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Erster Band (1832) A bis E
Entstehung
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227
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Beranger

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liche Welt geworfen („Na voeation^, „erstickt im Gedränge, weil er nicht großgenug war". Ein Blitzstral bedrohte in zarter Jugend sein Leben, und wenn wirwieder seiner poetischen Biographie folgen wollen, war er Aufwarter in einemWirthshause, ehe er zu einem Buchdrucker in die Lehre kam. Schade, daß wir nichtwissen, wie er sich in dieser Lage selbst erzog, und welche Umstände die Entwickelungseines Geistes begünstigten, aber er machte nur langsame Fortschritte, wenn es wahrist, was er selbst erzahlt, daß sein zweiter Lehrherr ihn entließ, weil es mit demBuchstabiren nicht gehen wollte; nur ist bekannt, daß Alles was er lernte, sich aufKenntniß der Orthographie und der Regeln der Verskunst beschrankte. Dieersten Bücher, die er las, waren die Bibel und eine Übersetzung des Homer. Erfühlte bald, daß, wie er („iVlavocution") sagt, „Singen sein Tagwerk ist", und waser an seiner Wiege die segnende Fee sagen laßt, „seine leichten Lieder sollten denFranzosen theuer werden und die Thränen der Verbannten lindern". Seine erstendichterischen Versuche wurden von Lucian Bonaparte bemerkt, der ihm Beweiseseines Wohlwollens gab, bis er sich mit seinem Bruder entzweite und (1804)Frankreich verließ. B. wollte seinem verbannten Gönner eine Sammlung vonIdyllen widmen, die aber ungedruckt blieben, weil die argwöhnische Censur dieWidmung und mehre Stellen, aus welchen die Dankbarkeit des Dichters sprach,gestrichen hatte. Bei der neuen Einrichtung der Universität wollte man B. be-achten, aber er mußte sich, weil es ihm an literarischen Kenntnissen fehlte, mit einersehr geringen Anstellung bei dem Sekretariat begnügen. Er „kroch unter der Fesseldes dürstigen Amtes, die Freiheit bezauberte ihn, aber er hatte großen Appetit" —da folgte er der Stimme des innern Berufs, die ihm sagte: Ctmnte, ctumte, puuvre;peilt! Zu den ersten Liedern, welche die Aufmerksamkeit auf ihn zogen und baldim Munde des Volkes waren, gehörten (1818) „De i-oi ck'Vvetet" und „De sein-tenr". In dem ersten hat man später, wie selbst sein Vertheidiger vor dem Gerichte,einen feinen Spott gegen Napoleon finden wollen, wiewol es schwer ist, eine treffendesatyrische Beziehung darin zu entdecken. Der Ruhm seines Vaterlandes mochte auchihn blenden in jener Zeit, auch ihm war das Panier theuer, das „mit Lorbern undBlumen bedeckt in ganz Europa glänzte", und er konnte Napoleon nur besingen, wieer es in jenen Zeilen (,,De I)ieu cies Keimes ^ens") that, die Chateaubriand einesTacitus würdig nennt, oder in dem tresslichen Liede: „De ein«; mm", den Blick aufjene Felseninsel heftend, „wo fein Ruhm ist, wie der ungeheure Pharus einer neuenWelt und einer zu alten Welt". Sein Beruf zum Volksdichter ward ihm erst völ-lig klar mit der neuen Wendung der Geschicke seines Vaterlandes nach der Restau-ration, und wie er treffend gesagt hat, daß mit Karls X. Vertreibung sein Geschäftgeendigt habe, so begann es an dem Tage, welcher, wie er spottend („Da cocarckeblancke") sang, „Frieden und Erlösung bringend, das Glück der Besiegten machte,dem schönen Tage, der Frankreich die weiße Cocarde und die Ehre wiedergab", in je-ner Zeit, wo („De Oieu lies Keimes ^ens") er in den mit Siegeszeichen und Kunst-werken geschmückten heimischen Palasten „die ruhmlosen nordischen Völker denReif von ihren Mänteln schütteln sah", und als der „furchtbare Nordwind zwanzigLorberernten zerstört hatte", da wollte er („Da könne vieiile") „den Ruhm und dieHoffnung besingen, um sein unglückliches Vaterland zu trösten". Ein witzigerFranzose hat gesagt, das alte Frankreich sei eine durch Lieder gemäßigte absoluteMonarchie gewesen, und es ist bekannt genug, in welchen bittern Spottliedern zurZeit der Fronde, der Regentschaft und Ludwigs XV. die Volksstimmung lautwurde, als die öffentliche Freiheit keine gesetzlichen Schutzwehren hatte. Ähnlicheswiederholte sich nach der Nestauration, als man solche gewonnene Schutzwehrenheimlich und öffentlich zu untergraben suchte, und die Geschichte der Restaurationwird nicht vergessen, den großen Einfluß zu zeigen, den B.'s und gleichgesinnterDichter Gesänge auf die Volksmeinung gehabt haben. Die erste Sammlung seiner

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