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Erster Band (1832) A bis E
Entstehung
Seite
329
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Bröndsted 329

lAbleuu 6es terruius <j»i eomposeut I'ecorce Uu ^lode" (Paris 1829,deutsch von Kleinschrod, Strasburg 1830), die sich vor allen bis dahin erschienenenGeognosien durch eine eigentümliche Behandlung des Gegenstandes auszeichnet;die jüngsten Gebirgschichten werden besonders ausführlich behandelt, und mit ihnenbeginntauch das Werk; die neptunischen und vulkanifch-plutonischen sind so vielmöglich getrennt gehalten. Die von B. versuchte Aufzahlung der Gebirgschichtenin umgekehrter Ordnung hat jedoch manchen Tadel erfahren, und seine neue Ter-minologie wenig Beifall gefunden. Von vorzüglichem Werthe sind die diesemWerke beigefügten, sehr mühvoll ausgearbeiteten Tafeln, über die jeder Formationcigcnthümlichen Petrefacte. AdolpheB., Sohn des Vorigen, einer der Redac-toren der4mlu,Ies Ues soiences naturelles", beschäftigt sich theils mit der Botanikund der Physiologie der lebenden Pflanzen, theils und vorzüglich mit den fossilenPflanzen, und man verdankt ihm mehre der wichtigsten Arbeiten in dieser Hinsicht.Mit großer Regsamkeit verschaffte er sich aus allen Gegenden eine Menge fossi-ler Pflanzen und verglich sie scharfsinnig mit den lebenden. Er lieferte eine Reiheeinzelner Abhandlungen, von denen nur einige herausgehoben werden können, als:über die Eukcüden (^unules <le lu societä tllnstoire naturelle ckeUaris", 1823);über die fossilen Pflanzen in dem Sandstein von Hoer in Schonen und in den Aoli-ten von Meimers (ebendaselbst 1828); über die Floren, die in verschiedenen Epochendie Erde bedeckten (ebendaselbst 1828). Von besonderer Wichtigkeit sind die großensystematischen Arbeiten: die(lla88ilieatiou lles ve^etaux fossiles" (Paris 1821);derUrollrome U'une llistoire <les ve^etaux fossiles" (Paris 1828); und dasHauptwerk:llistoire Ue vegetaux fossiles, ou recllerelles botimi^ues et Aeolo-gigues sur les vegetaux renferrnes cluns les liiverses eoueties cku Alolle", von wel-cher seit 1828 5 Hefte mit vielen Kupferstichen erschienen sind; die fossilen Pflanzenwerden hier in sechs Classen getheilt: in die Agamen, die Zell- und die Gefaßkrypto-gamen, die nacktsamigen, monokotyledonischen und dykotyledonischen Phanerogamen.Alle bekannten Gattungen und Arten werden mit großer Genauigkeit beschrieben,und zugleich die Verhaltnisse ihres Vorkommens aufgezeigt. Ein Versuch einerGeschichte des Pflanzenreiches der Urwelt ist den Thatsachen beigefügt, die den ei-gentlichen wissenschaftlichen Ertrag der Untersuchung bilden, die Vermuthungenaber, die B. über die Veränderungen, welche die Pflanzen nach und nach erlittenhaben, aufstellt, können wenigstens zu neuen Beobachtungen Anlaß geben. InBeziehung auf die Pflanzenphysiologie hat er besonders auch durch einen Streitmit Raspail und Brown Aufmerksamkeit erregt, indem er darzuthun versucht,daß die Bestandtheile des Blüthenstaubs (Pollen) in jeder Hinsicht mit den Sa-menthierchen zu vergleichen sind, welchen er bei der Reproduction der Thiers den größ-ten Antheil zuschreibt. (41)

Bröndsted (Peter Oluf), ward am 1?. Nov. 1781 zu Horsens inJüt-land geboren, wo sein Vater Prediger war. Schon auf der Universität zu Ko-penhagen verbanden gemeinschaftliche Studien ihn und seinen Freund Koes, dermit trefflichen Geistesgaben eine seltene Festigkeit des Charakters verband, undBeide, erwärmt von der Liebe zur griechischen Sprache, Kunst und Literatur, nährtenfrüh den Wunsch, Griechenland durch eigne Anschauung kennen zu lernen und diedort vorhandenen Uberreste des Alterthums zu untersuchen. Die beiden Freundeverließen 1806 Kopenhagen und brachten die Jahre 1807 und 1808 in Paris zu, umsich zu ihrer Reise vorzubereiten und die reichen Schätze der kaiserlichen Bibliothekzu benutzen. In Italien, besonders in Rom, verweilten sie 1809 und 1810,um ihre Studien und Untersuchungen zu verfolgen. In Rom schlössen sich derArchitekt Haller von Hallerstein aus Nürnberg, Linckh aus Würtemberg und vonStackelberg aus Esthland ihrem Reiseplan an, und die Gesellschaft erreichte im^pätjahr 1810 Athen, wo sie bald mit den Engländern Cockerill und Fester zu-