4!8 Chlopicki
zur Antwort, „comme ce ne kut ckans la cmir 3u palais 6e Luxe hue ssgiciieilli mes üniiiers et mes clecoratiens, ce ne sera <Iaus la ce,ir 8,1 p;,-iais cke 8axe, hne je voullrms les Lletrir et me tlesbenorei-." Kaiser Alexanderwillfahrte seiner Bitte, hatte aber nur zu bald Gelegenheit es zu bereuen, da C.'sBeispiel den Abgang der angesehensten polnischen Generale nach sich zog, und weilihn Wellington auf dem wiener Congresse aus den Juwel, den er besessen, aufmerk-sam machte. Von dieser Zeit azr lebte C. nur seiner Familie und den stillen Wün-schen für sein Vaterland. Zwar hatte es den hohen Machten zu Wien gefallen, denNamen des alten Polenreichs wiederherzustellen, allein eS ist leider auch nur beidem Namen geblieben. Der erste Reichstag, der 1818 unter dem Vorsitze desMarschalls Vincenz Krasinski in Warschau zusammentrat, war zugleich das Endeder Ruhe und Hoffnungen Polens. Durch Willkürherrschaft und Machtstreiche,welche die feierlich gegebene Verfassung vernichteten, bereitete sich seitdem in denGemüthern derPolen die Katastrophe vor, welche durch das Beispiel der Juliustagevon Paris in der Nacht vom29. zum 30. Nov. 1830 zum Ausbruche kam. Schonwar das Belvedere erstürmt, der Vizepräsident Lubowicki verwundet, und die derTyrannei des Cäfarewitsch zu eifrig ergebenen Generale Hauke (Kriegsminister),Trembicki, Siemiakowski, Le Gendre, Stanislaus Potocki und Blümer alsSühnopfer für die Entrechtung des Vaterlandes gefallen, ja sogar ein Unschuldi-ger, der allgemein geachtete General Nowicki, weil man ihn mit dem russischen Ge-neral Lewicki verwechselte, hingemordet, als ein Administrationsrath (Adam Czar-toryski, Michael Radziwill, Paz, Kochanowski, Niemcewicz, Chlopicki) noch inderselben Nacht zusammentrat, um Stadt und Land vor den Greueln einer blin-den Volkswuth zu schützen und der Staatsumwälzung das Siegel der Mensch-lichkeit aufzudrücken. Mit Tagesanbruch rief das Volk vor dem Palaste des Fi-nanzministers, wo die Versammlung dieser Ehrenmanner stattfand, unaufhörlich:„Chlopicki hervor! Chlopicki heraus!" Von diesem Momente war das Loos überihn geworfen. Er war als der Mann der Nation von tausend und wieder tausendStimmen bezeichnet. Dem Rufe feiner Mitbürger, obgleich erst nach vielen Bit-ten und nach langem Zögern folgend, übernahm C. am 5. Dec. auf dem Mars-felde und im Angesichte aller in der Hauptstadt anwesenden Truppen und Na-tionalgarden die Diktatur. Dieser Schritt beschloß die Thatenreihe der großenWoche von Polen (29. Nov. bis 6. Dec. 1830). Ein Manifest vom 6. Dec.,welches erklarte, daß er nur aus Rücksicht auf den Drang der Umstände biszur Versammlung der beiden Reichskammern das Amt eines Naczelniks an-nehme, um es in die Hände des Reichstages niederzulegen, ging der Besetzungder höchsten Staatsämter und der Bestätigung der provisorischen Regierungvoraus. Den Grafen Andreas Zamoyski ernannte C. zum Minister des In-nern und der Polizei, den Landboten und um die Nationalliteratur hochverdientenProfessor Joachim Lelewel zum Minister des Cultus und öffentlichen Unterrichts,den Staatsrat!) I. Tymowski zum Staatssecretair, Kasimir Wolicki zum Ge-neralintendanten des Kriegswesens und Alexander Krysi'nski zu seinem General-secretair. Die wichtige Stelle eines Gouverneurs von Warschau übertrug er demGeneral Szembeck, den Oberbefehl über die Nationalgarde im ganzen Landelegte er in die Hände des Generals Woycinski, und ernannte BonaventuraNiemojowski zum Stellvertreter des Justizministers. Mittlerweile hatte sichder Reichstag versammelt. Nun legte C. die höchste Gewalt in die Hände derLandesvertreter nieder. Diese nahmen aber seine Resignation nur an, um die mitso allgemeiner Zufriedenheit bekleidete Würde dem Dictator mit größern Ehren wie-der zurückzugeben. Am 23. Dec. gegen 8 Uhr Abends desselben Tages erschien Ge-neral C. in der Versammlung und empfing unter allgemeinem Zuruf und mit Zei-chen des lautesten Beifalls die Ernennungsacte aus den Händen des Senatspräfi-