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Erster Band (1832) A bis E
Entstehung
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vielmehr das Bewußtsein seiner Eigenthümlichkeit und schöpferischen Kraft in ihmgeweckt haben, und es wäre zu wünschen, daß er blos diesem Anstoße zu feiner Ent-wicklung gefolgt und immer er selber geblieben wäre. In seinen spätem Ronur-nen tritt die Nachahmung der Manier Scott's zuweilen zu sthr hervor, sowol inCharakterbildern als in kleinlich ausmalenden Schilderungen. Niemand aber hatden irländischen Landmann in seiner pittoresken Eigenthümlichkeit, in seinenDrangsalen und seinen Verirrungen so lebendig und so wahr geschildert als B.,wenige kommen ihm gleich in der Darstellung einer kaum civilisirten Menschenge-sellschaft, einer wilden, die Tiefen der Menschennatur aufwühlenden Leidenschast;und oft zeigt er sich ungemein geschickt in der Anlage seines Plans, in der Behand-lung einer geheimnißvollen Verwickelung; aber nicht selten wird er zurückstoßenddurch die Vorliebe, mit welcher er das Schreckliche malt, nur die finstere Seite dermenschlichen Natur herauskehrt und sie mit Mangeln überladet. Ein andererFehler in einigen seiner neuern und schwächern Romane, z.-B. ,,1'üe Cropp)",sind lange politische Erörterungen, die als störendes Beiwerk erscheinen, so sehrsie den gründlichen Kenner der irländischen Zustände verrathen. In einigenneuern Erzählungen ist er aus seiner Heimath gegangen, aber man sieht ihn amliebsten auf dem grünen Boden seiner Insel, der die diesem Erzähler eigne Nationa-lität recht zu beleben scheint. Sein neuester Roman:Lüe (London1831), der auf Englands Küsten spielt, steht zwar seinen besten irländischen Gemäl-den nach, ist aber in Anlage und Charakterschilderung anziehend. Mehre seinerRomane sind ins Französische übersetzt. In Deutschland machte ihn zuerst FrauDomeier bekannt in einer freien Übersetzung desOoüoore", die unter dem Ti-tel:Der Zwerg" (Hamburg 1828), erschien, ohne das Original anzugeben. Eineandere Erzählung aus der ersten Reihe derD'Harn Wies" hat W. A. Lindau(Hauptmann Reh", Dresden 1830), und ,/1üe Ncnvlans" Adolf Wagner(Leipzig 1832) übersetzt.

Barante (Prosper Bruguiere de), französischer Staatsmann und Ge-lehrter, geb. 1783 zu Riom in Auvergne, einer altadeligen Familie angehörend,worin sich einige Mitglieder unter dem Namen Bruguiere als Gelehrte und als Ma-gistratspersoncn ausgezeichnet haben. Er trat früh in den Staatsdienst und wurdezuerst unter Napoleons Regierung Auditeur beim Staatsrathe; dann ward erals Unterpräfect nach Bressuire geschickt, einige Zeit nachher zum Präfecten desVendeedepartements befördert und später in die wichtigere Prafectur des Loirede-partements versetzt. Sein Bruder war Unterpräfect zu Luxemburg, und sein Va-ter, der 1812 starb, war eine Zeitlang Präfect des Lemandepartements gewesen.B. heirathete 1809 eine Tochter des Generals Houdelot, eine Enkelin der durchRoufseau'sConlessicms" so berühmt gewordenen Madame d'Houdelot. Alsdie kaiserliche Regierung 1814 gestürzt wurde, kam B. anfangs außer Thätigkeit;vermuthlich wollte ihn die königliche Negierung nicht anstellen, weil er Napoleongedient und demselben in einigen Staatsreden außerordentlich geschmeichelt hatte,wie es damals Sitte war. Im folgenden Jahre aber, als nach den hundert Ta-gen Ludwig XVIll. zurückkam und manche Beamte, welche während seiner Ab-wesenheit sich zu Gunsten des Kaisers erklärt hatten, nicht mehr brauchen wollte,kam B., der mit den Umgebungen des Königs in naher Verbindung stand, inbesondere Gunst; er erhielt die wichtige und einträgliche Stelle eines Directors desindirecten Steuerwesens, nachdem er zuvor zum Staatsrathe ernannt worden warund eine kurze Zeit den Posten eines Generalsecretairs des Ministeriums des In-nern bekleidet hatte. Auch wurde er von dem Puy-de-Domedepartement, auswelchem seine Familie abstammt, zum Deputirten bei der nach Ludwigs XVlII.Rückkehr zusammenberufenen Kammer der Volksrepräsentanten ernannt. AlsSteuttdirector zeigte er große Thätigkeit und Einsicht, vertheidigte aber, tvie die