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ward, ihnen den Namen aetives molecules beizulegen, womit er ihnen jedochnicht, wie man zum Theil misverstanden hat, wirkliches Leben hat beilegen wol-len. B, machte diese Beobachtungen in einer eignen Schrift („Brown s mikrosko-pische Beobachtungen, übersetzt von Beilschmied", Nürnberg 1829) bekannt, unddie Thatsache derselben wurde nachher von mehren andern Beobachtern bestätigt. Er-läuternd wird in dieser Beziehung folgende Beschreibung eines Versuches von Munckesein. Wenn man ein Stückchen Fiimmi Fiittae von der Größe einer Stecknadel-spitze in einem großen Wassertropfen auf einem Glasscheibchen zerreibt, von dieserLösung einen Theil, so viel an einem Stecknadelknopfe hangen bleibt, abermalsmit einem Tropfen Wasser verdünnt, und hiervon mit dem Stecknadelknopfe so vielals etwa ein halbes Hirsekorn betragt, unter das Mikroskop bringt, so zeigen sich inder Flüssigkeit kleine braungelbe, meist runde, aber auch anders geformte Pünkt-chen von der Größe eines Schießpulverkörnchens in Abstanden von ss bis 1 Li-nie von einander und in verschiedener gegenseitiger Lage. Diese Pünktchen sindsämmtlich in steter mehr oder minder schneller Bewegung, sodaß sie einen scheinba-ren Raum von einer Linie in 4 bis 2 oder 4 Sekunden durchlaufen, willkürlich baldnach der einen, bald nach der andern Seite abwechselnd stillstehend, umkehrendu. s. w. Nimmt man feines Mandelöl statt Wasser, so findet gar keine Bewe-gung statt; aber in Weingeist ist sie so schnell, daß man sie kaum mit dem Augeverfolgen kann. Was die Erklärung dieser Bewegungen anlangt, so scheinen sievon einer mechanischen Ursache abhangig zu sein, und das Aussehen, das sie an-fangs gemacht haben, schwerlich zu verdienen. In der That leuchtet ein, daß diegeringste Ungleichheit in der Temperatur des stark erleuchteten Wassers, ungleich-förmige Verdampfung mstw. Störungen im Tröpfchen erregen können, welchefähig sind, so leichte Theilchen in Bewegung zu setzen. Wirklich ist dies die Er-klärung, welche die Physiker gegenwartig von diesem Phänomen geben. (11)
Brulliot (Franz), am 16. Febr. 1786 in Düsseldorf geboren, wo seinVater, Joseph Brulliot, Professor an der Akademie der bildenden Künste und In-spektor der Bildergalerie war. Er widmete sich früher der bildenden Kunst in seinerVaterstadt unter der Leitung des Direktors Langer, folgte später seinem Vater,welcher mit der Bildergalerie von Düsseldorf nach Holstein geflüchtet war, und be-gleitete ihn 1866 nach München, wo die düsseldorfer Galerie der Münchner einver-leibt wurde. Hier ward er 1868 als Gehülfe des Direktors Schmidt bei der kö-niglichen Kupferstichsammlung angestellt, und widmete sich nun ganz der Kupfer-siichkunde sowie der Kunstgeschichte, wozu ihm seine frühern Studien sehr behülf-lich waren. Er suchte sich später durch seine Reisen und einen längern Aufenthalt inden größten Städten Deutschlands, Frankreichs, Hollands und Italiens so vielmöglich in seinem Fache zu vervollkommnen, und gab 1817 sein „viotionnaire«es INONOAI-Ämmes" heraus, schon in seiner ersten Gestalt, mit seinen 3769Nummern, das reichhaltigste Werk über diesen Gegenstand. Seitdem hat er un-ablässig gesammelt und gesichtet, und nach fleißiger Vorbereitung die neue Bear-beitung vollendet, die unter dem Titel: „Dictioimair« ües inonngrammes, mar-rpies ligurees, lettres initiales et nnins abre^es, smis lesguels les pemties,Graveurs, tlessinatenrs et sculpteurs ont üesiAne lenrs noms" (Stuttgart 1832,4.) erschien. Sie enthalt 16,666 Nummern und umfaßt die Künstler aller Na-tionen und Zeiten. B. erhielt bereits 1822 die Stelle eines Conservators derKupferstichsammlung, und hat sich um dieselbe große Verdienste erworben, da er sienicht nur nach Schulen und Malern zweckmäßiger geordnet und trotz den be-schränkten Mitteln sie um ein Drittel vermehrt, sondern auch über den jetzt aus366,666 Blattern bestehenden Vorrath ein Inventarium entworfen und einenRealkatalog verfertigt hat, welcher dem Kunstliebhaber eine leichte Übersicht ^allervorhandenen Gegenstände gewahrt.