VII
Bekanntlich find Verleger zu mathematifchenund aftronomifchen Werken , in dem Verhältnifsfchwer zu erhalten, je gründlicher und gelehrter dieSchriften find, die ihnen zum Verlage angeboten wer-den. Es ift ihnen auch nicht zu verdenken ; dennVerleger, welche nur merkantilifch und auf Ren-ner fpekuliren, finden ihre Rechnung heiler bey ei-nem fchalen Roman, als mit den Schriften eines Eu-ler, La Grange, La Place, Käftner, H in-de nbur g , Klü gel, Hennert, u. f. w. SolcherAnilalten, wie die englifche und franzöfifche Nation,hat fich die deutfche (vielleicht eben deswegen, weilfie noch keine Nation ausmacht,) nicht zu erfreuen,es giebt da noch keine Clarendon Prefs , keine Boardsof Longitude , keine Imprimeries Royales oder Natio-nales, in welchen gelehrte und nützliche Werke,welche kein Privatmann wohl unterftützen kann, aufKoilen des Staats gedruckt werden , und Herzogevon Marlborough, welche deutfche Arbeit, aufdeutfchen Boden erzeugt, in Deutfchland druckenlallen, giebt es wohl in England, aber nicht — inDeutfchland.
Einem gewöhnlichen Verleger durfte ich demnachHerrn Dr. Olb er s Schrift nicht anbieten; ich wand-te mich daher an einen meiner gelehrten Freunde,den Herrn Legationsrath Bertuch in Weimar, wel-cher eine Buchhandlung zur Unterftützungder Wifien-fchaften, nicht der Druckerpreflen, errichtet hat,
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