichtung wie die kopenhagener. Das Universitätsgebäude enthält über30 Zimmer, von welchen 6 zu Auditorien benutzt, 10 von dürftigen Studen-ten bei freiem Licht und freier Feuerung bewohnt und in den übrigen das Natu-raliencabinet, das Münzcabinet von 10,000 Nummern und eine Sammlungnordischer Alterthümer aufbewahrt werden. In andern benachbarten Gebäudenbefindet sich das chemische Laboratorium, das anatomische Theater, und die Bi-bliothek von etwa 130,000 Bänden, zu deren Vermehrung die bisherigen Stor-