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als ein liebliches Lallen, das kaum eine Sprache genannt werden kann. Im All-gemeinen ist die Sprache der Australindier bei weitem ausgebildeter als die Pa-puassprache. Ihre Sprachen scheinen von einer und derselben Ursprache abge-leitet zu sein, obgleich sie jetzt schon so verschieden lauten, daß kein Stamm den an-dern versteht. Dies ist durch die Jsolirung der verschiedenen Völkerstamme erklär-lich, da bei dem Zerstreutleben beinahe schon ein Menschenalter hinreicht, um eineSprache zu verwirren. Peron vergleicht die Sprache der Eingeborenen von Van-diemensinsel mit einer Art von Rollen (i-oulement), bei dem kein bestimmter Lautunterschieden werden könne, und vermißt darin die Buchstaben S und F. Die Spra-chen des Festlandes sind im Verhältniß zu den Mundarten des nordwestlichen Au-straliens äußerst roh und haben im Zahlensysteme nur Wörter, um bis fünf zu zah-len, welches viel bedeutet, wahrend die malaiische, tagalische und peruanische Spra-che auf den nordwestlichen Inseln das Zehnthum, und die südöstlichen sogar dasZwanzigthum haben, da sie nach Chamifso immer paarweise zahlen, eine Erschei-nung, die bei barfuß gehenden Völkern, die ihre Zehen so gut wie ihre Finger immer-dar vor Augen haben, sehr natürlich ist. Der Raum gestattet uns nicht, eine Schil-derung von ihrem Zusammenleben, ihrer Häuslichkeit, ihren Gebräuchen, Sitten,Waffen, der abergläubig grausamen Sitte, den Jünglingen, wenn diese in dasMannesalter treten, einen oder mehre Vorderzahne gewaltsam auszubrechen, vonden Gaukeleien ihrer Karrahdis oder Zauberer, von dem Lebendigbegraben derKinder und dem auf einigen Inseln B. Neucaledonia) herrschenden gänzlichenMangel an Gottesverehrung zu entwerfen, welches Alles dem Neuholländer so sehrden Stempel roher Eigenthümlichkeit aufdrückt. Hunter sagt: „Sie widmen we-der der Sonne, noch dem Monde, noch den Sternen eine größere Aufmerksamkeitals irgend ein Volk, das mit ihnen dies unermeßliche Land bewohnt." Dagegenhat Evans von den Bewohnern der Vandiemensinsel gehört, daß die Stamme derOstküste den Sitz ihrer Götter auf die blauen Berge verlegen. Dull fand 1793auf der Darnleyinsel fast in jeder Hütte, rechts vom Eingange zwei oder drei Mm-schenschädel um ein hölzernes Bildniß, das in seiner rohen Gestalt bald einem Men-schen, bald einem Vogel glich, aufgehängt und mit Federn des Emu geziert. Beieinigen Stämmen hat man zwar einen abenteuerlichen Polytheismus, aber dochschwache Begriffe von Unsterblichkeit der Seele, von einem guten und bösen Zu-stande nach dem Tode vorgefunden. Die wenigen Religionsgebräuche sind jedochaufjeder Insel verschieden. Anders verehrt der Neuseeländer, anders der Tongaer,anders der Tahitier seinen Gott. Nicholas berichtet, daß die Mythologien der Neu-seeländer und der Battaer auf Sumatra eine auffallende Ähnlichkeit haben. Aufden Gesellschaftsinseln betet man drei höchste Wesen an: '1Ane, te meckun oder derVat er, Oromattow, wa 6 te m^6e oder der Sohn, und Darva, maurm te Ima oderder Vogel und Geist; dann hat man noch eine große Menge Catnas und Tis, d. h.gute und böse Hausgötter, Morais (Gott geweihte Plätze für alle heilige Ceremo-nien, wo die Grabgerüfte der Erih, d. i. Adeligen, stehen) und das Tabuh (heilig),welches aber hier Raa heißt, eine Art von Jnterdict, welches nur die obersten Prie-ster au ssprechen durften. Seitdem aber der König PomareII. (f. Bd. 8) auf Ta-hiti mit dem größten Theile seiner Verwandten das Christenthum angenommen undseit 1815 die englischen Missionare bei der Verbreitung desselben eifrig unterstützte,sind die Menschenopfer und der Götzendienst immer mehr und mehr verschwunden,und schon 1822 zählte man auf Tahiti 66, auf Eimeo 16 christliche Gotteshäuser.(S. Missionsgesellschaften.) Dagegen sind nach Kotzebue Heuchelei undUnduldsamkeit, Trägheit und Verfall der Schifffahrt und des Gewerbfleißes einge-treten, und die Bevölkerung ist von 400,006 Seelen auf 200,000 herabgesunken.Auch Veechey (s. d.) spricht die Meinung aus, daß das Christenthum aufOtahitinicht in dem Umfange sich ausgebreitet habe, als man aus den Nachrichten schließen