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Erster Band (1832) A bis E
Entstehung
Seite
376
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376 Carlos

ren Werken der englischen Kunst, deren freigebiger Beschützer C. ist, einige Mei-sterstücke befinden, z. B. die Anbetung der Weisen von Mabuse (worin Al-brecht Dürer's und des Künstlers Bildnisse) und die drei Marien von AnnibaleCarracci, ein berühmtes Bild dieses Meisters, das früher in der Galerie desHerzogs von Orleans war und während der französischen Revölution nach Eng-land uyd in den Besitz des verstorbenen Grafen kam.

Carlos (Don Maria Jsidro), Infant von Spanien, zweiter SohnKarls IV., Bruder Ferdinands VII., geboren am 29. März 1?88, Generalissimusder spanischen Land- und Seemacht, vermählt persönlich zu Madrid am 3. Ott. 1816mit Maria Francisca d'Assi'si, Tochter Königs Johann VI. von Portugal (geb.22. April 1800), hat drei Söhne: Carlos, geb. 1818; Juan, geb. 1822, undFernando, geb. 1824. DiesestPrinz theilte mit seinen Brüdern Ferdinand undFrancisco de Paula die Art von Gefangenschaft zu Valen?ay in Frankreich, nach-dem er in Folge der Verhandlungen zu Bayonne (5. und 10. Me.i 1808) dieEntsagungsacte auf den spanischen Thron nebst seinen Brüdern unterzeichnethatte. Im März 1814 kehrte er mit dem, von Napoleon durch den Friedens-tractat von Valen^ay (11. Dec. 1813) als König von Spanien anerkann-ten Ferdinand und seinem Bruder, dem Infanten Don Francisco, nach Spa-nien zurück. Seitdem befand er sich stets an dem Hoflager feines Brudersund folgte ihm zur Zeit der Cortes im Jahre 1823 nach Cadiz. Aber erstnach der Herstellung des absoluten Königs (1. Ott. 1823) begann er dieöffentliche Aufmerksamkeit zu beschästigen. Seine strengen Ansichten von Kö-nigthum, Kirche und Inquisition, sein Haß gegen Freimaurer und Liberale,sein unbedingter Absolutismus, und der Umstand, daß bei der Kränklichkeit desKönigs, der keine Kinder hatte, die Krone auf ihn bald übergehen könne, sowieseine große Popularität bei den realistischen Truppen machten ihn, ohne daß ervielleicht es selbst beabsichtigte, zum Stutzpunkte einer Partei der heftigsten Re-action, der sogenannten apostolischen Junta, welche Spanien seit 1824 in fort-währender revolutionnairer Bewegung erhalten und Ferdinands VII. Thron mehr-mals bedroht hat. Dies» fanatische Partei verlangte nämlich die Vernichtungaller Liberalen und Freimaurer, die Wiederherstellung der Inquisition und einenabsoluten König unter der Leitung des hohen Klerus. Da Ferdinand VII. ih-nen dazu nicht entschlossen genug schien, vielmehr auf den Rath der fremden Mi-nister hörte und sich zum Theil mit gemäßigt denkenden Ministern umgab, so warer in ihren Augen ein Gefangener seiner Umgebungen, der nicht frei handeln könne;endlich suchten sie ihn ganz vom Throne zu verdrängen und den Infanten DmCarlos auf denselben zu erheben. Zugleich traten sie mir den Absolutisien in Por-tugal, welche daselbst für Don Miguel denselben Zweck verfolgten, zu gemein-«schaftlicher Mitwirkung in Verbindung. Mehrmals mit Gewalt unterdrückt, er-hob sich diese furchtbare Junta, der Hydra gleich, immer wieder von Neuem undhörte nie auf, im Geheimen thätig zu sein. Die Obern, welche die Fäden desultramontanen, absolutistischen Gewebes spannen und lenkten, wurden nicht ent-deckt, oder die Untersuchung wagte nicht, den letzten Schleier zu U Öffent-liche Blätter behaupteten jedoch, daß die Spur jener Verzweigung . n die Ca-marilla Ferdinands VII. und in die unmittelbare Nähe seiner S. . der ver-witweten Königin Carlota von Portugal, geführt habe. Auch naw dem Todedieser Fürstin hat das Dasein der apostolischen Junta sich, vor und naen der ggu-liusrevolution in Frankreich, welche man als ihr Werk mit ansehen kann^dicsseitund jenseit der pyrenäischen Halbinsel in unheilvollen Erscheinungen offenbart.Wir nennen in Beziehung auf Spanien die wichtigsten Ausbrüche^ jener unvcr-tilgbaren Verschwörung, der, vielleicht ohne Mitschuld noch Mitwisscn von sieinerSeite, der Infant Don Carlos als Stülwunkt gedient hat. Folgende Werkzeuge