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nach England, wohin er sein Vermögen geschickt hatte, und von da in sein durchNapoleon beruhigtes Vaterland. Zu Chambery, wo er sich 1799 niederließwidmete er seitdem eine Summe von 3,509,000 Fr. den Zwecken seiner tä-tigen Menschenliebe. Unter andern gründete er mehre Hospitaler für alte Leutefür Kranke, für arme Reisende, legte eine neue Straße mit Bogengängen durch dieStadt an, überwies der k. Akademie der Wissenschaften in Savoyen eine bedeu-tende jahrliche Rente und baute das Theater aus. Der König von Frankreich gabihm das Kreuz der Ehrenlegion, und der König von Sardinien erhob ihn in denGrafenstand. Das Gerücht, daß Tippo Said durch ihn ausgeliefert worden sei,ist durchaus falsch; B. war schon drei Jahre in Europa, als dieser Monarch inseiner Hauptstadt unterlag. S.,Memoire sur curriüre inilituire et politiguet!e i>I. le xenei-iU eomte 3e öoigne" (Chambery 1829), eine auch für die Ge-schichte der Mahratten in der letzten Hälfte des 18. Jahrhunderts sehr interessanteSchrift, wozu B.'s Sohn dem Verfasser Materialien lieferte. (5)
Boje (Heinrich), Doctor der Philosophie, ein junger Naturforscher, dermit Herz und Geist tiefes Wissen, regen Eifer für die Naturkunde und einen un-ermüdeten Fleiß verband, starb, ein Opfeu des verderblichen Klima von Java, imSeptember 1827 in der Blüte seiner Jahre. B., geboren zu Meldorf inder holsteinischen Landschaft Süder-Ditmarschen, war der Sohn des danischenEtatsraths Heinrich Christian Boje (geb. am 19. Jul. 1744 zu Melders,gest. daselbst am 3. März 1790), der als das älteste Mitglied des schönen Dichter-bundes zu Göttingen (Bürger, Hölty, die Grafen Stolberg, Voß, Miller) undals der Herausgeber des ersten deutschen Musenalmanachs (Göttingen 1770),des „Deutschen Museums" (Leipzig 1770 — 88) und des „Neuen deutschenMuseums" (Leipzig 1789 — 91), in der deutschen Literatur noch jetzt mit'Achtung genannt wird. Der Sohn hatte zu Heidelberg studirt und einigeJahre lang dem dortigen naturhistorischen Museum vorgestanden. Der König derNiederlande, Wilhelm I., berief ihn nach dem Haag und sandte ihn nach Java,um die Naturmerkwürdigkeiten dieser und der benachbarten Inseln für das könig-liche Museum der Naturgeschichte zu Leyden zu sammeln. Hier trat B. mit rühm-lichem Erfolge in die Fußstapfen seiner verdienstvollen Vorganger Kühl und vanHasselt. Leider folgte er ihnen früh ins Grab. B. hatte am 23. Aug. 1827die Gebirge von Pangarang verlassen, um einige Tage in dem Palaste der Regie-rung zu Buitenzorg sich mit der Anordnung seiner Sammlungen zu beschäftigen.Gleich nach seiner Ankunft ward er hier von einem heftigen Nervensieber befallen,das jedem Mittel der Kunst widerstand. Nach zehn Tagen schloß er seine edle Laus-bahn. Sein Freund Macklot, der eben in Bantam angekommen war, eilte sogleichzu seinem Beistande herbei, fand ihn aber schon im Sterben und ward von dersel-ben Krankheit ergriffen. B. hat das niederländische Museum der Naturgeschichtemit schätzbaren Sammlungen bereichert. Die Herausgabe seiner Werke ist ange-kündigt worden. 9^kan wird dann den Verlust dieses ausgezeichneten Natur-forschers, dessen Verdienst das Ausland würdigte, auch in seinem Vaterlande er-kennen. (7)
^Bolivar (Simon), ei lAbei'wckor (der Befreier), der berühmteste Mann,den die südamerikanische Revolution hervorgebracht hat, wurde am 25. Jul. 1783zu Caracas, der gegenwärtigen Hauptstadt des Departements Venezuela, imFreistaate Colombia, geboren. Nach dem frühen Tode (1786) seines VatersDon Juan Vicente Bolivar y Poete, der Oberst und einer der reichsten Gutsbe-sitzer in den reizenden Ebenen Aragua war, und seiner Mutter, Maria de laConcepcion Palacios y Solo (starb 1789), wurde seine Erziehung von seinemOheim, dem Marquis de Palacios, einem Manne von Geist und tresslicher Ge-sinnung, besorgt. Seine Bildung zu vollenden, reiste B. in seinem vierzehn-