Druckschrift 
1 (1794)
Seite
55
Einzelbild herunterladen
 

Leben. 55

von neuem an Bord. Dieses Bad verscheuchte seisnen Rausch in etwas, so daß er einschlief, nach,dem er ein Buch aus der Tasche gezogen und michgebeten hatte, es trocknen zu laßen. Es fand sich,daß es mein altes Lieblingsbuch, BunyansReisen in einer hollandischen Uebersetzung mitschönem Druck, auf schönem Papier und mit Ku-D 4 pfcrn

») Dieses ehedem so beliebte Werk, das allein in

Deutsälland an drey verschiedenen Orten Übersichtward und eine Menge Sluflagen erhielt, ist icnr inallgemeine, tiefe Vergessenheit gesunken. Bnnyanwar (wie wir nur für einige Leser erinnern) einenglischer Mennonist, in seiner Jugend cjn lustigerGeselle, Soldat, Keßelflickcr, dann Schwärmerund geistlicher Redner. Dieses lcl-tere Talent, daser überdies ohne Bezahlung.ausübte, mußte erdurch ein zwiefaches Gefängnis-, jedes von sechs Jah-ren , büßen. Er starb 168Z in London in großem A«-sehn und im Geruch der Heiligkeit. Seine Schriften,die man vor hundert Jahren erbaulich nannte, neh-men mehrere Folianten ein. Die berühmteste dar-unter ist die von Franklin erwähnte unter demTitel! Ich« lGliriirn's p!0Aiels cio. die ReiseeiueS Christen nach der Ewigkeit. Bu-«nan, obgleich ein Schwärmer, war doch einziemlich bescheidener Mann, und man hat nicht gc-hdrt, daß die unzähligen Ucbersitnnaen und Zlus-gaben seiner Schritten ihm den Kopf so schwivdlick

ge-